Der kleine Murps

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Eine vergnügliche Geschichte zum Thema Identitätsfindung

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Inhaltsangabe zu "Der kleine Murps"

Bruno will nicht mehr Papas »Hase« sein, auch nicht Omas »Mausilein« und schon gar nicht Mamas
»kleiner Murps«. Also beschließt er an jedem Tag der neuen Woche, jemand ganz anderes zu werden:
etwa ein grüner Gurps oder der riesengroße Purps oder der unsichtbare Durps oder …
Doch als er schließlich ein Lurps wird, geht die Sache irgendwie schief, und Bruno ist froh, dass er
immer noch Mamas kleiner Murps ist.
Eine vergnügliche Geschichte für Kinder ab vier und für alle, die gerne
mal aus der Rolle fallen würden. Claudia Burmeister hat die Geschichte
humorvoll, in warmen, leuchtenden Farben illustriert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783772528873
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:32 Seiten
Verlag:Freies Geistesleben
Erscheinungsdatum:23.08.2017

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine vergnügliche Geschichte zum Thema Identitätsfindung
    Eine vergnügliche Geschichte zum Thema Identitätsfindung

    Eine vergnügliche Geschichte rund um das Thema Identitätsfindung


    Eigentlich heißt unser Protagonist Bruno doch jeder mit dem er zu tun hat nennt ihn anders, nur Bruno sagt eigentlich keiner.
    Seine Mutter sagt, "kleiner Murps" zu ihm. Für seinen Vater ist er "Hase" und für Opa "Mäuselein". Das sind nur einige der Kosenamen, die unsern kleinen Bruno durch sein Leben begleiten bis es ihm an einem Montagmorgen reicht.
    Er möchte viel lieber jemand ganz anders sein erklärt er seiner überraschten Mutter beim Frühstück. Doch nun möchte die Mama von ihrem kleinen Murps wissen wer er denn gerne wäre. Schlagfertig ruft er : "Heute bin ich ein Gurps" ohne überhaupt zu wissen was ein "Gurps" eigentlich ist.
    Ein "Gurps" mag nur grüne Sachen. Grünes Essen, grüne Kleidung, grüne Möbel erklärt er und da die Mutter ihren Sprößling sehr lieb hat geht sie auf seine Bedürfnisse ein, hilft ihm sogar auf sehr einfühlsame Weise ein "Gurps" zu sein.
    Zufrieden schläft dieser an diesem Tag ein.
    Am Dienstagmorgen steht der kleine Murps, Gurps auf und erklärt wieder zur Überraschung der Mutter, dass er kein Gurps mehr sein mag. Am Dienstag ist er ein "Purps" .Wieder stellt sich die Mutter auf die neue Situation ein und hilft ihrem Kleinen auch als Purps glücklich zu sein. Eine lustige Episode, denn bei Purps denken nicht nur wir sondern auch die Mutter zunächst etwas ganz anderes.
    So geht es weiter durch die Woche. Am Mittwoch ist er ein gefährlicher "Knurps", am Donnerstag ein unsichtbarer  "Durps". Für den Freitag hat er sich etwas besonderes ausgedacht. Am Freitag ist er ein "Lurps" Lurpse haben jeden Freitag Geburtstag. Am Samstag wacht Bruno vom vielen feiern am Vortag mit Bauchweh auf. Und da er Bauchweh hat ist er am Samstag ein "Zurps", die haben Bauchweh.
    Und selbstverständlich kümmert sich die Zurpsmama auch dieses Mal liebevoll um ihren kranken Zurps.
    Was ist Bruno am Sonntag?
    Ein "Urps", "Orps" oder "Turps"?
    Nein!
    Vielleicht ein "Furps", "Hurps" oder "Surps"?
    Nein!
    Am Sonntag ist Bruno einfach Bruno!
    *
    Und am Montag darauf?
    Wer weiß was unserem kleinen Murps noch so einfällt?

    *
    Dieses tolle, phantasievolle, empathische  Bilderbuch dringt nicht nur tief in die Seele eines Kindes ein sondern zeigt auch wie wichtig es ist, das wir Erwachsene auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und Rücksicht nehmen. Nun mögen viele Erwachsene sagen, dass im Alltag nicht so viel Zeit bleibt sich so intensiv mit den spontanen Ideen auseinander zu setzten. Sicherlich richtig, aber es geht nicht darum dem Kind alles recht zu machen sondern zu signalisieren, das man die Bedürfnisse ernst nimmt und so weit es geht darauf ein geht.
    *
    Brigitte Werner ist es gelungen, das wichtige Thema der Identitätsfindung in eine wunderschöne Geschichte zu integrieren. Ihr Schreibstil ist unglaublich leicht, empathisch, fröhlich, feinfühlig und liebevoll.
    Dabei positioniert, verteilt sie die zu erzählenden Inhalte geschickt in Bild und Text.
    Die recht ungewöhnlichen, sehr ausdrucksstarken, detailbewussten Zeichnungen haben eine eigene Dynamik. Sie visualisieren nicht nur das, was wir erzählt bekommen sondern noch viel mehr darüber hinaus.
    Sie schafft es auf besondere Weise uns die Gefühlswelt des Kindes näher zu bringen und gleichzeitig den Kindern zu vermitteln, das es völlig oky ist sich auszuprobieren. Mal böse, mal schutzbedürftig, mal riesengroß und überlegen, mal frech und wild, mal gefährlich und dann wieder auch nur Ich sein.
    *
    Unsere Lesekinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren hatten sehr viel Spaß mit diesem Buch.
    Es regte sie an selbst darüber nach zu denken wer sie sind und wer sie gern einmal sein möchten. Ihnen ist bewusst geworden, das man viel ausprobieren, in Rollen schlüpfen kann um zu sehen wie man sich einerseits in einer anderen Rolle fühlt und andererseits wie die Umwelt auf das andere reagiert.
    Ja, und so ganz nebenbei lernten sie dann auch noch die Wochentage kennen.
    Die Kleinsten waren 3 Jahre und ich dachte zunächst, dass sie nicht viel vom Inhalt verstehen würden erstaunlicherweise war dies nicht so. Jasper 3 Jahre und 2 Monate alt erklärte mir, dass es nicht anders ist als Rollenspiel im Kindergarten. Da kann man Löwe oder Ritter oder Räuber sein und Pirat.
    Wie wahr!

    Dieses Buch macht einfach nur Spaß!
    Weckt aber bestimmt bei dem ein oder anderem kleinen Zuhörer das Bedürfnis es Bruno gleich zu tun.
    So geschehen bei uns zu hause.
    Ich bin am ersten und zweiten Tag auch darauf eingegangen, so gut es zeitlich möglich war und ich gestehe ich habe das Spiel mit viel Freude mitgespielt und mir die Zeit genommen. Am dritten Tag jedoch habe ich den Spieß einmal umgedreht. Da habe ich unserem Jüngsten morgens erklärt, das ich einmal nicht Mama bin sondern Mima. Mimas sind gemütliche aber auch faule Wesen, die sich gern bedienen lassen und am liebsten einfach in eine Decke gerollt auf dem Sofa liegen und Musik hören. Wenn  sie das dann eine lange Weile gemacht haben, turnen sie gerne oder gehen im Wald spazieren um sich danach gleich wieder in ihre Decke zu kuscheln um sich verwöhnen zu lassen.
    Das war ein Spaß!

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