Die Mütter

von Brit Bennett 
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Die Mütter
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TanyBees avatar

Abwesende Mütter, Abtreibung, die erste Liebe sind hier die Themen. Leider nimmt die Geschichte nicht so richtig Fahrt auf.

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Ein Roman über eine Geschichte, die es irgendwie schon mal gab, doch gut geschrieben wurde. Es geht um Vorurteile und die Selbstfindung.

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Inhaltsangabe zu "Die Mütter"

'Die Mütter', so nennen sie die alten Frauen in der kleinen kalifornischen Gemeinde Oceanside. Sie sind Zeugen des Skandals, mit dem dieser Roman beginnt. Ein Skandal ist es, wenigstens aus ihrer Sicht: dass Nadia Turner, deren Mutter sich das Leben genommen hat, mit Luke, dem Sohn des Pastors … dass Nadia Turner ein Baby bekommt … oder vielmehr beschließt, es nicht zu bekommen. Und das ist erst der Anfang der Geschichte.
Anders als Luke kehrt Nadia der Kleinstadtenge bald den Rücken. Aber Aubrey, ihre beste Freundin, bleibt und stellt sich auf ihre Weise gegen den Chor der alten Frauen, deren Stimmen mit der Zeit merklich auseinandergehen. Es dauert nicht lange, und sie feiern ein neues Paar in Oceanside: Aubrey und Luke Sheppard. Und das beschäftigt die vom College heimgekehrte Nadia mehr, als sie vor der besten Freundin zugeben kann.
Brit Bennett fragt nach dem, was uns hält und was uns bindet: Freundschaft, eine gemeinsame Vergangenheit, eine nicht gelebte Geschichte. In 'Die Mütter' erzählt sie voller Respekt und mit der nötigen Respektlosigkeit von Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht, erzählt mit einer gelassenen Genauigkeit, die staunen macht.
Ein lebenskluger Roman über das Amerika von heute und das Amerika von morgen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498006839
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:24.04.2018

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    Buecherschmauss avatar
    Buecherschmausvor 3 Monaten
    Mütter

    Mit „Die Mütter“ schrieb die junge amerikanische Autorin Brit Bennett gleich mit ihrem Debüt einen Roman, der es auf die New York Times Bestsellerliste schaffte. Die dunkelhäutige Kalifornierin ließ ihn in ihrer Heimatstadt Oceanside im San Diego County spielen. Und auch ihr Studienort Ann Arbour in Michigan ist Schauplatz der Geschichte. Sie begann bereits mit 17 Jahren, daran zu schreiben, neun Jahre später wurde er veröffentlicht. Und die Hauptprotagonistin ist ebenfalls 17 Jahre alt. Aber auch wenn sicher viele persönliche Erfahrungen eingeflossen sind, ist es doch kein autobiografischer Roman, hat Bennett, die aus gutbürgerlichem Haus stammt - der Vater war der erste schwarze Staatsanwalt der Stadtverwaltung - doch einen ganz anderen familiären Hintergrund als die Figur der Nadia Turner.
    Nadias Vater war am Marinestützpunkt in Oceanside stationiert, die Mutter hat wenige Monate zuvor ihrem Leben mit einem Kopfschuss ein Ende gesetzt. Eine schreckliche Tat, mit der Vater und Tochter noch weniger zurande kommen, da ihnen die Beweggründe völlig unklar sind. Der Vater sucht Zuflucht in der Kirchengemeinde der Upper Room Church, einer konservativen evangelikalen Gemeinschaft. Ihre älteren Damen bilden im Roman in der Tradition des griechischen Chors eine eigene Instanz, die zu Beginn der meisten Kapitel eine Stimme erhält. Sie sind das „Wir“, das die Menschen beobachtet, beurteilt, verurteilt, Kontrolle ausübt. Eine soziale Enge, Kleingeistigkeit herrscht hier, Klatsch und Tratsch sind ihr Medium. Aber auch Lebensklugheit, Abgeklärtheit und Gemeinsinn. Sie hören, sehen, wissen alles.
    Die hübsche, intelligente und rebellische Nadia erregt hier natürlich Anstoß, freizügig und selbstbewusst wie sie ist. In ihrer Verletztheit und Trauer nach dem Selbstmord der Mutter stürzt sie sich in eine Affäre mit Luke, dem Sohn des Pastors. Ein paarmal nicht aufgepasst, und Nadia ist schwanger. Für sie ist klar, dass sie das Kind nicht behalten will. Auch ihre Mutter war mit ihr so früh schwanger, und insgeheim gibt sich Nadia am Tod der Mutter eine Mitschuld, da all deren Träume mit der frühen Mutterschaft zerplatzten. Zudem ist sie gerade an die University of Michigan angenommen worden. Für sie ist das die große Chance der Oceanside-Enge zu entkommen. Luke besorgt das Geld für die Abtreibung, verschwindet dann aber. Nadia ist schwer gekränkt, es kommt zum Bruch.
    Das künftige Leben der beiden bleibt von dieser Entscheidung geprägt. Besonders Luke leidet darunter sich nicht für das Kind ausgesprochen zu haben, aber auch in Nadias Leben taucht es immer wieder auf. Besonders die Scheinheiligkeit von Lukes Pastoren-Eltern, die ihm das Geld gaben, quält sie. Mit Luke bleibt eine untergründige Verbundenheit, die auch nach Nadias Rückkehr wegen einer lebensgefährlichen Verletzung ihres Vaters bestehen bleibt, auch wenn Luke nun mit Nadias Freundin Aubrey verheiratet ist.
    All diese Dinge tragen dazu bei, dass Brit Bennett nicht nur von der Pro-Life-Bewegung Kritik einzustecken hatte, sondern auch von der Gegenseite, der die Reue über die Abtreibung zu viel war. Und tatsächlich schwebt ein gewisser konservativer Geist über der Geschichte. Brit Bennetts Standpunkte werden nicht wirklich deutlich, weder in dieser Frage, noch zur Rolle der Kirchengemeinde, der Religion, zu Selbstmord oder vielem anderen. Aber gerade dadurch lässt sie dem Leser Raum, über die verhandelten Dinge nachzudenken.
    Im Zentrum steht gewiss die Mutterschaft. Nicht nur die Mütter der Gemeinde, die richten, urteilen, einschränken. Nicht nur die Teenagermütter, die den Balanceakt vollführen müssen zwischen einem selbstbestimmten Leben und der Verantwortung, die sie tragen. Deren Mütter sind es, die oftmals ihrer Aufgabe nicht richtig nachkommen. Sei es Nadias Mutter, die sie nach ihrem Selbstmord allein lässt. Sei es die Mutter von Nadias Freundin Aubrey, die den Missbrauch ihrer Tochter durch den Stiefvater ignoriert, für ihr eigenes Beziehungs“glück“ Aubrey opfert. Oder auch Lukes Mutter, die strenge, hochmütige Pastorenfrau, die aus „Liebe zu ihrem Sohn“ diesen zur Abtreibung drängt.
    Es sind die Kinder, die ihre traumatischen Lebenserfahrungen – neben Nadia und Aubrey, trägt auch Luke eine große Enttäuschung mit sich herum, eine schwere Verletzung beendete seine erfolgversprechende Footballkarriere – allein tragen müssen, ohne elterliche Unterstützung.
    Dass es auch Väter gibt, die ihre Kinder auffangen könnten, geht ein wenig unter. Sie sind verschwunden wie Aubreys Vater oder schwach wie die von Nadia und Luke. Diese väterliche Abwesenheit, die patriarchalen Strukturen, die den Müttern die alleinige Verantwortung aufbürden, wird genauso selbstverständlich hingenommen wie der Alltagsrassismus, der alles wie ein mehr oder weniger subtiles Hintergrundrauschen begleitet. Unaufgeregt und doch stets präsent schwingen sie überall mit. Bittere Anklage oder wütender Protest sind Brit Bennetts Sache nicht. Sie erzählt lieber einfühlsam und intensiv mit vielschichtigen Charakteren von der US-amerikanischer Wirklichkeit. Die ist bitter genug.

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    S
    Steff8824vor 3 Monaten
    Ein etwas anderes Buch

    Kurzrezi „Die Mütter“ von Brit Bennett ~~~ Inhalt: Nadia Turner, 17 Jahre, lebt mit ihrem Vater in Oceanside Kalifornien. Ihre Mutter hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt und Nadia möchte nun Sex haben, sich ausleben, weil sie fühlen möchte. Sie wird von Luke, dem Sohn des örtlichen Pastors, schwanger. Dieser musste nach einem schweren Unfall seine vielversprechende Footballkarriere an den Nagel hängen und humpelt nun durchs Leben. Nadia entscheidet sich für eine Abtreibung, weil sie so intelligent ist, dass sie ein Stipendium bekommt und bald weg aus Oceanside möchte. Ein Kind passt nicht in ihre Welt und ihre Mutter hat sie immer vor einer zu frühen Schwangerschaft gewarnt. Dann ist da noch Aubrey, die mit dem Keuschheitsring, die ruhig und gläubig ist, die immer wieder den Freund ihrer Mutter als Kind in ihrem Bett ertragen musste. Alle drei Protagonisten haben Schreckliches erlebt, was sie nie wieder loslässt. Nadia und Aubrey freunden sich an und die Geschichte um Zerrissenheit, Trauma, Zuneigung und Entscheidungen nimmt ihren Lauf. ~~~ Meinung: Die beiden jungen Frauen können unterschiedlicher nicht sein, doch sie sind innig miteinander verbunden, bis Nadia zur Uni nach Michigan geht und Aubrey sich in Luke verliebt. Eine Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf und Brit Bennett schafft es in ruhiger Schreibweise diese tiefgründige und verzwackte Story dem Leser sehr nahe zu bringen. Man leidet mit, denn Aubrey wird von Luke schwanger. Und Nadia? Sie weiß mit ihren Gefühlen nicht umzugehen, denkt an ihr Kind, was sie nicht hat und versucht sich auf der Uni abzulenken, mit Männern, Parties und dem prallen Leben. Und immer wieder die Mütter, die erfahren und ermahnend über die Vorgehen im Ort und die Menschen reden, sie selbst vom Leben „gezeichnet“, immernoch zwar den ermahnenden Finger in der Höhe doch einfühlsam und auf ihre Art herzlich. Es ist ein Roman, der den Leser in die Welt des schwarzen Amerikas mitnimmt (alle Protagonisten sind schwarze Bürger des Ortes) und der immer leicht das Thema Rassismus mitschwingen lässt, aber nicht offen anspricht. Der Roman trägt den Leser mit Spannung durch die jungen Jahre von Nadia, Aubrey und Luke und lässt einen am Ende mit einem aktuellen aber doch fragwürdigen Bild des neuen Amerika zurück. ~~~ Fazit: Ein gefühlvolles Buch aus verschiedenen Perspektiven dunkelhäutiger Protagonisten. Sehr gelungen 4 von 5 ⭐️

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    Petriss avatar
    Petrisvor 3 Monaten
    Eine Autorin, von der man noch hören wird

    Ein Hoch auf all unsere bücherverrückten, idealistischen Buchhändler*innen und Bibliothekare*innen! Auch wenn wir hier alle gut vernetzt und gut informiert sind, genau wissen, welche Richtung uns gefällt und viele Informationsquellen haben, gibt es doch immer wieder Titel, auf die wir ohne sie nicht stoßen würden. Die Mütter zählt für mich definitiv dazu. Weder Cover, noch Titel hätten mich gelockt, die Autorin sagte mir nichts,… Dann kam die Empfehlung aus der Bücherei.

    Die Mütter ist der erste Roman der aus Kalifornien stammenden Autorin Brit Bennett, er wurde gleich für mehrere Preise nominiert und eroberte sich schnell einen Platz auf den Bestsellerlisten. Meiner Meinung nach verdient!

    Die Mütter sind eine Gruppe älterer Frauen der kleinen kalifornischen Gemeinde Oceanside. Wie der Chor im antiken Theater kommentieren sie aus dem Off, was in ihrem Umfeld vorgeht. Sie wissen viel, sie unterhalten sich miteinander, so bleibt auch nichts geheim, auch wenn manche Dinge länger brauchen, bis sie ans Tageslicht kommen.

    Im Zentrum der Geschichte steht Nadia, die anfangs behütet aufwächst, doch schon früh mit Schicksalsschlägen umgehen lernen muss. Ihre Mutter begeht Selbstmord, der Vater bricht völlig zusammen, sucht dann Halt im Glauben, sie wird von ihrer Jugendliebe Luke schwanger und entscheidet sich gegen das Kind.

    Die Menschen, die Brit Bennett zeichnet, sind vor allem eines: menschlich. Das heißt, sie alle haben ihre Fehler. Eigentlich wollen sie alle nur das Beste für ihre Lieben, für die christliche Gemeinde rundum die Upper Room Kirche und manchmal auch für sich selbst. Alles, was nicht ins Bild passt, wird geheim gehalten.

    Mit viel Verständnis, aber ohne etwas schönzureden, erzählt die Autorin aus Nadias Leben, beeinflusst von dem Aufwachsen mit ihrer ganz eigenen Geschichte und auch der Enge einer kleinen, christlichen Gemeinde. Obwohl sie weggeht, studiert und eine neue Welt kennenlernt, sind das ihre Wurzeln, die sie prägen und die sie, als sie für eine Weile zurückkehrt, einzuholen drohen.

    Ein spannender, sehr menschlicher Roman! Mir hat er hervorragend gefallen. Ich mochte die Geschichte, mir gefielen Erzählweise und Aufbau. Ein Buch nach meinem Geschmack!

    Kommentare: 4
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    Naburas avatar
    Naburavor 3 Monaten
    Eine weitreichende Entscheidung und ihre emotionalen Konsequenzen

    „Die Mütter“ - das ist im gleichnamigen Roman von Brit Bennett eine Gruppe älterer Frauen, die sich täglich in ihrer Kirche treffen, um für andere zu beten. In ihrer Stadt Oceanside geht so einiges vor sich. Ich tauchte ein in die Geschichte von Nadia: Ihre Mutter hat sich ein halbes Jahr zuvor umgebracht und ihr Vater ist mit der neuen Situation überfordert. Bald kann sie endlich die Stadt verlassen studieren gehen - wäre sie nicht von Luke schwanger, dem Sohn des Pastors. Sie entschließt sich zur Abtreibung und wird von Luke allein gelassen, was sie nie wird vergessen können. Die Autorin thematisiert gelungen das Thema Abtreibung und dessen emotionale Konsequenzen für alle Beteiligten. Es geht um Schuld, Liebe, Traumata, Neuanfänge und Gedanken an das, was hätte sein können. Die jungen Erwachsenen suchen nach einem Platz im Leben, still beobachtet und beurteilt von den „Müttern“. Es entsteht ein vertracktes Beziehungsgeflecht, bei dem Versuche, das eigene Leid vorübergehend zu lindern, nur neuen Schmerz auslösen. Ein nachdenklicher und bedrückender Roman, der mich fesseln konnte und den ich gerne weiterempfehle.

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Amerika Amerika.....
    Amerika Amerika.....

    Rund ums Buch:
    Titel: Die Mütter
    Autorin: Brit Bennett
    Seiten: 315
    Verlag: Rowohlt
    Buch: Hardcover
    Erscheinungstag: 22.04.2018
    ISBN: 978-3-498-00683-9
    Preis: 20,00 €

    Cover/Titel:
    Der Titel ist so treffend, denn die Mütter sind der Chorgesang des Buches, sie reden über andere, schwätzen miteinander und leiten quasi jedes Kapitel des Buches ein. Sie sind die altehrwürdigen Einwohner der Gemeinde Oceanside, die sich herausnehmen, zu urteilen und zurechtzuweisen.
    Das bunte und abstrakte Cover ist ansprechend und wenn man genau hinschaut, erkennt man eine dunkelhäutige Frau.....

    Inhalt:
    Nadia Turner, 17 Jahre, lebt mit ihrem Vater in Oceanside Kalifornien. Ihre Mutter hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt und Nadia möchte nun Sex haben, sich ausleben, weil sie fühlen möchte. Sie wird von Luke, dem Sohn des örtlichen Pastors, schwanger. Dieser musste nach einem schweren Unfall seine vielversprechende Footballkarriere an den Nagel hängen und humpelt nun durchs Leben in der kleinen Gemeinde. Nadia entscheidet sich für eine Abtreibung, weil sie so intelligent ist, dass sie ein Stipendium bekommt und bald weg aus Oceanside möchte. Ein Kind passt nicht in ihre Welt und ihre Mutter hat sie immer vor zu früher Schwangerschaft gewarnt. Sie ist klug und will das Leben, kein Kind. Dann ist da noch Aubrey, die mit dem Keuschheitsring, die ruhig und gläubig ist, die immer wieder den Freund ihrer Mutter als Kind in ihrem Bett ertragen musste. Alle drei Protagonisten haben Schreckliches erlebt, was sie nie wieder loslässt. Nadia und Aubrey freunden sich an und die Geschichte um Zerrissenheit, Trauma, Zuneigung und Entscheidungen nimmt ihren Lauf.

    Meine Meinung:
    Die beiden jungen Frauen können unterschiedlicher nicht sein, doch sie sind innig miteinander verbunden, bis Nadia zur Uni nach Michigan geht und Aubrey sich in Luke verliebt. Eine Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf und Brit Bennett schafft es in ruhiger Schreibweise diese tiefgründige und verzwackte Story dem Leser sehr nahe zu bringen. Man leidet mit, denn Aubrey wird von Luke schwanger. Und Nadia? Sie weiß mit ihren Gefühlen nicht umzugehen, denkt an ihr Kind, was sie nicht hat und versucht sich auf der Uni abzulenken, mit Männern, Parties und dem prallen Leben.
    Und immer wieder die Mütter, die erfahren und ermahnend über die Vorgehen im Ort und die Menschen reden, sie selbst vom Leben „gezeichnet“, immernoch zwar den ermahnenden Finger in der Höhe doch einfühlsam und auf ihre Art herzlich. Sie treten zu Beginn der Kapitel mit ihren Lebensweisheiten und Diskussionen in der Kirchen oder beim Bridge auf und sezieren verbal die Geschehnisse im Ort.
    Es ist ein Roman, der den Leser in die Welt des schwarzen Amerikas mitnimmt (alle Protagonisten sind schwarze Bürger des Ortes) und der immer leicht das Thema Rassismus mitschwingen lässt, aber nicht offen anspricht.
    Der Roman trägt den Leser mit Spannung durch die jungen Jahre von Nadia, Aubrey und Luke und lässt einen am Ende mit einem aktuellen aber doch fragwürdigen Bild des neuen Amerika zurück.

    Fazit:
    Ein grandioses Debüt der Autorin und da das Buch bereits fürs Kino verfilmt wird, freue ich mich sehr darauf, denn das ist wirklich ein Buch der anderen Art. 

    Kommentare: 2
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    TanyBees avatar
    TanyBeevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Abwesende Mütter, Abtreibung, die erste Liebe sind hier die Themen. Leider nimmt die Geschichte nicht so richtig Fahrt auf.
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    AnneEstermanns avatar
    AnneEstermannvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman über eine Geschichte, die es irgendwie schon mal gab, doch gut geschrieben wurde. Es geht um Vorurteile und die Selbstfindung.
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    *Arienette*s avatar
    *Arienette*vor 9 Tagen
    Astrid_Franks avatar
    Astrid_Frankvor 12 Tagen
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    thelastfairyvor 3 Monaten

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