Britt Reißmann Scherbenkind

(29)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 25 Rezensionen
(16)
(11)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Scherbenkind“ von Britt Reißmann

Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart

Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.

Ein sehr interessantes und spannendes Thema. Gut geschrieben.

— Scriba

Teil 2 mit Verena Sander bietet gute Krimiqualität

— zusteffi

Ein fesselnder, gut recherchierter Krimi aus Stuttgart, geschrieben von einer echten Kripobeamtin.

— claudi-1963

Solider Krimi, zeitweise etwas zu ausführlich, interessante Themen, gute Figuren ..aber der Funke ist nicht recht übergesprungen.

— rike84

"Solider Kriminalroman, leider für mich sehr vorhersehbar."

— leseratte69

In meiner Vorstellung hatte ich dabei immer ein Bild von Britt, die sich durch Stuttgart schlich und sich mit Triberg herumärgern musste.

— Tamilein

ich bin begeisert! :)

— haTikva

Hatte schon einige Längen, aber dennoch nicht schlecht

— brauneye29

Ein spannender Krimi und besonders für Stuttgart-Kenner eine empfehlenswerte Lektüre.

— Susen-Gudrun

Eine gekonnte Fortsetzung, ein Buch mit Suchtpotential für alle Spannungs- und Ermittlungsliebhaber! Noch besser als Fall 1 "Blutopfer"!

— Floh

Stöbern in Krimi & Thriller

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

Genialer Thriller, super Reihenauftakt - unbedingt lesen!

Sidny

Krokodilwächter

Spannender Krimi, gut konstruiert, interessante Charaktere. Habe ich gerne gelesen!

JuLe_81

Niemals

Andreas Pflüger schreibt nicht nur meisterlich, er ist der Meister selbst!

Weltenwandler

Höllenjazz in New Orleans

Beruhend auf einer wahren Begebenheit, atmosphärisch und spannend. Ein bisschen anderer historischer Krimi.

ulrikerabe

Tiefer denn die Hölle

Gute Unterhaltung für Krimifans

Nachtschwärmer

Knochenschrei

Richtig gut !! Das war mein erster, aber sicher nicht letzter Roman von C.Shepherd

Newcomer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Scherben

    Scherbenkind

    Scriba

    20. May 2017 um 21:45

    Ein wirklich gelungener Kriminalroman. Spannend bis zum Schluss. Endlich auch ein Roman, der zum Nachdenken anregt. 

  • Spitzenklasse!

    Scherbenkind

    mordsbuch

    30. January 2017 um 16:39

    Buchinfo Scherbenkind - Britt Reißmann Taschenbuch - 448 Seiten - ISBN-13: 978-3453358744 Verlag: Diana Verlag - Veröffentlichung: 08. August 2016 EUR 9,99 Kurzbeschreibung Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur. Bewertung „Scherbenkind“ von Britt Reißmann ist der zweite Fall für Verena Sander. In diesem Buch geht die Autorin intensiv auf die Psyche des Menschen ein. Hauptsächlich auf die „multiple Persönlichkeit“. Britt Reißmann muss hierfür intensiv recherchiert haben. Beim lesen merkt man, dass sie weiß wovon sie da schreibt. Über dieses Buch habe ich mir noch viele Gedanken gemacht. Den Einblick, den man durch die Geschichte über die menschliche Psyche bekommt, auch in deren Abgründe, beschäftigen einen nicht nur während des Lesens. Der Schreibstil von Britt Reißmann lässt sich wunderbar lesen. Man ist von der ersten Seite an gefesselt. Indem die Autorin mit der Psyche des Lesers spielt, ist großes Blutvergießen unnötig. Für jede Menge Gänsehaut ist auf jeden Fall gesorgt. Mit den unterschiedlichen Charakteren ist der Autorin eine tolle Mischung gelungen. Manch einer ist sehr sympathisch, dafür ein anderer nicht wirklich. Aber alle sind authentisch und glaubhaft. Mit Verena ist Britt Reißmann eine ganz besondere Protagonistin gelungen. Dieses Buch hat mich wirklich tief beeindruckt. Fazit: Spitzenklasse! Hierfür kann ich nur meine absolute Leseempfehlung geben!

    Mehr
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

    Mehr
    • 3931

    kubine

    07. January 2017 um 17:53
  • Die Scherben der Vergangenheit

    Scherbenkind

    claudi-1963

    09. December 2016 um 15:05

    Beim Stuttgarter Polizeipräsidium geht ein anonymer Anruf von einem Kind ein. Sie wisse, wer der Täter des Toten vom Schrebergarten wäre. In diesem alte Fall, den Hauptkommissarin Verena Sander gerade wieder neu bearbeiten muss, wurde der Tote bisher nicht identifiziert. Nach ersten Recherchen, stellt man fest das der Anruf aus dem Haus der Familie Lohmann kam. Verena Sander und ihr Kollege Messmer gehen dem nach, erfahren aber von der Familie nichts was ihnen weiter hilft. Doch bei Lohmanns Tochter Sina findet Verena einige Dinge in ihrem Zimmer die sie sehr sonderbar findet, jedoch keinen Anhalt auf ein kleines Kind. Auch die Mutter-Tochter Beziehung scheint nicht gerade gut zu sein, den die Mutter liebt nur ihre Hunde. Dieses Kind ist wie vom Erdboden verschluckt und unauffindbar zu sein. Lediglich ein Poster in Sinas Zimmer, zeigt eine Metal Band bei der, der Tote zuletzt ein Bandmitglied war. In den weiteren Ermittlungen, kommt Verena einer furchtbaren und fast unmöglichen Tragödie auf die Spur, bei der sie selbst an ihre Grenzen stößt. Meine Meinung: Nach Blutopfer, der zweite Fall von der Kripobeamtin Verena Sander aus Stuttgart, jedoch für mich das erste Buch der Autorin. Es ist ein unheimlich spannender, fesselnder und gut detaillierter Kriminalfall, der mich total in den Bann gezogen hatte. Man merkt an den Informationen, aber auch an den Handlungsweisen der Ermittler, das die Autorin sehr wohl weiß, wovon sie schreibt. Da Britt Reißmann selbst bei der Mordkommission tätig ist, sind ihre Recherchen gut ausgearbeitet und gründlich durchdacht. Dies habe ich bisher noch selten bei einem Krimi erlebt. Auch die Story selbst hat mich so sehr gefesselt und begeistert, das ich dieses Buch kaum mehr weglegen wollte. Natürlich hat die Geschichte mit fast 500 Seiten schon eine gewisse Länge, die man im Anbetracht der Spannung aber gar nicht merkt. Für mich war es ein faszinierendes Buch und sicher nicht das letzte von dieser Autorin. Das Cover hat dagegen recht wenig mit dem Titel und Inhalt des Buchs zu tun, ich nehmen an es ist eine Statue aus Stuttgart. Von mir gibt es für diesen psychologischen Kriminalfall 5 von 5 Sterne. Ich kann diesen Krimi nur weiterempfehlen!!!!

    Mehr
    • 3
  • Solides Ding, humorvolle Dialoge und realitätsnahe Polizeiarbeit

    Scherbenkind

    rike84

    18. November 2016 um 14:58

    Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium in Stuttgart ein. Der Fall geht an Hauptkommissarin Verena Sander, die durch einen ähnlichen Anruf eine Verbindung zu einem alten Mordfall herstellen kann. Bald ist ein unbekannter Toter aus einer Kleingartensiedlung identifiziert, Spuren führen zu einer regional bekannten Rockband. Das Kind ist zwar immer noch nicht gefunden, aber der Fall wird zunehmend mysteriös. Nebenbei verliebt sich die Kommissarin in einen der Musiker und stößt auf das merkwürdige Verhalten von Sina – ihre Stimme passt zwar nicht zu den Anrufen, aber sie wohnt dort wo der Anruf abgesetzt wurde und bringt die Kommissarin bald auf eine Idee..   Stil, Machart, Meinung Bei diesem Buch fiel mir die Zusammenfassung etwas schwer, denn die Entwicklungen der Geschichte hätte ich nach der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken nicht erwartet. Ehrlich gesagt hätte ich das Buch dann wahrscheinlich auch nicht gelesen, aber man muss ja auch neue Dinge entdecken. So habe ich versucht, hier auch ein wenig die Richtung anzugeben in die es führt, und hoffentlich nicht zu viel verraten. Die Themen dieses Krimis sind vielfältig. Neben der detailliert geschilderten Arbeitsweise in einem Polizeipräsidium, lustigen Situationen und Dialogen geht es dann doch vor allem um einen schwierigen Fall für Psychologen und die Heavy Metal oder Death Metal Szene (bin da wenig bewandert) und satanische Entgleisungen. Der Arbeitsalltag von Kommissaren und besonders die humorvollen Szenen und Dialoge muss ich hier besonders loben, denn einige Krimis heutzutage wollen unglaublich düster oder literarisch anspruchsvoll sein, sodass das Lesen manchmal auch deprimiert. Hier finde ich die Mischung gelungen. Das psychologische Thema, ich kann hier schlecht mehr verraten, ist auch sehr interessant – meiner Meinung nach nimmt es allerdings zu viel Raum ein. Das Thema mit Band, Groupies und Satanismus ist auch nicht so recht meins, eröffnet jedoch einige Möglichkeiten. Genau meinen Nerv trifft die Autorin wiederum mit mehreren Verdächtigen und Nachforschungen in der Vergangenheit. Das Ende ist auch gut aufgelöst, kommt für mich im Vergleich zu dem eher ausführlichen Anfang und Mittelteil dann doch etwas zu kurz. Wir haben hier also einen Kriminalroman, bei dem der Fokus auf der Ermittlungsarbeit und einem interessanten psychologischen Fall liegt. An dieser Stelle kürze ich lieber etwas. Die vollständige Rezension mit Informationen zu der Reihe und wie immer der Kategorie „was lernen wir daraus?“ gibt’s auf meinem Wordpress - Blog: http://wp.me/p6tREn-1oJxi Fazit Dem Krimi gebe ich 3 Sterne. Es ist eine solide und interessante Story mit einem Verbrechen, welches gut aufgelöst wird. Am Anfang war ich sehr begeistert, der Mittelteil war mir dann allerdings zu lang und ausführlich, sodass mir die Lust zum Lesen irgendwie etwas abhanden gekommen ist. Der Schluss kam etwas kurz. Im allgemeinen driftete die Geschichte in zwei Themenbereiche ab, die nicht so ganz nach meinem Geschmack waren und mir auch nicht angekündigt wurden (gut, wie auch, ohne zu viel zu verraten…). Für einige wird es genau das Richtige sein, für mich war es solide und macht nicht unbedingt Lust auf mehr. Aber viel zu meckern habe ich auch nicht, manchmal fehlt einfach der gewisse Funke.

    Mehr
  • Zerbrochene Kinderseelen in Stuttgart

    Scherbenkind

    Isar-12

    08. November 2016 um 08:01

    "Scherbenkind" ist der zweite Krimi mit der Stuttgarter Hauptkommissarin Verena Sander. Diesmal hat sie es mit einem Mordopfer zu tun, dass ehemaliger Angehöriger einer Heavy-Metal Band war. Doch schon bald tun sich weitere Abgründe auf: Kindesmissbrauch und Satanismus. Dabei trifft Verena Sander auf die verschlossene Jugendliche Sina, die anscheinend mehr zu verbergen hat, als es den Anschein hat. Früh wird der Leser mit diversen Namen von Jugendlichen konfrontiert, ohne erst zu wissen wie diese zusammenhängen. Aber schon bald merkt man, dass es hier anscheinend um gespaltene Persönlichkeit gehen muss. So tritt die Psychologin Hannah auf das Parkett, die der Leser schon aus "Blutopfer" kennt, und die nun Verena Sander zur Seite steht. Die Hauptkommissarin ist sehr emotional bei dem Fall und nimmt den Leser aber auch dabei voll mit. Geschickt baut Britt Reißmann in diesem Buch den Spannungsbogen auf und hält ihn beständig bis zum Ende hoch. Immer wieder gibt es Wendungen, die das Puzzle um den Fall aber stimmig machen. Die Story wühlt einen als Leser auf und dadurch konnte ich das Buch zwischendrin nur schwer zur Seite legen. Zu emotional ist man selbst bei der Sache dabei und fiebert bei der Aufklärung des Falles mit. Hatte ich in "Blutopfer" mit Verena Sander noch ein wenig Anlaufschwierigkeiten, so schaffte sie mich diesmal voll zu überzeugen. Details aus ihrem Privatleben sind nicht zu viel, aber schaffen einen guten Rahmen um sich die Hauptkommissarin besser vorstellen zu können. Perfekt fand ich dabei ihre Tatortbeschreibung für den Staatsanwalt Triberg, ein echter Brüller. Obwohl dies der zweite Band aus einer Reihe ist, ist es aber nicht zwingend notwendig den ersten Fall vorher zu lesen. Es erleichtert zwar ein wenig um das Umfeld der Verena Sander besser zu verstehen, aber "Scherbenkind" kann durchaus ohne diese Vorkenntnisse gelesen werden. Mit dem zweiten Fall der Hauptkommissarin ist der Autorin Britt Reißmann ein spannender, mitreißender Krimi gelungen, der für mich eine klare Steigerung zum ersten Fall war und gleichzeitig die Vorfreude auf einen Folgeband weckt. Ich würde sehr gern mehr von der Stuttgarter Ermittlerin lesen.

    Mehr
    • 5
  • Spannender Krimi mit erschreckenden Details

    Scherbenkind

    Leseherz

    05. November 2016 um 08:17

    Was muss ein Kind alles erleben, bis es nach und nach mehrere Innenleben produziert und diese auch Äußerlich warhzunehmen sind? Was muss ein Kind erleben, dass es, wie der Titel schon sagt, in tausend von Scherben liegt und sich kaum bewegen kann? Die Kommissarin Verena Sander erlebte diesen Fall in seinem erschreckendsten Facetten. Und das schlimme daran, sie gerät selber noch fast in Gefahr. Teenager, die einer Band hörig sind, sind schwer zu bändigen, sobald diese in ihrer Nähe sind. Diese Erfahrung machte Sina Lohmann. Doch der Fall nimmt schwere Geschütze auf, als mehr Details ans Tageslicht kamen, ein weiteres Opfer bekannt wurde, die ebenfalls Suizid begang jedoch in einem Forum für multiple Persönlichkeitsstörungen gewesen war, und so weit reichen, dass der Vater von Sina plötzlich Suizid begeht. Kommissarin Sander fand Frank Lohmann hängend und für einen kurzen Moment geriet sie ins stocken. Wer brachte Rolf Morlock um? Das Frank Lohmann als Verdächter ins Visier geriet war für Sander irgendwo klar und als sie ihn konfrontierten wollten, kamen sie zu spät. Die Kollegen fand einen kleinen Schlüssel und einem Zettel mit drei Zeilen, dass man die Wahrheit anhand eines Schlüssels ausfindig machen kann. Während Sander die Kollegen in Ludwigsburg darüber informierte, über eine Sekte mit satanischen Ritualen in Augenschein zu nehmen und später auf Uwe Terzenbach traf, der Mitglied der Band Dark Devil gewesen ist, war für sie klar dass er mit der Sekte zutun hatte. Sie fand schließglich in 3-Gramm-Tütchen ein braunes Pulver, was sie zwar für Haschisch aussah, letztlich aber eine gemahlene Wurzel aus Eisenhut – wirksames Gift um einen Menschen umbringen zu können! Terzenbach stand abends für ihrer Tür. Erschlagen von den letzten Tagen und auch von dem Abschiedsbrief von Frank Lohmann war sie nicht in der Lage Terzenbach loszuwerden. Er kam ihr ein weiteres Mal zu nahe und als sie ihn in eine Falle locken konnte, gewann sie wieder die Überhand. Er und andere Mitglieder wurden festgenommen, Opfer, die sich als ihre eigenen Kinder herausstellten, wurden von Seelsorgern und Jugendamt betreut. Ein spannender Kriminalroman, mit erschütternden Einblicken in einer Sekte und deren weitreichenden Folgen!

    Mehr
  • spannend bis zur letzten Seite

    Scherbenkind

    abendsternchen

    03. November 2016 um 18:05

    Als erstes ein Dank an das Bloggerportal, da ich Scherbenkind als Rezensionsexemplar zugesandt bekommen habe.Mir fällt es gerade ein wenig schwer eine kurze Zusammenfassung zum Buch zu schreiben ohne euch etwas zu verraten. Bei Scherbenkind handelt es sich um den zweiten Band der Ermittlerin Verena Sander. Sie arbeitet bei der Stuttgarter Polizei. Diese haben vor kurzem einen Anruf eines kleines Mädchen erhalten, das sie wisse wer der Mörder ist der den Mann in der Schrebergartenanlage umgebracht hat. Doch das Mädchen ist nicht auffindbar. Sanders Kollege Messmer ist sich sicher diese Stimme bereits bei den Ermittlungen zum Mordfall gehört zu haben. Die Ermittlungen führen wieder zum Hause der Familie Lohmann. Wieder einmal. Denn bereits beim ersten Anruf wurde herausgefunden, dass dieser vom Anschluss der Familie Lohmann getätigt wurde.Doch in dieser Familie gibt es kein kleines Mädchen. Selina ist zwar die Tochter, doch diese ist volljährig. Herr Lohmann seine Liebe zur Tochter geht weit hinaus, so das er sie vor allen Gefahren beschützen möchte. Frau Lohmann hingegen liebt mehr ihre Hunde anstatt die Tochter. Diese Familie ist keine wirkliche Familie.Mehr möchte ich nun wirklich nicht zum Inhalt schreiben, da wie bereits zum Beginn erwähnt alles weitere nur noch viel mehr spoilern würde.Nach Blutopfer ist Scherbenkind der zweite Fall für Verena Sander. Den ersten Band kenne ich bis dato nicht. Das Vorwissen ist für den Fall auch nicht zwingend erforderlich. Es wird wohl so sein das ein wenig Wissen um die Protagonistin fehlen wird, was beim lesen aber nicht störte. Ab und an wurde ein wenig im Buch davon angerissen, aber genaueres wird man hier erfahren wenn man mit Band 1 regulär beginnt.Verena Sander kam mir hier recht sympathisch rüber. Mutter einer Tochter, dazu alleinerziehend, die den Spagat zwischen Job und Kind versucht zu meistern. Da ihre Tochter Mona einige Tage beim Vater verbringt und dort den neuen Erdenbürger begrüßen möchte, kommt Verena der aktuelle Fall gelegen. Sie kann sich ihre Arbeitszeit so legen wie es ihr am besten passt. Auch die Kollegen machten alle einen soliden Eindruck. Thea Engel versucht ihren Freund und Kollegen Messmer an sich zu binden. Der Staatsanwalt kommt hier hingegen bissig rüber. Die Sticheleien zwischen ihm und Verena brachten einen so manches Mal zum schmunzeln.Der Schreibstil der Autorin hat mir hier gefallen. Das Buch ließ sich leicht lesen und die Spannung wurde kontinuierlich aufrechterhalten. Das Thema ließ einen so manches Mal schlucken und man musste erst einmal durchatmen. Man konnte aber auch, so finde ich darüber mehr erfahren und dazu lernen. Manch ein verstecktes Geheimnis der Personen wurde hier an Tageslicht befördert. Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

    Mehr
  • Solider Ermittlerkrim

    Scherbenkind

    leseratte69

    10. October 2016 um 06:53

    KlappentextAbgründig und beklemmend: Hochspannung aus StuttgartStuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.Die AutorinBritt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart, eine Erfahung, die auch in ihre Krimis einfließt. Für ihren Roman Der Traum vom Tod wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet.Scherbenkind ist ihr zweiter Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.Meine MeinungStoryNach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf einen Kriminalroman und so entschied ich mich für Scherbenkind. Worum es genau geht, könnt ihr im Klappentext lesen. Der Einstieg in den Roman begann schon mit einem spannenden und vielversprechenden Prolog. Leider hatte ich aber schon nach wenigen Seiten eine Vorahnung, die später leider bestätigt wurde. Britt Reißmann hat hier einen guten Ermittlerroman hervorgebracht, der spannend ist und sich mit dem Thema der Persönlichkeitsspaltung befasst, was die Autorin meiner Meinung nach gut recherchiert hat. Zudem führt die Autorin uns ein wenig in die Musik/Rocker Szene ein, was das Buch etwas aufgelockert hat.Man bekommt als Leser einen guten Einblick in die Ermittlungen der Kriminalpolizei und wie Verena und ihre Kollegen es mehr oder weniger gut schaffen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Für mich ein solider, durchschnittlich guter Krimi,SchreibstilDas Buch ist leicht zu lesen. Zu Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit den vielen Namen und diese richtig zu zuordnen. Dennoch ein guter, flüssig lesbarer Roman mit tolle Wendungen und hochaktuellen ThemenCharaktereDie Charaktere in dem Roman waren gut dargestellt und sehr authentisch. So richtig für einen bestimmten begeistern konnte ich mich aber nicht. Was sicherlich am Genre Krimi liegt, welches ich nicht so oft lese. Trotzdem passten die Charaktere gut in die Handlung hinein. Vielleicht fehlt mir einfach das Wissen aus dem ersten Band "Blutopfer", um mir die Charaktere noch besser vorstellen zu können.Mein FazitFür mich, die selten Krimis liest, ein guter, solider und gut recherchierter Krimi. So richtig packen konnte es mich aber dennoch nicht, was nicht am Buch, sondern an meinen Lesegewohnheiten lag.Britt Reißmann hat sich an ein schwieriges Thema gewagt und dieses gut eingearbeitet. Von Schizophrenie, über Missbrauch bis hin zum Mord ist alles vorhanden.Ich gebe dem Buch eine gute durchschnittliche Bewertung mit 3,5 von fünf 5 Leseratten/Sternen  und eine Empfehlung für alle Leser, die gerne deutsche Ermittlungthriller lesen.

    Mehr
  • Verena Sander II

    Scherbenkind

    haTikva

    06. October 2016 um 00:07

    Unfassbar - aber wahr!Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde beginnen, die von der Autorin begleitet wurde.Der Krimi spielt in Stuttgart und Umgebung und ist der zweite Band um die Hauptkommissarin Verena Sander.Das Thema, worum es geht, ist ziemlich heftig und vermutlich nicht für alle nachvollziehbar. Vor allem wodurch es ausgelöst werden kann und was hinter dem Grund wirklich all das stecken kann, ist ziemlich harter Tobak!Doch worum es eigentlich geht, möchte ich hier eigentlich nicht wirklich eingehen, um nicht aus Versehen allzu viel zu verraten.Die Hauptkommissarin vom Morddezernat hat es mit einem anonymen Anruf zu tun, in der eine weibliche Kinderstimme behauptet, Informationen über einen Mord zu kennen, der zwei Jahre zurück liegt.Und damit fängt eine Suche an, die verworrener gar nicht sein könnte...Gleichzeitig werden dem Leser viele "Zeugen" vorgestellt, womit ich anfangs meine Probleme hatte. Zurecht, wie ich allerdings im Laufe der Geschichte feststellte, denn es steckt viel mehr dahinter, als nur ein "schlichter" Mord.Die Geschichte ist spannend, der Schreibstil der Autorin fesselte mich immer mehr, je tiefer ich in den Krimi einstieg und lies mich immer weniger wieder los. Dieser Krimi entwickelte sich immer mehr zu einem Thriller, was mir zum Ende hin regelrecht den Atem raubte. Einfach unfassbar, wozu Menschen fähig sind und was es tatsächlich alles gibt! Ich bin entsetzt und sprachlos!Das heikle Thema, um das es in diesem Buch geht, und wozu der Titel sehr gut passt, wurde von der Autorin sehr gut erklärt und rübergebracht. Anfangs ziemlich verwirrend, wuchs doch ein Verständnis in mir heran, wodurch ich mich immer besser mit den Personen und dem Geschehenen identifizieren konnte.Britt Reißmann führte hier ein psychisches Problem an, welches überall totgeschwiegen wird oder mit einer anderen psychischen Störung verwechselt wird. Sie ließ mich durch eine Zeugin verstehen lernen, was es damit auf sich hat, wie die Zeugin damit umgeht und wie sie auf ihre Mitmenschen wirkt, bzw. diese sich ihr gegenüber verhalten.Es war schockierend, beängstigend und herzzerreißend, mir tat diese Figur einfach nur leid.Im ersten Band wurde mir die Protagonistin schnell sympathisch, doch hier ging sie mir gerade im privaten Bereich ein Wenig auf die Nerven. Ihr Verhalten war teilweise nicht sehr erwachsen und professionell, was das Mischen von beruflichem mit Privatem zu tun hatte. und das als Kommissarin…Halbwahrheiten, ein fragwürdiges Verhältnis. Überall dieses Rumgeeiere... Aber mögen tu ich sie trotzdem! Auch in diesem Roman wurde die Polizeiarbeit sehr realistisch dargestellt und es gab bei den kleinen Nebenschauplätzen auch noch ein kleines Highlight.Somit vergebe ich diesem Kriminalroman, der sich eher als Thriller entpuppte ebenfalls die volle Punktzahl, fünf von fünf Sternen.

    Mehr
  • Schwäbischer Fessel-Krimi.

    Scherbenkind

    Tamilein

    02. October 2016 um 20:57

    KlappentextStuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.Das CoverDas Cover finde ich sehr passend. Es schafft gleich eine düstere Atmosphäre und stimmt den Leser auf das tiefgehende Thema ein. Allerdings muss ich anmerken, dass der Einband relativ glatt ist. Das ist eigentlich kein Kritikpunkt für mich, aber dieses Mal finde ich das Buch doch schon sehr rutschig. Aber gut, das ist sicherlich Geschmackssache. Alles in allem ein Cover, das vielleicht auffällt, mich aber nicht direkt zum Kauf motiviert hätte.Meine MeinungVerena Sander kenne ich noch von Britts erstem Roman: Blutopfer. Allerdings ist es schon eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich den ersten Krimiroman gelesen habe. Daher war mir Verena zwar vertraut, aber ich habe sie irgendwie doch noch einmal auf eine neue Art und Weise kennen und lieben gelernt. Für mich ist Verena einfach der Charakter. Sie hat so viele Stärken, aber auch ihre Schwächen - und das macht sie menschlich und real. Ich habe mit ihr mitgefiebert und gegrübelt, ermittelt und gehofft, den Täter alsbald zu entlarven. Verena geht in ihrem Beruf auf, sie versteht etwas von dem, was sie tut. Das merkt man und es macht sie nur noch sympathischer. Eine kleine Anmerkung am Rande: Man merkt einfach, wie viel Details Britt in ihren Krimi packt. Sie weiß, wie der Hase läuft, wie die Kriminellen ticken und was ein echter Fall ist. Ihr Beruf und ihr Hobby hat sie wunderbar verbunden und das macht ihren Krimi einfach nur noch realer und zieht den Leser in den Lesestrudel.Der Einstieg in den Krimi verläuft problemlos. Britt macht es einem leicht und schon bald ist man gefangen zwischen Seiten und Spannung. Hinter jeder Seite und jedem Kapitel verbirgt sich ein Geheimnis, eine Spur. Die Seiten werden wie im Flug umgeblättert, ich habe mich wie in einem Sog gefühlt. Ihr merkt, ich bin begeistert. Ich liebe Bücher, die mich einfach in ihren Bann ziehen. Wenn man dann nach Stunden auf die Uhr schaut und sich über die Uhrzeit erschreckt - dann ist das Buch absolut spannend.Britt macht es einem aber auch leicht. Die Szenen sind lebhaft beschrieben und man kann sich gut in die Orte und Personen hineinversetzen. Der Schreibstil ist super flüssig und angenehm. Außerdem überzeugt unsere Krimi-Autorin durch spannende und unvorhergesehene Wendungen, die mich das ein oder andere Mal schier aus meinem Lesesessel gehauen haben.Die Protagonisten können - genau wie Verena - durch Echtheit überzeugen. Sie wirken real, haben Ecken und Kanten. Besonders den Staatsanwalt Triberg kann ich mir immer wieder vor Augen rufen. Ein echt nerviger Kerl, der mich trotz allem immer wieder zum Schmunzeln oder Lachen gebracht hat. Durch seine komischen Sprüche lockert er die ein oder andere Situation immer wieder auf.Das Buch greift eine ernste Thematik auf: Multiple Persönlichkeiten, weitere psychische Krankheiten und Kindesmisshandlung sind nur drei der sehr spezifischen Themen. Britt hat ihr Wissen und ihre Fachkenntnis wunderbar durch Recherche und Können ergänzt. Ein Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.Von mir gibt es eine absolute Krimi-Leseempfehlung!LieblingscharakterWie schon erwähnt mag ich Verena Sander, die Hauptprotagonistin am Liebsten. Sie überzeugt durch Grips und Verstand. In meiner Vorstellung hatte ich dabei immer ein Bild von Britt, die sich durch Stuttgart schlich und sich mit Triberg herumärgern musste."Triberg: Wie sagt man so schön: Alle Füße laufen ins Meer! [...]Sander: Es heißt, alle Flüsse laufen ins Meer. [...]Triberg: Das ist mir scheißegal."Gespräch zwischen Hauptkommissarin Sander und Staatsanwalt Triberg.

    Mehr
  • Unglaublich spannend und fesselnd

    Scherbenkind

    Sternenstaubfee

    28. September 2016 um 18:36

    Ein anonymer Anruf führt die Polizei Stuttgart wieder auf die Spur eines vor knapp zwei Jahren begangenen Mordes. Der damals getötete Mann konnte bis heute nicht identifiziert werden, doch nun wird der Fall neu aufgerollt. Hauptkommissarin Verena  Sander geht den neuen Spuren nach. Dabei deckt sie gemeinsam mit ihrem Team nach und nach grausige Verbrechen auf, die bis in die Vergangenheit hineinreichen und das Vorstellungsvermögen beinahe übersteigen.  Mein Leseeindruck: Dieses Buch hat mich wirklich sehr mitgenommen. Von der ersten Seite bis zur letzten Seite war ich total gefangen in der Geschichte und mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Zunächst erscheint die Handlung verwirrend (auf eine gute Art!), da man als Leser nicht weiß, ob und wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenpassen. Ich mag es sehr, wenn ich ein bisschen mitraten und –rätseln kann, und das war hier bis zuletzt der Fall. Nach und nach wird natürlich immer mehr aufgeklärt und die Zusammenhänge erschließen sich dem Leser, dennoch lässt die Spannung nie nach.  Die Thematik hat mich außerdem sehr gefesselt und auch mitgenommen. Ich habe während der Lektüre viel gelernt und zusätzlich im Internet recherchiert und vieles erfahren, was mir vorher nicht bekannt war.  Dieses Buch ist eines der doch relativ wenigen Bücher, die mich noch nachhaltig beschäftigen und mich lange nicht loslassen. Die Geschichte geht wirklich unter die Haut.  Ich hatte vorher noch kein Buch von Britt Reißmann gelesen, aber mit „Scherbenkind“ hat die Autorin mich schon voll überzeugen können, so dass ich noch weitere Bücher von ihr lesen werde. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Spannung wird durchgehend hoch gehalten und die Thematik ist einfach mitreißend.  Wer einen spannenden und intelligenten Krimi sucht, der sollte sich „Scherbenkind“ auf jeden Fall einmal näher ansehen!

    Mehr
  • Wenn die Vergangenheit dich einholt

    Scherbenkind

    Letizia

    03. September 2016 um 14:52

    Ein anonymer Anruf geht beim Stuttgarter Polizeipräsidium ein. Ein kleines Mädchen behauptet den Mörder eines früheren Mordfalles zu kennen. Hauptkommissarin Verena Sander macht sich auf die Suche nach der Zeugin. Doch das Mädchen scheint spurlos verschwunden zu sein. Dann taucht eine weitere Leiche auf, die irgendwie mit dem ersten Mord zusammenhängt. Verena kommt auf die Spur einer jungen Frau, die mehr zu wissen scheint, als sie preisgibt. Was aber wirklich dahinter steckt, bringt Verena an ihre Grenzen. Die Autorin wartet mit vielen ungewöhnlichen Charakteren auf. Verena Sander scheint zu Beginn eine starke Frau, die für ihren Beruf lebt. Doch auch sie hat private Probleme, die sie während der Ermittlungen in Schwierigkeiten bringen. Sina ist eine der wichtigsten Personen in diesem Fall. Wie wichtig erfährt man erst nach und nach. Sie ist wohl die außergewöhnlichste Person in diesem Buch. Auch wenn für mich relativ schnell klar war, was ihr Geheimnis ist. Die vielen liebevoll gestalteten Nebencharaktere machen es zu einem besonderen Krimi. Neben den ersten Ermittlungsarbeiten und den grauenvollen Entdeckungen bringt die Autorin trotzdem hin und wieder ihren Humor ein. Hier bekommt man mehr als nur einen gewöhnlichen Krimi. Man erhält erschreckende Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele und zu welch grausamen Taten manche Menschen fähig sind. Psychologisch ist das Buch ausgezeichnet recherchiert und erklärt. Immer wieder gibt es Wendungen, die einen überrumpeln und Zusammenhänge werden aufgedeckt, die man nicht erwartet hätte. Während man anfangs nach über den Titel rätselt, wird die Bedeutung dessen bald sehr deutlich. An manchen Stellen kommen die Ermittlungen doch sehr durch Zufälle voran, was aber auch mein einziger Kritikpunkt ist. Ansonsten ein spannender Krimi, der nichts für schwache Nerven ist.

    Mehr
  • Scherbenkind

    Scherbenkind

    Susen-Gudrun

    02. September 2016 um 14:46

    In der Stuttgarter Polizeizentrale geht ein anonymer Anruf ein. Ein Mädchen behauptet den Mörder eines Toten zu kennen, der vor 2 Jahren in einer Garten-Anlage gefunden wurde. Interessant dabei ist, dass der Tote bisher nicht identifiziert werden konnte. Auf Grund des Anrufs wird der Fall von Kommissarin Verena Sander und ihren Kollegen neue aufgerollt und führen die Ermittler zu einer Rockband. Als zeitgleich ein Suizid einer jungen Frau gemeldet wird finden die Ermittlungsbeamten herausfinden, dass die Tote über eine krankhafte Persönlichkeitsstörung gelitten hat und dass es irgendwo einen Zusammenhang zu dem ungeklärten Mordfall geben muss. Besonders gut finde ich im Roman „Scherbenkind“ von Britt Reißmann, dass die Persönlichkeitsstörung des Mädchens ausführlich und nachvollziehbar beschrieben wird und die Ermittlungsmethoden und Gedankengänge der Ermittler plausibel sind. Ein besonderer Pluspunkt gibt es für mich auch für den regionalen Bezug, da ich einige der beschriebenen Orte selber kenne. Das Fazit von mir lautet, dass es sich um einen spannenden und empfehlenswerten Kriminalroman handelt.

    Mehr
  • Was längst Vergangenheit war und vergessen wurde, wird nun wieder aktuell und perfider denn je...

    Scherbenkind

    Floh

    02. September 2016 um 03:41

    Die ambitionierte Krimiautorin Britt Reißmann präsentiert hier in ihrem zweiten packenden und weitreichenden Fall für die Ermittlerin Verena Sander aus Stuttgart „Scherbenkind“ einen sehr erschütternden und nagenden Krimi, der starke Züge eines Thrillers aufweist. Nach dem Auftakt dieser spannenden Krimireihe um und mit Verena Sander "Blutopfer" dürfen wir mit der Ermittlerin im Süddeutschen Städtchen Stuttgart einen weiteren packenden Fall erleben. Jeder neue Fall ist für sich unabhängig und abgeschlossen. Ein Einstieg in diese fesselnde Kriminalwelt im idyllischen Süden ist jederzeit möglich und völlig unkompliziert. Wieder einmal wundere ich mich und kann es kaum glauben, dass der pulsierende und magnetische Schauplatz Stuttgart mit seiner Offenheit und Weitsicht für einen solchen bitteren und verborgenen Fall auserkoren wurde. Die Autorin Britt Reißmann versetzt den Leser live und hautnah an einen Tatort, der so erschütterlich und grausam ist, und wo man meint, seinen Nachbarn noch zu kennen und keine Geheimnisse verborgen bleiben...fast keine Geheimnisse...Erschienen im Diana Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd)Zum Inhalt:"Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart- Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur."Handlung:Hier ist der Titel (leider) Programm und auch das Cover ist Teil des Inhalts von perfiden Machenschaften, Gelüsten und Verbrechen. Noch immer bin ich schockiert und gefesselt. Dieser Fall setzt nicht nur Hauptkommissarin Verena und ihrem Team vor einer großen Herausforderung, sondern auch die Leser. Ein beängstigernder Notruf eines verzweifelten Kindes, die Spur zu einer verstörten jungen Frau, eine neuerliche Leiche und zunächst keine Spur zu dem jungen Kind am Telefon. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen jeglicher Vorstellungskraft der kriminellen und schändlichen Möglichkeiten eines Mörders… Was verschweigt diese sonderbare Frau? Was hat sie gesehen? Welche Taten könnten verhindert werden? Von wo und von wem kamen die Hinweise und der mahnende Anruf? Wer wagt einen solchen Schritt und zeigt solche perfiden Handlungen und Taten? Hauptkommissarin Sander von der Kripo Stuttgart wird zu einem unwirtlichen Tatort und an einen unmenschlichen Fall seelisch, körperlich und auch psychisch zu ermitteln haben und fühlt sich einer ganz heißen Spur ganz nahe. Als sie diesen Faden aufnimmt, reiht sich eine ganz erschreckende Reihe menschlicher Abgründe aneinander, die dem Team das Blut in den Adern gefrieren lässt und sie auch privat damit konfrontiert. Neben der Tragik der Morde, der Frage, wie eine solche Gräueltat so lange verborgen blieb, und warum die Kinder so litten und wer mehr weiß, als er zu sagen wagt, spielen kleine und große private Nebenhandlungen der Ermittler und Figuren eine große Rolle. Als wäre der Fall an sich, und die Tragweite dieser Ermittlungen und Zusammenhänge nicht erschütternd und aufrüttelnd genug, so gesellen sich weitere verstrickte Morde und arge private Ungereimtheiten und Probleme zu den verkorksten Ermittlungen. Eine Stadt in Aufruhr. Hätte man früher hingeschaut, wäre vielleicht manches nicht passiert. Die Geschichte ist absolut logisch und nachvollziehbar aufgebaut, jedoch so verstörend, krass und beängstigend, dass man gar nicht glauben mag, wieviele Mitwisser und Mittäter es hier gibt. Stille Wasser sind tief und brackig…. Obwohl absolut nachvollziehbar, hatte ich mit diesem Ende bzw. der Aufklärung nicht gerechnet.Schreibstil:Die Autorin Britt Reißmann besitzt einen so bildhaften und eindringlichen Schreibstil, dass sie mich schon gleich mit ihren ersten Zeilen und Ausführungen im Prolog überrascht und neugierig gemacht hat. So viele erste Fragen kommen auf und viele weitere folgen noch… Ein Krimi, der den Leser sofort mitreißt, ihn sofort wieder nach Stuttgart holt oder ihn für Neuleser sofort mit den Ereignissen und hilfreichen Rückblenden mit ins Boot holt. Verena rollt einen alten Fall wieder auf, der Anruf eines Mädchens führt die Kripo im Schrebergartenmord zu Familie Lohmann. Die Verknüpfung von Fall eins und dieser Fortsetzung ist grandios gelungen. Man muss die Vorgeschichte nicht zwingend kennen, um in den vollen Krimigenuß zu kommen. Hier befriedigt die Autorin gleich beide Leserlager. Die Neuleser und die bereits betrauten Leser. Toll. Britt Reißmann hat einen so herrlichen und mit Witz gespickten Schreibstil, dass sie gleich zu Beginn all meine Sympathiepunkte erhaschte und auch in dem zweiten Krimi gnadenlos überzeugen kann. Mit ihrem erschütternden Einstieg fesselt die Autorin den Leser an die Ereignisse und lässt diesen nicht mehr los, bis wirklich alle Fragen beantwortet und verknüpft sind. Sie nutzt unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen Krimi, denn sie legt unglaublich viele (falsche) Spuren, sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben und mit den Ermittlern an den Ermittlungen verzweifeln, sowie an den privaten Problemen nagen. B. Reißmann formt wunderbare Dialoge mit authentischem Dialekt und wirklich realitätsnahen Bewohnern und Leuten im Ort. Sehr gut gemacht und toll präsentiert, ohne zu viel Regionalcharakter abzuladen, hat die Autorin Reißmann mit ihrem Schauplatz und ihren Kulissen immer in den passenden Momenten und Situationen ihren lokalen Touch einfließen lassen, ohne vom Kern der Kriminalhandlung abzuweichen. Nichts überladen oder übertrieben, fein abgestimmt und wunderbar gewürzt. 5 Sterne gibt es allein dafür. Krimiautorin Britt Reißmann wartet mit einem Krimi auf, der sehr emotional und beklemmend ist. Hier steigert sie ihren Nervenkitzel enorm zu ersten Band. Mutig, provozierend und erschütternd. Ihr Krimi unterhält und sorgt für Lesevergnügen, bietet unheimlich viel Spannung mit ganz viel Irrung und Wirrung in den Ermittlungen und sorgt mit Psychothrill und einer unglaublich erschütternden Handlung und Motivation für Entsetzen. Neben der lastenden Schwere des Falls und der Mordhintergründe, gibt es wahnsinnig viel zu entdecken und zu erleben. Viele besondere Charaktere und viele einzigartige Nebenhandlungen und Konstellationen. Sie schreibt flott, flüssig, humorig und trifft den Nerv der Zeit und lässt trotz aller Tragik und Betroffenheit an manchen Stellen die Bauchmuskeln zucken. Aber auch ein ungläubiges Kopfschütteln lässt sich beim Leser nicht unterdrücken. Ihre Art macht Lust auf mehr. Als BonBon darf man sich der Leser, als sei die Handlung nicht schon genug, auch über wunderbar gelungene und geformte Charaktere freuen. Und eine Wendung im Showdown, die es in sich hat... und auf eine weitere Fortsetzung hoffen lässt.Charaktere:Viel Geschick und Können beweist die Autorin Britt Reißmann wieder einmal bei der Auswahl der Charaktere. Hier treffen wir alte Bekannte, aber auch viele neue Nebenrollen und Figuren, deren Psychogramme ein Gefühl von Machtlosigkeit, Entsetzen und Erschütterung, sowie ein Schmunzeln, Sympathie und Harmonie erzeugen. Gerade das Team um die Ermittlungen mit Hauptkommissarin Verena Sander, sowie die Familie Lohmann , und weitere Schlüsselrollen im Fall warten mit besonderen , sogar kuriosen Eigenschaften auf. Kriminalhauptkommissarin Sander hat ihren letztlichen Fall noch nicht wirklich zu den Akten legen können und ein Anruf rollt eine ganze Vergangenheit wieder auf und lässt neue Zusammenhänge erkennen. So viel strömt auf Verena und ihrem Team ein, und dann ist da noch dieser aktuelle Fund einer Leiche, der offensichtlich bestialische Mord mit den folgenschweren Ermittlungen, die ihr und den anderen zusetzen. Aber auch ihre Gefühle in dem Glauben an Menschlichkeit fahren Achterbahn. Auch die arttypischen Bewohner, mit ihren Lügen, Heimlichkeiten, Halbwahrheiten und Verschleierungen haben mir sehr gefallen. Dann gibt es hier eine geballte Anzahl Widerlinge, Unsympathen und Psychopathen. WOW. Nach und nach erfahren wir immer mehr über die Hintergründe und menschlichen Abgründe im Verborgenen. Eine Suche in der nahen Vergangenheit, eine Ahnung möglicher Spuren. Auf dem Weg bis zum Täter, begegnen wir Leser noch vielen Charakteren aus Familie, Umfeld, Zeugen und Nebenrollen. Jeder könnte es gewesen sein. Wer hat was zu vertuschen? Wer hat eine alte Schuld offen? Wer fühlt sich verletzt, wer hätte ein Eindeutiges Motiv? Wer ist hier eigentlich Opfer und wer ist Täter?Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen manche Überraschungsmomente erleben. Autorin Britt reißmann beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den bewegenden Ermittlungen teilhaben! Im sagenhaften Showdown führt sie die Handlungsstränge und Puzzleteile zusammen...WOW. Bitte mehr davon und zwar schnell…Meinung:Das Treiben rund um die Ermittlungen, die privaten Probleme, die Aufarbeitung der Vergangenheit, der Erste Fall, die Ermittlungsversäumnisse, die Mitwisser, all die Geheimnisse und Konstellationen um den Mordhergang, um den oder die Täter/in, um die Opfer, um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt. Die Autorin ist sich ihrem Genre bewusst, sie hat eine geballte Menge an Facetten und Handlungsstücken geboten und verzettelt sich in keiner Zeile. Respekt und großes Lob. Da mich dieser Krimi absolut durch seine Charaktere, die Story, die Umstände, die ganzen Ideen, die Dialoge und vor allem die verschrobenen Konstellationen absolut überzeugt und unterhalten hat, gibt es von mir ohne Wenn und Aber wohl verdiente 5 Sterne +++. Der erste Fall „Blutopfer“ war schon bemerkenswert, doch dieser Fall gefällt mir sogar noch besser. Er ist nagend, thematisch schwer und sehr komplex, obwohl locker und mit Humor versehen. Pluspunkt ist auch hier der idyllische Landcharakter, sehr reizende Schauplätze und Menschen (naja, zum Teil zumindest).Die Autorin reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Psychische Störungen, Abgründe, perfide Gedanken und Gelüste, Vergeltung, Lug und Betrug, Kaltherzigkeit und widerliche Machenschaften...Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit verschrobenen Persönlichkeiten, dem Wahren der Idylle und des eigenen Ansehens, Vergewaltigung, Missbrauch und Lügen....all das vereint zaubert einen Krimigenuss wie er sein soll! Auch die Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Manche Charaktere hat man als Leser so sehr ins Herz geschlossen, manche Personen und Handlungen sind einfach nur abscheulich und nicht zu entschuldigen. Grauenvoll und hochspannend. Cover:Titel und Cover passen hier einmalig stimmig und perfekt zum Inhalt. Düster, kalt, allein, verlassen und von einer Gottesmutter bewacht. Ein Friedhof? Eine Grabstätte? Auch der Titel ist Programm. Die Kapiteleinteilung gefällt mir gut, das Schriftbild ist sehr angenehm und das Buch liegt bequem in der Hand.Die Autorin:"Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart, eine Erfahung, die auch in ihre Krimis einfließt. Für ihren Roman Der Traum vom Tod wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet. Scherbenkind ist ihr zweiter Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart."Fazit:Ein komplexer und ausgefeilter Krimi mit absolut unschlagbaren, teils bekannten, Protagonisten und eine Brise Süddeutschland und Stuttgart und persönlicher Spannung zwischen den Ermittlern. Eine gekonnte Fortsetzung, ein Buch mit Suchtpotential für alle Spannungs- und Ermittlungsliebhaber! Hat mir sogar noch besser gefallen als „Blutopfer“. 5 Sterne +++ dann hier!Meine begeisterte Rezension zu Sanders 1. Fall „Blutopfer“:http://www.lovelybooks.de/autor/Britt-Rei%C3%9Fmann/Blutopfer-1100239772-w/rezension/1103528081/

    Mehr
    • 12
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks