Britt Reißmann Blutopfer

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Inhaltsangabe zu „Blutopfer“ von Britt Reißmann

Eine Clique Jugendlicher praktiziert gefährliche Mutproben in einem Waldstück bei Stuttgart und findet dabei einen grausam zugerichteten Leichnam. Die Spuren führen die Mordkommission zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas sowie in die Sado-Maso-Szene. Doch auch die Tochter von Hauptkommissarin Verena Sander ist unter den negativen Einfluss der Clique geraten. Aus Sorge um ihre Tochter macht Verena Fehler, die ihr beruflich wie persönlich beinahe zum Verhängnis werden.

Authentische Charakter und spannende Wendungen sorgen für einen gelungenen Krimi.

— zusteffi

spannender Stuttgartkrimi mit unerwarteten Wendengen und einer sehr menschlich handelnden Kommissarin.

— Antje_Haugg

das buch war richtig genial! rezi folgt noch ;)

— haTikva

Ein tolles Buch! Hoffentlich gibt es bald ein Neues von der Autorin!

— fenchelfee

Das Buch ist sehr schön geschrieben, leicht verständlich, sodass man die Szenen vor Augen hat.

— itsbooklover

Krimi mit anderer Gewichtung.

— susanna_montua

Ein erfrischender Stuttgart Krimi

— allegra

Spannender Krimi aus deutschen Landen. Absolute Leseempfehlung.

— Blackfairy71

Fesselnder Kriminalroman, der geschickt Privatleben der Kommissarin und Mordfallermittlung verknüpft!

— sommerlese

Dieses Buch hält, was der Titel verspricht! Ein grandioser Auftakt!!!

— Floh

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  • Leserunde zu "Das Schwert der Götter" von Axel S. Meyer

    Das Schwert der Götter

    AxelSMeyer

    Mein aktueller historischer Roman „Das Schwert der Götter“ ist im Juni 2016 erschienen. Ihr seid nun herzlich eingeladen, gemeinsam mit mir über das Buch zu diskutieren. Bis einschließlich Freitag, 8. Juli 2016, könnt ihr euch bewerben - gern mit einem kleinen Kommentar, warum ihr das Buch lesen möchtet. Anschließend werde ich die Gewinner auslosen. Der Rowohlt Verlag stellt für euch 20 Exemplare bereit.  Zum Inhalt (Klappentext): Feuer und Schwert: Ein faszinierendes Porträt der düsteren Wikingerzeit Herbst 969: Der Frieden im Norden ist in Gefahr. Harald Graufells Königreich ist nach der Niederlage gegen Hakon von Hladir zerschlagen. Der König sinnt auf Rache und schmiedet einen hinterlistigen Plan: Er lässt Hakons Tochter entführen und besetzt, während der Vater der Fährte folgt, sein Reich.Für Hakon gibt es nur einen einzigen Ausweg: Er muss sich mit dem Dänenkönig Harald Blauzahn, verbünden, um sein Land von der grausamen Herrschaft zu befreien. Doch die Dänen sind Hakons Feinde. Und dann geht das Gerücht um, dass Graufell mit dem «Schwert der Götter» kämpft – einer Klinge, die seinen Träger unbesiegbar macht ... Falls ihr in das Buch reinlesen möchtet, gibt es hier eine Leseprobe:  Leseprobe (PDF)Ich wünsche euch viel Glück und bin gespannt auf die Leserunde!  Der Trailer:

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    • 352

    Floh

    27. July 2016 um 10:15
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  • Ermittlungen in Stuttgart

    Blutopfer

    Isar-12

    Dies war für mich der erste Roman der Autorin Britt Reißmann, den ich von ihr gelesen habe. Gleich zu Beginn wird man schnell ins Geschehen mitgerissen. Eine Gruppe Jugendlicher lässt zwei Mädchen (eine ist die Tochter der Hauptkommissarin Sander) eine Mutprobe absolvieren, die als Aufnahmeritus in deren Clique dienen soll. Dabei geht natürlich nicht alles glatt und man entdeckt die gepfählte Leiche einer Ärztin. Die Ermittlungen der frisch beförderten Hauptkommissarin und ihrer Kollegen beginnt. Nach und nach tun sich immer mehr mögliche Täterspuren auf, die den Leser dann lange auf diverse Fährten locken. Hier bin ich aber ein wenig zwiegespalten. Von alleinerziehender Protagonistin mit Ex-Mann, über Zeugen Jehovas, Sado-Maso, Hermaphroditen, bis jugendliche Drogendealer war in diesem Buch schon viel reingepackt. Manchmal hatte ich dabei das Gefühl etwas weniger wäre mehr gewesen. Aber in Summe ist es ein solider Krimi, bei dem man durchaus weitere Fälle der Stuttgarter Ermittler lesen kann.

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    • 5
  • Spannend und gut

    Blutopfer

    SusanneSH68

    29. November 2014 um 22:42

    Das Buch ist gut zu lesen und sehr spannend. Die Wendung der Geschichte ist überraschend und auch wenn man nicht alle Handlungen von  Hauptkommissarin Verena Sander nachvollziehen kann, so ist es doch gerade die Kommissarin mit ihren persönlichen Problemen, die dafür sorgt, dass man auch emotional in der Geschichte mit drinhängt und unbedingt wissen möchte, wie das Ende ist. Hat mir großen Spaß gemacht und ich hoffe auf eine Fortsetzung mit diesem Personal...  

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  • Ich muss etwas versäumt haben….

    Blutopfer

    abuelita

    14. September 2014 um 09:19

    ....denn beim letzten Buch der Autorin, das ich gelesen habe, war noch Thea Engel die Protagonistin und Hauptkommissarin der Stuttgarter Mordkommission. Jetzt in diesem Buch spielt sie eine untergeordnete Rolle und die „Neue“ heisst Verena Sander. Diese wird zu einem Einsatz gerufen - - -und wen trifft Verena da : ihre Tochter, die zu einer Clique gehören möchte und eine gefährliche Mutprobe bestehen sollte. Dabei entdeckten die Jugendlichen einen grausam zugerichteten Leichnam….  Die Spuren führen zu den Zeugen Jehovas wie auch zu dem Sohn der Toten.  Die Autorin legt viel Wert darauf, das Privatleben von Verena Sander zu beleuchten und vorzustellen. Vor allem der Konflikt – ihre Arbeit einerseits, die Sorge um die Tochter andererseits – ist sehr gut dargestellt; man merkt die Zerrissenheit der Kommissarin und auch die Fehler, die sie dadurch begeht, erscheinen einfach nur menschlich. Der Fall an sich ist recht verzwickt und wartet mit unvorhergesehenen Wendungen auf; der Leser wird auch immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Von daher empfand ich das Buch als sehr spannend – und den Schreibstil wie üblich hervorragend. Die Protagonistin allerdings ließ mich manches Mal den Kopf schütteln; so warm wurde ich mit ihr bisher nicht. Was will sie denn wirklich – Karriere und alleinerziehende Mutter vereinbaren, selber glücklich sein – klar, wer will das nicht. Aber wie sie versucht, das umzusetzen, ist manchmal sehr schwer nachvollziehbar… Das Ende des Buches – das hatte ich so nicht erwartet. Manches war dann zwar sehr viel „Zufall“ – aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan.

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  • Krimi mit anderer Gewichtung

    Blutopfer

    susanna_montua

    03. September 2014 um 09:39

    Meine Meinung: Ich bedanke mich recht herzlich beim Diana Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das ganze Buch kommt wirklich klasse daher. Das Cover glänzt richtig und hat einen sehr düsteren Touch mit den Krähen und dem toten Baum. Auch der Klappentext verspricht Spannung und Nervenkitzel. Dies ist allerdings auch ein Punkt, bei welchem ich hätte hellhörig werden sollen, denn Kriminalroman steht nun ja auch nicht zwingend für Brutalität und Blut. Aber beginnen wir mit den Figuren. Verena Sanders ist hier die Kommissarin und Protagonistin. Es ist ihr Fall und, das lernt man schnell, ihr Leben, um das sich dieses Buch dreht. Dass Mona, ihre Tochter, in diese Sache hineingerät ist in erster Linie Zufall, wird aber mit den Seiten auch immer wichtiger. Daneben sind Personen wie Kollege Katz nur Nebenfigur, wenngleich man auch ihn wirklich gut kennenlernt. Über etwaige Nebencharakter oder Verdächtige verliere ich nun besser kein Wort, um nicht zu spoilern. Aber auch hier bietet das Buch eigentlich alles, was ein guter Kriminalroman benötigt. Die Sprache ist nicht abgehoben. Plausible Dialoge, nachvollziehbare Ermittlungsarbeit und sogar logische Aufklärungen. Gefühle werden transportiert und auch die Stuttgarter Innenstadt anschaulich geschildert. Wenn man ein wenig ortskundig ist, weiß man, wo sich was abgespielt haben soll. Fazit: Dann möchte ich mal zusammenfassen: Ich bekam eine brutal zugerichtete Leiche präsentiert. Ebenso eine Ermittlungsarbeit, die mir keine Fragen offen ließ. Gleichermaßen sah ich mich plötzlich mit einem ziemlich verrutschten Leben der Protagonistin konfrontiert und, so finde ich, diese Geschichte rutschte bald noch mehr in den Mittelpunkt, als die Geschichte um das Opfer selbst. Und, wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht sicher, was ich davon halten soll. Erwartet hatte ich es nicht – zumindest nicht in dieser Intensität. Dann wiederum gibt mir die Autorin ein paar Hinweise und Indizien, damit ich wieder über den Mörder und das Motiv grübeln kann, doch dieses Zepter wird direkt wieder mit der privaten Situation der Kommissarin selbst aus der Hand genommen. Ebenso lernt man recht viel über die Zeugen Jehovas und man möchte manches Mal jemanden an den Schultern packen und schütteln. Nüchtern betrachtet, ging mir Verena ein klitzekleinwenig auf den Nerv. Irgendwie wusste ich nicht genau, welche Stellung sie nun eigentlich innehaben möchte. Möchte sie nun die taffe Karrierefrau sein, die ebenso ihre Stellung als alleinerziehende Mutter souverän meistert? Oder will sie lieber eine Beziehung, eine Familie, in die sie sich zurückziehen kann? Mag sie ihren Job? Lässt sie sich nicht viel zu sehr von ihren Gefühlen leiten? Verena war mir recht wankelmütig, was ihr Auftreten, ihren Status bei mir von Anfang an etwas schwer gestaltete. Darüber hinaus, fand ich, gab es ein paar viele Zufälle. Ich denke dabei an Hannah, die eigene Faust Unternehmungen Verenas und das letztliche Ende. Alles in allem bekommt man bei Blutopfer wahrlich einen Kriminalroman, man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass der Krimi nicht nur in Bezug auf das Opfer selbst zu finden ist.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • Ein erfrischender Stuttgart Krimi

    Blutopfer

    allegra

    Inhalt   Als Aufnahmeritual in eine Clique veranstaltet eine Gruppe Jugendlicher eine Mutprobe in einem Wald bei Stuttgart. Mona, die dreizehnjährige Tochter von Kriminalhauptkommissarin Verena Sander ist mit von der Partie und soll über einen Baumstamm laufen, der sich über einen 5m tiefen Graben spannt. Mona bleibt mit einem Schnürsenkel an der Rinde des Baumes hängen und fällt der Länge nach auf dem Baumstamm hin mit dem Blick in die Tiefe. Dort macht sie eine fürchterliche Entdeckung: Eine misshandelte, tote Frau liegt halbnackt im Graben.   Die Jugendlichen suchen unverzüglich das Weite und auch Monas Freund Christoph belässt es dabei anonym die Polizei zu benachrichtige und macht sich dann auch aus dem Staub. Ausgerechnet Verena Sander wird mit ihrem Kollegen Roman Katz zum Tatort gerufen.     Meine Meinung   Mit diesem Krimi wird die Ermittlerin Verena Sander eingeführt. Sie ist alleinerziehende Mutter und entstammt einem eher problematischen Elternhaus. Ihre Mutter ist aktive Zeugin Jehovas und hat durch ihren religiösen Eifer das Familienleben stark belastet. Verena hat sich beruflich nie eingeschränkt durch ihr Kind, das sie zwischendurch für einige Jahre zu ihrem Vater gegeben hat, so dass sie nun um die Liebe ihrer Tochter kämpfen muss.   Die weiteren Figuren bei der Polizei sind glaubhaft charakterisiert und hatten teilweise bereits Auftritte in Britt Reißmanns früheren Büchern. Mir hat sehr gut gefallen, dass dieser Krimi sehr genau in Stuttgart verortet ist, ohne ein Zuviel an Lokalkolorit.   Die Autorin versteht es, die Mordermittlungen klar und spannend aufzubauen, nicht ohne den einen oder andern Hinweis, der den Leser auch mal in die Irre führen kann.   Im Laufe der Handlung erfährt man einiges Wissenswerte über die Zeugen Jehovas. Neben den ausführlich dargestellten Mordermittlungen zieht sich das Thema der Eltern-Kind-Beziehung während der Pubertät als Roten Faden durch das Buch. Ohne hochgehaltenen Zeigefinger regt die Autorin die Leser an, die eigene Erziehungs- und Beziehungsarbeit zu hinterfragen. Daneben werden noch weitere interessante Themen angesprochen, die ich jetzt nicht verraten möchte. In diesem Zusammenhang möchte ich davor warnen, die Dankesworte hinten im Buch zu früh zu lesen, da sie sehr verräterisch sind.   Mir hat dieser Krimi ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Stuttgarter Fälle mit Verena Sander.    

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    • 2
  • Spannender Krimi mit einer sehr sympathischen Ermittlerin

    Blutopfer

    Ani

    Um in eine angesagte Clique aufgenommen zu werden, und damit ihrer ersten großen Liebe etwas näher zu kommen, lässt die Schülerin Mona sich auf eine gefährliche Mutprobe ein. Zunächst scheint alles gut zu laufen, doch dann entdeckt sie eine Frauenleiche. Vor lauter Entsetzen gerät sie selbst in große Gefahr. Hauptkommissarin Verena Sander wird mit den Ermittlungen betraut und eilt zum Fundort. Entsetzt stellt sie fest, dass es sich bei dem geschockten Mädchen, das die Leiche gefunden hat, um ihre Tochter Mona handelt. Die alleinerziehende Hauptkommissarin ermittelt nun fieberhaft in alle Richtungen. Sie hat es nicht nur mit widersprüchlichen Indizien, sondern auch noch mit einem Staatsanwalt zu tun, der sie für völlig ungeeignet hält, den Fall zu lösen. Verena weiß genau, dass sie sich mehr um Mona kümmern müsste, da diese dringend das erlittene Trauma bewältigen muss. Doch der kniffelige Fall sorgt dafür, dass die Hauptkommissarin kaum eine freie Minute hat. Dennoch versucht sie verzweifelt Mona vor dem Einfluss der Clique zu schützen. Dabei unterlaufen ihr, sowohl im privaten, als auch beruflichen Bereich, schwerwiegende Fehler..... Der Krimi beginnt mit einem Prolog, der sofort ein mulmiges Gefühl verursacht. Die Situation, die dort beschrieben wird, ist haarsträubend und das Interesse daran, wie sich diese Szene wohl in die Erzählung einfügen wird, ist sofort geweckt. Der Einstieg in Handlung gelingt ebenso mühelos. Man lernt zunächst Verena Sanders Tochter Mona kennen, die dabei ist eine Mutprobe zu absolvieren, um in eine bedenkliche Clique aufgenommen zu werden. Die Autorin beschreibt die Szene so realistisch, dass man sofort mitten im Geschehen ist und gebannt dem Handlungsverlauf folgt. Die Hauptkommissarin Verena Sander wirkt auf Anhieb sehr sympathisch. Man merkt ihr an, dass sie mit Leib und Seele ihrem Beruf nachgeht. Der Spagat zwischen Berufs- und Privatleben fällt ihr dabei nicht gerade leicht, denn Tochter Mona kommt bei diesem Beruf, der ja nicht an feste Arbeitszeiten gebunden ist, häufig deutlich zu kurz. Man merkt förmlich wie sehr Verena daran gelegen ist, den Fall aufzuklären, doch auf der anderen Seite ist sie sich bewusst, dass Tochter Mona dringend mehr Aufmerksamkeit benötigt. Diese innere Zerissenheit wird sehr gut geschildert, man kann sie beim Lesen förmlich nachempfinden. Dadurch wirkt die Hauptkommissarin sehr authentisch. Private Schwierigkeiten, kleine Reibereien im Team und ein Staatsanwalt, der Verena Sander das Leben schwer macht, sorgen dafür, dass es auch neben den eigentlichen Ermittlungen niemals langweilig wird. Der Fall ist spannend und sehr interessant. Es kommt zu überraschenden Wendungen, sodass man ständig dabei ist, die eigenen Ermittlungen über den Haufen zu werfen und nochmal neu anzusetzen. Man gerät in den Sog der Ereignisse und mag sich kaum von den spannenden und kaum vorhersehbaren Ermittlungen trennen. Ich habe mich beim Lesen dieses Kriminalromans sehr gut unterhalten und keinen Moment gelangweilt. Die Ermittlungen und die privaten Nebenhandlungen haben mich regelrecht gefesselt, sodass ich diesen Fall in Rekordzeit verschlungen habe. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und ein klare Leseempfehlung. Ich würde mich freuen, bald einen weiteren Fall mit der sympathischen Hauptkommissarin zu lesen.

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    • 4

    Arun

    30. August 2014 um 19:33
  • Sehr spannend!

    Blutopfer

    Blackfairy71

    Verena Sander ist Mitte vierzig, arbeitet bei der Kripo in Stuttgart und ist vor kurzem befördert worden. Sie ist ein echter Workoholic und vergisst über ihre Arbeit leider oft ihre vierzehnjährige Tochter Mona. Als Verena an den Fundort einer Leiche gerufen wird, trifft sie dort auf das Mädchen. Sie hat die Tote im Rahmen einer Mutprobe der Clique, in die sie unbedingt aufgenommen werden will, gefunden. Verena ist wenig begeistert, denn die beiden Anführer dieser Clique sind bekannt als Schulschwänzer und Konsum von Alkohol und Marihuana.       Die  Ärztin Ewa Salgam wurde anscheinend ermordet und gefoltert und Verena und ihr Team gehen vielen Spuren nach, tappen aber lange Zeit im Dunkeln. Hat der Tod der Ärztin mit ihrem Beruf zu tun? Sie hat vor einem Jahr einem Mädchen mit Blutransfusionen das Leben gerettet, wovon der Vater allerdings gar nicht begeistert war und die Chirurgin  sogar verklagte. Denn er gehört zu den Zeugen Jehovas und da sind Bluttransfusionen nicht erlaubt. Oder hatte Ewa Salgams Sohn ein Motiv, seine Mutter zu töten? Auch er scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. Und so sehr Verena sich freut, eine Freundin aus Kinderzeiten wieder gefunden zu haben, irgendetwas scheint auch mit Hannah Gotthardt nicht zu stimmen. Zu den beruflichen Problemen kommen die Sorgen um ihre Tochter. Und dann scheint auch noch ihr Ex-Mann der Meinung zu sein, sie würde nicht ausreichend für Mona sorgen... Ich habe "Blutopfer" im Rahmen einer Leserunde im Forum Büchereulen gelesen, mit Begleitung der Autorin Britt Reißmann. Es war mein erstes Buch von ihr, aber sicher nicht mein letztes. Die Geschichte ist spannend, mit der richtigen Dosis Herz und Humor. Dafür sorgt auch die Figur von Verenas Kollegen Roman Katz mit seinen Märchenzitaten.  Und meiner Meinung nach sehr realistisch, sowohl der Fall als auch die privaten Probleme von Verena. Es ist nichts übertrieben oder an den Haaren herbei gezogen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, es gelingt der Autorin immer den Leser "bei der Stange zu halten".  Auch die Charaktere sind gut gelungen, Verena mochte ich gleich. Ebenso Mona und Hannah sowie Verenas Kollegen Katz. Ich würde mich freuen, mehr von Verena zu lesen.

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    • 11

    Igelmanu66

    15. August 2014 um 14:53
  • Bewegender Kriminalfall mit einer engagierten Kommissarin

    Blutopfer

    sommerlese

    Mit "*Blutopfer*" ist Autorin "*Britt Reißmann*" ein besonders fesselnder Kriminalroman im Stuttgarter Raum gelungen. Das Buch wird vom "*Diana Verlag*" herausgegeben. "*Wenn Mut zum Verhängnis wird*" So leitet der Klappentext zum Inhalt über und behält recht. Eine Gruppe Jugendlicher praktizieren Mutproben als Eintrittskarte in die Clique. Dabei verletzt sich die 14jährige Mona und entdeckt eine gepfählte Leiche. Zufällig ist Mona die Tochter der ermittelnden Kommissarin Verena Sander. Die gerät unter Druck: einerseits möchte sie ihre Tochter schützen, anderseits gefährdet ihre Befangenheit die Ermittlungen. Sie begeht Fehler, die sie selbst gefährden. Cover: Ein düsteres und gelungenes Cover gibt die Spannung und Abgründe des Krimis vorweg. Der Schreibstil hat mich mit gekonnter realistischer Ermittlungs- beschreibung gefangen genommen. Hier geht nicht immer alles glatt und das hat Folgen für die Protagonistin. Auch die vielen Fährten und Motive haben mich verwirrt und immer wieder in eine andere Richtung suchen lassen. Das beginnt schon mit einem Fragen aufwerfenden Prolog, der einen Menschen unter Schmerzen beschreibt. Die Autorin schreibt flüssig und mit einigen interessanten Dialogen mit Witz und Stuttgarter Mundart ist der Leser schon mittendrin im Sog des Krimis und kann sich kaum mehr losreißen. Bis zum Schluß, der schon fast thrillermäßig rüberkommt, verknüpft die Autorin alle bisher gelegten Spuren und Verdachtsmomente zu einem gelungenen Ende. Hier erscheint alles logisch und gut durchdacht. Besonders die Charaktere sind Britt Reißmann gut gelungen. So fühlt man mit Verena Sander mit, denn sie zeigt ihre Hilflosigkeit den Gefühlen ihrer pubertären Tochter gegenüber. Man spürt ihren inneren Konflikt und das berührt. Einerseits möchte sie eine gute und damit rund um die Uhr funktionierende Polizistin sein und andererseits ist sie um das Wohl ihrer Tochter besorgt und möchte ihr viel mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Ein drohender Sorgerechtsstreit um die Tochter und deren Kontakt mit drogendealenden Jugendlichen belastet sie zusätzlich. Doch auch die anderen Charaktere haben ebenfalls Ecken und Kanten und verschiedenste Probleme. Es geht um eine Jugendgang mit gefährlichen Mutproben und Drogen, um Anhänger der Zeugen Jehovas, die ihrer eigenen Tochter keine Blutübertragung erlauben und damit ihren Tod in Kauf nehmen und um Besucher der Sado-Maso-Szene. Im Laufe der Handlung werden vielfältige Verdächtige präsentiert und der Leser ist atemlos mit dabei. So kommt ein außergewöhnlicher Krimigenuss auf und die überraschenden Wendungen unterhalten erstklassig. Hier wird ein unvorhersehbarer Krimi abgeliefert, in dem sich menschliche Abgründe auftun, sodass man lesend gefesselt dem Ende entgegenfiebert. Ein ganz toller Krimi mit viel Potential in psychologischer Sicht!

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    • 6

    Sabine17

    11. August 2014 um 17:26
  • Blutopfer

    Blutopfer

    Flocke09

    Ein sehr spannender deutscher Krimi. Die Hauptkommissarin Verena Sander wird zu einem Tatort gerufen. Jugendliche haben bei einer gefährlichen Mutprobe im Stuttgarter Wald eine Leiche entdeckt. Dort angekommen glaubt sie ihren Augen kaum, denn dort findet sie ihre Tochter Mona, welche die Leiche entdeckt hat.  Ihre sogenannte Clique hat sich allerdings während Mona bäuchlings auf einem Baumstamm lag, aus dem Staub gemacht. Zumindest wurde aber der Rettungswagen und die Polizei verständigt. Für die Kommissarin beginnt jetzt eine schwierige Phase, denn zum einen will sie ihre Tochter Mona schützen und ihr helfen das Erlebte zu verarbeiten und zum anderen möchte sie schnellstmöglich den Täter finden. Die Tote wird schnell als eine alte Dame, namens Ewa Salgrim , identifiziert. Nachdem die Ermittler herausgefunden haben, das die Tote vor kurzem einer Patientin das Leben gerettet hat, die genau die gleiche Mutprobe bestehen wollte wie Mona, bei der es allerdings nicht so glimpflich ausging, gerät schnell der Vater der Verwundeten in Verdacht. Da diese nämlich streng gläubig sind, ist es eine Sünde gewesen das die Tochter mit Blutkonserven versorgt wurde.  So liegt der Verdacht nahe, dass er sich rächen wollte. Doch ist dies wirklich der richtige Ermittlungsansatz. Verena begeht einige Fehler bei den Ermittlungen, da sie emotional zu sehr involviert ist und gibt ihr Leben mehrmals in die Hände ihrer Kollegen.   Ein sehr spannender Krimi, der mich gefesselt hat.

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    • 3

    clary999

    07. August 2014 um 19:06
  • Wie weit gehst du, wenn dich der Mut mittendrin verlässt? Spannend und fesselnd!

    Blutopfer

    Floh

    Krimiautorin Britt Reißmann präsentiert hier in "Blutopfer" nicht nur einen gut gewählten Titel, nein, sie bietet ein Buch, das hält, was der Titel verspricht. Hier gibt es einen gnadenlosen Krimi, mit atemberaubenden Ermittlungen, falschen Spuren, einen Wettlauf gegen die Zeit, und Mut der die Protagonisten an den Rand des Wahnsinns treibt.  Nicht nur die Handlung hier ist auf Hochniveau, auch die besonders gewählten Charaktere tragen zum perfekten Krimigenuß bei. Zum Inhalt: "Wenn Mut zum Verhängnis wird_ Eine Clique Jugendlicher praktiziert gefährliche Mutproben in einem Waldstück bei Stuttgart und findet dabei einen grausam zugerichteten Leichnam. Die Spuren führen die Mordkommission zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas sowie in die Sado-Maso-Szene. Doch auch die Tochter von Hauptkommissarin Verena Sander ist unter den negativen Einfluss der Clique geraten. Aus Sorge um ihre Tochter macht Verena Fehler, die ihr beruflich wie persönlich beinahe zum Verhängnis werden." Schreibstil: Die Autorin Reißmann versteht das Genre Krimi, sie bietet spannede Unterhaltung, gekonnte Irrungen und Wirrungen, falsche Spuren, viele dubiose Charaktere, fragwürdige Alibi und einige Motive. Britt Reißmann bietet auch schriftstellerisch ein gelungenes Gesamtpaket von einem fesselnden Krimi. Sie besitzt einen so fesselnden und mitreißenden und in passenden Momenten sogar mit Witz gespickten Schreibstil, dass sie gleich zu Beginn all meine Sympathiepunkte erhaschte, eine bezaubernde Mundart unterstreicht an einigen Dialogen den Lokaltouch. Zunächst jedoch gibt ein unglaublicher Prolog erste Rätsel und viele Fragen auf. So fesselt die Autorin den Leser an die Ereignisse und lässt diesen nicht mehr los, bis wirklich alle Fragen beantwortet und verknüpft sind. Im Süden Deutschlands ticken die Uhren anders. Sehr gut gemacht und toll präsentiert, ohne zu viel Regionalcharakter abzuladen, hat Krimiautorin Britt Reißmann immer in den passenden Momenten und Situationen ihren lokalen Touch einfließen lassen. Nichts überladen oder übertrieben, fein abgestimmt und wunderbar gewürzt. Sie würzt ihr Hochspannungsniveau zusätzlich noch mit sehr gewagten Noten eines Thrillers. Hier beweist die Autorin Mut, der sich hier sehr bezahlt macht. Das Buch liest sich flüssig und unterhält, es gibt viele Ermittlungsansätze, und der Leser wird gleich mit ins Boot geholt. Ihre Art macht Lust auf mehr, gerade der Showdown toppt das Gesamtwerk noch einmal. Charaktere: Dieser Krimi überzeugt nicht nur durch Genialität und Spannung, sondern auch durch die geschickte und raffinierte Wahl der Protagonisten und des Ermittlerteams. Denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten mit einer Vergangenheit, mit Kanten und Ecken, mit Eigensinn und aber auch mit unglaublichen Spürsinn, und gerade das Team um die Ermittlungen wartet mit kuriosen Eigenschaften auf. Eine Ermittlerin, die befangen ist, Verena Sander muss feststellen, dass ihre eigene Tochter in dem Kreise der Verdächtigen ist, oder vielleicht sogar im Kreise der Opfer?! Verena Sander, Hauptkommissarin, Mutter und von ihren eigenen Instinkten übermannt. Spannend, bewegend und ernüchternd.  Mona, ein rebellischer Teenie, Tochter der Kommissarin und unsterblich in Christoph, dem "Vize-Chef" der Clique verliebt. Mona lebt mit ihrer Mutter allein, fühlt sich oft hinten angestellt und entgleitet ihrer Mutter immer mehr. Erst dieser Mordfall der 60 jährigen Ärztin soll beide wieder zusammenführen... Auf dem Weg bis zum Täter, begegnen wir noch viele Charaktere aus Familie, Umfeld, Zeugen und Nebenrollen. Jeder könnte es gewesen sein. Hat die Sekte mehr Macht, als zunächst angenommen? Wer hat was zu vertuschen? Wer hat eine alte Schuld offen? Wer fühlt sich verletzt, wer hätte ein Eindeutiges Motiv? Wer ist hier eigendlich Opfer und wer ist Täter? Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Meinung: Das Treiben rund um die Ermittlungen, um den Mordhergang, um die Machenschaften der Sekte, um die rebellische und unliebsame Clique, den oder die Täter, um die Opfer, um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt. Besonders die persönliche Befangenheit der Hauptkommissarin hat einen besonderen Beigeschmack in der Handlung, hier schreibt die Autorin sehr nah, als wäre der Leser live in der jeweiligen Situation. Hier hat die Autorin wichtige Meilensteine in ihrem Krimi verwoben und verbindet somit kleine Botschaften mit spannender Unterhaltung. Da mich dieser Krimi absolut durch seine Charaktere, die Story, die Umstände, die ganzen Ideen, die harten aber auch irrwitzigen Dialoge und vor allem die verschrobenen Konstellationen absolut überzeugt und unterhalten hat, gibt es von mir ohne Wenn und Aber wohl verdiente 5 Sterne. Keinerlei Schwächen kann ich hier nennen. Die Autorin reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Psychische Störungen, Lug und Betrug, Neid und Missgunst...Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit verschrobenen Persönlichkeiten, das Wahren der Idylle und des eigenen Ansehens....all das vereint zaubert einen Krimigenuss wie er sein soll! Cover: Mein erster Eindruck von Cover und Titel waren unübertrefflich, umso schöner, dass sich all meine Erwartungen auch erfüllt, gar übertroffen haben. Rundum vollkommen! Die Autorin: "Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart und schreibt Krimis, die ganz besonders realitätsnah sind. Für ihren Roman „Der Traum vom Tod“ wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet. "Blutopfer" ist ihr erster Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart." Die Autorin über sich: "Geboren 1963 in Naumburg/Saale, erste Schreibversuche, sobald ich einen Stift halten konnte. Realschulabschluss 1979 mit dem festen Vorsatz, Schriftstellerin zu werden. Zunächst jedoch Sturm-und-Drang-Zeit im Ossiland “on the road” – u.a. auch auf diversen Polizeirevieren – verbracht, wo vermutlich unbeabsichtigt die ersten Saat zum Krimi-Schreiben gelegt wurde. Berufsausbildung als Intarsienschneiderin und eine weitere als Sängerin am Händel-Konservatorium in Halle. Bis 1991 wohnhaft in Sachsen-Anhalt und als Bandsängerin auf diversen dortigen Bühnen unterwegs. Nach der deutschen Wiedervereinigung Umzug nach Baden-Württemberg. Derzeit Anstellung bei der Mordkommission Stuttgart, wo ich – nach Veröffentlichung eines Kinderbuches im Jahre 2001 – nicht mehr umhin kam, mit dem Krimischreiben zu beginnen. Veröffentlichungen zahlreicher Kurzkrimis in verschiedenen Anthologien und Mitschöpferin der Stuttgarter Kriminalbeamtin Thea Engel, deren Ermittlungen beim Emons-Verlag nachzulesen sind. Ich bin Mitglied bei den “Mörderischen Schwestern” (german chapter der “Sisters in Crime”) und im Syndikat." Fazit: Ein komplexer und ausgefeilter, sehr bewegender und nahegehender (Regional-)Krimi mit absolut tollem Protagonisten und Ermittlungen, die alles andere als Routine sind. Absolute Leseempfehlung!

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    • 18

    Floh

    01. August 2014 um 06:35
    Britt_Reissmann schreibt Der nächste ist in Arbeit. Rechnet aber mal nicht vor nächstem Jahr damit. ;-)

    Das wäre ja super. Ich würde mich freuen.

  • Spannender und fesselnder Krimi

    Blutopfer

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Während einer Mutprobe findet Mona, die Tochter von Hauptkommissarin Verena Sander, eine Frauenleiche. Ausgerechnet ihre Mutter wird mit dem Fall betreut und ist auch mit die erste vor Ort, wo sie ihre Tochter vorfindet. Bei der Frauenleiche, die gepfählt vorgefunden wurde, handelt es sich um eine 60-jährige Ärztin. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Während sich Verena und ihr Team immer tiefer in den Fall einarbeiten, entgleitet ihr ihre Tochter immer mehr ... Hauptkommissarin Verena Sander ist geschieden und lebt mit ihrer 14-jährigen Tochter Mona allein. Den Spagat zwischen Arbeit und Tochter schafft sie nur mäßig. Das schlechte Gewissen plagt sie täglich und doch kann sie nicht aus ihrer Haut. Die Arbeit ist ihr stellenweise wichtiger als ihre Tochter, obwohl sie diese wahrhaft liebt. Mona hat sich in Christoph verliebt. Er ist 2. Chef in einer Clique und sie würde gern in diese aufgenommen werden. Dazu gehört jedoch eine Mutprobe, die darin besteht, auf einem Baumstamm mit 30 cm Durchmesser über eine Schlucht zu balancieren. Während des Balanceaktes schaut sie runter und sieht eine Frauenleiche unten liegen. Mona stürzt auf dem Baum und kann erst mit den Hilfskräften und der Polizei geborgen werden. Sie ist allein, denn alle anderen von der Clique haben sich aus dem Staub gemacht, nachdem sie die Polizei telefonisch informiert haben. Verena Sander und ihr Partner Roman Katz bekommen den Fall zugeteilt. Es dauert eine Zeit, bis erste Ansätze für den Fall sichtbar werden.  Die Ärztin war gut angesehen in der Klinik und scheinbar ohne Feinde. Es hat niemand etwas gesehen oder gehört. Auch stellt sich die Frage, was es mit der Pfählung auf sich hat. Hat es religiösen Hintergrund oder womit haben sie es hier zu tun? Während der Ermittlungen wollen sie mit den Jugendlichen aus der Clique reden, die die Leiche gefunden haben. Schon bevor Verena den ersten Kontakt zu diesen hergestellt hatte, stand ihre Meinung fest. Wer jemanden, in dem Fall ihre Tochter, derart im Stich lässt, hat auch ansonsten keine Sympathie verdient. Ihre Meinung bestätigt sich auch, denn diese in Gestalt von Christoph und Marco kommen ihr frech, überheblich und arrogant entgegen. Sie will Mona den Kontakt mit Christoph verbieten, aber Mona ist ein Teenager und will selbst bestimmen. Die Konflikte zwischen Mutter und Tochter sind vorprogrammiert, Streit unvermeidbar.  Da kommt auch noch erschwerend ein Schreiben von einem Anwalt ihres Ex-Mannes ins Haus. Er möchte das Sorgerecht für Mona und sie soll bei ihm leben. Die Ermittlungen von Verena und Katz führen sie auch zu den Zeugen Jehovas. Verena, deren Eltern ebenfalls der Glaubensgemeinschaft angehören, kennt sich mit den Geflogenheiten und Gesetzen bestens aus. Unfassbar, und das nicht erst seit ich das Buch gelesen habe, ist die Tatsache, dass die Gläubigen wirklich in der Lage sind, ihre Kinder lieber sterben zu lassen, als eine Bluttransfusion zu genehmigen.  Die Autorin beginnt ihren Roman mit einem Prolog, den ich mir nach dem Ende noch einmal durchlesen musste, um ihn zu verstehen.  Gleich zu Beginn wurde Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende kontinuierlich steigert. Britt Reißmann gelang es, mich gefangen zu nehmen, mich neugierig zu machen auf das, was noch kommt. Immer wieder hatte ich Ansätze, wer denn der Mörder sein könnte, aber die Autorin hat es mir nicht leicht gemacht. Meine Gedanken durfte ich mehr als einmal wieder umschmeißen und mich neu orientieren. Man muss wirklich bei dem Buch gekonnt um die Ecke denken. Aber nicht nur in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas war die Autorin unterwegs. Ebenso finden sich Szenen im Sado-Maso-Bereich und man erhält einige Einblicke in die Arbeit von Polizei Psychologen. Mich hat dieser Krimi total gefesselt. Er brilliert mit Tempo und lässt den Leser nicht mehr los. Die vielen Ansätze und "Baustellen" machen letztendlich ein komplettes, gut durchdachtes Ganzes aus. Für mich war es der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht der letzte. Ich empfehle diesen Krimi sehr gern weiter. 

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    • 3
  • Eine Mutprobe mit Folgen

    Blutopfer

    Bellexr

    Bei einer Mutprobe entdeckt eine Clique Jugendlicher bei Stuttgart eine Leiche. Die Ärztin Ewa Salgam wurde auf grausame Weise ermordet. Hauptkommissarin Verena Sander leitet die Ermittlungen. Fatal daran, ihre 14-järhrige Tochter Mona war diejenige, die bei der gefährlichen Mutprobe in dem Waldstück die Leiche fand. Die Ermittlungen führen Verena und ihr Team schnell in das Umfeld der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, aber auch in die Sado-Maso-Szene führt Verena und Kollege Roman Katz der Fall.   Verena Sander fühlt sich hin- und hergerissen. Zum einen will sie so schnell wie möglich den Fall um den Mord an der Ärztin lösen, zum anderen weiß sie genau, dass Tochter Mona ihre Mutter gerade jetzt am meisten braucht. Die Jugendliche leidet nach der Entdeckung der Leiche unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Zudem ist Verena absolut nicht mit der Clique ihrer Tochter einverstanden, da gerade Christoph und Marco einen äußerst schlechten Einfluss auf Mona haben. Und dann entdeckt plötzlich auch noch Verenas Ex-Mann Fabio, dass Mona bei dem beruflichen Stress seiner Ex-Frau viel zu kurz kommt. Reichen die privaten Probleme nicht schon aus, gestaltet sich der Mordfall auch noch ziemlich kompliziert.   Zwar hat Verena schnell einen Verdächtigen ausgemacht, der durchaus ein Motiv hätte, was im Glauben der Zeugen Jehovas begründet liegt, doch der zuständige Staatsanwalt lässt sich nicht überzeugen und verweigert Verena hier jegliche Unterstützung.   Britt Reißmann arbeitet bei der Stuttgarter Mordkommission, wodurch die Ermittlungen sehr authentisch und auch interessant von der Autorin vermittelt werden. Dem hinzukommt, dass es Britt Reißmann sehr gut versteht, den Mordfall recht verzwickt zu erzählen. Im Verlauf der Ermittlungen präsentiert die Autorin einige Verdächtige, legt manch eine falsche Spur und die gelegentlichen Einschübe von Briefen, welche ein Erwachsener an seine Mutter schreibt, sorgt auch nicht gerade dazu, sich auf einen Verdächtigen festzulegen.   Die Ermittlungen im Mordfall und das Privatleben von Verena Sander halten sich in etwa die Waage, was den großen Vorteil hat, dass man die Protagonistin sehr gut kennenlernt. Die Kommissarin steht während der Ermittlungen eigentlich ständig unter Strom, das schlechte Gewissen ihrer Tochter gegenüber belastet sie sehr. Und gerade dies führt dazu, dass Verena bei den Ermittlungen öfter einmal über das Ziel hinausschießt, Fehler macht und ihren Emotionen zu oft freien Lauf lässt.   Fazit: Spannender Krimi, der mit einer komplexen, unvorhersehbaren Story und einer sympathischen Protagonistin überzeugt.

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