Neue Rezensionen zu Brigitte Strehl

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Rezension zu "Am liebsten würde ich auf der Waage eine Null stehen haben - Mein Leben mit der Magersucht - Autobiografie" von Brigitte Strehl

Ein heikles Thema, dennoch fehlt etwas die Brisanz
Esse74vor 10 Monaten

Wir leben in einem Land des Überflusses und da gibt es viele Menschen, die denken- hier verhungert doch niemand! Das Buch greift eine Erkrankung auf, die nur schwer zu begreifen ist. Warum hungert sich jemand freiwillig zu Tode?

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VoiPerkeles avatar

Ich wollte mal einen Erfahrungsbericht über Magersucht lesen und da schien mir diese Autobiographie ideal,
Doch schnell wurde meine Neugier auf die Geschichte von Brigitte Strehl gebremst. Der Grund ist ihre Schreib- und Ausdrucksweise. Mit Sätzen wie "Doch so war es- traurig, aber wahr, so ist die Realität nun mal", brachte mich die Frau regelrecht auf die Palme. Oder auch " Ich war nie beliebt in meiner Klasse, hab andere immer in Ruhe gelassen, nie irgendwas getan. Aber sie hatten es eben auf diese Art Mensch abgesehen, denn so jemand ist doch leicht fertigzumachen - oder nicht?"
Ich meine eine Depression, die in Selbsthass und Magersucht ihre Auswirkungen zeigt ,ist schlimm. Daran gibt es nicht zu rütteln aber ich fühlte mich richtig angegriffen durch ihren Schreibstil. Als könnte der Leser etwas für ihre Depression.
Man merkt, dass Brigitte Strehl noch lange nicht mit ihrer Depression umgehen kann und auf diese Weise hat man das Gefühl, dass sie ihre angestaute Wut an dem Leser auslässt.

Des Weiteren lässt sie oft Passagen aus:" Diese ganzen Leute, ich könnte noch ein paar aufzählen, aber das ginge zu sehr ins Detail und ich denke, dass interessiert dich nicht, stimmt's? " Auch das finde ich sehr schade für das Buch. Wenn ich eine Autobiographie lese, dann möchte ich doch so viel wie möglich wissen. Indem die Autorin davon ausging, dass es den Leser nicht interessiert, hinterlässt sie nur Verwirrung. Auch hier merkt man wieder ihre psychischen Probleme, die sich darin zeigen, dass sie sich selbst abwertet und ihr Buch schlecht macht.
Ich glaube es war zu früh das Buch zu schreiben. Wenn die Autorin gewartet hätte, bis sie noch etwas mehr Lebenserfahrung gesammelt und vor allem, ihre Depression in den Griff zu bekommen hat, hätte mir das Buch wesentlich besser gefallen.
Ich möchte an dieser Stelle aber noch mal ausdrücklich klarstellen, dass ich lediglich ihren Schreibstil kritisiere und dass ich glaube, dass es zu früh war, das Buch zu schreiben. Ich greife sie keines Weges wegen ihrer Depression oder Magersucht an!

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