Brigitte Riebe Die Pestmagd

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Inhaltsangabe zu „Die Pestmagd“ von Brigitte Riebe

Liebe, Verrat und der Kampf ums Überleben in Zeiten der Pest

Köln, 1540: Die junge Witwe Johanna Arnheim wird von ihrem eifersüchtigen Schwager verleumdet und landet wegen Gattenmordes im Frankenturm. Der Tod scheint ihr gewiss – doch der Arzt Vincent erwirkt einen Freispruch unter der Bedingung, dass sie sich als Magd im Pesthaus verdingt. Der „Schwarze Tod“ wütet unerbittlich in der Stadt, und so ist Johanna, die bereits die Beulenpest überlebt hat, eine große Hilfe. Bis ein düsteres Geheimnis ihrer Vergangenheit sie einholt und alles zu zerstören droht – auch ihre zarte Liebe zu Vincent.

„Mit der Neugierde einer Wissenschaftlerin erarbeitet Brigitte Riebe sich vergangene Zeiten, um sie möglichst lebendig wirken zu lassen. Und das gelingt ihr trefflich.“ Offenbach Post

Eine runde, gut geschriebene und spannende Geschichte! Ich freue mich auf den zweiten Band!

— Code-between-lines

Gute Unterhaltung mit vielen historischen Details

— ChattysBuecherblog

Kurzweile für ein veregnetes Wochenende!

— Xerxes

Viele Zufälle, aber die Pestzeit ist interessant beschrieben!

— Birgit1985

Ein wirkliches Lesehighlight, zu dem es schon einen Folgeband gibt!

— Floh

Die Pestmagd ist ein mitreissender, sehr gut recherchierter, historischer Roman.

— Drei-Lockenkoepfe

Schildert schön anschaulich von Missgunst und Neid einer jungen Witwe gegenüber im 16. Jahrhundert.

— nirak03

Spannend, authentisch, mitreißend!

— Monika58097

glaubwürdige Geschichte, spanndend erzählt

— dieben

sehr authentisch und bildhaft - durchweg spannend

— HEIDIZ

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Ein etwas anderer Zeitreiseroman! Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Buchverlosung zu "Marlenes Geheimnis" von Brigitte Riebe

    Marlenes Geheimnis

    Diana_Verlag

    Liebe Brigitte Riebe-Fans und begeisterte Leser/innen (!!),da Ihr schon zur Leserunde mit unserer beliebten Autorin zu ihrem allerneusten Roman so interessiert ward und seid, bieten wir Euch hier zum Bucherscheinen noch extra eine Buchverlosungs-Aktion an! (D.h. Ihr könnt dann gerne jederzeit noch in die aktuelle Leserunde einsteigen, wenn Ihr mögt.)Und worum geht es in 'Marlenes Geheimnis'? Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen - Ein bewegender Roman über ein Familienschicksal vor der Kulisse des Bodensees!Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage. Die Grande Dame des deutschen historischen Romans ist zurück - und das ‚at it’s best!‘: Brigitte Riebe widmet sich der Kriegs- und Nachkriegszeit nach 1945 und den familiären Auswirkungen, die diese bis auf die heutige Enkelgeneration hat. Autobiografische Elemente, eine Flucht von Nordböhmen an den Bodensee und die Geschichte dreier Frauen aus verschiedenen Generationen lassen diesen bewegenden Roman über ein großes Familienschicksal entstehen.Wollt Ihr mit dabei sein und diese außergewöhnliche Geschichte entdecken? Dann bewerbt Euch hier um ein druckfrisches Buchexemplar! Wir drücken Euch die Daumen!Einen aufregenden und spannenden Leseherbst(!) wünscht Euch Euer Team des Diana Verlags.

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    • 241

    Buchraettin

    08. September 2017 um 09:06
  • Mein Leseeindruck

    Die Pestmagd

    ChattysBuecherblog

    29. November 2016 um 12:16

    Obwohl der Prolog in Freiburg um 1525 spielt, dreht sich die Hauptgeschichte um Köln ca. 1540.Erst später wird es deutlich, weshalb dieser Zeit- und Ortssprung notwendig ist. Die Autorin hat es wirklich geschafft, auf den fast 540 Seiten eine Stimmung zu erzeugen, in der man sich nicht als Leser, sondern als Zuschauer wähnt. Durch die Protagonisten erlebt man mit, wie schwer es zu damaliger Zeit gewesen sein muss, als Frau ihren Mann zu stehen. Nicht nur, dass ihr Mann gestorben ist und sie um das Überleben kämpfen muss. Nein, immer wieder wird sie auch von ihrer Vergangenheit eingeholt. Eine Vergangenheit, die vielen Frauen beschieden war. Aber auch die Rolle des männlichen Protagonisten de Vries erscheint mir sehr ausgeklügelt. Beide Rollen harmonieren perfekt und lassen das Bild erst richtig lebendig wirken. Sehr gut haben mir die vielen kleinen, sehr gut recherchierten Details gefallen. Sei es die ausgefallenen und nicht ganz so bekannten Foltermethoden (z.B.Spreizbirne) oder die Kleidung. Voller Erstaunen habe ich zum ersten Mal von der Siechenbande gehört bzw. gelesen. Die Bandenmitglieder brachen in die Häuser der Pestkranken ein und klauten alles was nicht niet- und nagelfest ist. Aber viel schlimmer ist, dass sie mit pestverseuchter Wäsche in "gesunde" Häuser legten. Warum... kann sich wohl jeder denken. Fazit Mir hat die Geschichte um Johanna sehr gut gefallen. Einerseits wird sie als eine starke, toughe Frau dargestellt, aber andererseits spürt man, in welcher misslichen Lage sie sich befindet und wie sie stets bemüht ist, ihr Leben in Griff zu kriegen. Da es mittlerweile eine Fortsetzung gibt, möchte ich diese unbedingt lesen.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1210
  • Vorhersehbare Geschichte in Zeiten der Pest

    Die Pestmagd

    Birgit1985

    04. December 2015 um 12:36

    Einerseits spannend, andererseits dann doch etwas vorhersehbar. In Köln wütet um 1540 die Pest. Das ist für mich der spannende Teil der Geschichte. Wie wird damit umgegangen, wie waren die Umstände und was die Folgen? Doch geht es auch um die Witwe Johanna, die von ihrem Schwager aus ihrem Haus vertrieben wird uns so als Pestmagd endet. Den Arzt, der dort arbeitet, kennt sie zufällig aus ihrer Jugend. Daraus ergibt sich dann eine mehr oder weniger verwirrende Geschichte, in der viel Neid und Zwietracht gesät wird, durch die sich Johanna kämpfen muss. Es war mal wieder ein schöner, spannender Ausflug in das Leben in der Vergangenheit. Man lernt die Sitten und Gebräuche von damals kennen, die teilweise haarstäubend sind. Brigitte Riebe hat sich offensichtlich gut und umfassend mit dem Thema beschäftigt. So ab und zu mal kann man sich durchaus in eine andere Zeit versetzen lassen und das hat sie durchaus gut hinbekommen. Da die Geschichte dann doch etwas absehbar ist, gibt’s nur 3 Sterne.

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  • Einer der besten historischen Romane seit längerer Zeit!

    Die Pestmagd

    Floh

    Ein fesselnder und mitreißender historischer Roman zu Zeiten der todbringenden Pest in Köln um 1540. „Die Pestmagd“ von der promovierten Historikerin und der passionierten Autorin Brigitte Riebe erzählt eine sagenhaft spannende und nahezu auf realen Säulen gebauten Geschichte einen Roman von Neid, Verrat, Tod und die überdauernde Liebe in Zeiten des schwarzen Todes. Mit fesselnder Spannung, atemberaubenden Kulissen und zeitgemäßer Schreibkunst und Artikulation zur handelnden Epoche fasziniert diese Autorin und liefert eine bewegende Geschichte. Ein geballter und thematisch hoch interessanter historischer Roman mit vergangenem Lokalcharakter. Erschienen im Diana Verlag (http://www.randomhouse.de/diana/) Inhalt: "Liebe, Verrat und der Kampf ums Überleben in Zeiten der Pest Köln, 1540: Die junge Witwe Johanna Arnheim wird von ihrem eifersüchtigen Schwager verleumdet und landet wegen Gattenmordes im Frankenturm. Der Tod scheint ihr gewiss – doch der Arzt Vincent erwirkt einen Freispruch unter der Bedingung, dass sie sich als Magd im Pesthaus verdingt. Der „Schwarze Tod“ wütet unerbittlich in der Stadt, und so ist Johanna, die bereits die Beulenpest überlebt hat, eine große Hilfe. Bis ein düsteres Geheimnis ihrer Vergangenheit sie einholt und alles zu zerstören droht – auch ihre zarte Liebe zu Vincent." Zum Schreibstil: Die Autorin Brigitte Riebe habe ich erst kürzlich mit dem Folgeband zu „Die Pestmagd“, "Die Versuchung der Pestmagd" für mich entdeckt, und mit ihr auch wieder die große Freude an historischen Romanen. Die Autorin hat sich sofort in mein Herz geschrieben, ich mag ihre gewählte Erzählweise, die Dramaturgie ohne jeglichen Kitsch, die fundierten Fakten und Hintergründe, die sich zu einer äußerst fesselnden Geschichte bündeln und von großem Können sprechen. Die Autorin Riebe schafft Nähe und Verbundenheit, sie nimmt den Leser völlig selbstverständlich mit in eine andere Zeit. Sie entführt ihre Leserschaft an historische Orte, lässt den Leser die Gerüche und Atmosphäre wahrnehmen, sie teilt das Leid und die Liebe der Charaktere mit den Lesern. Hier liest man nicht nur, nein, hier ist man um 1540 spürbar dabei. Ein spannungsgeladener, fundierter und atmosphärischer Roman. Sehr bemerkenswert und gekonnt formuliert Brigitte Riebe zeitgemäße Dialoge ohne überladen oder aufgesetzt zu erscheinen. Ein feines Händchen und eine gelungene Gratwanderung zwischen den Epochen. Keinesfalls gekünstelt, sehr anmutig, gehoben und der einstigen Zeit entsprechend. Neben der Sprachkunst des historischen Romans setzt sie auch auf entsprechendes Flair und Atmosphäre, und entsprechend eingestreut und verwebt sind all die historischen Fakten, Gepflogenheiten und Bräuche, und das Verderben der Pest. Autorin Brigitte Riebe versteht ihr Können, selbstsicher und mit ausgiebiger Recherche begibt sie sich in die vergangene Zeit. Wenn man sich über die Autorin informiert und auch das interessante Nachwort zum Roman liest, wird man sehen und anerkennen, welche Verbundenheit sie zu ihren Romanen pflegt. Ganz großartig und lobenswert! Schauplätze: Wie ein lebendig gewordener Streifzug durch das Mittelalter und Kölns Archive. Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze überzeugen durch Atmosphäre, Gerüche, Gesellschaft und vielen authentischen Details. Eine Vergangenheit wird neu zum Leben erweckt. Hier gibt es nicht nur Orte des Sterbens und des Schwarzen Todes, nein hier gibt es auch Orte der Zuflucht, der Hilfe und Hoffnung. Ein Streifzug durch Gassen, Familien, Medizinischer Herausforderung und dem Pesthaus in Köln. Hier gibt es enorme Atmosphäre, Gesellschaftsformen, Handel, Kirche und die Härte des damaligen Lebens. All die atemberaubenden Kulissen aus Marktplatz, Flussufer und Gassen Kölns laden zu einem geschichtlichen Streifzug ein. Historische Atmosphäre, die Kluft zwischen Arm und Reich, das Verderben, der Egoismus und die Hilflosigkeit und der Aberglaube. Autorin Riebe gibt in ihrem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Stadtbild, nein, sie entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und Leiden der Familien, der Wissenschaftler, durchforstet alte Berichte, besucht Familien und Gesindel, durchdringt die Kirche und baut das Pesthaus um dem Sterben Einhalt zu gebieten. Hier lobe ich wie gewohnt die intensive und authentische Recherche der Autorin. Sie schreibt mit viel Hintergrund, eigenem Wissen und Erfahrungen und ausgiebiger Kenntnis. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Epoche und zur Geschichte Kölns. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Brigitte Riebe hat in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und überzeugt und überrascht mich genau damit vollkommen. Charaktere: Da ich ja bereits den Folgeband gelesen hatte, waren mir Vincent und Johanna noch sehr bekannt. Doch hier erlebe ich nun endlich all die Hintergründe, die zu Johannas Charakter beigetragen haben. Ihre Liebe zu Vincent, den sie über alles liebt und für den sie sterben würde. Johannas Kampf gegen die Pest und all ihre Courage und ihre Hoffnung anderen Erkrankten gegenüber. Eine starke Frau, die für die Liebe alles geben würde und zu Unrecht des Mordes an ihrem Mann bezichtigt wurde. Auch Vincent wird den Lesern sehr nahe gebracht. Nur langsam öffnet er sich und kann seine Gefühle für die ehrgeizige Johanna nicht länger verbergen. Doch der junge Arzt muss sich seinem Schicksal beugen. Bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin, denn die beiden Hauptcharaktere und auch die treffenden Nebenrollen bieten ein vollkommenes Bild und repräsentieren die damalige Zeit und die Gesellschaftsformen. Zur einprägsamen Kulisse hat Brigitte Riebe genauso einprägsame Persönlichkeiten in ihrem historischen Roman erschaffen. Und nicht nur die Opfer hinterlassen eine Handschrift. Zwielichtig, bestialisch, korrupt und machthungrig. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat die Autorin aus den Vollen geschöpft. B. Riebe schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld, die passende Aura und den Status der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen. Meinung: Nachdem mit „Die Versuchung der Pestmagd“ so wunderbar gut gefallen hat, habe ich auch „Die geheime Braut“ (eine andere Geschichte) und nun auch den ersten Teil „Die Pestmagd“ gelesen. Ich war einfach zu neugierig und wollte natürlich all die Hintergründe um Johanna und Vincent erfahren und erleben. Eine Autorin mit Suchtpotential. Zuerst möchte ich die einzigartige Schreibkunst und Nähe dieser Autorin hervorheben. Vor vielen Jahren habe ich "Die Wanderhure" von Iny Lorentz gelesen und blieb unvergessen. Mit Brigitte Riebe habe ich mein Faible für historische Romane wiederentdeckt. Wahre Begebenheiten und Personen mischen sich hier mit der Fantasie der Autorin, so stammt ein wunderbar glaubwürdiges und unterhaltsames Werk aus der Feder dieser ambitionierten und verbundenen Autorin. Hier ist einmal der Umgang mit den hiesigen Sitten, die Schauplätze, die Kleider und Speisen, die Wortwahl und die nahen und intensiven Dialoge, der Hass, der Verrat, die Gesetze und Kaltblütigkeit… Zwischen all dem Verderben wächst eine großartige Liebe. Hier hat Brigitte Riebe sehr genau auf das Ausmaß geachtet um nicht in einen Liebesroman abzuschweifen und ich finde es ist ihr sehr galant gelungen. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser historische Roman gebaut ist. Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Irre geführt und fühlte mich in das Geschehen samt Nervenkitzel eingebunden. Riebe bedient viele historische Fakten und bewegende Emotionen und glänzt mit Spannungsspitzen und Erholungsinseln und Überraschungen und den vielen Problemen der vergangenen Zeit und auch den Problemen auf den Weg der Machenschaften und Intrigen. Bestialische Verstrickungen, abgründige Hintergründe und die Schicksale spielen hier eine zentrale Rolle im Roman, das macht das Buch erst zum richtigen Lesegenuss, gepaart mit unschlagbaren Charakteren. Nur ungern vergleiche ich Autoren und dessen Werke untereinander, aber hier muss ich es einfach mal erwähnen. Die Autoren Iny Lorentz haben mich einst zu historischen Romanen geführt, durch Brigitte Riebe habe ich diese Leseleidenschaft wieder entdeckt.... Die Autorin: "Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Zum Beispiel erzählt sie in "Die Braut von Assisi" vom Leben des heiligen Franziskus oder in "Die Pestmagd" vom verheerenden Peststerben in Köln um 1540. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München." Zum Cover: Das Cover ist eine stimmige Einladung zum spannenden und historischen Roman. Stimmig gewählt und dem Genre entsprechend. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich positiven Gefühl für einen sehr gut recherchierten und mit Herzblut geschriebenen Roman zu Zeiten der Pest in Köln. Aber Achtung: diese Autorin besitzt einen Suchtfaktor, ihre Bücher begeistern!

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    • 13
  • Spannend, authentisch, mitreissend!

    Die Pestmagd

    Drei-Lockenkoepfe

    Das Cover ist typisch für einen Historischen Roman. Eine Frau, die wahrscheinlich Johanna sein soll. Das Cover ist schlicht und ansprechend. Die Autorin Brigitte Riebe hat mich mit ihrem Roman " Die Pestmagd" in das alte Köln 1540 entführt. Kaum habe ich die ersten Zeilen gelesen war ich im 16 Jahrhundert angelangt. . Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die nutzt viele Begriffe, die aus dem Mittelalter stammen, dies ist Anfangs Gewöhnungsbedürftig. Sehr authentisch wird beschrieben, wie Johanna unter den Machenschaften ihres Schwagers Hennes leidet. Hennes, vom Neid zerfressen, legt Johanna jeden nur denklichen Stein in den Weg. Wie in den meisten Historischen Romanen wird auch hier die Hauptprotagonistin als starke, selbständige Frau beschrieben. Johanna findet einen Weg sich über Wasser zu halten. Doch ob sie es schafft dem Scheiterhaufen zu entgehen, das müsst ihr selber herausfinden. Die Handlung in diesem Buch ist spannend. Alle Charaktere spielen eine Rolle, auch wenn man diese erst so nach und nach erkennt. Gegen Ende sieht erkennt man den komplexen Zusammenhang. Die Geschichte von Johanna aus Köln hat mir sehr gut gefallen. Detailiert und authentisch wird die grausame Zeit der Pest erklärt. Wie die Menschen machtlos versuchen ihr Leben zu retten. Andere Seuchen kursieren auch, über diese erfahren wir am Rande interessante Feinheiten. Wie gut wir es doch heute haben!! Unser Gesundheitssystem und unsere Hygiene sind so weit Fortgeschritten das es Seuchen in dem Umfang nicht mehr gibt. Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen. Sabeth, die alte Haushälterin, habe ich gleich ins Herz geschlossen. Ihre schusselige, liebevolle Art hat es mir angetan. Brigitte Riebe hat hier eine kleine Welt erschaffen, der Leser lebt und leidet förmlich mit den Charakteren mit. Die Pestmagd ist ein abgeschlossener Roman, eine Fortsetzung währe nicht nötig gewesen. Dennoch freue ich mich auf Band 2. Die Versuchung der Pestmagd ist im März 2015 erschienen. === Fazit === Die Pestmagd ist ein mitreissender, sehr gut recherchierter historischer Roman. Dies war mein erster Brigitte Riebe Roman, aber sicher nicht der letzte! Der Diana Verlag bietet auf seiner Homepage eine Leseprobe an.

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    • 3

    Drei-Lockenkoepfe

    18. June 2015 um 08:13
    Floh schreibt Die Pestmagd möchte ich auch bald beginnen. Ich kenne bereits die Fortsetzung Die Versuchung der Pestmagd. Großartig fand ich jedoch Die geheime Braut von dieser unschlagbaren Autorin!

    Danke für deinen Buchvorschlag. Band 2 habe ich schon hier liegen. Die geheime Braut werde ich mir mal genauer Ansehen. Ich liebe Historische Romane.

  • Deutschland und die Pest

    Die Pestmagd

    Blacksally

    07. April 2015 um 16:19

    Das Cover: Typisch Historischer Roman würde ich sagen, oft sieht man Frauen auf dem Cover und hier kann man sich eig. gleich mal die Protatonistin vorstellen. Ich finde das Cover sehr schön gestaltet. Die Protagonisten: Johanna: Sie ist eine Witwe, der das Leben von ihrem Schwager Hennes schwer gemacht wird. So verliert sie Haus und Hof und wird angeklagt ihren Gatten umgebracht zu haben. Ich habe sie als nette, freundliche Frau kennen gelernt und während der Story habe ich immer so sehr gehofft das alles gut für sie ausgehen mag. Sie hat schon so viel durchgemacht, da kann doch nicht noch schlimmeres kommen... aber meist ist es leider so. Vincent: Er ist ein Medicus und kennt Johanna von früher. Ich fand in sehr sympathisch und man merkt sofort das er ein gutes Herz hat. Sie Szenen und Dialoge mit ihm haben mir immer gut gefallen. Der Schreibstil: Kaum hat man das Buch geöffnet, hängt man schon in dieser Geschichte fest. Mich hat das Buch unheimlich schnell in Besitz genommen und ich muss sagen, durch den wunderbar flüssigen Schreibstil kam man auch sehr gut hinterher. Besonders bei Historischen Romanen finde ich es oft schwer mit den vielen Personen zurecht zu kommen, doch hier war das kein Problem. Man konnte sich auf jeden Charakter einlassen und man konnte alle gut auseinander halten. Auch das Historische Verzeichnis am Ende des Buches, in dem man noch mehr Infos zur Pest in Europa bekommt fand ich sehr interessant und super gemacht. Die Autorin: Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Zum Beispiel erzählt sie in "Die Braut von Assisi" vom Leben des heiligen Franziskus oder in "Die Pestmagd" vom verheerenden Peststerben in Köln um 1540. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München. Mein Fazit:Ein sehr interessantes Buch das mir gut gefallen hat. Ich kann es an History-Fans auf jeden Fall weiterempfehlen. Der tolle Schreibstil und schön ausgearbeitete Charaktere macht das Buch zu einem Lesevergnügen

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  • Rezension zu Die Pestmagd

    Die Pestmagd

    smilee_lady1988

    05. April 2015 um 19:32

    1540, Köln: Johanna Arnheim, eine junge Witwe, wird von ihrem eifersüchtigen Schwager verleumdet und landet schliesslich wegen Gattenmordes im Frankenturm. Der Tod scheint ihr gewiss - doch sie hat nicht mit dem Arzt Vincent gerechnet, der einen Freispruch erwirckt. Doch nur unter der Bedingung, dass sie sich als Magd im Pesthaus verdingt. Der 'schwarze Tod' wütet unerbittlich in der Stadt, und Johanna, die bereits die Beulenpest überlebt hat, ist eine grosse Hilfe. Aber schliesslich holt ein düsteres Geheimnis aus ihrer Vergangenheit sie ein - und droht alles zu zerstören. Auch ihre Liebe zu Vincent. Die Pestmagd war mein erster historischer Roman, in dem es um die Pest geht. Natürlich ist 'der schwarze Tod' ein Begriff, aber richtig damit auseinandergesetzt habe ich mich leider bisher nicht. Daher war ich sehr gespannt, was mich alles erwarten wird. Mir hat die Geschichte um Johanna sehr gut gefallen - der Schreibstil war sehr flüssig, man konnte sich in die einzelnen Personen hineinversetzen und hat einen guten Eindruck erhalten, was zur Zeit der Pest in Köln alles passiert ist. Ich kann nur erahnen, mit welchen Ängsten die Bewohner damals zu kämpfen hatten. Niemand wusste, ob er verschont wurde oder nicht und falls er die Pest bekam, ob er überlebte. Das kann ganz schön an den Nerven zerren. Auch das Verhalten der Mitmenschen und das auseinanderfallen einer funktionierenden Gesellschaft regt sehr zum Nachdenken an. Was alles passieren kann, wenn Panik und Angst die Menschen anfällt. Die Geschichte von Johanna und Vincent fand ich ganz nett. Ich bin ja nicht der Typ, der Liebesgeschichten sonderlich mag, da viele sehr kitschig sind. Zum Glück war es in diesem Fall nicht so und sie hat mir gut gefallen. Es passte gut zur Gesamtgeschichte. Mir hat auch gut gefallen, dass die Autorin diverse Stränge parallel geschrieben hat, die nach und nach zusammengelaufen sind. Das hat dem Buch das gewisse Etwas verliehen. Die Charaktere sind Brigitte Riebe sehr gut gelungen. Johanna und Vincent haben mir sehr gut gefallen. Aber auch die meisten der anderen Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen und ich habe fast nicht genug bekommen. Und natürlich gab es auch die ein oder andere Person, die ich gar nicht mochte, weil sie mir einfach unsymphatisch waren. Doch auch hier sind sie Brigitte Riebe gut gelungen.  Das Cover finde ich so naja - es passt zwar zur Geschichte, gefällt mir aber eher weniger. Aber das ist Geschmackssache. Fazit: Ein sehr interessantes Buch, das Lust auf mehr macht. Von mir bekommt es gute 4 Sterne.

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  • Düsteres Mittelalter

    Die Pestmagd

    Maerchenfee

    29. March 2015 um 20:32

    Inhalt: Köln, 1540: Nach dem Tod ihres Mannes hat es Johanna alles andere als leicht. Sie kann den Weinhandel ihres Mannes nicht mehr weiterführen, muß sich um ihre Demenzkranke Magd Sabeth kümmern, die schon mehr schlechte als lichte Momente hat. Zu allem Übel stellt ihr auch noch ihr Schwager nach, den sie noch nie leiden konnte. Als Johanna ihn abweist sinnt er auf Rache und sorgt dafür, dass seine Schwägerin des Gattenmordes bezichtigt wird. Hilfe bekommt er dabei von Ita, die um Johannas dunkle Vergangenheit weiß. Als in Köln die Pest ausbricht, kann der Medicus Vincent de Vries, den Johanna von früher kennt, sie vor dem Galgen retten indem er sie als Pestmagd einsetzt. Meine Meinung: Brigitte Riebe hat einen sehr fesselnden, bildhaften Schreibstil, der mir diese düstere Zeit sehr Nahe gebracht hat. Ich hatte manches Mal Gänsehaut, wie schnell sich doch diese Seuche verbreitet hat und bin überaus dankbar, in der heutigen Zeit leben zu dürfen. Alle Protagonisten, ob gut oder böse sind hervorragend ausgearbeitet, sodaß man das Gefühl hat, direkt am Geschehen dabei zu sein. Meine große Sympathie gehörte natürlich Johanna und Vincent. Unermüdlich arbeiten sie im Pesthaus und hatten für mich somit die schwerste Rolle. Aber auch die Handlungen aller anderen Charaktere sind greifbar und äußerst spannend. Brigitte Riebe erzählt in mehreren Perspektiven, sodaß der Erzählfluß stets am Laufen ist und den Leser stets in Atem hält. Wie immer ist auch dieser Roman sehr gut recherchiert und man erfährt nicht nur vieles über die Pest sondern auch über die Franzosenkrankheit. Für diese fesselnde Geschichte, die mich von der ersten Seite an begeistern konnte vergebe ich gerne 5/5 Sternen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die ich gleich im Anschluß lesen werde.

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  • Tipp!

    Die Pestmagd

    unclethom

    27. February 2015 um 16:28

    Der Klappentext: Liebe, Verrat und der Kampf ums Überleben in Zeiten der Pest Köln, 1540: Die junge Witwe Johanna Arnheim wird von ihrem eifersüchtigen Schwager verleumdet und landet wegen Gattenmordes im Frankenturm. Der Tod scheint ihr gewiss – doch der Arzt Vincent erwirkt einen Freispruch unter der Bedingung, dass sie sich als Magd im Pesthaus verdingt. Der „Schwarze Tod“ wütet unerbittlich in der Stadt, und so ist Johanna, die bereits die Beulenpest überlebt hat, eine große Hilfe. Bis ein düsteres Geheimnis ihrer Vergangenheit sie einholt und alles zu zerstören droht – auch ihre zarte Liebe zu Vincent. „Mit der Neugierde einer Wissenschaftlerin erarbeitet Brigitte Riebe sich vergangene Zeiten, um sie möglichst lebendig wirken zu lassen. Und das gelingt ihr trefflich.“ Offenbach Post Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Pestmagd-Roman/Brigitte-Riebe/e346195.rhd Der Autor: Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Zum Beispiel erzählt sie in "Die Braut von Assisi" vom Leben des heiligen Franziskus oder in "Die Pestmagd" vom verheerenden Peststerben in Köln um 1540. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München. Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Brigitte_Riebe/p109238.rhd Die Rezension: Brigitte Riebe versteht es ihre Leser zu verwöhnen. Wieder ein toller historischer Roman aus ihrer Feder. Ihr Schreibstil ist so toll, dass der Leser rasch in der Geschichte gefangen ist. Mit ihrer so bildhaften Sprache holte sie mich schon auf den ersten Seiten ab und ließ mich bis zum Finale nicht wieder los. Ihre bildhaften Beschreibungen der Figuren und Schauplätze ließen mein Kopfkino anspringen und es war als liefe das Buch wie ein bunter Film vor meinem inneren Auge ab. Sehr gut recherchiert erfährt man im Buch auch viel über die Pest im damaligen Köln. Die Angst der Menschen vor dem schwarzen Tod war richtiggehend greifbar und Brigitte Riebe schaffte es eine düstere Atmosphäre zu schaffen wie man sie sich gut damals vorstellen kann. Die Dialoge wirken Glaubhaft ebenso wo die Intrigen die Johanna ins Pesthaus bringen. Es kam während des Lesens nicht zu längen so dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufgekommen ist. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist das offene Ende. Allerdings vor dem Hintergrund, dass es einen Folgeband gibt, ist dies nicht ganz so schlimm. Für mich war das offene Ende eher erschreckend und ich dachte: „Jetzt schon zu Ende, wie schade“ Ich spreche meine Leseempfehlung aus und wie zu erwarten gibt es hier 5 von 5 Sternen.

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  • Spannend, authentisch, mitreißend!

    Die Pestmagd

    Monika58097

    25. February 2015 um 10:03

    Brigitte Riebe entführt uns mit ihrem Roman in das Köln im Jahre 1540. Johanna Arnheim, die gerade erst Witwe geworden ist, versucht, den Weinhandel ihres Mannes aufrecht zu erhalten, doch immer wieder werden ihr Steine in den Weg gelegt. Sie versucht wirklich alles, muss sie doch für sich und die alte Sabeth sorgen. Ihr Schwager will sie zur Frau nehmen, doch Johanna mag ihn nicht. Aus Rache bezichtet Hennes die junge Witwe des Gattenmordes. Johanna wird in den Frankenturm gebracht. Folter und Tod scheinen ihr gewiss. Unerwartete Hilfe erhält sie von dem Arzt Vincent. Vincent, ihre einstige große Liebe. Von Stund an muss Johanna als Pestmagd arbeiten. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Pest an, die vor niemanden Halt macht, doch dann wird Johanna von ihrer Vergangenheit eingeholt. "Die Pestmagd" - diesen, wie auch schon viele andere Romane der Autorin, habe ich regelrecht verschlungen. Mit ihrer einmaligen Erzählkunst hat es Brigitte Riebe wieder einmal geschafft, mich in eine längst vergangene Zeit zu katapultieren. Dieser Roman ist spannend, ist authentisch. Ich sehe Johanna auf ihren Holzpantinen durch die Straßen des alten Köln laufen, Schweine, die frei herumlaufen. Dreck, Gestank, Karren mit Pesttoten, die vor die Tore der Stadt gebracht werden. Mit ihrer fesselnden und präzisen Sprache werden ihre Personen lebendig. Man nimmt an ihrem Schicksal teil. Beim Lesen entstanden unzählige Bilder vor meinen Augen. "Die Pestmagd" - eine Geschichte voller Liebe, voller Verzweiflung und auch voller Hoffnung. Eine Geschichte zu Zeiten der Pest. Ein mitreißender historischer Roman, bei dem nicht mehr aufhören möchte zu lesen.

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  • Buchverlosung zu "Feuer und Glas - Der Pakt" von Brigitte Riebe

    Feuer und Glas - Der Pakt

    Kanya

    17. May 2014 um 13:09

    Auf meinem Blog gibt es im Rahmen meiner Aktion "Löchert die Autoren"  die Möglichkeit eins von 3 signierten Büchern zu gewinnen ("Feuer und Glas" 1 und 2 und "Die Pestmagd").
    Hinterlasst dafür auf meinem Blog einen Kommentar unter dem Beitrag mit eurer Frage an Brigitte Riebe.
    http://glutton-for-books.blogspot.de/2014/05/lochert-die-autoren-brigitte-riebe.html#comments

  • Schicksale und Verwicklungen in den Zeiten des Schwarzen Todes

    Die Pestmagd

    Ginevra

    15. April 2014 um 10:19

    Köln, 1540: Die ca. 35-jährige Witwe Johanna Arnheim hat ihren Mann Severin verloren - als Glasmaler war er giftigen Substanzen ausgesetzt, die er Johanna neben einem Haus und einem Weinhandel hinterliess. Die aufdringliche Umwerbung ihres Schwagers Hennes ignoriert Johanna. Seine Rache ist bitter: zuerst verhindert er durch Gerüchte, dass die umliegenden Klöster Johanna ihre Trauben verkaufen, dann sorgt er dafür, dass Johanna als Gattenmörderin im Kerker landet. Ihr Schicksal scheint besiegelt - da erscheint der geheimnisvolle Medicus Vincent de Vries im Ort. Johanna und Vincent scheint ein mysteriöses Geheimnis zu verbinden. Er rettet sie vor dem Galgen und verhilft ihr zu einer Zwangsarbeit: als Pestmagd soll sie die Kranken pflegen... Im Verlauf des Romans lernen wir noch zahlreiche weitere Personen der damaligen Kölner Gesellschaft kennen: den reformationsfreudigen Bischof und seinen konservativen Kanzler, einen intriganten Grafen, reiche Handelsherren und bitterarme Huren, Räuber, die als Handlanger der Mächtigen dienen. Wir lernen die Hintergründe der Glaubenskriege und Reformationsbetrebungen kennen und nehmen an einem Gerichtsprozess teil, erleben die grausamen Haftbedingungen und ungerechten Gerichtsverfahren kennen - das alles in die unglaublich facettenreiche und vielschichtige Geschichte der tapferen, starken Johanna geknüpft. Brigitte Riebe, die erfolgreiche Autorin von ca. 40 Romanen verschiedener Genres, zieht in der "Pestmagd" wieder alle Register ihrer Erzählkunst:  Durch den Wechsel der Erzähl- Perspektive wird dem Leser die Sichtweise der unterschiedlichsten Charaktere nahegebracht, die allesamt nicht in die gängigen Klischees von gut und böse passen. Bestes Beispiel: die "Krähe", ein 15-jähriger Dieb, dessen Vorgeschichte mir sehr ans Herz ging. Das Leiden an den grausamen Krankheiten der damaligen Zeit, aber auch die Freuden an Liebe und Lust werden eindrücklich beschrieben, so dass man richtig tief in dieses Buch eintauchen kann. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen: "Die Pestmagd" ist ein absolut empfehlenswerter historischer Roman für alle, die sich für ausgezeichnet recherchierte Hintergründe und kunstvoll verstrickte Schicksale interessieren - und die Wert auf überraschende Wendungen und vielschichtige Charaktere legen!

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  • Der schwarze Tod wütet im mittelalterlichen Köln

    Die Pestmagd

    LettersFromJuliet

    14. February 2014 um 14:46

    Meine Meinung Ich habe schon viel Gutes über die Bücher von Brigitte Riebe gehört und war nun ganz gespannt auf “Die Pestmagd”. Ich lese sehr gerne historische Romane die im Mittelalter spielen und vor allem die Pest finde ich dabei recht spannend. Gerade im Vergleich zur heutigen Zeit ist der Unterschied sehr groß was die Religion und die Strafen betrifft. Damals waren die Menschen viel gläubiger und haben dies teilweise sogar zu weit betrieben. So was man damals davon überzeugt, dass die Pest eine Strafe eines Gottes wäre. Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Die Autorin verwendet viele mittelalterliche Begriffe, die mir teilweise noch neu waren. So etwas stört dann natürlich den Lesefluss, macht die Handlung allerdings auch authentischer. Wenn man aber einmal in der Geschichte drin ist, dann kommt man auch besser voran und letztendlich fand ich den Schreibstil wirklich gut. Das Buch liest sich recht schnell weg, trotz seiner über 500 Seiten, da es durchgehend spannend ist. Man fiebert mit Johanna mit und möchte wissen was es mit dem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit auf sich hat. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wobei Johanna Arnheim eindeutig im Vordergrund steht. Sie ist eine starke Frau, die weiß was sie will, doch gleichzeitig hat sie eine Verletzlichkeit an sich, dass man die ganze Zeit hofft, dass sie jemand beschützt. Wie gut, dass ein alter Bekannter von ihr, der Medicus Vincent de Vries, auftaucht. Auch wenn sie das beide nicht wahrhaben wollen, so merkt man direkt, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Beide Charaktere waren mir direkt sympathisch, ganz im Gegenteil zu Johannas Schwager und seiner neuen Gespielin, die Johanna ebenfalls aus ihrer Zeit in Freiburg kennt. Man erhält in diesem Buch viele historische Informationen, über Köln und über die Pest. Das Mittelalter wird genauso dargestellt wie es war – eine dunkle Zeit voller Willkür, wo alleine die Kirche und der Adel die Macht hatten. Fazit Der schwarze Tod wütet im mittelalterlichen Köln. Ein gut recherchierter historischer Roman mit einer starken Protagonistin.

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  • Rezension zu "Die Pestmagd" von Brigitte Riebe

    Die Pestmagd

    Svanvithe

    29. January 2013 um 16:08

    Wir sind in Köln im Jahre 1540. Johanna ist nicht mehr jung, aber noch keine 40 und hat ihre Erfahrungen im Leben gemacht. Sie ist hübsch und selbstbewusst, in sich gefestigt, stolz - manchmal ein wenig zuviel - und unabhängig. Sie ist Witwe und Dank ihres verstorbenen Mannes Severin, den sie zwar nicht leidenschaftlich geliebt, doch sehr gemocht und mit ihm eine harmonische Ehe geführt hat, gehört ihr das Haus, in dem sie erfolgreich einen gut geführten Weinhandel betreibt. Allerdings ist das für eine alleinstehende Frau im Mittelalter ein schwieriges Unterfangen, ruft dies doch nicht nur Wohlwollen, sondern auch Neid bei den Mitmenschen hervor. Einer dieser Neider ist Johannas Schwager Hennes, der einerseits die Witwe, anderseits das Haus für seinen Handel begehrt. Hennes ist ein leicht manipulierbarer Geist und so lässt er sich nach der mehrmaligen Ablehnung Johannas, seine Frau zu werden, dazu verführen, sie das Mordes an ihrem Mann zu bezichtigen. In Folge dessen landet die junge Frau im Kerker und sieht sich der Folter und gar ihrem Tod ausgesetzt. Sie wird erniedrigt und ihrer Würde beraubt. Da ist es tatsächlich ein Glücksfall, dass ihr vor der Verleumdung Vincent wiederbegegnet ist. Der Mann, der als Leibarzt des Erzbischofes in die Stadt kommt und mit dem Johanna eine gemeinsame Vergangenheit und Gefühle verbinden. Angesichts des drohenden Ausbruchs der Pest in Köln gelingt es ihm, das scheinbar aussichtslose Schicksal von Johanna zu ändern... Ihre Figuren hat die Autorin detailliert ausgearbeitet, deren Handeln und Denken nachvollziehbar beschrieben. Hier stehen mit Johanna und Vincent Menschen im Mittelpunkt, denen das Leben bereits einiges abverlangt hat und die trotz aller Umstände weiter ihren Weg gehen. Dabei sind sie nicht nur mit guten Eigenschaften ausgestattet, sondern sie haben ihre Fehler und Macken wie jeder von uns. Eine bildhafte Sprache bereichert den Roman ungemein. "Die markante Nase ließ ihn wie einen Edelmann erscheinen. Allerdings sang in seinen Augen eine gefährliche Wut, die sie eisgrün wie einen Wildbach nach der Schneeschmelze machten." Besonders die gründlichen Schilderungen der Krankheit hinsichtlich Aussehen und Verlauf berühren. Die Hilflosigkeit von Menschen, die Gefangenschaft, Folter und Tod ausgesetzt werden und sich gegen die Macht und Vorurteile der Obrigkeit nicht zu wehren vermögen, ist beklemmend dargestellt. Die Autorin arbeitet historisch genau und ergänzt ihren Roman mit umfangreichen Ausführungen im Nachwort.

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