Brigitte Roßbeck

 3,9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Zum Trotz glücklich, Franz Marc und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Brigitte Roßbeck

Die Publizistin Brigitte Roßbeck, geboren 1944, schrieb zusammen mit Kirsten Jüngling hochgelobte Biographien über Elizabeth von Arnim, Frieda von Richthofen, Elly Heuss-Knapp, Franz und Maria Marc, Katia Mann sowie die Doppelbiographie über Schillers Frau Charlotte und ihre Schwester Caroline von Lengefeld. Brigitte Roßbeck lebt im oberbayerischen Iffeldorf. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Brigitte Roßbeck

Cover des Buches Zum Trotz glücklich (ISBN: 9783570550854)

Zum Trotz glücklich

 (3)
Erschienen am 13.07.2009
Cover des Buches Franz Marc (ISBN: 9783886809820)

Franz Marc

 (2)
Erschienen am 23.02.2015
Cover des Buches Katia Mann (ISBN: 9783548604817)

Katia Mann

 (2)
Erschienen am 01.11.2004
Cover des Buches Schillers Doppelliebe (ISBN: 9783548606507)

Schillers Doppelliebe

 (2)
Erschienen am 12.07.2006
Cover des Buches Franz und Maria Marc (ISBN: 9783548613123)

Franz und Maria Marc

 (1)
Erschienen am 12.02.2016
Cover des Buches Franz Marc (ISBN: 9783962332686)

Franz Marc

 (0)
Erschienen am 12.04.2021
Cover des Buches Marianne von Werefkin (ISBN: 9783442749720)

Marianne von Werefkin

 (0)
Erschienen am 13.07.2015

Neue Rezensionen zu Brigitte Roßbeck

Cover des Buches Schillers Doppelliebe (ISBN: 9783548606507)Viv29s avatar

Rezension zu "Schillers Doppelliebe" von Kirsten Jüngling

Informativ, aber von Stil und Gewichtung her nicht so überzeugend
Viv29vor 4 Jahren

"Schillers Doppelliebe" enthält zweifellos eine Fülle an Informationen und man erfährt viel über die von Lengefeld-Schwestern, über die es sonst eher wenig Literatur gibt. Es wurden - worauf im Vorwort sehr explizit hingewiesen wird - sehr viele Quellen studiert und dies merkt man auch, vom reinen Informationsgehalt ist sehr viel vorhanden. Schade fand ich es allerdings, dass die Gewichtung der Informationen manchmal nicht meinen Erwartungen entsprach. Dass die Rezeptliste der Lengefeld-Mutter und das Hauhaltsinventar der Familie mehr Raum einnimmt als die Beschreibung von Schillers Tod, ist schon etwas seltsam. Auch ist eine ausführliche Auflistung von Bettlaken und Tischdecken nicht sonderlich aufschlussreich oder interessant zu lesen und wäre vielleicht in den Anmerkungen besser aufgehoben. Dies ist nur ein Beispiel von mehreren Momenten, in denen Nebensächlichkeiten sehr ausführlich behandelt wurden, während Themen, die für die Schiller-Charlotte-Beziehung relevant und interessant waren, in einem Nebensatz abgehandelt wurden. Überhaupt ist für ein Buch, welches sich sicher auch verkaufswirksam "Schillers Doppelliebe" nennt, relativ wenig Schiller drin. Es wird im Vorwort schon erwähnt, dass es vorwiegend um die Schwestern geht, nicht um Schiller, und letztlich ist es auch eine Biographie der Schwestern, deren Leben nicht nur aus Schiller bestand. Trotzdem fand ich auch hier die Gewichtung manchmal etwas unausgeglichen, und die meisten werden eben vorwiegend wegen der Schiller-Beziehung Interesse an den Schwestern haben.

Die Erzählweise ist natürlich Geschmacksache, mir sagte es nicht sehr zu, dass die Autorinnen teilweise sehr subjektiv waren und auch häufig ihre kleinen tadelnden Kommentare mit Ausrufezeichen einstreuten, wenn ihnen ein berichtetes Verhalten nicht zusagte. Ferner liest sich das Buch an einigen Stellen nicht flüssig, es wird viel aneinandergestoppelt. Ich habe direkt danach noch einmal Safranskis wundervolles "Goethe und Schiller" begonnen und den Unterschied gemerkt - jenes liest sich wie aus einem Guß und dadurch viel angenehmer (auch Safranskis Objektivität fällt nun besonders angenehm auf).

Weitere Punkte, die mir nicht unbedingt zusagten, waren die teilweise doch häufigen Spekulationen, die zwar nicht als bewiesen behauptet wurden, aber auch wieder sehr deutlich die Meinung der Autorinnen durchscheinen liessen. Die Sympathien und Antipathien waren mir ebenfalls zu spürbar. Auch blieb die Schiller-Charlotte Beziehung seltsam blass - hier habe ich aus anderen Büchern tatsächlich mehr erfahren. Unerfreulich fand ich, wie kurz Schillers Tod abgehandelt wurde, wie wenig über Charlottes Reaktion / Gefühlen darüber erwähnt wird, gerade eben im Vergleich zu den vielen detailliert behandelten Nebensächlichkeiten.

Interessant war es, mehr über das Leben von Charlotte und ihren Kindern nach dem Tod Schillers zu erfahren, und auch die allgemeinen Verhältnisse und die Gesellschaft in Weimar und Jena wurden sehr gut und informativ geschildert. Wie Schiller und Charlotte sich in diesen Kreisen jeweils einfügten - oder eben nicht einfügten - habe ich sonst noch nicht so detailliert und interessant gelesen.

Es ist sicher für jeden, der an Schiller und seiner Charlotte, am Jena und Weimar der Schiller-und-Goethe-Zeit interessiert ist, ein empfehlenswertes Buch. Nur haben die erwähnten Mankos für mich das Lesevergnügen doch sehr vermindert.

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Cover des Buches »Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen« (ISBN: 9783827500359)YukBooks avatar

Rezension zu "»Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«" von Maria Marc

Bewegende Memoiren einer Künstlerfrau
YukBookvor 6 Jahren

Was für einen Schatz Maria Marc uns mit ihren Memoiren hinterlassen hat und wie gut es Brigitte Roßbeck gelungen ist, sie in eine Lesefassung zu bringen! Die persönlichen Aufzeichnungen waren gar nicht zur Veröffentlichung gedacht, doch glücklicherweise sind sie zum 100. Todestag ihres Mannes Franz Marc unter dem Titel '"Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen" – Mein Leben mit Franz Marc' erschienen und geben sehr persönliche Einblicke in das Lebens des Künstlerpaars. Zunächst erzählt Maria Marc von der Zeit in Berlin, wo sie in bürgerlichen Verhältnissen aufwächst. Obwohl ihr künstlerisches Talent von den Eltern gefördert wird, kann sie es nicht richtig ausleben und geht nach München. Sie glaubt, im Schwabinger Künstlerviertel das passende Umfeld für ihre schöpferische Entfaltung gefunden zu haben, auch wenn sie sich anfangs schwertut und sich unter den Künstlerfamilien nirgends zugehörig fühlt. Erst durch die Begegnung mit Franz Marc erkennt sie ihre wahre Lebensaufgabe. Mich hat erstaunt, wie gut Maria Marc ihren künftigen Ehemann von Anfang an einschätzen kann und sein wahres Wesen erkennt. Sie weißt sofort, dass er dazu berufen ist, große Kunst zu schaffen, nichts halbherzig tut und unterstützt ihn dabei, sich vom Schmerz durch unglückliche Liebesbeziehungen und Melancholie zu befreien. Genossen habe ich vor allem die Passagen, in denen Maria Marc die unbeschwerten Stunden in Ried bei Kochel und in Sindelsdorf mit großem Enthusiasmus beschreibt. Man kann sich sehr gut ausmalen, wie Franz Marc sich von der hügeligen Landschaft und den weidenden Kühen und Pferden zu seinen Bildern inspirieren lässt. Er fühlt sich eins mit der Natur, befasst sich eingehend mit der Anatomie der Tiere und mit der Zeit wird das Pferd zum Hauptthema seiner Arbeit. Maria wächst unterdessen in die Rolle der Gefährtin hinein, spornte ihn an und freut sich über seine Schaffenskraft. Zu einem späteren Zeitpunkt hat mich die Erzählerin erneut mit ihrer Begeisterung angesteckt. Grund dafür ist die langersehnte Begegnung mit gleichgesinnten Künstlern wie August Macke und Kandinsky. Endlich wird die eigene künstlerische Sprache Franz Marcs bestätigt und gewürdigt. Es sind jedoch nicht nur die großen Momente, die zum großen Lesevergnügen beitragen – auch die eingestreuten kleinen Anekdoten und Erinnerungen, zum Beispiel daran, wie Helmut Macke in ihrem Haus rheinische Reibekuchen zubereitete und die Küche fast in Brand setzte, berühren. Der Titel „Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen“ beschreibt sehr treffend, welchen starken Emotionen sie im Laufe des gemeinsamen Lebens ausgesetzt war und wie ehrlich sie diese preisgibt.

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Cover des Buches »Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen« (ISBN: 9783827500359)HEIDIZs avatar

Rezension zu "»Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«" von Maria Marc

Maria und Franz - ein Leben für die Kunst
HEIDIZvor 7 Jahren

Aus den handschriftlichen Erinnerungen Maria Marcs hat Brigitte Roßbeck eine unvergleichliche Biografie der Frau an der Seite des Expressionisten Franz Marc zusammengefasst und herausgegeben.

 

Wir steigen in das Buch mit einer schwarz-weiß-Fotografie Maria Marcs an ihrem Schreibtisch im Jahr 1950 ein. Den Texten sind weitere Fotografien hinzugefügt, die die Texte bildhaft untermalen und erklärend darstellen, was in diesen zu lesen ist.

 

Leseprobe:
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Als ich Franz eines Tages – zusammen mit Marguerite Legros, der Freundin von Jeam Bloé Niestlé – zum Mittagessen abholte, trafen wir zu unserer freudigen Überraschung den August Macke an. Und wie wir uns gerade zum Ausgehen fertig machen wollten, wurde an die Eingangstür geklopft. …

 

Nicht einmal zehn Jahre konnten Maria und Franz miteinander verbringen, weil der Expressionist im Jahr 1916 im Krieg in Verdun sterben musste.

 

Seine Maria schrieb ihre Erinnerungen auf, man spürt, diese sind ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, geschrieben worden. Bisher sind sie noch nie veröffentlicht worden. Auch diese Tatsache macht das Buch für mich so einzigartig. Man lernt den Künstler von einer ganz neuen Seite kennen – persönlich, privat, in seiner Beziehung zu Maria, in seinen Gedanken, aber auch natürlich in seinem Wirken und seiner Zeit.

 

Man taucht wirklich intensiv in das Leben dieser beiden Menschen ein, geht mit ihnen ihren Weg und kann sich gut vorstellen, vor Augen führen, wie sie lebten, wie sie miteinander lebten – wie Marc zweifelte an sich und der Welt – wie er melancholisch sein konnte ….

 


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