Brigitte Trübenbach

Lebenslauf von Brigitte Trübenbach

Brigitte Trübenbach ist gebürtige Leipzigerin. Sie studierte Sprechwissenschaften und Germanistik in Halle. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin für Fernsehproduktionen arbeitet sie auch als Sprechtrainerin und Stimmbildnerin. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Brigitte Trübenbach

Cover des Buches Die Marschallin (ISBN: B08DP15HQ4)

Die Marschallin

 (2)
Erschienen am 28.07.2020
Cover des Buches Der Teufel von Straßburg (ISBN: B08JTRJ337)

Der Teufel von Straßburg

 (1)
Erschienen am 23.09.2020

Neue Rezensionen zu Brigitte Trübenbach

Cover des Buches Die Marschallin (ISBN: B08DP15HQ4)
T

Rezension zu "Die Marschallin" von Zora del Buono

Die Marschallin
Theresa0912vor 2 Jahren




In diesem Familienroman wird die Lebensgeschichte mit und um Zora Del Buono, der Großmutter der Autorin Zora del Buono (die unterschiedliche Schreibweise des "del" ist maßgeblich) erzählt. Diese spielt in Slowenien und Italien und greift fast ganz Europa im 20. Jahrhundert auf. Zora steht dabei meist im Mittelpunkt, wobei sie auch durch ihre Persönlichkeit und Art, ja sogar Herrischkeit sich auch gerne dort befindet. Ihre Begeisterung und Leidenschaft für den Kommunismus, vor allem für den Marschall Tito ist jedoch auch von einer eher mangelnden Liebe an ihren drei Söhnen, als auch der Ausübung eines großbürgerlichen Lebens in einem von ihr entworfenen prächtigen Haus in Bari gekennzeichnet. 
Der Roman behandelt den Zweiten Weltkrieg, politische Umschwünge in Italien, sowie einen Mord und viele weitere Tode. 
Grundsätzlich ist dieses Buch sehr angenehm geschrieben und der Kontext sehr interessant. Leider wird mir Zora nie sympathisch und ich kann mich daher leider auch nie in sie hineinfühlen. Für die anderen Protagonist*innen, wie beispielsweise den Söhnen oder den Ehemann Zoras konnte ich deutlich mehr Sympathie aufbringen. Die Kapitel handeln jeweils immer zu einer anderen Zeit, oft auch an einem anderen Schauplatz und werden aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt, bis am Ende und auch am Lebensende Zora dann ein finaler und dicht geschriebener Monolg der Hauptprotagonistin die Fäden der Geschichte zusammenführt. Die Sprünge zu den verschiedenen Personen lassen einen nachdenken und das Buch weniger "auf einem Rutsch" lesen, da dabei auch immer wieder Fragen offen bleiebn, die später dann jedoch dann beantwortet werden.
Zwischendurch fehlt mir leider teilweise die Spannung, doch jede*r der gerne eine historische Erzählung der anderen Art lesen möchte, liegt mit "Die Marschallin" richtig.


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Cover des Buches Effi Briest (ISBN: B00CZECZLQ)
NiWas avatar

Rezension zu "Effi Briest" von Theodor Fontane

Ein Klassiker, bei dem das Gesicht einschläft
NiWavor 2 Jahren

Die siebzehnjährige Effi heiratet den doppelt so alten Baron von Innstetten, wodurch sie in ihr Unglück rennt. Innstetten ist besessen von der Karriere, behandelt die Angetraute wie ein Kind, und bemerkt nicht, dass seine Frau außerhalb der Ehe der Einsamkeit entflieht. 

„Effi Briest“ ist ein Klassiker von Theodor Fontane. Das Werk ist erstmals in den Jahren 1894 und 1895 erschienen, und hat damals angeblich für viel Furore gesorgt. 

An meiner Schule war dieses Werk keine Pflichtlektüre. Allgemein bin ich an Klassikern interessiert und wollte daher unbedingt diese Bildungslücke schließen. Im Endeffekt war hier schon fast schade um die Zeit, weil einem in Gesellschaft der lieben Effi das Gesicht einschläft. 

Zunächst beginnt es richtig interessant. Der Leser lernt Effi als junges, unverheiratetes Mädchen kennen. Sie ist wild, verspielt und zu jeder Zeit vergnügt unterwegs. In Gesellschaft ihrer Freundinnen fühlt sie sich wohl und zu den Eltern hat sie ein herzliches Verhältnis. 

Dann hält Baron von Innstetten um ihre Hand an, und sie nimmt den Antrag an. Die Eltern sind zufrieden, die Siebzehnjährige blickt einem angenehmen Leben entgegen, und könnte im Prinzip glücklich sein. 

Nach der Hochzeit nimmt das Ende schon seinen Gang: Innstetten kümmert sich viel zu wenig um die junge Frau, welche zusehends vereinsamt und sich vermutlich deshalb um andere Gesellschaft bemüht.

Auf diese Weise nimmt die Handlung ihren Lauf und insgesamt hört es sich sogar faszinierend an. Doch ab der Vermählung schleicht sich nicht nur Langeweile in Effis Alltag ein, sondern auch der Leser wird entsprechend gequält. Es geschieht nichts. Fontane berichtet von ellenlangen Spaziergängen, wie der Hund herumtollt, oder wer das Haus der Innstettens besucht. 

Einzig spannender Part wäre ein übernatürlicher Aspekt um einen Chinesen gewesen, der Effi um den Schlaf bringt. Sie fürchtet sich vor der Spukgestalt, und die Geschichte um den mysteriösen Chinesen ist auffallend präsent. Jedoch verläuft es sich im Sand, und ist im weiteren Verlauf kaum der Rede wert. 

Ab der Hälfte wollte ich das Hörbuch abbrechen, ich habe es dann aber doch durchgezogen. Immerhin war ich schon so weit gekommen, deshalb hörte ich es bis zum bitteren Ende. Effis außerehelicher Fauxpas wird der damaligen Zeit entsprechend dezent in den Raum gestellt. Es gibt keine bildhaften Szenen, sondern lediglich Andeutungen, die sie als Geächtete an den Rand der Gesellschaft führen.

Ich verstehe durchaus, dass dieser Roman bei Erscheinen für Aufregung sorgte. Fontane setzt sich mit der Motivation hinter dem Ehebruch auseinander, veranschaulicht, dass es nur bedingt an Charakterschwäche liegt, und führt an, dass immer zwei Menschen in einer Ehe sind. 

Allerdings ist es - meiner Meinung nach - für den Leser der Gegenwart schon mühselige Kost. Besonders während der vielen Spaziergänge sind meine Mundwinkel mit steigender Schrittzahl nach unten gesackt. Es war weder ein Vergnügen noch interessant, dennoch bin ich froh, dass ich jetzt weiß, was mit Effi Briest geschehen ist. 

Allgemein verstehe ich nicht, warum dieses Werk an vielen Schulen Pflichtlektüre ist. Zwar kann ich nachvollziehen, dass man sich mit dem Inhalt und der Wichtigkeit des Romans im schulischen Rahmen auseinandersetzt, doch als zwingende Lektüre fallen mir etliche andere, spannendere Klassiker ein, bei denen die Lust auf altehrwürdige Literatur eher bestehen bleibt. 

Lobend ist unbedingt die Sprecherin dieser Hörbuchversion - Brigitte Trübenbach - zu erwähnen. Sie verdient sich meine Bewunderung, weil sie dem Geschehen trotz der langweiligen Grundlagen Leben verliehen hat. Sie klingt vergnügt, schwungvoll und hat angenehm erzählt, was zumindest ein Trost in Anbetracht des einschläfernden Inhalts ist.

Im Endeffekt zählt „Effi Briest“ daher zu den Klassikern, die man meiner Ansicht nach nicht gelesen haben muss.

Kommentare: 12
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Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783938891315)
Lissys avatar

Rezension zu "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff

Rezension zu "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff
Lissyvor 13 Jahren

Habs in der Schule lesen müssen und wollte es per Hörbuch auffrischen und wissen, ob meine damalige Gleichgültigkeit bis Ablehnung aufs Alter zurückzuführen ist. Ist es nicht, ist nach wie vor nicht mein Stil. Aber lest bitte noch Rezensionen von Leuten, die da liberaler sind als ich :-)

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