Nachdem mir der Start der Peter-Posthumus-Reihe "Das Haus der verlorenen Seele" sehr gut gefallen hatte, war ich von diesem Teil ziemlich enttäuscht. Er ist weniger griffig, viel bemühter und ziemlich zerfasert. Die verschiedenen Handlungsebenen und Perspektivwechsel haben mich diesemal eher verwirrt - irgendwann wusste ich nicht mehr, wer jetzt genau was weiß. Dabei wurden einige Informationen dann gleich doppelt vermittelt, was mir doch etwas wie überflüssiges Zeitspiel erschien.
Inhaltlich wird wieder eine scheinbar großes gesellschaftliches Szenario aufgebaut (Großkonferenz zu nachhaltigem Wirtschaften, Umweltproblematik, ein toter Teilnehmer, ein toter Junkie, Giftmorde, radikale Aktivisten, Korruption und der Geldwäscherbösewicht aus dem ersten Teil), doch letztendlich läuft alles wieder auf ein persönliches Mordmotiv hinaus.
Jetzt reicht es mir erstmal wieder mit diesem Ermittler, denn auch die persönlichen Schrullen, Gewohnheiten und Erinnerungen (u. a. an die verhergehenden Fälle) stagnieren und wirken arg breitgetreten, wie Füllstoff um noch ein paar mehr Seiten rauszuschinden.


























