Brigitte Witzer Die Diktatur der Dummen

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Inhaltsangabe zu „Die Diktatur der Dummen“ von Brigitte Witzer

Ein Aufruf zum (Selber-)Denken Demokratie ist zweifellos die größte Errungenschaft, zu der wir Menschen es gebracht haben. Was aber, wenn die Klügeren, die Besonnenen und Rücksichtsvollen immer öfter den Schreihälsen weichen, den Wichtigtuern und den Selbstherrlichen? Dann wird aus der Demokratie ganz schnell eine Idiokratie, eine Diktatur der Dummen. Ihren Job als Managerin in führender Position gibt Brigitte Witzer desillusioniert auf, wird Hochschulprofessorin, macht Ausflüge in die Politik. Ihre niederschmetternde These: Wir leben in einem System der Verdummung, das von Wirtschaft, Medien und Politik betrieben wird und in das wir uns widerstandslos hineinziehen lassen. 'Darf’s ein bisschen mehr sein?', fragt Witzer und meint damit nicht mehr Geld oder mehr Erfolg, sondern die Eigenschaften, die eine Gesellschaft vor dem intellektuellen Kollaps bewahren: Integrität und Verantwortung. Warum lassen wir uns von geldgierigen Wirtschaftsbossen, machtbesessenen Politstrategen und aufmerksamkeitssüchtigen C-Promis die Welt erklären? Warum glauben wir immer, nichts gegen die flächendeckende Abstumpfung tun zu können – und was passiert, wenn wir die öffentliche Meinung weiterhin von Dschungelcamp-Bewohnern bestimmen lassen? Eine scharfe Analyse unserer Gegenwart, ein Aufruf zum Selberdenken, ein Wegweiser aus der verordneten Unmündigkeit.

Alter Wein in neuen Schläuchen! Spätestens seit den 80ern haben sich die Menschen hierzulande mit dem „System“ Wohlstandsgesellschaft befas

— ReginaF
ReginaF

Provokativ, auch wenn mich der Bezug zu Psalm 23 interessiert :-)!

— elinap
elinap

Eine passende, zeitgemäße und aufrüttelnde Gesellschaftskritik, deren Herleitung schlüssig und deren Lösung genial klingt. Psalm 23 grüßt!

— Gundo57
Gundo57

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  • Können wir wirklich auf Innensteuerung umstellen und uns für autonome Entscheidungen wappnen?

    Die Diktatur der Dummen
    Gundo57

    Gundo57

    Es geht in diesem Buch um das Schafsein! Allerdings, anders als in Psalm 23, wo sie auf grünen Auen weiden, an stillen Wassern trinken, eine erquickte Seele haben und angstfrei leben können. Autorin Witzer sieht auch die Menschen und zeichnet ein Leben, das von freiwilliger Ausbeutung gekennzeichnet ist. Sie leitet schlüssig und erschreckend her, wie Wirtschaft, Bildung, Medien und die Politik dabei Hand in Hand ganz im eigenen Interesse uns diktieren, wie wir in deren Interesse zu funktionieren haben. Ganz ohne nach unseren eigenen Bedürfnissen zu fragen oder für sie noch Raum zu lassen. Es bleibt dabei offen, ob wir unseren eigenen, inneren Kompass, der uns dagegen wappnen könnte, uns haben abgewöhnen lassen, oder wir ihn bewusst verdrängten und so verlernten, auf unsere innere Stimme hören zu können ...

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    Gundo57

    Gundo57

    03. September 2015 um 08:52
    DoomKitty schreibt Klingt ganz nach einem Buch, dessen Thematik mich interessiert. Das Problem bei solchen Büchern ist immer nur, dass die Leute es lesen, die diese Meinung sowieso schon vertreten ^^'

    Da könnte was dran sein ;-)! Am 21. September erscheint "Die Fleißlüge" die das Thema noch aus einer anderen Sicht verfeinert - es trägt den Untertitel "Warum Frauen im Hamsterrad landen und ...

  • Wie man´s besser machen könnte

    Die Diktatur der Dummen
    Babscha

    Babscha

    27. June 2014 um 19:32

    Literarischer Denkanstoß und Plädoyer für eine bessere, mündigere Gesellschaft, in der vor allem der Einzelne wieder kritischer hinterfragt, verstärkt selber denkt und im menschlichen Miteinander eine etwas humanistischere Einstellung als vielleicht bisher einnimmt. Die Autorin macht dies hier mit viel Kompetenz und Sachverstand und nimmt vom Bildungswesen über die Wirtschaft bis zu den Medien so ziemlich jede Institution aufs Korn, die aus Ihrer Sicht zur Verblödung der Menschen beiträgt bzw. diese bewusst manipuliert. Insgesamt enthält das Buch einige gute Ansätze, wenngleich es in einigen Passagen etwas theoretisch bzw. weitschweifig wird.

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  • Sich Luft machen

    Die Diktatur der Dummen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. June 2014 um 09:50

    Sich Luft machen Was eigentlich ist „dumm“ wirklich? Nicht immer greift Brigitte Witzer hier wirklich belastbare Beispiele heraus. Dieter Bohlen, im engeren Verständnis des Wortes, ist nicht „dumm“. Mit Abitur und Studium der Betriebswirtschaft gehört er eher zu den „Bildungsbürgern“ und erweist sich auch geschäftlich als eher „gewitzt“ (wie die ebenso erwähnte Verona Pooth). Dennoch aber, das stark hinkende Beispiel mit dem „Pop Titanen“ vermittelt dennoch, worum es Brigitte Witzer im Kern geht. Um eine Gesellschaft, in der jene, die differenziertes Denken, eigenständige Meinungsbildung, menschliche Emanzipation für sich wertschätzen, dazu fähig wären und dies alles dann einmünden lassen in den Wunsch, tatsächlich das soziale und politische Leben mitzugestalten, mehr und mehr fast resignierend in den Hintergrund treten. Und dahin auch gerne „gedrängt“ werden. Nicht zuletzt durch Medien und deren Entwicklung, wie Witzer nachhaltig aufweist. In einer Zeit, in der große Boulevardblätter wie die „Bild“ mit Preisen für journalistische Recherche bedacht werden , kann einiges nicht stimmen. Mit dem Journalismus im Verständnis vergangener Tage. Witzer begründet dies im Übrigen, trotz manch polemische Aussagen natürlich, durchaus sauber und akkurat. Es geht nicht um nur eine eigene „Geschmackssache“, sondern, wo man auch hinschaut, in Wirtschaft, Medien, Politik, allein der „Ertrag“ scheint von Beginn an im Blick, eine gründliche intellektuelle Auseinandersetzung findet nicht statt (zu mühselig, zu störend), „Marktschreier“ setzten sich überall „da oben“ fest und der „normale Bürger“ lässt sich selber fast ohne größere Gegenwehr auf die Rolle einer „Arbeitsdrohne“ und eines „Konsumenten“ reduzieren. „Der Klügere gibt eben nach“. Das scheint der Fakt zu sein, wendet sich vielleicht gar leicht angewidert von all dem ab. Mit Folgen. Und hier kann der Leser Witzer in großer Breite innerlich folgen. Frei Nach Witzers Motto: „Näher hinschauen lohnt“, lohnt auch die Auseinandersetzung mit ihren Argumenten und Thesen. In einer Welt, in der Massenmedien „Gefühle machen“ und vor allem „Gefühle“ (statt Fakten und Hintergründe) transportiert werden (auch und gerade in den öffentlich rechtlichen Medien, trotz ihres eigentlich anders lautenden Auftrages. Im Rahmen eines „Maßes aller Dinge“, das nicht mehr als „Aufbruch“ wie Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts ein gerütteltes Maß an politischer Wachheit in sich tragen würde, sondern „Wachstum, Marketing und Konsum“ wie einen Fetisch (alternativlos) verehrt. Die Orte der Bildung, gerade die Universitäten verändern sich hin zu „Zertifikatanstalten“ und „Zulieferern“ von perfekt gestalteten Arbeitsdrohnen, die Politik hält sich eng an Wirtschaft und die Marktschreier, ist somit ebenso „dumm“ oder auf dem besten Weg, freiwillig zu „verdummen“. Und das „Wir“ in Witzers Darlegungen lässt das alles einfach geschehen. Soweit die Analyse, die überzeugend im Buch vorliegt. „Was tun?“ wäre die Frage, die Witzer nicht ausgearbeitet mit einem „Programm“ beantwortet, durchaus aber eine klare Richtung im zweiten Teil ihres Buches benennt. Sich selbst zu „steuern“, die Tricks zu durchschauen, sich nicht einfach vereinnahmen oder an den Rand drängen zu lassen. Der „Feind kommt eben gerade nicht allein von „Außen“, sondern auch aus der Mitte derer, die all das zulassen, die „nachgeben“, statt energisch gegen zu halten. Witzer nennt sehr konkret und sehr übersichtlich jene Haltungen, die es braucht und ebenso jene gesellschaftlichen Entwicklungen, gegen die Widerstand notwendig ist. Nicht mit Schaum vor dem Mund, sondern weitgehend durchaus differenziert und überzeugend argumentiert liefert Wietzer all jenen ein und kompaktes „Sprachrohr“, die seit Längerem den Eindruck bereits haben, dass im Lande „irgendwas nicht stimmt“. Auf dem Weg hin zu einem mündigen Bürger, einem differenzierten Verbraucher und einem Beharren auf der eigenen Autonomie statt „gemachter Gefühlszustände“. 

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