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Chirise

vor 3 Jahren

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Die 17jährige Levke heiratet den älteren Jochen, um ihrer Tante und ihrem Onkel zu entkommen, die sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgezogen haben. Doch schon nach wenigen Wochen stirbt ihr Ehemann und Levke bleibt als Witwe allein in Bützer zurück. Da sie nicht zu ihrem Onkel zurückwill, bleibt sie in dem Dorf und freundet sich langsam mit dessen Bewohnern an.  Doch schon bald beginnen schlechte Träume Levke zu plagen und als eine Frau ermordet wird, versucht sie zusammen mit dem Bäckerssohn Thure, die Sache aufzuklären. Ist etwa Silas Böttcher, ein geheimnisvoller Matrose, der nach einigen Jahren wieder nach Bützer gekommen ist, der Schuldige? Bei ihren Ermittlungen stellen sie fest, dass die Ereignisse mit dem Tod von Thures Schwester Annemie zusammenhängen, die vor einigen Jahren tot im Fluss gefunden wurde..

 „Maistöcke“ war mein erstes Buch von Britta Orlowski, aber es wird bestimmt nicht mein letztes bleiben! Sie hat eine wunderbare Art Geschichten zu erzählen, die den Leser vollkommen in den Bann ziehen und keine Ruhe geben, bis sie nicht fertig gelesen sind.

Man lernt eine bunte Vielfalt von Charakteren kennen, die allesamt interessant sind, und scheinbar alle etwas zu verbergen haben. Zum einen wäre da Levke, die anfangs sehr schüchtern scheint, sich dann aber doch als sehr taffe Persönlichkeit entpuppt, die für die Sachen einsteht, die ihr wichtig sind, und auch keine Ruhe gibt, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Thure, der Bäcker, der versucht hinter das Geheimnis zu kommen, das seiner Schwester damals das Leben genommen hat, was er bis heute nicht überwunden hat, und der in Levke eine Verbündete findet. Silas, der mysteriöse Matrose und Sohn des Müllers, mit den violetten Augen, der nicht nur Levke den Kopf verdreht. Und mein persönlicher Liebling (neben Silas) Jordis, die Kräuterfrau, die für alles ein passendes Heilmittelchen hat und auch mehr weiß als sie zugeben will.

Die Geschichte entwickelt sich anfangs nur langsam, da man anfangs erstmal das Dorf Bützer und alle seine Bewohner kennenlernt, doch nach dem ersten Mord wird es zunehmend spannender, bis ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis sich am Ende alles nach dem Showdown geklärt hatte. Die Lösungshinweise werden erst nach und nach gegeben, sodass man wie Levke und Thure die meiste Zeit im Dunkeln tappt und herumrätselt, wobei meine Vermutungen sich nur teilweise bestätigt hatten und manche wieder komplett über den Haufen geworfen wurden. Sehr spannend!

Fazit: Spannender, unvorhersehbarer Historien-Krimi mit sympathischen Protagonisten. Klare Leseempfehlung!

Autor: Britta Orlowski
Buch: Maistöcke - Bützer History

Britta_Orlowski

vor 3 Jahren

@Chirise

es freut mich sehr, wenn ich vor allem neue Leser begeistern kann. Schön, dass du bei der Leserunde mitgemacht hast. Wir lesen uns in St. Elwine?

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