Britta Röder Zwischen den Atemzügen

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Inhaltsangabe zu „Zwischen den Atemzügen“ von Britta Röder

Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus der Stadt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern … Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist?

Ein Roadtrip der anderen Art - unbedingt lesen

— SchwarzeFee
SchwarzeFee

Irrer Roadtrip, der Fragen stellt und Antworten liefert :-)

— kingofmusic
kingofmusic

Gefühlvoller Road-Trip der extra Klasse

— RenateSchruefer
RenateSchruefer

Ein sehr gelungener Roadtrip-Spaß mit ernstem Hintergrund und einem Happy End!

— Wildpony
Wildpony

Rasanter Roadtrip mit Tiefgang. Tragikomödie mit skurillen Elementen

— Corsicana
Corsicana

Herrlich skurriles Road-Movie-Buch mit durchaus ernsten Anklängen, gelungenen Szenarien & durchweg köstlichen Charakteren; ein Lesemuß !

— Cridilla
Cridilla

Ein Roadtrip der besonderen Art, mit dem Tod auf der Suche nach dem Leben.

— cybersyssy
cybersyssy

Tiefsinnig, rasant und mit viel Stoff zum Nachdenken. Unbedingte Leseempfehlung von mir!

— vielleser18
vielleser18

„ Eine ungewöhnliche Geschichte, gewürzt mit schwarzem Humor und doch einem ernsthaften Hintergrund. Von Schicksal, Spurensuche und Zweifel

— Arietta
Arietta

Rasant geschriebene Abenteuergeschichte, die den Leser dazu bringt, im Moment zu leben

— Milagro
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  • Ein sehr gut Road Trip Roman

    Zwischen den Atemzügen
    Sienna

    Sienna

    22. July 2016 um 20:03

    Ich hatte zwar keine Erwartungen, aber ich hatte irgendwo doch „Angst” vor Buch. Der Klappentext sprach mir überhaupt nicht an. Und das war mein erster Roadtrip-Roman, mindestens denke ich. :D Also, ich hatte meine Zweifeln, und ich muss sagen, das war grundlos und hatte eine angenehme Enttäuschung. Das Buch war sehr gut und freut mich, dass ich endlich gelesen habe. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstyl, die Sätze sind schön formuliert und geben eine gute Stimmung zur Geschichte. Ich konnte mich sehr einfach und schnell in die Geschichte hineinsetzen. Die Grundstory ist nicht unbekannt, auch nicht für den alltäglichen Menschen, und schwer von dieser Lage rauszukommen, aber nicht unmöglich. Eins ist gemeinsam in Leokadia und Olli, sie beide wählen die Flucht, und sehr komisch, weil wohin sie gehen, stirbt immer jemand. Ist das zufällig? ;) (das erfahrt ihr vom Buch, sorry) Leokadia ist eine sehr nette, liebenswerte Frau, aber scheint manchmal als bisschen „verrückt”. Ich mochte sie. Und ein Cop kommt auch noch dazu, oh Mann, wie ich diesen Mann in der Geschichte hasste, hatte kein Mitgefühl für ihn. Gibt es sonst jemand, der ihn sympatisch oder nett sieht? (theoretische Frage…) Also, wir haben einen Roadtrip-Roman, aber ehrlich gesagt, ich finde die Geschichte von dort noch besser, wo auch Gabor im Bild kommt. Mein Lieblingsdarsteller war eindeutig ER. Er ist locker und ein angenehmer Typ. Und ich fand den Abend in Barcelona so schön. Diese Szene, wo Leokadia und Gabor zusammen in Barcelona waren, war einfach fantastisch und süß. „Lachend ergab sie sich. „Verdammt, Gabor, flirtest du etwa mit mir?“ „Ja“, erwiderte er plötzlich ernst. „Aber ich höre sofort damit auf, wenn du es willst.“ Das Buch klingt nicht nach Klische, eine einzigartige Geschichte voll mit tollen Sprüchen, die einen nachdenken lässt, und nimmt ganz viel von Realität. Bis zum Ende war spannend. Und es gibt tolle Szenen, an denen auch schmunzeln kann. :) Und das Ende finde ich auch sehr gut, genau passend. Die Hoffnung stirbt zuletzt. „Ich meine doch nur, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Doch nicht, dass er es wirklich ist. Es geht nur darum, möglichst viel herauszuholen. Die Dinge voll auszukosten.” Eine klare Leseempfehlung von mir, dieses Buch macht schöne, angenehme Lesestunden.

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  • Über das Leben im Besonderen

    Zwischen den Atemzügen
    SchwarzeFee

    SchwarzeFee

    17. July 2016 um 17:47

    Mit Zwischen den Atemzügen legt Britta Röder hier eine Roadstory vor, die mir auch jetzt noch - zwei Wochen nach Beenden des Buches - im Kopf ist. Wer hier aufgrund des Covers eine eher lustige Geschichte erwartet, wird sich wundern. Es gibt durchaus komische Elemente oder Situationen, aber Britta Röder schafft es, den Leser über das Leben und den Tod nachdenken zu lassen und hinterlässt für mich die ganz klare Botschaft, den Augenblick zu leben und das Leben zu genießen. Hauptprotagonisten sind Oli, der bei einer Versicherungsgesellschaft arbeitet und das täglich grüßende Murmeltier leid ist, Gabor, sein Kollege und Leokadia, die den Roadtrip ins Rollen bringt. Sie stiehlt ein Auto, Oli wird von ihr fast angefahren, steigt zu und Gabor folgt beiden einen Tag später.  Es beginnt eine atemberaubende Reise durch Frankreich, Tote begleiten auf teilweise makabere Weise den Weg der Drei und dann gibt es da noch Jean-Loup, einen französischen Polizisten, der dem Trio folgt. Beeindruckt hat mich Britta Röders Ausdrucksweise, ich war sofort im Geschehen, die Personen sind wunderbar charakterisiert und der sprachliche Ausdruck war wirklich wunderbar. Dieses Buch ist ein kleiner Schatz im Bücherregal, definitiv. 

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  • Ein Roadtour-Buch der etwas tödlicheren Art

    Zwischen den Atemzügen
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    28. June 2016 um 18:55

    Aufmachung des BuchesDer Buchdeckel von „Zwischen den Atemzügen“ von Britta Röder ist hauptsächlich blau. Man sieht auf dem Cover verschiedene symbolische Merkmale, die in dem Buch eine Thematik finden: Totenköpfe, ein Zug, flüchtende Personen vor einem Polizisten. Interessant ist auch die Aufmachung des Buchtitels: „Zwischen den Atemzügen“ wird scheinbar aus der Nase von einem angedeuteten Gesicht ausgeatmet. Auf der Rückseite des Buches ist neben einem Auto auch eine Art Wegweiser angedeutet. Dort erkennt man schon, wo die Reise startet und endet. Mir gefällt nach längerem Betrachten das Cover sehr gut.Inhalt Olli und Leokadia – zwei Personen, die eigentlich nichts mit einander zu tun haben, finden sich plötzlich auf einer gemeinsamen Roadtour von Deutschland nach Frankreich wieder. Beide sind unzufrieden mit ihrer derzeitigen Situation und so kommt es gelegen einfach mal die Flucht vor allem zu ergreifen. Nur wie sollen die beiden damit umgehen, dass der Tod ein ständiger Besucher in ihrer Nähe ist. Sind sie wohlmöglich schuld an den Todesfällen, die um sie herum merkwürdigerweise immer wieder geschehen?Ein französischer Polizist und Ollis Kollege Gabor machen sich auf den Weg, die beiden „Ausreißer“ zu finden. Eine ganz besondere Roadtour nimmt ihren Lauf.Meine Meinung Dieses Roadtourbuch von Britta Röder ist eine ganz besondere Geschichte. Olli und Leokadia kennen sich nicht bevor sie plötzlich und unerwartet eine gemeinsame Reise nach Frankreich antreten. Beide sind mit ihrem Leben unzufrieden, aber aus verschiedenen Gründen. Olli arbeitet bei der Versicherung und ist in seinem Job unglücklich. Er macht seine Arbeit aber so gut, dass ihm eine Beförderung bevorsteht. Olli flüchtet auf eine unangenehme Weise und wird fast von Leokadia angefahren. Sie ist gerade dabei ein Auto zu stehlen, weil auch sie die Flucht ergreifen möchte. Ihr Grund ist wohl dramatischer als Ollis, ich möchte aber nicht zu viel vorweg nehmen. Jedenfalls fahren die beiden gemeinsam nach Frankreich und erleben die ein oder andere merkwürdige Situation. Es geschehen immer wieder Todesfälle in der unmittelbaren Umgebung von Olli und Leokadia. Nachdem sich die Leichen summieren, wird auch ein französischer Polizist hellhörig und verfolgt die beiden Deutschen. Als Leserin war es eine neue Erfahrung für mich über ein Roadtourtrip dieser Art zu lesen. Der Tod ist der ständige Begleiter in diesem Buch. Man lernt die Personen, denen das Abscheiden bevorsteht, kurzzeitig kennen und ahnt schon, dass es wohl zu Ende geht. Der Tod zeigt sich dann auch von verschiedenen Arten. Es gibt Unfälle, Allergien oder einfach Altersschwäche, die dazu führen, dass diese Leute sterben. Aber was hat dies alles mit Olli und Leokadia zu tun?Als ich dieses Buch zu lesen begonnen habe, wusste ich noch nicht so recht auf was ich mich einlasse. Klar, der Klappentext verrät, dass „der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt“, aber dass die ganze Reise dessen Thematik hat, war mir vorher nicht bewusst. Doch diese Handlung stimmt mich auch nachdenklich. Eigentlich kann man ja wirklich behaupten, dass der Tod ein ständiger Begleiter des Menschen ist. Überall ist er anwesend. In diesem Roman scheint er sich halt besonders um Olli und Leokadia herumzutreiben. Doch ist das wirklich so? Oder wirkt es nur so, denn um alle Menschen auf der Welt herum, sterben Leute. Und Olli und Leokadia sind halt nur zufällig (?) in der Nähe von manchen Unglücken. Oder? Wie ich schon gesagt habe, das Buch lädt zum Nachdenken ein. Man kann richtig darüber philosophieren.Der Erzählstil und Schreibstil von Britta Röder finde ich gut und auch interessant gemacht. So kann man beim Lesen feststellen, dass Worte, die einen Abschnitt beenden, wieder genutzt werden um einen neuen Abschnitt zu beginnen. Das finde ich klasse gemacht.Teilweise wurden die Todesfälle dann schon etwas makaber und ich musste schlucken, aber im Großen und Ganzen hat mir die Idee und Umsetzung der Geschichte gut gefallen.Mein Fazit Für diese etwas andere Roadtour-Geschichte gebe ich vier Sterne. Ein Roman mit einer interessanten Umsetzung zum schweren Thema „Tod“.

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  • Irrer Roadtrip, der Fragen stellt und Antworten liefert :-)

    Zwischen den Atemzügen
    kingofmusic

    kingofmusic

    "Hatte sie wirklich geglaubt, eine einzige verpasste Chance sei für ihr gesamtes Leben verantwortlich?" (S. 72) Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, ob euer Leben (so wie es ist) genau DAS ist, was ihr immer wolltet? Wenn es so ist: Glückwunsch - ihr habt eure Chancen genutzt und das Optimum herausgeholt. Wenn ihr allerdings manchmal in euch hinein hört und eure innere Stimme sagt euch "Was ist das für ein langweiliges Leben, was ich führe?", dann gehört ihr zu den unzähligen Personen, die eine "falsche" Abzweigung genommen und dem "Leben" (was heißt hier eigentlich Leben?) davongerannt sind und sich angepasst haben. Britta Röder hat sich für ihren zweiten Roman "Zwischen den Atemzügen" genau dieser Thematik angenommen und (hier mal wieder ein vorgezogenes Fazit) bravourös bearbeitet. Nicht nur ihre beiden (Haupt-)Protagonisten Oliver und Leokadia, sondern auch viele liebenswerte Nebencharaktere laufen alle auf ihre einzigartige Art und Weise vor ihrem Leben davon, stellen Fragen und sind entweder ganz verblüfft, wenn es auf einmal zu spät ist, um etwas zu ändern oder sind (am Ende) mit sich und ihrem Leben rundum zufrieden (gewesen). Eine große Stärke von Britta Röder ist es übrigens, ihren Charakteren absolut treffsichere und passend zu ihrer jeweiligen Rolle Namen zu verpassen; ein nicht zu unterschätzendes Merkmal eines guten Romans!!! Eine weitere Stärke liegt in den geschickten sprachlichen Übergängen von Absatz zu Absatz; Worte aus dem letzten Satz werden im ersten Satz umgestrickt und umgestellt und so wieder in einen anderen Zusammenhang gebracht. Hier ist allerdings genaues Lesen von Nöten, um zu verstehen, dass die Geschichte aus einer anderen Perspektive weitergeht. Aber ist es nicht das, was wir Bücherjunkies wollen? Herausgefordert zu werden, begeistert zu werden und sehnsüchtig auf neue Veröffentlichungen von unseren Lieblingsautoren zu warten? Britta Röder gelingt es meiner Meinung nach auch gut, dem Leser oder der Leserin einen (psychologischen) Spiegel vorzuhalten und sein Verhalten (kritisch) zu hinterfragen. So war ich von mir selber ziemlich erschreckt, dass die ersten Todesfälle auf dem gemeinsamen Weg von Olli und Leo immer noch aufregend waren, während mich die letzten überhaupt nicht mehr berührt haben. Ich musste da an den Satz Stalins "A single death is a tragedy, a Million deaths is a statistic." denken - es zeigt, wie abgestumpft man im Lauf der Zeit wird. Auf der anderen Seite ist der Tod der erste Vertrag, den wir im Leben unterschreiben, obwohl wir noch gar nicht schreiben können und überhaupt nicht wissen, was es damit auf sich hat... Und so mag jede(r) das Leben führen, was er/sie für richtig hält - das PERFEKTE und einzig wahre Leben gibt es nicht. Letztendlich bleibt mir nach Lektüre dieses wunderbaren Buches nur zu sagen: Enjoy life, seaze every day. You didn´t know when and how it ends!!! "Ich schaue nicht zurück. Nur noch vorwärts." (S. 19)

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    • 12
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    02. June 2016 um 16:18
  • Denkanstoß ans eigene Leben......

    Zwischen den Atemzügen
    RenateSchruefer

    RenateSchruefer

    15. March 2016 um 09:01

    Ja, es gibt sie. Diese ganz besonderen Bücher, in denen man versinkt, die einen nachdenklich über das eigene Leben machen und zum Schluss geht man positiv gestärkt daraus hervor. Eine wirklich rasante Geschichte, sie reißt mit und verzaubert. Macht nervös vor Spannung und drängt förmlich dazu immer weiter zu lesen. Die Protagonisten sind einfach, liebevoll und wunderbar in Szene gesetzt. Man muss sie einfach irgendwie alle lieb haben, selbst den schrulligen Polizisten, der mir oft ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat. Ein kurzer Road-Trip mit ein geballten Ladung an allem was ein Leserherz begehrt. Liebe Autorin, davon hätte ich gerne mehr im Regal stehen und an die Leser muss ich eine absolute Leseempfehlung los werden ! ! ! 

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  • Auf der Suche

    Zwischen den Atemzügen
    Milagro

    Milagro

    Ich habe mich mitreissen lassen. Die Geschichte ist von Beginn an rasant erzählt, gleich die erste Szene führt uns direkt in Olivers Leben. Eine Situation, die viele Leser kennen, der Moment des Durchatmens, bevor man die Klinke der Tür in die Hand nimmt, um sich den Gegebenheiten zu stellen. Die sich daran anschließende Szene möchte vermutlich niemand erleben, Oliver übergibt sich gleich im Büro des Chefs. Was in den Klamauk hätte abdriften können, zumal Oliver bei seiner überstürzten Flucht nach draußen fast von einer etwas neben sich stehenden jungen Frau umgefahren wird, bleibt einerseits ein rasanter Start in eine Tour Richtung Frankreich, andererseits aber auch ein interessantes Aufeinandertreffen der Protagonisten. Beide haben Entscheidungen zu treffen, beide wachsen einem ans Herz, das Treffen mag zufällig sein, aber ist nicht alles irgendwie zufällig? Oliver und Leokadia (!) treffen auf eine Menge unterschiedlicher Menschen, kommen sich gesprächsweise näher, ein Dritter, Olivers Kollege Gabor, tritt hinzu, Tote pflastern ihren gesamten Weg, ein Polizist ist ihnen auf den Fersen, Allianzen zerbrechen. Na, eigentlich mag man ja Oliver, wieso jetzt das und nun Gabor, auch den mag man wirklich gern, auch der Polizist ist grundsätzlich sympathisch, aber was ist hier eigentlich los? Die Geschichte rast trotz ihrer leider nur 231 Seiten weiter, Bedrohliches, gleichermaßen Unfassbares liegt in der Luft, der Ernst der Entscheidungen bleibt, irgendwie hofft man als Leser auf einen glücklichen Ausgang, aber man hat ja kaum Zeit zum Luft holen. Allerlei Unglücke, Zufälligkeiten, Begebenheiten, schon sieht man bestürzt das nächste Drama vor sich. Ohne zu viel verraten zu wollen, die Geschichte ist wirklich ein Glücksfall, ohne Längen erzählt, völlig anders als erwartet. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder entscheidende Fragen und insbesondere der Gedanke, wirklich und ehrlich im “Jetzt“ zu leben, das zeigen die Protagonisten den Lesern sehr deutlich. Eine klare Leseempfehlung. Und der Umstand, dass der an sich engagierte nette Polizeibeamte plötzlich seine gelben Zähne zeigt, sei der Autorin verziehen. Wie auch der Name Leokadia.

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    • 5
  • Alles Zufall?

    Zwischen den Atemzügen
    buchjunkie

    buchjunkie

    Olli findet seinen Job in der Versicherung im wahrsten Sinnes des Wortes „zum Kotzen“, was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flüchtet er aus dem Büro auf die Strasse, wo er beinahe von einem Auto überfahren wird. Am Steuer sitzt Leokadia, die auch ihre Gründe hat, eilig aus Frankfurt wegzukommen. Olli steigt zu ihr ins Auto und ein besonderer Roadtrip beginnt,von Frankfurt durch Frankreich nach Spanien. Im Verlauf ihrer Reise werden sie immer wieder mit dem Tod konfrontiert, er scheint sie zu verfolgen Es begegnen dem Leser ein explodierender Tanklaster, ein entgleister Zug, unerwartet viele Todesfälle in einem Seniorenheim und noch weitere Menschen, die sterben werden. Diese Todesspur erkennt auch der Polizist Jean-Loup und beschliesst, ihnen zu folgen und den Fall aufzuklären. Mir hat der Roman sehr, sehr gut gefallen. Eine großartige Geschichte mit ernstem Hintergrund! Britta Röder hat eine wunderbare Art, zu erzählen. Ein bisschen poetisch, ein bisschen blumig, ein bisschen humorvoll, ein bisschen raffiniert, ein bisschen ernst- eine perfekte Mischung! Die Geschichte lässt sich flott lesen und enthält noch viele kleine Geschichten über Menschen, die Chancen in ihrem Leben verpasst haben. Doch leider holt sie der Tod! Ein Stilmittel, das mir sehr gut gefiel, war die Wiederholung eines Schlagwortes vom Ende eines Absatzes beim ersten Satz der neuen Szenerie. Das hat richtig Spass gemacht! Ich fand das Buch durch und durch stimmig und sehr gut unterhaltend.  Ein besonderer Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen kann! Lasst euch auf diesen Roadtrip mit symphatischen Protagonisten ein, der unter der warmen Sonne Malagas endet! Geniesst es!

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    • 12
  • Dem Tode knapp entronnen oder: wenn drei eine Reise tun, dann haben sie was zu erzählen…

    Zwischen den Atemzügen
    Cridilla

    Cridilla

    Zur Autorin: 1967 in Trier geboren und in Mainz aufgewachsen, studierte Britta Röder bis zum Magisterabschluss in Mainz und Dijon Romanistik und Slavistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Sie arbeitet in Frankfurt/Main bei einem großen Fachzeitschriftenverlag und lebt in Südhessen, zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Ihre eigene große Leidenschaft zur klassischen Literatur inspirierte sie zu ihrem Debüt-Roman ‚Die Buchwanderer‘, der 2011 im ACABUS Verlag erschien. Auch mit ‚Zwischen den Atemzügen‘ (2014), ihrem zweiten Roman, schickt sie ihre Leserschaft auf eine Reise. Verfolgt von Tod und Zufall jagen ihre Protagonisten im Laufe einer irrwitzigen Roadstory von Frankfurt/Main quer durch Frankreich bis nach Spanien. Ob es ihnen am Ende gelingen kann, einen Ausweg aus dem engmaschigen Netz zu finden, das das Schicksal um sie gespannt hat? „Ich mag Geschichten, die einen doppelten ‚philosophischen‘ Boden haben. Denn auch im wahren Leben stecken jede Menge solcher Rätsel.“ (Britta Röder, Juli 2014) Zum Buch: Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus Frankfurt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern … Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist? Ein wunderbares Roadtrip-Movie-Buch entfaltet sich vor dem inneren Auge des Lesers. Zu Beginn lernen wir die zwei Protagonisten Olli und Leokadia kennen, die beide auf ihre eigene Art vor etwas davonlaufen. Bei Olli ist es der für ihn trostlose Job, den er bisweilen zum Kotzen findet und das nicht nur im übertragenen Sinne. Bei Leokadia ist es eine niederschmetternde Diagnose, die sie kopflos reagieren, ein Auto stehlen und in einen fremden Mann rückwärts hineinfahren, lässt. Von nun an sind die beiden ungewollten Reisebegleiter auf einer Odyssee quer durch Frankreich unterwegs, die sie immer wieder mit dem Tode konfrontiert. Dem Tod, der zufällige Wegesbekannte trifft, auch wenn sie - wie das erste Opfer - nur an ihnen vorbeigefahren sind. Eine Explosion (auch im übertragenen Sinne), von einem entgleisten Zug bis hin zu einem schlossähnlichen Altenwohnheim, in dem gleich mehrere den Löffel abgeben, jagt die nächste. Der Tod folgt ihnen in eine Pension, in der sie per Zufall übernachten und so gelangt ihnen Jean-Loup, der Neffe der Besitzerin, ein einfacher Streifenpolizist auf die Spur, als er bei dem ersten Unfall per Zufall eine Visitenkarte in die Hände bekommt, die ausgerechnet Ollis Kollegen Jo aus dem Büro gehört. Jo Gabor verfolgt Ollis Spur ebenfalls und schlussendlich findet er die beiden „Aussteiger“ und bietet an sie zu begleiten, egal wohin die Reise geht… Flüchtige Begegnungen finden zufällig den Tod, nachdem sie den Weg der nun drei Reisegefährten gekreuzt haben. Eine Farbpalette vielfältiger Schicksale entfaltet sich vor den Augen des Lesers und die Personen finden auf mannigfaltige Weise den unabwendbaren Tod. Trotzdem kommt der Humor nicht zu kurz. Allein die Beschreibung des Anhalters, der mit aller Gewalt ein riesen Stück vom Kuchen abhaben möchte um endlich glücklich in den Sonnenuntergang seines Lebens zu reiten, ist einfach brillant. Sein Abgang umso komischer und abstruser. Erschießt er sich doch mit seiner Waffe selbst, die ihm just den Weg zum großen Schotter ebnen sollte. Pech gehabt! Einfach herrlich auch die Namensgebung des Jägers, der dem ungleichen Trio jetzt auf den Fersen ist: Jean-Loup. Der Name ist Programm (für den Unwissenden der französischen Sprache unter uns: Loup heißt Wolf!). Einsam ist er seinen Verdächtigen auf der Fährte, die eine Schneise des Todes hinter sich herziehen. Mit aller Gewalt will er sie zur Rechenschaft ziehen, komme was da wolle. Unterdessen hat Leokadia endlich ihr Geheimnis gelüftet: sie läuft vor dem Tode davon; nichtsahnend, dass ihr das Schicksal in dieser Hinsicht noch eine Überraschung in der Hinterhand bereithält. Ja, zwischen den Atemzügen sollten wir alle mal innehalten und uns fragen: ist es das wirklich, kann das alles gewesen sein? Leben wir auch so wie wir es uns erträumt haben, oder gibt es da irgendwo mehr auf der Reise nach Irgendwo? Dieses Buch lädt zum Hinterfragen ein, lässt den kleinen Augenblick zur Wichtigkeit anwachsen und gibt uns das Gefühl, dass wir mehr leben sollten, das Leben so bis zur Neige ausschöpfen sollten und eben auch mal zwischen den Atemzügen anhalten sollten. Einfach nur um das Atmen selbst zu genießen. Und es entfaltet ein herrliches Kopfkino vor dem geistigen Auge, das von Frankfurt bis Malaga reicht und den Road-Trip auf eine herrlich individuelle Weise neu definiert. Also, steigt ins Auto, fahrt einfach mal die Straße lang oder kotzt eurem Chef auf den Schreibtisch, selbst wenn er euch doch eigentlich nur befördern wollte. Seht wohin die Reise geht, lasst euch ins Ungewisse treiben, kostet den Moment aus, atmet frei… und vergesst dabei nicht diesen irrwitzigen Road-Trip zu lesen (obwohl ich Bücher unter 300 Seiten für definitiv zu kurz halte; dieses jedoch eines der wenigen Ausnahmen darstellt); ganz klare dicke fünf wohlverdiente Sterne von mir. PS.: Liebe Britta, das mit der Stiege Aprikosen kenne ich, nur mit Pfirsichen und auch für so einen kleinen Preis. Die besten Pfirsiche, die ich bis dato habe kosten dürfen!

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    • 7
    parden

    parden

    03. July 2015 um 20:49
  • Leserunde zu "Zwischen den Atemzügen" von Britta Röder

    Zwischen den Atemzügen
    acabus_verlag

    acabus_verlag

    Der Weg ist das Ziel, lautet ein bekanntes Sprichwort. Auf welche Art des Reisens könnte es besser zutreffen als auf das Lesen? So möchte ich euch heute ganz herzlich dazu einladen, mit mir gemeinsam auf eine solche Lesereise zu gehen. Mein Roman 'Zwischen den Atemzügen' ist eine Roadstory, die geographisch betrachtet von Frankfurt/Main quer durch Europa bis nach Málaga in Südspanien führt. Doch philosophisch betrachtet geht es um einen Trip, bei dem sich alle Protagonisten auf eine Reise zwischen Leben und Tod begeben. Neugierig geworden? Dann freue ich mich auf viele Interessierte "Mitreisende", die bei dieser Leserunde im Mai (ab 4.5.) dabei sein wollen. 10 Exemplare (auf Wunsch auch als E-Book) spendiert der ACABUS-Verlag zu diesem Anlass. Bis zum 30.April könnt ihr Eure Bewerbung abgeben.* Aber natürlich ist in dieser Leserunde jede und jeder willkommen, die/der das Buch bereits besitzt. *Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu. Falls Ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab.

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    • 728
  • Kurzweilige Roadstory mit Tiefgang

    Zwischen den Atemzügen
    blauerklaus

    blauerklaus

    28. June 2015 um 19:06

    Dieses kurzweilige Buch nimmt einen sofort mit auf eine rasante Reise. Olli ist auf der Flucht vor seinem langweiligen Alltag und seinem Job, er trifft auf die etwas verrückte Leokadia, die auch auf der Flucht ist, allerdings bleibt anfangs unklar wovor. Beide versuchen ihrem Alltag zu entfliehen und machen sich spontan auf eine Autoreise, die sie Richtung Spanien führen wird. Dass ihr Weg von immer mehr Unglücksfällen begleitet wird bleibt bei der französischen Polizei nicht lange unbemerkt und der Polizist Jean-Loup heftet sich an ihre Fersen. Dort befindet sich auch schon Gabor, Olis Kollege aus der Versicherungsfirma. Die Verfolgungsjagd führt zu einigen skurrilen Situationen und die Protagonisten treffen immer wieder auf Charaktere, wie wir sie alle aus unserem eigenen Leben kennen. Anhand dieser Charaktere zeigt uns die Autorin wie schnell das Leben vorbei sein kann und was das Leben wirklich ausmacht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Neben der rasanten Roadstory bleibt auch zwischendurch immer wieder Zeit zum Nachdenken darüber, was wirklich wichtig ist im Leben und Raum für die tragischen Momente. Ob es wohl trotzdem zu einem Happy-End kommen wird? Das muss jeder Leser selber herausfinden, von mir eine ganz klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch, bei dem ich mir auch gut eine Verfilmung vorstellen könnte. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Romane von Britta Röder. Wie würde ein bekannter Kritiker so schön sagen: „Also, vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue und lesen Sie „Zwischen den Atemzügen“ von Britta Röder, erschienen im Acabus-Verlag.“

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  • Rasant - tragisch - berührend

    Zwischen den Atemzügen
    Corsicana

    Corsicana

    "Zwischen den Atemzügen" von Britta Röder ist eine rasante, manchmal lustige, manchmal nachdenklich stimmende, manchmal makabere Roadstory. Es beginnt mit Oliver, Sachbearbeiter in einer Frankfurter Versicherung, der vor seinem öden Leben und seiner Beförderung davonläuft - geradewegs in die Arme von Leokadia, die vor einer Diagnose in einem Krankenhaus davonläuft - und beide setzen die Flucht fort in einem gestohlenen Wagen - der aber zunächst nicht vermisst wird, weil der Besitzer des Wagens gerade zufälligerweise auf dem Weg zum Kiosk verstorben ist - und dieser Tote wird nicht der einzige Tote sein, der in der Geschichte auftaucht. ... Die beiden fahren zunächst ins Elsass und dann weiter Richtung Spanien, ein Kollege und Freund von Oliver kommt bald hinzu und bald verfolgt sie die Polizei, denn so viele Todesfälle bleiben nicht unbeobachtet.... Es gibt viel Situationskomik, viel Skurrilles - und zwischendurch immer die ernsten Töne, die mir persönlich am allerbesten gefallen haben. Die kleinen Geschichten der Nebenfiguren (die zum Glück nicht alle sterben - aber viele) die über ihr Leben und ihren Alltag nachdenken, das waren für mich die "Perlen" des Buches. Die Geschichte ist - trotz der Todesfälle - nicht todtraurig. Sondern sie erzählt auch davon, wie schön das Leben ist. Wie sehr sich jeder Mensch darum kümmern sollte, sein eigenes Lebens lebenswert zu gestalten.  Das Leben ist das, was im Jetzt und Gerade passiert - gerade jetzt - zwischen den Atemzügen.  Ansonsten kann man das Buch natürlich auch als reinen Roadtrip lesen, als amüsante Komödie, als ein Buch mit schrägem Humor. Es ist alles - und alles gut ausbalanciert - was ein ganz großer Verdienst der Autorin ist.

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    • 2
  • Wunderbar - einfühlsam - absolut gelungen!

    Zwischen den Atemzügen
    Wildpony

    Wildpony

    Zwischen den Atemzügen -  Britta Röder Kurzbeschreibung Amazon: Olli findet seinen Job in der Versicherung "zum Kotzen" - was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus Frankfurt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern … Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist? Mein Leseeindruck: Ich bin begeistert! Habe das Buch im Urlaub gelesen und hatte dabei einen großen Lesespaß! Das Buch ist ein fantastischer Roadtrip mit ganz viel Humor, noch viel mehr Toten und einen doch sehr ans Herz gehenden Hintergrund. Vor allem die Hauptprotagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Leokadia, die ich von Anfang der Einfachheit halber gleich Leo genannt habe ist eine tolle Protagonistin, wenn auch anfangs sehr verschlossen und unnahbar. Olli, der die Gabe hat wichtige Situationen in seinem Leben voll gegen die Wand zu fahren (ich denke hier nur an sein Missgeschick im Chefbüro *lach*), ist mir auch sympathisch, jedoch für mich in der Story mehr eine Randfigur. Netter und absolut hilfsbereit hingegen ist sein Arbeitskollege Gabor, der nicht nur nach dem verschwundenen Olli sucht, sondern auch eine große Hilfe für Leo ist. Und Jean-Loup? Ist so wie ich mir einen französischen Polizisten vorstelle. (Warum musste ich beim lesen nur ständig an Louis de Funès denken?) Der Schreibstil ist fantastisch und die Seiten rinnen nur so dahin. Und die Story hat sehr viel Gefühl und vor allem immer neue Überraschungen. Es wird niemals langweilig - und - naja, Tote gibt es eine Menge....   Fazit: Ein tolles Buch das ich ohne wenn und aber echt empfehlen kann! Es hat mir große Lesefreude bereitet und ist schon ein sehr ausgefallener und besonderer Roadtrip. Und was für mich schön ist.... mit einem Happy End, womit ich absolut nicht gerechnet hatte. Daumen hoch für das tolle Buch und natürlich zur Belohnung 5 Sterne!  

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    • 2
  • Ein Hauch von "Final Destination"

    Zwischen den Atemzügen
    itwt69

    itwt69

    Zwischen den Atemzügen entwickelt sich ganz anders als erwartet. Kein Roman zum Totlachen, sondern mit Tiefgang geht es um Liebe, Tod, Verzweiflung, Hoffnung, Zufall, Ausstieg usw. Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, nachdem jedoch das Geheimnis Leo's gelüftet war, gab es einen kleinen Bruch. Auch wurde mir der Zufall a la "Final Destination" zu stark strapaziert, was jedoch kein Vergleich zu den Filmen sein soll, die finde ich einfach nur schrecklich, vor allem die vielen Fortsetzungen. A propos, ist da vielleicht eine solche geplant? Möglicherweise scheint die Geschichte noch nicht zu Ende zu sein...

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    • 2
  • Mit Tod und Zufall unterwegs

    Zwischen den Atemzügen
    NiWa

    NiWa

    Gleich auf den ersten Seiten ist klar, Olli findet seinen Job wahrlich zum Kotzen. Gerade als er befördert werden soll, übergibt er sich mitten auf den Schreibtisch seines Vorgesetzten und ahnt dabei nicht, dass dies der Beginn eines makabren Road Trips ist. Denn Olli nimmt die Beine in die Hand und läuft raus. Raus aus dem Büro, raus aus dem Gebäude, raus auf die Straße und rein in ein Auto - hinter dessen Steuer Leokadia sitzt, die sich ebenfalls auf der Flucht befindet. Wer das gleiche Ziel hat, ist gemeinsam besser dran, und so springt Olli zu Leokadia in den Wagen und die Reise nach ganz weit weg beginnt. Die Ausgangssituation hat mich gleich einmal umgeworfen! Wen kotzt der Alltag nicht ab und zu mal an und hat sich nicht so mancher schon mal vorgestellt, sich dem Boss direkt vor die Füße zu erbrechen? Genauso charmant geht es Olli an, der es plötzlich in der Enge des Jobs und des Alltags nicht mehr aushält, dessen Magen rebelliert und genau an diesem Tiefpunkt auf die fliehende Leokadia trifft bzw. von ihr angefahren wird. So machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg, dem Hier zu entgehen und das „weit weg“ zu finden, und ihrer Begegnung haftet nicht nur der Zufall sondern auch der Tod an, weil sich hinter ihnen eine Leichenspur erstreckt. Dieser Road Trip lebt von den Zufällen, den teilweise unerwarteten Todesfällen und dem lebensbejahenden Schreibstil der Autorin. Locker-flockig führt Britta Röder durch ein ernstes und eigentlich sehr persönliches Thema: das Leben an sich und dem wohl bekannten Spoiler, dass es am Ende zu Ende gehen wird, wir allerdings nie wissen können, wie und wann uns der Tod ereilt. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf den Problemen des modernen Lebens, den unzähligen Lebensentwürfen und Konzepten, an deren Ende ohnehin bei jedem der gleiche Ausgang steht, egal, ob es sich nun um ein Zugunglück, dem ungeschickten Umgang mit einer Schusswaffe oder dem plötzlichen Ableben im Seniorenheim handelt. Am Ende sind wir alle gleich, dabei spielt es keine Rolle, ob wir uns nun beeilt oder getrödelt haben, geizig oder gütig waren oder ob wir uns die schönen Dinge für später aufsparten, in der unverrückbaren Hoffnung, dass es dieses Später geben wird.  Auf der Flucht vor Tod und Zufall, und noch dazu einen griesgrämigen französischen Polizisten auf den Fersen, ist der Road Trip von Olli und Leokadia ein unterhaltsamer Anstoß, um einmal den eigenen Lebensentwurf zu überdenken, und gleichzeitig eine skurrile und makabre Reise, die mir trotz der ernsten Thematik, vor allem durch die erfrischende Erzählweise der Autorin, großen Spaß gemacht hat.

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    • 8
  • Gemischte Gefühle

    Zwischen den Atemzügen
    Ajana

    Ajana

    04. June 2015 um 11:44

    *Inhalt* Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus der Stadt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern … Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist? *Meine Meinung* Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Erstmal möchte ich nochmal der Autorin danken, die letztens auf einer kleinen Büchermesse spontan eine Lesung für 5 Lovelybooker gemacht hat. Sie hatte es wirklich geschafft, mich mit den ersten Seiten dieses Buches neugierig zu machen. So habe ich das Buch auch gleich erworben. Für meinen Geschmack verrät die Inhaltsbeschreibung des Buches schon ein wenig zu viel. Ich hätte es besser gefunden, vorher über einiges im Ungewissen gelassen zu werden. Dann hätte es mehr überraschende Wendungen im Buch gegeben. Wie schon bei dem Buch "Die Buchwanderer", das 1. Buch der Autorin, hat mir auch dieses Mal der Schreibstil wieder gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen und ich hatte es auch sehr schnell durch. (leider) Wie schon geschrieben habe, ließ mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurück. Ich weiß auch garnicht so recht, wie ich das Buch bewerten bzw. rezensieren soll. Die Geschichte hat mich auf jeden Fall gepackt. Es ist wirklich ein Road-Trip der besonderen Art, die die Hauptcharaktere in diesem Buch unternehmen. Olli hasst seinen Job, er ist einfach nur öde. Jeden Tag quält er sich zur Arbeit. Als er dann auch noch eine Beförderung erhalten soll, reicht es ihm. Er flieht aus dem Büro seines Chefs und rennt aus dem Gebäude. Nur weg von hier.  Doch dass er von einem Auto beim Ausparken angefahren werden und er sich schon bald auf der Reise seines Lebens befinden würde, hätte er sich nie ausgemalt. Leokadia hat einen Termin im Krankenhaus. Sie hat das Gefühl, der Tod ist allgegenwärtig. Sie hat das Gefühl zu ersticken und flieht aus dem Krankenhaus. Sie klaut einen Wagen, in dem noch der Schlüssel steckt. Nur weg! Weit weg! Doch dabei fährt sie beim Ausparken Olli an. Gott sei Dank trägt er nur blaue Flecken davon. Leokadia bietet ihm an, mit ihr ein Stück zu fahren, auch wenn sie selbst noch nicht weiß, wohin. Ein ungewöhnlicher Trip zwei sich völlig fremder Menschen beginnt. Den Charaktern widerfährt vieles Seltsames, aber auch Erschüttenderndes in diesem Buch. Da für mich ja schon die Inhaltsangabe schon zu viel verrät, werde ich nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Lest selbst ;) Ich kann nur sagen, dass so einiges der Feder der Autorin zum Opfer gefallen ist ;) *Mein Fazit* Eine unterhaltsame Geschichte, die manchmal schon ein wenig markaber anmuten mag für manche Leser. Mich hat es persönlich nicht so gestört, auch wenn es am Ende doch vielleicht ein wenig überzogen war ;) Besonders mit dem Polizisten. Aber dazu verrate ich jetzt mal nicht ;) Ich würde mir so einen Polizisten jedenfalls nicht in meiner Nähe wünschen... Das Ende der Geschichte kam leider viel zu schnell und ich hätte es mir vielleicht noch ein wenig länger gewünscht. Die Charaktere Olli, Leokardia und Ollis Kollege Gabor harmonieren gut miteinander in dieser Geschichte, nur sind ihre Gefühle leider nicht so ganz an mich rangekommen. Macht aber nicht ganz so viel, da mir das Buch dennoch gut gefallen hat. Ich vergebe für das Buch 3,5 Sterne, runde aber auf, da ich den Schreibstil der Autorin wirklich mag, sie sich denke ich, auch wirklich Gedanken über die Geschichte gemacht hat und ich mich über weitere Bücher von ihr freuen würde. Ich würde gerne noch mehr über dieses Buch schreiben, aber es war schon schwer genug mich auf eine Bewertung zu einigen.

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