Brigitte Witzer

 4.3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Die Diktatur der Dummen, Duden Satz und Korrektur und weiteren Büchern.
Brigitte Witzer

Lebenslauf von Brigitte Witzer

Prof. Dr. Brigitte Witzer lebt, was sie erkennt: Ihre Dissertation über »Führung und Menschenbild« brachte sie dazu, ihre Konzernkarriere als Geschäftsführerin aufzugeben. Als sie den Zynismus des Systems Hochschule begriff, tauschte sie die Sicherheit der Professur gegen Unabhängigkeit und Integrität. Heute arbeitet sie erfolgreich als Executive Coach mit Schwerpunkten in Veränderungsmanagement und Umgang mit Macht.

Alle Bücher von Brigitte Witzer

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Brigitte WitzerDie Diktatur der Dummen
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Die Diktatur der Dummen
Die Diktatur der Dummen
 (8)
Erschienen am 10.04.2018
Brigitte WitzerDie Fleißlüge: Warum Frauen im Hamsterrad landen und Männer im Vorstand
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Die Fleißlüge: Warum Frauen im Hamsterrad landen und Männer im Vorstand
Brigitte WitzerGLÜCK SUCHT LEBEN
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GLÜCK SUCHT LEBEN
GLÜCK SUCHT LEBEN
 (2)
Erschienen am 23.04.2018
Brigitte WitzerEdith Lot
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Edith Lot
Edith Lot
 (1)
Erschienen am 14.12.2012
Brigitte WitzerDie Zeit der Helden ist vorbei
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Die Zeit der Helden ist vorbei
Die Zeit der Helden ist vorbei
 (1)
Erschienen am 21.07.2005
Brigitte WitzerRisikointelligenz
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Risikointelligenz
Risikointelligenz
 (1)
Erschienen am 21.03.2011
Brigitte Witzer30 Minuten Risikointelligenz
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30 Minuten Risikointelligenz
30 Minuten Risikointelligenz
 (0)
Erschienen am 30.08.2012
Brigitte WitzerDie Diktatur der Dummen
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Die Diktatur der Dummen
Die Diktatur der Dummen
 (1)
Erschienen am 29.04.2014

Neue Rezensionen zu Brigitte Witzer

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Rezension zu "GLÜCK SUCHT LEBEN" von Brigitte Witzer

Lehrreich und tiefgehend
Streiflichtvor 4 Monaten

Dieses Buch ist sicherlich nicht für Jeden etwas, denn es geht schon sehr in die Tiefe und man muss die vielen Wahrheiten darin auch aushalten können. In so mancher Textzeile kann man sich wiedererkennen und wiederfinden. Gut gefallen haben mir die vielen Fallbeispiele, die das theoretisch Beschriebene auch praktisch erklären und nachvollziehbar machen.

Insgesamt hat die Autorin Prof. Dr. Brigitte Witzer, deren Titel auf dem Cover weggelassen wurde, was mir sehr sympathisch erscheint, eine gute Art zu schreiben. Sie wechselt zwischen Beschreibung der Problematik und einem praktischen Beispiel, zwischen sachlicher Erläuterung und Erklärung aus dem Leben. Man merkt, dass die Themen Glück, Sucht und Leben ihr Thema sind und dass es ihr wichtig ist. Schon im Titel wird das deutlich. Der Untertitel macht klar, wie man diese Sucht und Abhängigkeit überwinden kann und auch im Buch wird das immer wieder gut erfahrbar.

Sehr gut fand ich das Fazit am Ende der jeweiligen Überkapitel. Dort sind noch einmal kurz die wichtigsten Punkte zusammengefasst, sodass man den Abschnitt noch einmal in Ruhe durchdenken kann. Ich fand das Buch sehr interessant, lehrreich und tiefgehend und werde es sicherlich irgendwann noch einmal lesen.

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Rezension zu "Die Diktatur der Dummen" von Brigitte Witzer

Können wir wirklich auf Innensteuerung umstellen und uns so für autonome Entscheidungen wappnen?
Gundo57vor 5 Monaten

Es geht in diesem Buch um das Schafsein! Allerdings, anders als in Psalm 23, wo sie auf grünen Auen weiden, an stillen Wassern trinken, eine erquickte Seele haben und angstfrei leben können. Autorin Witzer sieht auch die Menschen und zeichnet ein Leben, das von freiwilliger Ausbeutung gekennzeichnet ist. Sie leitet schlüssig und erschreckend her, wie Wirtschaft, Bildung, Medien und die Politik dabei Hand in Hand ganz im eigenen Interesse uns diktieren, wie wir in deren Interesse zu funktionieren haben. Ganz ohne nach unseren eigenen Bedürfnissen zu fragen oder für sie noch Raum zu lassen. Es bleibt dabei offen, ob wir unseren eigenen, inneren Kompass, der uns dagegen wappnen könnte, uns haben abgewöhnen lassen, oder wir ihn bewusst verdrängten und so verlernten, auf unsere innere Stimme hören zu können ... (Wiederholung meiner Besprechung der Erstausgabe aus 2014 hier auf LovelyBooks)

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Rezension zu "GLÜCK SUCHT LEBEN" von Brigitte Witzer

Schonungslos offen, klar, deutlich und mit einer eigenen Ausstiegsperspektive
Gundo57vor 5 Monaten

Brigitte Witzers neues Sachbuch „Glück Sucht Leben“ ist schonungslos offen, berichtet sachlich von eigenen Süchten der Autorin, familiären Hintergründen, beruflichen Erfahrungen damit und auch in der Wirtschaft dadurch, denn sie ist als Executive Coach auch auf Vorstandslevel Beraterin für Führungskräfte in Unternehmen, wo sie verschiedensten Süchten begegnet ist. Süchte können natürlich auch zu Belastungen in Familien werden. Das kann Ursachen in Mißbrauch haben und zu Koabhängigkeit führen. Die Autorin zeigt mit eigenen Erfahrungen auf, wie sie sich selbst davon befreien konnte. Im Dank am Ende des Buchs nennt sie eine Dame, die sie heute dabei begleitet, wie sie Beziehungen gestaltet. Das klingt nach Achtsamkeit!

Im Buch ist zu lesen, dass es für die Autorin bereits in der Schule begann: Sie rauchte, obwohl es ihr gar nicht schmeckte, um cool zu sein, dazu zu gehören und anerkannt zu sein. Sie gesteht im Buch: „… war ich allerdings in verschiedenen Süchten gelandet: Ich war süchtig nach Nikotin, nach Zucker, nach Diäten ebenso wie nach Anerkennung, nach Adrenalin und nach Besserwissen. Ich hatte zwar mäßig, aber jeden Abend Wein getrunken und mich sediert, tagsüber hatte ich mich mit Milchkaffee ruhiggestellt. Wo ich auch hinschaute: Mein Alltag bestand darin, auf keinen Fall etwas zu fühlen. Einmal wach geworden, begriff ich, wie sehr mich dieses aktive Vermeiden in Anspruch nahm.
Wie genau ich das hinbekommen hatte, das war ein ziemlich komplexes, aber auch anregendes Rätsel, dem ich in den letzten Jahren auf die Spur gekommen bin und dessen Erkenntnisgewinn mich erleichterte, fast möchte ich sagen, erlöst hat. … Das Einzige, was half, war „machen“ – um die Not nicht zu spüren, um meine Gefühle zu übertönen, um meinen Kopf in Spur zu bringen.“

Auf Buchrücken und -umschlag ist der Titel in Großbuchstaben gesetzt „GLÜCK SUCHT LEBEN“; beim ersten und dritten Wort ist mir die Bedeutung sofort klar gewesen, aber beim SUCHT könnte es das Suchen oder die Abhängigkeit sein und jetzt nach der Lektüre, bin ich davon überzeugt, dass wohl bewusst beides gemeint ist. Auf der Lebenssuche nach dem Glück die Sucht finden, den Körper bzw. die Gefühle betäuben mit Substanzen (Nikotin, Alkohol, anderen Drogen), Aktivitäten (Arbeit, Sport, Sex, Computerspielen bis tief in die Nacht, Smartphone, Social Media) und/oder sich Anerkennung „erarbeiten“. Hinzu kommt, dass der Staat über Tabak- und fünf verschiedene Alkoholsteuern vielfach mitverdient, während die Krankenkassensolidargemeinschaft die Suchtfolgen zu tragen hat.

Verlässliche Zahlen gibt es wenige, die Dunkelziffer etwa bei Medikamentenabhängigkeit schätzen Fachleute auf das 10fache, war ein Ergebnis auf dem Suchtkongress in Düsseldorf, den die Autorin im Frühjahr 2017 für dieses Buch besuchte. Sie stellt fest: „Niemand weiß genau, wie viele Süchtige es gibt. Nur da, wo Behandlungen angezeigt sind, oder in Notfällen wird die Abhängigkeit auch anderen Menschen bekannt.“

Im Buchteil Einstieg konstatiert Brigitte Witzer: „Psychiater und Neurologen gehen davon aus, dass Sucht eine Krankheit des Belohnungszentrums in unserem Gehirn ist.“ Um dann gleich das Abschieben der Verantwortung an die Pharmakologie zu geißeln und statt die Ärzte in die Pflicht zu nehmen sich diesen drei Fragen zu widmen: „Was ist nötig, um selbst Verantwortung zu übernehmen? Wieso stehen wir alle so mörderisch auf Domain? Andere Generationen vor uns konnten doch offenbar ohne auskommen, oder?“

Im Buchteil 1 mit der Überschrift „Selbstzerstörung“ erfährt der Leser im Kapitel „Sucht ergreift den Menschen ganz“ ausführliche Details zur Nikotinsucht der Autorin, die sie in 4 Phasen anschaulich untergliedert und sie unterscheidet am Kapitelende “„Ohne“ und „frei“ sind verschiedene Zustände“. Da wird deutlich, dass das Nikotin sie auch heute noch, 18 Jahre nach der letzten Zigarette immer noch antriggert. Die folgenden Kapitel tragen die Überschriften „Die Krankheit der Gefühle hat Ursachen“, „Auf Beziehungen ist überhaupt kein Verlass“, „Gegen alles scheint kein Kraut gewachsen“, „Wenn das Leitbild „Funktionieren“ heißt“, „Fazit: Sucht ersetzt das gute Leben“ und „Innehalten“.

Im Buchteil 2 „Zerstörung der Wirklichkeit“ geht es zweigeteilt einmal um die Süchte und ihre Herausforderungen in der Familie bzw. im privaten Umfeld. Und dann stellt sie die Situation in der Wirtschaft mit der Überschrift „Sucht und Koabhängigkeit halten die Wirtschaft im Griff“ dar. Aus ihrer eigenen beruflichen Praxis im Verlag, dem Konzern, an der Uni und in der Beratung dürfte sie dazu viele Einblicke persönlich gewonnen haben und manches erfährt der Leser hier auch mit anschaulichen Beispielen.

Diese vielfältige Brigitte Witzer, erste Geschäftsführerin im Bertelsmann-Konzern, dann dort weg, weil Konzernchef Middelhoff ihr keinen Vorstandsposten anbot und wurde Professorin in Leipzig. Auch dort ging sie selbst unzufrieden, um ihre gemachten Erfahrungen in Konzern und Wissenschaftsbetrieb anderen weiter zu geben als Executivecoach. Um Ihre Bekanntheit zu steigern und wohl auch das eigene Netzwerk zu erweitern, schrieb sie weitere Bücher (Die Zeit der Helden ist vorbei, Risikointelligenz, Die Diktatur der Dummen und Die Fleißlüge) und wurde immer wieder auch als Rednerin verpflichtet. Ein Themen- und Beratungsschwerpunkt von ihr sind Changeprozesse. Ich habe einige Auftritte von ihr selbst erlebt und bin von dem Witz und der Praxistauglichkeit ihrer Beiträge fasziniert gewesen. Dass dahinter auch eigene schwere Erfahrungen und eine wohl lange und vielleicht auch noch nicht abgeschlossene Reise zu ihr selbst steht, vermag man als Zuhörer gar nicht für möglich halten. So tief, wie in diesem Buch hatte sie sich bisher geschrieben auch nicht in die eigenen Karten schauen lassen!

Sie bezeichnet sich hier im Buch selbst als Eiskönigin und Kopffüsslerin. Den zweiten Begriff nutzte sie für sich, wie sie selbst schreibt mit 14 als „leise verniedlichendes Bild von jemandem, der vor allem denken kann und körperlos durch die Weltgeschichte spaziert“. Habe für mich einige Parallelen in meinem Leben entdeckt: Eltern Kriegsgeneration, wichtig war, was denn die Nachbarn denken könnten, Leistung konnte auch mit körperlicher Züchtigung eingefordert werden und manche eigene Verhaltensmuster würde ich bei mir jetzt auch als Süchte einstufen. Schon deshalb bin ich dankbar für dieses Buch!

Ich glaube, dass es für Eltern, Pädagogen, Personalverantwortliche und Unternehmensentscheider eine aufschlussreiche, Augen öffnende Lektüre ist und finde den Ansatz, im Kapitel „Ausstieg“ zu lesen „Sich die eigene Autonomie zurückholen“ und „Die innere Welt neu entdecken“ eine begrüßenswerte Lösung, auch wenn sich sicher nicht jeder Suchtausstieg so autonom handhaben lässt!

Mein Gesamteindruck: Sehr empfehlenswert! Authentisch, überzeugend, anschaulich und nachvollziehbar!

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