Britt Reißmann

 4,3 Sterne bei 126 Bewertungen
Autorin von Scherbenkind, Die Farbe des Himmels und weiteren Büchern.
Autorenbild von Britt Reißmann (©Claudia Toman)

Lebenslauf von Britt Reißmann

Britt Reißmann, geb. 1963 in Naumburg/Saale, war Intarsienschneiderin und Sängerin, bevor sie nach Baden-Württemberg kam. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Romane. Ihr Krimi »Der Traum vom Tod« wurde 2009 mit dem DELIA-Literaturpreis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Britt Reißmann

Cover des Buches Scherbenkind (ISBN: 9783453358744)

Scherbenkind

 (35)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Die Farbe des Himmels (ISBN: 9783961481095)

Die Farbe des Himmels

 (31)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Blutopfer (ISBN: 9783453357723)

Blutopfer

 (29)
Erschienen am 14.07.2014
Cover des Buches Der Ruf der Schneegans (ISBN: 9783961481293)

Der Ruf der Schneegans

 (10)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches So weit das Meer uns trennt (ISBN: 9783740811440)

So weit das Meer uns trennt

 (6)
Erschienen am 22.04.2021
Cover des Buches Nur Bacchus war Zeuge (ISBN: 9783897054592)

Nur Bacchus war Zeuge

 (1)
Erschienen am 29.09.2006

Neue Rezensionen zu Britt Reißmann

Cover des Buches So weit das Meer uns trennt (ISBN: 9783740811440)graphidas avatar

Rezension zu "So weit das Meer uns trennt" von Britt Reißmann

Sommerlesebuch mit Herz, Spannung, Liebe, Schuld und Vergebung
graphidavor einem Jahr

So weit das Meer uns trennt von Britt Reißmann

Nina fürchtet das Meer. Jedes Unglück in ihrem Leben hat irgendwie mit dem Meer zu tun. Der Vater verunglückt auf einer Bohrinsel, ihr Ehemann verunglückt auf einem Kreuzfahrtschiff.

Die Angst vor dem Meer nimmt einen wichtigen Raum in Ninas Leben ein, aber es geht in diesem Roman um mehr, es geht um das Schiffsunglück von 2012, bei dem der Kapitän das Kreuzfahrtschiff mit großer Geschwindigkeit viel zu nahe an die Insel Giglio steuerte. Viele Menschen starben, einige konnten gerettet werden.

Ninas Ehemann gehört zu den Vermissten, das Meer reißt bei Nina eine neue Wunde, bis sie ein anonymer Brief erreicht, in dem der Absender behauptet ihr Mann sei am Leben und befinde sich nach wie vor auf der Insel.

Die Protagonistin will nach sieben Jahren Schmerz und Trauer Gewissheit finden, überwindet ihre Angst und fährt auf die Insel. Dort überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn es mitunter ein wenig zu viel Happy End war, ging es letzten Endes doch um mehr als um unverarbeitete Trauer.

Schuld und Vergebung sind nur einige Themen, die die Autorin thematisiert. Nina möchte abschließen, aber der nächste Vertrauensbruch wirft sie wieder zurück. Zwischen Ohnmacht und Wut, Angstbewältigung, Verliebtsein und dem Wunsch einfach nur wegzulaufen findet sie ihren Weg.

Manches war absehbar, manches sehr gefühlsselig, dennoch blieb es bis zur letzten Seite spannend. Das Buch war gut zu lesen und ein bisschen blauer Himmel gehört ja auch zu einem Inselleben in Italien.

Die bildhafte Beschreibung der Insel, der Landschaft und ihrer Bewohner machen es der LeserIn leicht sich einzufühlen.

Das Ende war für meinen Geschmack zu glatt und zu schnell, dennoch wurde mit viel Gefühl die Verzweiflung und die Trauer geschildert, die auch nach so vielen Jahren sicher noch viele Menschen nachvollziehen können.

Ein schönes Sommerlesebuch mit allem was dazu gehört: Spannung und Herzeleid, Liebesglück und verzwickte Situationen, ein bisschen Selbstfindung und die Chance über Schuld, Schuldzuweisung und Vergebung zu sinnieren.

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Cover des Buches So weit das Meer uns trennt (ISBN: 9783740811440)Subidus avatar

Rezension zu "So weit das Meer uns trennt" von Britt Reißmann

7 Jahre vermisst - Schuld und Vergebung in Italien
Subiduvor einem Jahr

Für mich mein erster Roman von Britt Reißmann und ich muss sagen, dass mich die Autorin hiermit überzeugt hat.

Unglaublich schön die Beschreibung Italiens, insbesondere Giglios. Hier spürt man die Liebe der Autorin zu diesem Land. Ich habe mich sofort wohl gefühlt, alles direkt vor Augen gesehen, gefühlt, gerochen. So wunderschön beschrieben, dass man am liebsten sofort dorthin fahren möchte. Auch die Leute vor Ort waren alle sehr sympathisch. Normale Menschen mit Ecken und Kanten.

Ninas Reise in die Vergangenheit nach Italien, wo ihr Mann bei einem Schiffsunglück sein Leben verloren haben soll und nun ein Brief aufgetaucht ist, in dem steht, dass er doch noch leben soll. Sie reist nach Giglio, wo sie sie mit Tonio, einem Tauchlehrer zusammentrifft, der ihr bei der Suche hilft.

Mit Nina und Tonio hat die Autorin zwei sehr interessante Charaktere erschaffen: sympathisch, nicht ohne Fehler, witzig, und zu keiner Zeit langweilig. Man liebt und leidet mit den beiden. Hier hat es mir besonders gut gefallen, dass das Geschehen aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben wurde. So erlebt man noch intensiver die Gefühle, Welten und Leben beider .

Aber auch mit der Nonna Clemenzia wurde ein toller Charakter erschaffen, den man einfach nur gern haben muss: Trotz ihres Alters voller Herzenswärme, stark und mit viel Temperament.

Wir erfahren viel vom damaligen tatsächlichen Untergang der Costa Condordia, welches die Autorin sehr gut recherchiert hat und mir bei den Beschreibungen oft Gänsehautmomente verpasst hat. Im letzten Drittel geht es noch einmal um ein brisantes politsches Thema. Dieses nimmt mir persönlich etwas zu viel Platz ein, passt aber in die Handlung und lässt einen Nachdenken. Hierfür gibt es einen halben Stern Abzug.

Ein Buch über Schuld und Vergebung, das mich überzeugt hat, mir sehr gut gefallen hat, spannend und toll geschrieben ist. Ein Roman, der alles enthält, was ich mir als Leser wünsche: tolle Landschaftsbeschreibungen, Humor, Liebe und Leid, Wut und Vergebung.

Es wird nicht mein letzer Roman der Autorin sein wird. Für mich verdiente 4,5 Sterne.

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Cover des Buches So weit das Meer uns trennt (ISBN: 9783740811440)Ilarys avatar

Rezension zu "So weit das Meer uns trennt" von Britt Reißmann

Feiert das Leben, so lange ihr es könnt
Ilaryvor einem Jahr

Freitag, der 13. war für Nina ein einschneidender Tag in ihrem Leben. Ihr Mann und seine Geliebte starben beim Unfall des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia vor der toskanischen Insel Giglio während sie ihn auf einer Konferenz in Bozen wähnte. In den mittlerweile sieben Jahren hat sie ihre Wut und Trauer versucht, mit einer Therapie zu bewältigen. Aktuell erhält sie einen anonymen Brief mit dem Hinweis, daß ihr Ehemann noch auf der Insel lebt. Trotz ihrer Wasserphobie, die sie seit ihrer Kindheit hat, macht sie sich auf den Weg gen Süden, um Karsten zu finden.


Die Geschichte wird abwechselnd von Nina und dem italienischen Tauchlehrer Tonio erzählt. Es gibt gleich eine Verbindung zwischen den beiden, denn der sympathische, lebenslustige Tonio hat bei dem Unglück einen lieben Freund verloren. Der Leser bekommt im Laufe der Geschichte einen Eindruck davon, wie verschiedene Hinterbliebene mit ihrer Trauer und den Schuldgefühlen bezüglich des Unglücks umgehen bzw. umgegangen sind. Vor allem nimmt die Autorin ihre Leser mit auf diese paradiesische Insel und man merkt, daß es ihre Herzensinsel ist. Sie beschreibt die Landschaft, die Gassen und die Atmosphäre so bildhaft, daß man sich mitgenommen fühlt und am liebsten selbst gleich den Koffer packen möchte.


Britt Reissmann geht am Rande auch auf die politische Situation bzw. Denkweise von Italien/Italienern ein.


Die sehr emotionale Geschichte ist teils natürlich sehr traurig, tragisch, aber nicht deprimierend, denn es folgen nach der Trauer, der Wut und der Schuldzuschreibung am Ende Vergebung und Versöhnung. Meine absolute Lieblingsfigur war Nonna Clemenza, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie – ihr Leben und ihr Schicksal waren etwas ganz Besonderes!



Ich habe mit Begeisterung alle Krimis der Autorin gelesen und auch mit diesem Roman konnte sie mich überzeugen. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

Liebe Krimi-begeisterte LB-Leserinnen und LB-Leser,

kennt Ihr bereits Britt Reißmann? Die erfolgreiche Autorin großer Psycho-Spannung arbeitet als Angestellte bei der Mordkommission Stuttgart und schreibt Krimis, die ganz besonders realitätsnah sind. Für ihren Roman 'Der Traum vom Tod' (Emons Verlag) wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet. Nach 'Blutopfer' (2014) ist 'Scherbenkind' ihr zweiter Krimi im Diana Verlag.Ganz ehrlich, die Lektüre von 'Scherbenkind' nichts für schwache Nerven – doch wer Interesse hat: 
Britt Reißmann zieht ihre Leserinnen und Leser erneut in den Bann raffiniert aufgebauter, psychologischer Spannung: Ein Kind, das es nicht zu geben scheint. Eine Ermittlerin an den Grenzen menschlicher Vorstellungskraft. Hochspannung aus Stuttgart!

Stuttgart, heute: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Sander merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Sander muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.


Mehr Infos und eine Leseprobe gibt es hier.

Neugierig geworden? Dann bewerbt Euch doch hier für ein druckfrisches Buchexemplar! Wir drücken Euch die Daumen!

Sommerliche Grüße, Euer Team vom Diana Verlag.
266 BeiträgeVerlosung beendet
Julitraums avatar
Letzter Beitrag von  Julitraumvor 4 Jahren
Mein Fazit fehlte leider noch - besser spät als nie :-) Vielen lieben Dank für dieses Buch, ich werde mir diese Autorin merken und bin gespannt auf den Vorgängerband, den ich dann noch lesen werde. Hier meine Rezi https://www.lovelybooks.de/autor/Britt-Rei%C3%9Fmann/Scherbenkind-1246473293-w/rezension/1758572632/ sowie bei Amazon + Wasliestdu
Liebe Krimifans,
wir freuen uns über euer Interesse an unserem Kriminalroman „Die Farbe des Himmels“, dem ersten Fall für die Ermittlerin Thea Engel.
Darum geht es:
"Die Tatwaffe: ein gläserner Briefbeschwerer. Das Opfer: ein vermögender Textilfabrikant. Das Motiv: vermutlich klassisch – hatte die Ehefrau des Ermordeten ein Interesse daran, ihn aus dem Weg zu räumen? Thea Engel von der Mordkommission Stuttgart beginnt zu ermitteln. Doch dann nimmt der Fall eine ungeahnte Wendung, als ein weiterer Mord geschieht. Gemeinsam mit ihrem Partner Michael Messmer stößt Thea Engel auf ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, das weit in die Vergangenheit zurückreicht – und mehr mit ihr selbst zu tun hat, als ihr bewusst ist …“
Autorenduos sind heute keine Seltenheit mehr, trotzdem interessiert euch vielleicht, wie es kam, dass wir zusammen schrieben.
Wir lernten uns bei der Arbeit an einem Mordfall im Polizeipräsidium Stuttgart kennen, wo Britt im Schreibdienst Vernehmungen und Ermittlungsberichte tippte und Silvija als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin für die serbokroatische Sprache angefordert wurde. Zusammen in ein winziges Büro gesperrt kamen wir nicht umhin, unsere gemeinsame Liebe zu Büchern im Allgemeinen und Krimis im Besonderen zu entdecken – und beschlossen aus einer Laune heraus, zusammen einen Kriminalroman zu schreiben. Kurze Zeit später wurden Thea Engel und Michael Messmer geboren, unsere beiden Ermittler. Wichtig war uns, den Lesern neben reiner Spannung auch noch etwas anderes zu bieten – und wir freuten uns über die positiven Rückmeldungen. Dieses Zitat aus der Stuttgarter Zeitung fasst eigentlich sehr gut zusammen, was die Thea-Engel-Romane ausmacht: „Eine gelungene Mischung aus Spannung, Liebe und Humor.“
„Die Farbe des Himmels“ ist Thea Engels erster Fall, dem noch drei weitere folgen. Die vier Bücher sind ursprünglich im Emons-Verlag erschienen und werden nun bei dotbooks als eBooks neu herausgebracht.
Der gläserne Briefbeschwerer, mit dem unser Opfer erschlagen wird, stammt übrigens aus Venedig und liegt bei Silvija auf dem Schreibtisch. Als wir anfingen, unseren Krimi zu plotten, beschlossen wir spontan, ihn zu unserer Mordwaffe zu machen.
In den Lostopf für die 10 eBooks kommen alle, die nun selbst ein bisschen „kriminalistischen Spürsinn“ zeigen und uns folgende Frage beantworten: 
„Wie heißt die Insel, auf der das berühmte venezianische Glas hergestellt wird?“ Kleiner Tipp: Das Glas ist nach dieser Insel benannt. Man kennt sie auch als Venedigs Glasbläserinsel.
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen, eure Kommentare und Meinungen!
Herzliche Grüße von
Britt & Silvija

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Teilnahmebedingungen des dotbooks-Verlags:


Nach Erhalt deines kostenlosen Exemplars verpflichtest du dich, aktiv an der Leserunde teilzunehmen, insbesondere an den einzelnen Leseabschnitten und der abschließenden Rezension.
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120 BeiträgeVerlosung beendet
Streiflichts avatar
Letzter Beitrag von  Streiflichtvor 5 Jahren
Danke, dass ich dabei sein durfte, auch wenn ich leider sehr langsam war. Meine Rezi steht auch auf wasliestdu, mayersche.de, amazon und einigen anderen buchhandelsseiten (bei lesejury war das buch leider nicht zu finden): https://www.lovelybooks.de/autor/Britt-Rei%C3%9Fmann/Die-Farbe-des-Himmels-Ein-Fall-f%C3%BCr-Thea-Engel-Band-1-1512260577-w/rezension/1542672416/

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