Brit Bennett

 4.1 Sterne bei 20 Bewertungen
Autorin von Die Mütter und The Mothers.

Lebenslauf von Brit Bennett

Eine bemerkenswerte US-amerikanische Romanautorin und Essayistin: Die junge US-amerikanische Autorin Brit Bennett wuchs in Kalifornien auf und studierte unter anderem an der Universität von Michigan, an der sie im „Helen Zell Writersʼ Program“ einen Master-Titel erwarb. Noch während ihrer Studienzeit gewann sie den Hopwood Award, dessen Anliegen darin besteht, außergewöhnliche literarische Talente zu fördern. Neben ihrer Tätigkeit als Romanautorin veröffentlicht Bennett essayistische Schriften, unter anderem in der „New York Times“ und in dem Magazin „The New Republic“. Im Jahr 2014 erregte sie mit ihrem Aufsatz über „Good White People“, weiße Gutmenschen, der in dem Blog „Jezebel“ erschien, erstmalig Aufsehen. Darin karikiert sie aus der persönlichen Sicht einer jungen Afroamerikanerin die Selbstgefälligkeit übermäßig engagierter weißer Anti-Rassisten. Bei ihrem 2016 veröffentlichten Romandebüt „The Mothers“ handelt es sich um einen Coming-of-Age-Roman über ein afroamerikanisches Mädchen, der sich unter anderem mit den Themen Suizid, ungewollter Schwangerschaft und Freundschaft auseinandersetzt. Dieses Werk eroberte die Bestseller-Liste der „New York Times“ und erhielt zahlreiche positive Rezensionen. Die deutsche Übersetzung erschien 2018 beim Rowohlt Verlag. Bennett begann im Alter von 17 Jahren, an diesem Roman zu arbeiten, in dem sie das Lebensgefühl einer neuen Generation afroamerikanischer Heranwachsender zum Ausdruck bringt.

Alle Bücher von Brit Bennett

Die Mütter

Die Mütter

 (17)
Erschienen am 24.04.2018
The Mothers

The Mothers

 (3)
Erschienen am 13.10.2016

Neue Rezensionen zu Brit Bennett

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Sumsi1990s avatar

Rezension zu "Die Mütter" von Brit Bennett

Ein packendes Buch - wenn auch anders als erwartet!
Sumsi1990vor 21 Tagen

Die Mütter - bei diesen Frauen handelt es sich um engagierte Rentnerinnen in der Dorfgemeinschaft sowie der Gemeinde von Oceanside. Und wie dies bei älteren Frauen oft der Fall ist, bekommen diese viele private Geschehnisse mit. Im Zuge dessen erzählen sie in diesem Buch die Geschichte der Halbwaisin Nadia und dem Pastorensohn Luke, welche sich über Jahrzehnte erstreckt...

Dieses Buch hat meiner Meinung nach eine wunderbare, beeindruckende, aber auch sehr leise Sprache. Die Geschichte, welche in der Form erzählt wird, ist aber umso lauter. Die Autorin beschäftigt sich in diesem Roman mit vielen wichtigen Themen, die jede Menge Diskussionspotenzial und Raum zum Grübeln besitzen. Weiters hat mir sehr gut gefallen, dass man beim Erzählten die Protagonisten über einen so langen Zeitraum begleitet.

Alles in allem hat mich dieses Buch sehr fasziniert, gepackt und auch zum Nachdenken angeregt. Leider war der ein oder andere Aspekt für mich dann doch vorhersehbar, sodass ich diesem Roman gute 4 Sterne gebe.

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Dajobamas avatar

Rezension zu "Die Mütter" von Brit Bennett

Der Einfluss der Mütter
Dajobamavor 2 Monaten


"Ein innerer Schmerz sollte nach außen nicht sichtbar werden. Wie seltsam es sein musste, auf äußerliche Weise Schmerz zu empfinden, einen Schmerz, den man nicht verbergen konnte." Seite 17

 Die Mütter - das sind die älteren Damen des kalifornischen Ortes Oceanside. Sie beobachten und kommentieren alles was in der Gemeinde vor sich geht. Sie sind es, die Zeugen und Erzähler dieser Geschichte sind. Diese besondere Sicht- und Erzählweise macht den besonderen Reiz dieses Romans aus.

 Die Tragödie beginnt mit dem Selbstmord von Nadias Mutter. Ein Skandal in dem kleinen Ort, besonders die Art, wie sie sich selbst getötet hat. Bald darauf wird die siebzehnjährige Nadia schwanger, von Luke, dem Pastorensohn. Nadia entschließt sich zur Abtreibung. Nadias Vater ist trotz seines eigenen Schmerzes bemüht, kann aber keinen Zugang zu seiner Tochter finden. Und das alles ist erst der Anfang. Einzige Vertrauensperson ist schließlich Aubrey, ein Mädchen, das mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat.

 Doch auch die tatsächlichen Mütter, Nadias und Aubreys Mütter, beide auf unterschiedliche doch schreckliche Weise abwesend, sind ein wichtiges Thema dieses Romans. Die Trauer Nadias um ihr abgetriebenes Kind, das sie nie vergessen hat, zieht sich durch den ganzen Roman.

 Letztendlich wird das Leben einer selbstbewussten schwarzen Frau, die sich nach dem Tod der Mutter fürchtet, eine dauerhafte Bindung einzugehen und somit ein rastloses Leben führt, erzählt. Darin spielt die Macht der ersten großen Liebe eine bedeutende Rolle. Und, dass sich in der Jugend begangene Fehler auf den Verlauf des ganzen weiteren Lebens auswirken können.

 Insgesamt herrscht eine düstere Grundstimmung vor. Die perspektivarme, oft trostlose Situation der Schwarzen in den USA ist allgegenwärtig.

 Brit Bennett erzählt diese Geschichte sehr einfühlsam und wirklich spannend, trotz des doch recht traurigen Themas. Ich hatte den Roman in wenigen Tagen durch und spreche eine klare Leseempfehlung dafür aus!  

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ulistuttgarts avatar

Rezension zu "Die Mütter" von Brit Bennett

Geschichte voller Zuneigung und Komplikationen
ulistuttgartvor 2 Monaten


Die 17-jährige Nadia Turner, deren Mutter sich das Leben genommen hat, wird von Luke Sheppard, dem Sohn des Pastors, schwanger. Sie beschließen das Baby nicht zu bekommen und werden bei dem Schwangerschaftsabbruch finanziell von den Pastoreneltern unterstützt.

Nadia verlässt die kalifornische Kleinstadt Oceanside. Ihre beste Freundin Aubrey, die eine schreckliche Vergangenheit erleben musste, beginnt nach Nadias Weggang eine Beziehung mit Luke. Nadia ist darüber nicht sehr erfreut …

 

Brit Bennett erzählt uns die ergreifende Geschichte von Nadia, die sich von ihrer Mutter durch deren Selbstmord verlassen fühlt, und nun auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ist. Sie fühlt sich in ihrer kleinen Gemeinde eingeengt, kehrt aber trotzdem, um ihren Vater zu unterstützen, nach einer kurzen Zeit ihres Studiums in Michigan in ihre Heimat, zu ihren Wurzeln zurück.

 

„Die Mütter“ sind nicht nur Nadias Mutter, die sie durch ihren Freitod im Stich lässt, Aubreys Mutter, die wegsieht, wenn ihr neuer Mann heimlich in Aubreys Bett steigt, sondern auch die Damen der konservativen Kirchengemeinde, die über alle Geschehnisse der Kleinstadt Bescheid wissen, die „Geheimnisse“ nicht lange für sich behalten können, sondern diese ausdiskutieren und bewerten. Ihre Welt besteht aus Klatsch und Tratsch. Aber auch aus Erfahrung und Zusammenhalt.

 

Liebevoll und Einfühlsam erfahren wir mehr über die US-amerikanische Wirklichkeit, über Rassismus, Scheinheiligkeit und die verantwortungsvolle Aufgabe von Müttern und die Dramatik, wenn diese nicht voller Liebe für ihre Kinder da sind.

 

Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Brit Bennett hat in ihrem ersten Roman eine überaus ergreifende und reelle Geschichte verfasst, die auch fürs Kino verfilmt wird.

Große Leseempfehlung !

„Eine neue literarische Stimme voller Herz und Lebendigkeit. Ein lebenskluger Roman über das Amerika von heute und das Amerika von morgen“

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