Britta Röder Die Buchwanderer

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Inhaltsangabe zu „Die Buchwanderer“ von Britta Röder

Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur – oder hat sie ihm mit Shakespeares „Romeo und Julia“ eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder … Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur – von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss – und weiter zu Cervantes „Don Quijote“. Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös. Ist die schöne Rosalia der Schlüssel zu diesem Geheimnis? Und welche Rolle spielt der heimlich in seine Nachbarin Charlotte verliebte Magus, der die eigenen Gefühle stets hinter seiner Kunst versteckt? Immer fließender werden die Grenzen zwischen Lesen und Erleben. Und immer stärker rückt die existentielle Frage in den Vordergrund, wo zwischen Realität und Fiktion jeder einzelne seine eigene Wirklichkeit (er-)findet.

Außergewöhnlich ungewöhnlich...

— BuecherKaterTee
BuecherKaterTee

Ich konnte mich leider nicht mit dem Schreibstil anfreunden.

— verruecktnachbuechern
verruecktnachbuechern

Der Anfang bzw. ersten 2/3 des Buches hatten mich nicht wirklich überzeugt, aber der Schluss verdient trotz Absehbarkeit einfach 4 Sterne!

— Yuyun
Yuyun

Ein gekonntes Verweben von Realität und Fiktion, und in allem: die Suche nach der Liebe und dem Leben. Tolles Debüt!

— parden
parden

Gefühlvoll mit Liebe zur Literatur

— Sanni77
Sanni77

unterhaltsam und bis zum Ende reizvolle Alternative zum aktuellen Krimi-Fantasy-Vampir-Einerlei

— BerndNiklas
BerndNiklas

Romeo ritt durch meine Bibliothek und Don Quijote steht auf dem Hof ,-) ein Abenteuer das seines Gleichen sucht!

— dieFlo
dieFlo

Eine richtig tolle Idee, eine Reise durch drei Klassiker der Weltliteratur:-)

— vormi
vormi

Abtauchen in ein schönes Abenteuer und wandern in alten Literaturklassikern. Echt lesenswert!!

— LESETANTE_CARO
LESETANTE_CARO

Drei Klassiker werden durchwandert und dem Leser näher gebracht. Ein wundervolles Buch voller Inspiration!

— vielleser18
vielleser18

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Drei Sterne sind noch sehr wohlwollend für diese platte, abgedroschende Story.

Saphir610

  • Rezensionen
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  • Themen
  • Eine absolut ungewöhnliche Geschichte

    Die Buchwanderer
    BuecherKaterTee

    BuecherKaterTee

    28. May 2016 um 14:27

    Ron ist neu in der Stadt, verabredet sich mit seinem Cousin Magus, dem einzigen Menschen, den er hier kennt und – versetzt ihn. Denn er wird von dieser schönen Frau „getroffen,“ der er durch die Stadt in die Bibliothek folgt. “ -Nichts passiert-, antwortete er und sprach, ohne es zu wissen, die größte Lüge seines Lebens aus.“ So beginnt eine Reise, die Märchen, Literaturkunde, Liebesgeschichte und Allegorie auf das Leben ist. Die Protagonisten wandern durch das Verona von Romeo und Julia, erleben das Russland von Alexander Puschkin, wo es zum Pistolenduell kommt, und durch die spanische Provinz mit Don Quichotte. Die Buchwanderer sind tiefgründig und lassen gelegentlich schmunzeln. Die Buchwanderer von Britta Röder ähneln einer russischen Matrjoschka – Puppe. Hinter der Geschichte gibt es eine Geschichte, hinter der eine Weitere zu ahnen ist. Die Ebenen der realität werden verschoben. Dieses Prinzip verwirrt. Wenn es allerdings verstanden ist, bietet diese Sichtweise auch für den Leser neue Einsichten. „Jedes neue Wissen befördert dich unumkehrbar über deinen alten Horizont hinaus..“ Die Buchwanderer finden heraus, dass das Leben durch eigenständiges Handeln mitbestimmt werden kann, „…wer  das echte Leben will, der muss nach den Regeln des echten Lebens spielen …“ Wer wissen möchte, ob das in allen Teilen klappt, sollte Die Buchwanderer lesen. Ein Buch, das mitreißt, neugierig macht und einen Hinweis darauf gibt, doch mal wieder nach den Klassikern zu greifen. Britta Röder: Die Buchwanderer Acabus Verlag ISBN: 978  3 – 86282 - 017 – 7

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  • Schöne Idee...

    Die Buchwanderer
    verruecktnachbuechern

    verruecktnachbuechern

    Das Buch hat ein unglaublich tolles Cover, das alte aufgeschlagene Buch lädt gleich zum Lesen ein. Auch der Klappentext kling vielversprechend. Britta Röder greift in ihrem Buch ein Thema auf, von dem, bestimmt einige Leseratten träumen. Das aktive Erleben eines Buches.  Dann habe ich das Buch aufgeschlagen und mit dem Lesen angefangen. Schnell war für mich leider klar, dass ich mich nicht mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden konnte. Einige Sätze sind dermaßen verschachtelt, öfter lesen blieb bei mir nicht aus.  Auch die Charaktere sind schwach. Ich habe mit keinem mitgefiebert oder mit gelacht. Kaum hatte ich ein Kapitel gelesen, da hatte ich schon wieder vergessen worum es eigentlich geht. 

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    • 5
    verruecktnachbuechern

    verruecktnachbuechern

    01. March 2016 um 15:34
    Janna_KeJasBlog schreibt das nenne ich eine wunderschöne Autorin-Reaktion (=

    Dan kann ich mich nur anschließen. :)

  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Eine Reise durch Zeit und Literatur

    Die Buchwanderer
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    Wir brauchen kein Happy End. Was wir wollen, ist ein Anfang. Eine faszinierende Unbekannte lässt Ron, der sich auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem Cousin Magus befand, sein eigentliches Vorhaben schnell vergessen. Nachdem er ihr unauffällig folgt, verliert sich ihre Spur in einer Bibliothek und alles, was ihm bleibt, ist Shakespears aufgeschlagenes Werk 'Romeo und Julia', welches die Unbekannte vor wenigen Sekunden noch in den Händen hielt. Findet Ron darin ein Hinweis auf die Schöne? Ein Autor lässt seinen Helden doch nicht im Stich. Zu Hause angekommen, beginnt Ron mit der ausgeliehenen Lektüre und findet sich plötzlich mitten in Verona wieder. Rons Suche nach der Unbekannten führt ihn und den Leser durch drei Klassiker der Weltliteratur – doch wo hört die Realität auf und wo beginnt Fiktion? Ja, es ging ihr besser als jeder dieser Romanfiguren. Anders als diese blassen papiernen Gestalten, für die von Anfang bis Ende kein Ausweg vorgesehen war, konnte sie ihr Leben selbst bestimmen. Welch ein Glück! Was für eine einfallsreiche Liebesgeschichte! Obgleich die Liebe nicht zu meinem bevorzugten Genre der zeitgenössischen Literatur gehört, wusste mich die Autorin mit der Idee, die Buchwanderung der Figuren, und dem formvollen Schreibstil zu überzeugen. Letzterer spiegelt sich nicht nur in Anlehnung an die Klassiker wider, sondern zieht sich als roter Faden durch den Roman. Röders Sprache ist ausdrucksstark und gekonnt formuliert, stellenweise poetisch und bildhaft. Besonders die Landschaftsbeschreibungen haben es mir sehr angetan. Der Tod, dieser abstrakte Begriff, diese verklärende Erfindung romantischer Dchter, diese leere Worthülse am Ende eines Romans, hier offenbarte er ihm seine hässliche, alles in Frage stellende Fratze. Anfangs stolperte ich zunächst über die einen oder anderen unnötige Wortwiederholung auf engstem Raum oder über Adjektive, die sich im Kontext von selbst erklärten und somit an Gewichtung verloren. Diese kleinen Kritikpunkte verflüchtigte sich jedoch rasch im Laufe der Geschichte und kamen lediglich vereinzelt am Anfang vor. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und hat einige tolle Schachtelsätze zu bieten, die ganz nach meinem Geschmack waren. Mir fiel vor allem der Rhythmus des Geschriebenen auf, der den Inhalt gut unterstrich. Er, der gar nicht wusste, dass er erwartet wurde, ließ sich einfach nur Zeit. Und Zeit, davon gab es hier buchstäblich unendlich viel. Eine ungelesene Wüste aus Zeit. Zeit in jeder Richtung. Auch wenn die eigentlichen Protagonisten Ron und die Unbekannte sind, gefielen mir die Nebencharaktere Magus und dessen Nachbarin Charlotte am besten. Für meinen Geschmack hatten sie die benötigten Ecken und Kanten, um mir sympathischer und greifbarer zu sein. Für mich war Ron leider eine Spur zu glatt und zu blass. So schreibt die Autorin beispielsweise schön formuliert über Magus: Tagsüber war er ein Mann der vielen Gespräche. Abends kehrte er erleichtert heim, um die Ruhe und Erholung zu suchen, die er nur in den eigenen vier Wänden fand. In diesen Stunden dämmerte ihm manchmal, dass er vielleicht der einsamste Mann der Welt war. Eine Besonderheit möchte ich noch hervorheben: Innerhalb der „Zeitreisen“ lassen sich kursiv gekennzeichnete Zitate finden, die die Autorin den Originaltexten entnahm und gekonnt in den Verlauf ihrer Geschichte einfügte. Somit erhält der Leser einen guten Einblick in die Klassiker, da sie Neugierde wecken. Anzumerken ist außerdem, bringt die Autorin die Klassiker geschickt näher, ohne zu überfordern, wenn man das Original (noch) nicht kennt. Abgesehen davon gefielen mir die lebhaften Dialoge sehr, da sie die Geschichte vorantrieben und/oder die jeweiligen Charaktere unterstützten. „Warum sollte die Kunst anderen Gesetzen gehorchen als das Leben? Kunst ist ein Teil des Lebens." „Kunst ist etwas, wohinter ich mich verstecke, um dem Leben nicht zu sehr ausgesetzt zu sein.“ „Ihr seid beide verrückt!“, lachte R.* „ [...] Aber auf unsere selbst gewählte Weise. Und darin liegt unsere Freiheit“ Die Auflösung des Ganzen, die einige Überraschungen für mich bereithielt, fand ich überzeugend und gut durchdacht. Der Roman hat somit einiges zu bieten: Liebe, Klassiker, Nöte, Freude und eine gute Portion Melancholie. L.* war in diesem Gewirr aus Irrtümern und Zufällen der einzige, den man glücklich nennen konnte, vorausgesetzt dass man auch einen gelungenen Selbstbetrug als Quelle des Glückes gelten lässt. Der Roman ist natürlich aufgrund des wunderschönen Covers sehr anziehend und hält, was es verspricht. Kleines Manko jedoch stellt die sehr kleine und mit geringem Zeilenabstand gehaltene Schrift, aber dies kann natürlich nicht der Autorin, sondern lediglich dem Verlag angekreidet werden. Die Kommatafehler, die mal vorkommen können, klaro, aber mich leider stets aus den jeweiligen Satz werfen, schiebe ich mal dem Lektor bzw. Lektorin zu. Bis auf die kleinen Kritikpunkte führte mich die Autorin leichtfüßig durch die stellenweise komplexe Handlung und bot mir einige Stunden voller Lesevergnügen – gerne wäre ich mit den Figuren durch weitere Bücher gewandert. Gelungener Debütroman! Sie war gefangen. Gefangen in der einsamen Weite einer großen endlosen Freiheit. * Anmerkung: Um eventuellen Spoiler zu vermeiden, mache ich vorsichtshalber den Namen der jeweiligen Figur unkenntlich.

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  • Buchfigur oder nicht? Was ist real, was nicht?

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    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    Aufmachung des Buches Das Cover von „Die Buchwanderer“ von Britta Röder muss eigentlich jedem, der Bücher liebt gefallen. Zu sehen ist ein aufgeschlagenes, schon älteres Buch, aus dem kleine Elemente herausfliegen. Im Hintergrund sind Bücherregale mit unzähligen Werken zu erkennen. Mir gefällt das Cover sehr gut. Inhalt „Wir brauchen kein Happy-End. Was wir wollen, ist ein Anfang.“ (Zitat Seite 202) Ron ist gerade in eine andere Stadt umgezogen als er auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem Cousin Magus eine für ihn wundervolle Fremde begegnet. Schnell hat er die Verabredung vergessen und folgt der jungen Frau. In einer Bibliothek verliert sich die Spur und nur ein Exemplar von „Romeo und Julia“ bleibt von der Fremden übrig. Diese Lektüre leiht sich Ron dann auch aus und findet sich beim Lesen plötzlich direkt mitten in der Handlung als mitwirkende Person wieder. In Verona trifft er auf Rosalia. Doch wie konnte Ron überhaupt in die Geschichte „wandern“ und welche Gemeinsamkeit haben Rosalia und Ron? Und überhaupt, was hat dann auch noch Magus damit zu tun? Ein Buchwander-Abenteuer nimmt seinen Lauf. Meine Meinung Ich wusste nicht so genau, was mich bei „Die Buchwanderer“ erwartet. Klar, ich wusste den Inhalt vom Klappentext, aber welch eine Buchwanderung hier von statten gehen wird, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Der Roman steckt voller Überraschungen und mich hat es in meinem Lesepausen doch zum Nachdenken angeregt. Ich musste ein paar Aspekte vom Inhalt genau überdenken um die Handlung richtig nachvollziehen zu können. In diesem Buch muss man auch „zwischen den Zeilen“ lesen und Britta Röder gelingt es mit den Worten zu spielen. In diesem Buch wird in verschiedenen Ebenen erzählt. Irgendwann wusste ich selbst als Leser nicht mehr so genau, was real ist und wann man sich in der Bücherwelt richtig befindet. Ich war zwar häufig verwirrt und habe mir so meine Gedanken gemacht, aber die Idee der Geschichte von Britta Röder ist klasse. Außerdem habe ich mehr über Klassiker kennengelernt. Romeo und Julia habe ich auch schon gelesen, aber der Inhalt von Eugen Onegins und Don Quijote war mir nicht so geläufig. Das Buch enthält viele weise Worte, die man auch in unserem Leben mal überdenken sollte. Zum Beispiel sollte man sein Leben in die Hand nehmen, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen möchte und sich nicht wie eine Buchfigur leiten lassen. Dieser Roman ist meines Erachtens nicht als Bettlektüre geeignet. Ich finde man muss die Geschichte aufmerksam lesen. Ich habe sie zwar auch vorm Schlafen gelesen, aber am nächsten Tag musste ich doch noch mal manche Stellen erneut lesen, damit ich den Gedankengängen noch folgen konnte. Ich finde es schön, wie die verschiedenen Klassiker angegangen werden. Man lernt eine ganz neue Perspektive dieser Lektüren kennen. Außerdem sieht man plötzlich die Geschichten aus einem ganz anderen Blickwinkel. Natürlich muss es in Büchern auch „Komparsen“ geben, die keine Rolle spielen, aber doch vorhanden sind. Ich als Leserin habe mir vorher nie Gedanken darüber gemacht. Ich bleibe zwar nach dem Lesen auch mit ein paar Fragezeichen zurück, die ich hier aber nicht erläutern möchte, um nicht wohlmöglich zu spoilern. Wer das Buch lesen möchte, sollte sich einfach überraschen lassen und auf interessante, neue Aspekte über Buchfiguren freuen. Mein Fazit Ich gebe diesem interessanten Roman vier Sterne. Es ist eine tolle Idee und Britta Röder muss viel Fantasie haben um solch eine Geschichte niederzuschreiben ;-). PS: Vielen Dank, Britta, für die tolle Signierung des Buches :-).

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  • Auf der Suche...

    Die Buchwanderer
    parden

    parden

    AUF DER SUCHE... Ron ist gerade erst in die neue Stadt gezogen und befindet sich auf dem Weg zu seinem Cousin Magus, mit dem er zum Mittagessen verabredet ist. In der Straßenbahn dann verliert er dieses Vorhaben jedoch aus den Augen. Ruckelnd beschrieb die Straßenbahn gerade eine unharmonische Kurve, als ein äußerst unsanfter Rempler ihn zurück in seine Realität stieß. Ein kantiger Rucksack hatte seine Schulter hart gestreift. Um Entschuldigung bittend drehte sich die junge Besitzerin des Rucksacks zu ihm um. Leuchtend grüne Augen trafen ihn schutzlos bis auf den tiefsten Grund seiner Seele. Smaragdaugen. - "Tut mir leid." Ihre Stimme klang hell und klar. - "Nichts passiert", antwortete er und sprach, ohne es zu wissen, die größte Lüge seines Lebens aus. (S. 10) Was wie eine einfache Liebesgeschichte beginnt, erweist sich jedoch rasch als etwas Komplizierteres. Denn obwohl Ron versucht, der schönen Unbekannten durch die Stadt zu folgen, verliert er ihre Spur gleich darauf in der Bibliothek. An der Stelle, wo er sie zum letzten Mal sah, liegt nur noch ein aufgeschlagenes Buch: Shakespeares 'Romeo und Julia'. Da dies seine einzige Spur ist, nimmt Ron das Buch mit nach Hause und schlägt es dort auch gleich auf... Seine Augen flogen über die bekannten Zeilen. In seinem Kopf verwandelten sie sich in den Klang fremder Stimmen, die desto deutlicher zu ihm sprachen, je tiefer er den Sinn des Gelesenen erfasste. Immer dichter wurde die Atmosphäre, die die Worte um ihn herum erschufen. Immer konkreter wuchs das Bild einer neuen Umgebung heran. Ein Luftzug streifte ihn. Hatte er in seiner Wohnung ein Fenster offengelassen? Plötzlich fühlte er sich beobachtet. Er spürte es ganz deutlich und hob überrascht den Kopf. Die Stimmen waren verklungen und er stand auf einem hell gepflasterten Platz inmitten einer fremden Stadt. (S. 15) Auf diese Art ist Ron jedenfalls noch nie in die Bücherwelt eingetaucht. Völlig verblüfft ist er plötzlich Teil der Handlung, lernt zumindest von ferne Romeo und Julia kennen - und trifft tatsächlich auch die schöne Unbekannte wieder. Doch es bleibt nicht bei dieser einen Geschichte. Immer weiter treibt es Ron auf der Suche nach Rosalia, nach der Liebe, nach dem Leben. Ein Wanderer zwischen den Bücherwelten ist er - doch er ist nicht allein. "Du hast dir viel Zeit gelassen, den Weg hierher zu finden", stellte sie fest. - "Es tut mir leid, wenn ich deine Geduld auf die Probe gestellt habe, aber den Weg zu finden war nicht so einfach. Ich war mir nicht sicher..." - "Und nun bist du es?" - "Sicher? Wohl kaum. Ich begreife noch immer nicht, was hier eigentlich vorgeht." - "Aber immerhin begreifst du, dass hier etwas vorgeht", stellte Rosalia zufrieden fest. (S. 104) Realität und Fiktion verschwimmen zunehmend in diesem Debütroman von Britta Röder. Der Leser taucht mit Ron in altbekannte Bücherwelten ein - von Shakespeares 'Romeo und Julia' über Puschkins 'Eugen Onigin' bis hin zu Cervantes 'Don Quijote' geht die Reise quer durch Zeit und Raum. Kursiv gedruckt stößt der Leser dabei auf Zitate aus den bekannten Werken, die gekonnt in die Handlung eingefügt sind und die Neugierde auf die Klassiker wecken, sofern man sie noch nicht kennt. Britta Röder hat darüber hinaus ihren Schreibstil dem altertümlichen Ausdruck der genannten Werke angepasst, was mir gut gefallen hat und zuweilen sehr poetisch anmutete, ohne aufgesetzt zu wirken. Ein angenehm flüssiger Schreibstil, und auch die gelegentlichen Schachtelsätze stellen hier keine Überforderung dar. "Wenn du nicht auf direktem Weg zum Ziel kommst, dann nimm einen Umweg." - "Aber mein schöner perfekter Plan..." - "Sei flexibel. Das Leben lässt sich nicht so einfach dirigieren und berechnen. Es folgt seinen eigenen Gesetzen." - "Das Leben? Aber wir reden doch hier von der Kunst." - "Na, du bist mir ja ein schöner Künstler, wenn du meinst, das voneinander trennen zu können." (S. 97) Die Handlung springt dabei von den Geschehnissen um Ron und seiner Suche nach Rosalia zwischendurch auch zu Magus, seinem Cousin. Er, der schon lange in der Stadt wohnt, seit Jahren Tür an Tür mit Charlotte, in die er heimlich verliebt ist, sich jedoch nicht traut, ihr diese Liebe zu gestehen. Und auch wenn es anfangs gar nicht so scheint: Magus spielt eine überaus gewichtige Rolle in diesem Stück. Tagsüber war er ein Mann der vielen Gespräche. Abends kehrte er erleichtert heim, um die Ruhe und Erholung zu suchen, die er nur in den eigenen vier Wänden fand. In diesen Stunden dämmerte ihm manchmal, dass er vielleicht der einsamste Mann der Welt war. (S. 26) Immer fließender werden im Verlauf der Geschichte die Grenzen zwischen Lesen und Erleben. Und immer stärker rückt die existentielle Frage in den Vordergrund, wo zwischen Realität und Fiktion jeder einzelne seine eigene Wirklichkeit (er-)findet. Doch im festgelegten Handlungsgefüge eines Romans ist es nicht einfach, eine eigene Geschichte zu erleben. Es war nicht dum Angst zu haben, sondern natürlich. Sie hatten erkannt, dass sie frei waren. Darin lag ihre große Chance, aber auch ihre größte Bedrohung. Denn die Freiheit zwang sie zur Wahl. Sie waren gezwungen, weiterzugehen, auch wenn sie nicht wussten wohin. (S. 132) Bei aller Begeisterung gilt es jedoch auch, einen kleinen Kritikpunkt nicht zu verschweigen: das Schriftbild. Viel zu klein die Schrift, dazu noch ein geringer Zeilenabstand - da gerät das Lesen schnell zu einer unnötigen Anstrengung. Mir verleidete dies leider ein wenig die Lesefreude, was ich schade fand. Ansonsten ist es ein bezauberndes Debüt, und ich hoffe sehr, dass Britta Röder nach 'Die Buchwanderer' und 'Zwischen den Atemzügen' noch weitere Ideen für tolle Bücher in petto hat! Ich werde jedenfalls Ausschau danach halten! © Parden

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  • Eine Wanderung durch weltberühmte Literatur

    Die Buchwanderer
    Ajana

    Ajana

    29. April 2015 um 17:15

    *Cover* Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farben sind stimmig auf einander abgestimmt und es zeigt genau worum es geht: Bücher. Das aufgeschlagene Buch im Vordergrund passt grade deshalb gut, weil es eben aufgeschlagen ist. Wenn man das Buch gelesen hat, ergibt auch diesen einen Sinn. *Inhalt* Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur - oder hat sie ihm mit Shakespeares Romeo und Julia eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder … Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur - von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss - und weiter zu Cervantes Don Quijote . Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös. Ist die schöne Rosalia der Schlüssel zu diesem Geheimnis? Und welche Rolle spielt der heimlich in seine Nachbarin Charlotte verliebte Magus, der die eigenen Gefühle stets hinter seiner Kunst versteckt? Immer fließender werden die Grenzen zwischen Lesen und Erleben. Und immer stärker rückt die existentielle Frage in den Vordergrund, wo zwischen Realität und Fiktion jeder einzelne seine eigene Wirklichkeit (er-)findet. *Meine Meinung* Da die Inhaltsangabe sehr detalliert ist, werde ich nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn ich finde, die Beschreibung verrät sogar schon zu viel über das Buch, was man besser selbst entdecken könnte. Ich war vor dem Lesen sehr gespannt auf das Buch, da ich als absolute Leseratte gerne auch Geschichte lese, die sich rund um das Thema Bücher drehen. Und hiervon hat man in diesem Buch wirklich genug. Die Autorin nimmt einen mit auf eine Reise durch die Literaturwelt, sei es nun nach Rom auf den Spuren von Romeo und Julia oder in die Welt von Don Quijote. Dabei hat sie es für mich geschickt geschafft, ihre Geschichte mit den berühmten Geschichten zu verweben. Der Schreibstil der Autorin hat mir auch gut gefallen. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ich hatte durch die oft sehr detallierte Beschreibung das Gefühl mitten in Rom zu stehen und mit Ron die Geschichte von Romeo und Julia zu erleben. Natürlich dreht sich das Buch nicht nur darum, aber was die Geschichte eigentlich ausmacht, möchte ich jetzt nicht erwähnen, sonst würde ich etwas vorweg nehmen, dass nicht in der Beschreibung oben enthalten ist. Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass die Autorin die Bücher, die sie in dieser Geschichte verarbeitet, auch selbst gelesen und die die altertümliche Schreibweise geschickt übernommen hat, sodass es sich nicht anfühlt als wäre es eine Geschichte, die in die heutige Zeit verfrachtet worden wäre. Zwischenzeitlich war ich mir nicht ganz so klar, wo das Buch überhaupt hinführen soll, aber am Ende hat die Autorin es geschafft, alle losen Enden gut miteinander zu verknüpfen, sodass mir das Ende gut gefallen hat. Manchmal jedoch gingen manche Abschnitte des Buches zu sehr ins Detail und für mich persönlich ging die Geschichte von Ron und seinem Cousin dabei ein wenig unter. Da kann es leicht passieren, dass man mit den Gedanken mal abschweift. Auch hat mir ein wenig mehr Spannung in diesem Buch gefehlt und die Gefühle der Charaktere kamen manchmal nicht ganz bei mir an und ich konnte keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen. Während ich das Buch gelesen habe, habe ich mich selbst gefragt, in welche Geschichte ich gerne mal schlüpfen würde und habe Ron ein wenig darum beneidet. *Mein Fazit* Eine gut durchdachte Geschichte mit guter Einbindung von berühmter Litaratur, nur reicht es für mich leider nicht für die 5 Sterne, da es doch ein ein paar Kritikpunkte für mich gibt, die ich leider nicht vergessen kann. Aber trotzdem kann ich jedem empfehlen, das Buch mal zu lesen, der so wie ich gerne "Bücher über Bücher" liest.

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  • Durch Bücher wandern

    Die Buchwanderer
    Milagro

    Milagro

    An sich wollte ich jedenfalls als nächstes keine Liebesgeschichte lesen, da fielen mir die Buchwanderer in die Hände. Ich war erst ein wenig zurückhaltend, Zeitreisen sind nicht wirklich mein Thema, die Besprechungen hier machten mich aber schon recht neugierig, ich merkte, es wird wohl keine der üblichen Zeitreisegeschichten sein. Ich gab der Geschichte also eine Chance und wurde nicht enttäuscht. Das erste Viertel entwickelte sich beständig, ich wurde immer mehr in die Geschichte (in der Geschichte) hineingezogen; es wurde immer spannender, rasanter und während Ron seine endlosen Tage in der Weite Russlands verbrachte, ein wenig gelangweilt, wenn auch vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt, musste ich unbedingt wissen, wie sich die Puzzelstücke zusammen finden würden.  Sehr unterhaltsam, gut verwobene Erzählstränge mit schönen Dialogen, ein wenig mehr von Charlotte hätte ich mir gewünscht, dann wäre es perfekt gewesen. Aber wer will schon Perfektion. 

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    • 6
    franzzi

    franzzi

    19. January 2015 um 12:11
    BrittaRoeder schreibt Liebe Milagro, vielen Dank für deine schöne Rezension. Es freut mich sehr, dass meine Buchwanderer dich gut unterhalten haben! So macht mir das Schreiben Spaß! Und ach ja, Charlotte lässt dir ...

    Oh, der letzte Satz macht mich ja nun wiederum neugierig. Ich bin gespannt, liebe Britta. Und ich werde mich auch von Gsimeks Begeisterung anstecken lassen und ganz bald Zwischen den Atemzügen ...

  • Ode an die Literatur

    Die Buchwanderer
    Sanni77

    Sanni77

    18. January 2015 um 23:27

    Ron trifft auf dem Weg zu seinem Cousin Magus eine schöne unbekannte Frau und folgt ihr in eine Bibliothek. Dort verschwindet sie plötzlich zwischen den Regalen, zurück bleibt nur das Buch "Romeo und Julia". Auf Rat seines Cousins beginnt er zu lesen und findet sich plötzlich in Verona mitten in seinem Buch wieder. Von da an führt ihn seine Suche nach der Unbekannten durch die Klassiker "Romeo und Julia", "Eugen Onegin" und "Don Quijote". Die Autorin Britta Röder unternimmt dem Leser eine Reise durch verschiedene Klassiker der Weltliteratur, wobei der Leser sich irgendwann die Frage stellt: Was ist Realität und was ist Fiktion? Durch den fast philosophischen Schreibstil der Autorin ist das Buch keine kurzweilige Lektüre, eher eine Ode an die Literatur für die man sich Zeit nehmen muss.

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  • Wunderschön!

    Die Buchwanderer
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Seine Augen flogen über die bekannten Zeilen. In seinem Kopf verwandelten sie sich in den Klang fremder Stimmen, die desto deutlicher zu ihm sprachen, je tiefer er den Sinn des Gelesenen erfasste. Immer dichter wurde die Atmosphäre, die die Worte um ihn herum erschufen. Immer konkreter wuchs das Bild einer neuen Umgebung heran. Ein Luftzug streifte ihn. Hatte er in seiner Wohnung ein Fenster offengelassen? Plötzlich fühlte er sich beobachtet. Er spürte es ganz deutlich und hob überrascht den Kopf. Die Stimmen waren verklungen und er stand auf einem hell gepflasterten Platz inmitten einer fremden Stadt.“ Eigentlich hatte Ron sich Shakespeares „Romeo und Julia“ nur deshalb ausgeliehen, weil er hoffte, dass die schöne Unbekannte, der er in die Bibliothek gefolgt war, in diesem Buch einen Hinweis oder eine Botschaft für ihn versteckt hatte. Doch kaum hat er mit der Lektüre begonnen, findet er sich auch schon mitten in Verona wieder. Und während Romeo um Julia wirbt, trifft Ron in Rosalia genau die von ihm gesuchte schöne Unbekannte wieder. Doch im festgelegten Handlungsgefüge eines Romans ist es nicht einfach, eine eigene Geschichte zu erleben. Die Suche nach dem ganz persönlichen Happy End wird Ron und Rosalia durch mehrere Werke der Weltliteratur führen: Von Shakespeares Verona über Puschkins Russland bis hin zu Cervantes‘ Don Quijote… Welcher leidenschaftliche Leser ist noch nie in einem Buch „versunken“? Wer hat noch nie alles um sich herum vergessen, ist in Gedanken selbst Teil der Handlung geworden? Wer hat noch nie in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt, weil er – lesend in der S-Bahn sitzend – plötzlich laut losgelacht hat? Und wer hat bei einem Buch mit traurigem Inhalt noch nie zum Taschentuch greifen müssen? Bei den Buchwanderern verschwimmen Realität und Fiktion, Ron muss sich manches Mal fragen, was denn nun für ihn die Wirklichkeit ist. Diese Geschichte habe ich mit großer Faszination und manchmal auch mit etwas Neid gelesen: So gerne hätte ich auch auf diesem Platz in Verona gestanden! Was soll ich sagen? Ich bin in dem Buch versunken! Der Schreibstil ist wundervoll, jeder Satz fein formuliert. Manche Passagen waren so schön, dass ich sie mehrfach gelesen habe – und sie anschließend noch meinem Mann, meinem Sohn und meiner Tochter vorgelesen habe. Und zwar jedem einzeln ;-) Wieviel Zauber in einem Satz liegen kann! Mir, der für gewöhnlich Liebesgeschichten nicht sehr reizvoll findet, ist an einer Stelle so das Herz aufgegangen, dass ich diese Passage hier kurz zitieren möchte: „Ruckelnd beschrieb die Straßenbahn gerade eine unharmonische Kurve, als ein äußerst unsanfter Rempler ihn zurück in seine Realität stieß. Ein kantiger Rucksack hatte seine Schulter hart gestreift. Um Entschuldigung bittend drehte sich die junge Besitzerin des Rucksacks zu ihm um. Leuchtend grüne Augen trafen ihn schutzlos bis auf den tiefsten Grund seiner Seele. Smaragdaugen. - Tut mir leid. – Ihre Stimme klang hell und klar. - Nichts passiert -, antwortete er und sprach, ohne es zu wissen, die größte Lüge seines Lebens aus.“ Die größte Lüge seines Lebens. Wunderschön! Britta Röder versteht es wirklich, die richtigen Worte zu finden. So gibt es neben reichlich phantastischen Schilderungen, romantischen Passagen und spannenden Momenten Abschnitte, in denen ich herzhaft lachen musste. Meine diesbezügliche Lieblingsstelle beginnt mit den Worten: „Sag mal, wie geht es eigentlich der alten Großtante Agathe…?“ Jeder, der das Buch schon gelesen hat, weiß, was nun kommt. Und allen anderen sage ich: Lest es nach! Fazit: Ein wunderschönes Buch! Lesen - und darin versinken!

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    • 14
  • Eine Reise durch Verona, Russland und La Mancha

    Die Buchwanderer
    Orisha

    Orisha

    Als Ron seinen Cousin Magus besucht, trifft er in der Bahn auf eine schöne Rothaarige, die ihn sogleich in ihren Bann zieht. Er folgt ihr und findet sich in einer Bibliothek wieder, wo er die Spur der schönen Unbekannten verliert. Dafür stößt er auf ein Buch, das ihn fortan nicht mehr loslässt und das ihn wortwörtlich in eine andere Welt hineinzieht. Damit beginnt ein Abenteuer, dessen Ende sich Ron in seinen künsten Träumen nicht ausgemalt hätte. Drei Klassiker: Shakepeares Romeo und Julia, Puschkins Eugen Onegin und Cervantes Don Quichotte. Drei unterschiedliche Romane, die Ron und auch seinem Cousin Magus, als roter Faden auf ihrer Suche nach der großen Liebe dient. Eine Suche an dessen Ende nichts ist, wie es zunächst schien. Britta Röder hat dieses Buch geschrieben und wurde, wie sie selbst schrieb "durch eine besonders große Liebe zur Literatur inspiriert". Das merkt man dem Buch auch an. Gekonnte verflicht sie ihre eigenen Handlungsstränge mit denen der drei Klassiker. Auch fängt sie, die den Klassikern jeweils sehr eigene Stimmung ein: den Trubel in Veronas Straßen, das einsame russische Landleben, die Weite der spanischen Mancha. Dabei ist es sicher von Vorteil, wenn man die drei Werke auch kennt. Man wird sicher noch mehr Querverweise finden, die mir, die ich die drei Klassiker bisher noch nicht gelesen habe, verborgen geblieben sind. Eine Homage an die drei Klassiker ist es aber auf jeden Fall. Sprachlich hat das Buch seine Höhen und Tiefen. Während Auszüge aus den Klassikern wunderbar eingebunden sind, haben manche Beschreibungen ihre Längen. Besonders am Anfang fiel es mir schwer, in das Buch hineinzufinden, weil die Sätze mir zu verschachtelt waren. Es lockerte im Buch aber zunehmend auf. Auch das Ende hat mir nicht 100%ig gefallen (was sicherlich Geschmackssache ist), daher würde ich 3,5 Sterne vergeben. Fazit: Eine interessante, kurzweilige Lektüre für Zwischendurch.

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    • 6
    Milagro

    Milagro

    24. October 2014 um 22:37
  • eine Wanderung, die seines Gleichen sucht

    Die Buchwanderer
    dieFlo

    dieFlo

    Du gehst ahnungslos durch das Leben, schaust jemanden in die Augen und weißt: Der oder die ist es!  So geht es Ron - er versinkt in den grünen Augen und er muss sie kennenlernen - er muss wissen, wer sie ist, wo sie lebt ... er folgt ihr und landet in einer Bibliothek, sie schaut ihn an und ... ist weg. Keine Spur von ihr nur ein aufgeschlagenes Buch? Der Titel "Romeo und Julia" ... Für Ron beginnt ein Abenteuer, das seines Gleichen sucht .. er reist nach Spanien, trifft Don Quijote .. er wandert. Der Titel hat es ja schon verraten - wohin ihn seine Reise führt? Nun dafür müsst ihr es selbst lesen. Das Buch liest sich flott, man taucht ein und hat eben Don Quijote neben sich stehen oder eben die schöne Juliet vor Augen - es erinnert an die alten Klassiker und macht Spaß zu lesen. Das Ende - nun ja - ich gebe zu: ich hätte es anders gewollt, bin der Meinung es müsste anders sein, aber der ganze Rest passt! Fazit: eine Geschichte, so anders und so lesenswert!!!  i

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    • 6
  • Bis zum Horizont eines Buchdeckels

    Die Buchwanderer
    franzzi

    franzzi

    Einen jungen Mann trifft in der Straßenbahn der Schlag, als er ein Mädchen mit durchdringend grünen Augen entdeckt. Ein innerer Impuls sagt, er muss ihr folgen, durch die Stadt, in die Bibliothek, zwischen den Regalreihen. Dann ist die geheimnisvolle Frau verschwunden. Nur ein aufgeschlagenes Buch liegt dort, wo sie eben noch gestanden haben muss. Ein Buch, das "Die Buchwanderer" heißt, legt den Schluss nahe, wohin die schöne Unbekannte verschwunden ist. Zwischen die Buchdeckel, direkt in die Geschichte. Der junge Mann, Ron, folgt ihr und es beginnt eine amüsante und zauberhafte Reise durch die Klassiker der Weltliteratur. Da trifft Ron auf einen hochpubertär-mauligen Romeo und eine unscheinbar-mausgraue Julia, auf einen komischen wie hochbrillanten Don Quichote, schlüpft selbst in die Rolle von Puschkins Helden Eugen Onegin. Und das alles, man ahnt es, um das Herz der jungen Frau zu gewinnen. Begleitet wird er dabei - mal aus der Nähe und mal aus der Ferne - von seinem Cousin Magus, der seine eigenen Pläne zu verfolgen scheint. Überzeugend interpretiert Britta Röder die von Shakespeare, Puschkin und Cervantes geliehenen Figuren, drückt ihnen ihren individuellen Stempel auf und rückt sie ins Zentrum ihrer eigenen Geschichte, ohne sie zu verbiegen. Scheinbar spielerisch gelingt es ihr, den Leser zu verwirren und zum Grübeln zu bringen, indem sie die Grenzen zwischen der Realität und der Literatur verwischt. Wer springt da eigentlich zu wem ins Buch? Was passiert mit einer Geschichte, wenn buchfremde Personen plötzlich darin mitmischen? Wer ist eigentlich real und wer nur erdacht? Und was geht in Menschen vor, die plötzlich erkennen, dass sie nur Romanfiguren sind, deren Wege von übermächtiger Hand vorgezeichnet und starr begrenzt sind? In diesem Spannungsfeld spinnt Britta Röder die Fäden ihrer dreifachen Liebesgeschichte. Die zweier Pärchen und die größte von allen, die Liebe des Lesers zur Literatur. Die Handlung ist häufig doppelbödig, erlaubt es, sie auch als Metapher auf das Lesen an sich zu verstehen, die sich bei guten Büchern nicht selten wie eine Reise in eine ferne und unbekannte Welt anfühlt. Dazu immer wieder ein Zuckerguss aus Poesie in den Handlungssträngen(1), dahingedacht von einem ihrer eigenen Protagonisten in der ausgeliehenen Welt. <<"Ihr seid ja beide verrückt", lachte Rosalia. "Ja", stimmte ihr Sancho Pansa zu. Aber auf unsere selbst gewählte Weise. Und darin liegt unsere Freiheit." >> (S. 172) Die Idee funktioniert, sie funktioniert auch noch, wenn man die nicht unlogische, aber doch ein wenig enttäuschend einfache Auflösung kennt. Die Frage, wie wir die Grenzen zwischen Fiktion und Realität erkennen und trennen, lässt das Buch leider fallen. Am Ende siegt der Schmalz über die Poesie, der Drang zum Happy End über die philosophischen Knüpfwerke. Deswegen kann es auch nicht den prägenden Eindruck hinterlassen, der etwa "Sophies Welt" von Jostein Gaarder oder Cees Nootebooms "Das Lied vom Schein und Sein" gelang. Sie widmen sich ähnlichen Themen, auch bei ihnen schimmert die Liebe zum Schreiben und Lesen durch - doch die Konsequenzen, die sie daraus ziehen, sind radikaler und bedeutender. Dennoch gefällt mir "Die Buchwanderer" persönlich besser als Cornelia Funkes "Tintenwelt", weil es eben mehr ist, als "nur" eine Geschichte, die liebgewonnene Klassiker zum Leben erweckt. Leider wird der Lesegenuss von einem sehr oberflächlich korrigierten Text geschmälert. Zu viele Kommafehler, zu viele fehlende Buchstaben oder auch mal falsche Namen in einem Buch, das doch vor allem die Liebe zu den Büchern preisen, wecken und wachhalten will. Das kann aber nicht nur den Inhalt, sondern muss auch die Form meinen. Da sind solche Schnitzer doppelt traurig. _______________________________________________________ (1) Eine Auswahl meiner Lieblingszitate aus dem Buch finden sich in meiner Lesechronik zum Buch: http://www.lovelybooks.de/bibliothek/franzzi/lesestatus/1099765226/

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    • 5
  • Die Buchwanderer

    Die Buchwanderer
    vormi

    vormi

    Ron ist gerade in eine neue Stadt gezogen und auf dem Weg zu einem Mittagessen mit seinem Cousin Magus. Da sieht er in der Straßenbahn seine Traumfrau. Kurzentschlossen folgt er ihr durch die Stadt und vergißt darüber seine Verabredung. Endlich sieht er sieh in eine Bibliothek gehen und hofft, sie dort ansprechen zu können. Schnell einen Bibliotheksausweis besorgt und nun muß er sie in den langen Regalreihen wieder suchen. Und endlich als er sie sieht, wirft sie ihm einen langen Blick zu und ist verschwunden. An der Stelle, an der Ron sie gesehen hat, liegt ein Buch auf dem Boden "Romeo & Julia". Wollte die schöne Unbekannte ihm damit eine Nachricht hinterlassen? So beginnt für Ron eine Reise durch drei Klassiker der Weltliteratur. Nach Verona zu Romeo & Julia, ins Rußland von Eugen Onegin (Puschkin) und nach Spanien zu "Don Quixote" und Sancho Pansa. Es macht zum Glück auch gar nichts, wenn der Leser nicht alle Romane kennt. Der Autorin gelingt es spielend, unwissende Leser da durchzuführen. Den einen oder anderen Leser mag sie animieren, auch mal wieder zu einem vergessenen Schätzchen zu greifen. Mir hat das Buch gut gefallen und die Idee, die dahinter steckt, finde ich sehr ausgefallen. Zeitreisen mal anders:-) Die Personen sind gelungen und agieren in den meisten Fällen realistisch. So weit man in diesem Fall , einem Fantasybuch, noch von Realität sprechen kann. Auch wie das mit dem Zeitreisen funktioniert, die Grundidee, finde ich ungewöhnlich und gelungen. Leider hat mich zum Ende hin eine Kleinigkeit gestört, die meiner Meinung nach etwas größere Auswirkungen auf die Geschichte hätte haben müssen. Dafür habe ich einen Stern abgezogen. Aber ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, denn ich möchte allen den Lesespaß an diesem Buch nicht vermiesen. Eine ungewöhnliche Geschichte und definitiv mal was anderes!

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    • 3
    Sabine17

    Sabine17

    11. August 2014 um 20:00
  • Durch die Liebe zur Literatur

    Die Buchwanderer
    NiWa

    NiWa

    Auf den Weg zu einem Mittagessen mit seinem Cousin Magus, lässt Ron eine schöne Unbekannte seine Verabredung vergessen. Die Verfolgung aufgenommen, verliert er sie in der Bibliothek aus den Augen und alles was bleibt ist Shakespeares’ „Romeo und Julia“. Findet sich darin ein Hinweis auf die Schöne? Gerade mit der Lektüre begonnen, ist Ron plötzlich mitten in Verona und besucht mit Romeos Freunden einen Maskenball der Capulets. Während hier Romeo seine Julia findet und sich Ron staunend im Begreifen versucht, entdeckt er auf der Tanzfläche die Unbekannte: Rosalia! Was für eine fantasievolle Liebesgeschichte! Rons Suche nach der unbekannten Schönen mit den grünen Augen führt ihn durch drei Klassiker der Weltliteratur. Neben Romeo und Julias Verona, bekommt er es mit der unwirtlichen Landschaft von St. Petersburg und der brütenden Hitze Kastiliens zutun. Gleichzeitig muss sich Magus in der Realität mit den heimlichen Gefühlen für seine Nachbarin Charlotte befassen. Doch langsam stellt sich dem Leser die Frage: Was ist Realität und was ist Fiktion? Obwohl das Hauptaugenmerk auf den Buchwanderern Ron und Rosalia liegt, sind es Magus und Charlotte, die mich für sich gewinnen konnten. Mit Ecken und Kanten ausgestattet, waren sie mir von Anfang an sehr sympathisch. Dagegen sind die glatten Charaktere der Buchwanderer im Hintergrund verblasst. Die Buchwanderung der Figuren durch einige Klassiker der Weltliteratur ist meiner Meinung nach eine reizende Idee. Allerdings sind Liebesgeschichten so gar nicht mein Genre und nach der Hälfte des Buches empfand ich die Beschreibungen der Gefühlswelten etwas langatmig. Trotzdem verwöhnt uns die Autorin mit einem unsagbaren Schreibstil. In Anlehnung an die Klassiker verwendet Britta Röder eine formvolle Sprache, die das Lesen zum literarischen Vergnügen hebt. Eine einfallsreiche Liebesgeschichte, die der altehrwürdigen Welt der Literatur Leben einhaucht und den Leser durch die Liebe zu Klassikern führt: „Dieses Buch wurde inspiriert durch eine besonders große Liebe zur Literatur. Es wurde geschrieben für Menschen, die diese Leidenschaft teilen und bereit sind, sich zu dieser literarischen Wanderschaft verleiten zu lassen“ (S. 246)

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    • 11
    19angelika63

    19angelika63

    07. August 2014 um 18:27
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