Britta Rose Billert Dance of the Hawk - Der Tanz des Falken

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Inhaltsangabe zu „Dance of the Hawk - Der Tanz des Falken“ von Britta Rose Billert

Ein junger Indianer findet seinen Weg - trotz Diskriminierung und Widerständen!

— mabuerele
mabuerele
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  • Spannende Indianergeschichte aus heutiger Zeit

    Dance of the Hawk - Der Tanz des Falken
    mabuerele

    mabuerele

    16. October 2014 um 20:53

    "..."Willst du nach Hause?" "Sobald ich weiß, wer ich bin, sobald ich weiß, dass ich lebe und sobald ich beginne, mich wieder selbst zu achten, gehe ich..." ..."   Ryan Spirit Hawk ist 16 Jahre, als ihn seine Freunde volltrunken zu Hause abliefern, bevor sie selbst tödlich verunglücken. Ab sofort trinkt Ryan lange Zeit keinen Schluck Alkohol mehr. Doch ohne Ausbildung sind seine Zukunftschancen gering. Seine Familie aber braucht Geld, um die Pferde auf der Ranch halten zu können. Ryan entschließt sich, einen Job bei der Airforce anzunehmen. Die Autorin hat ein realistisches Buch über das heutige Leben der Indianer geschrieben. Ryan ist Lakota. Seine Familie lebt in der Reservation. Die Ranch wirft nicht genug ab, um die teuren Herzmedikamente für die Mutter bezahlen zu können. Schnell wird deutlich, dass seine Familie mit Ryans Entscheidung nicht glücklich ist. Auch er bekommt auf seinem weiteren Weg immer wieder zu spüren, dass Indianer in Amerika nach wie vor Menschen zweiter Klasse sind. Nur einer geht auf ihn zu. Baxter ist Automechaniker. Er hat sich bei der Armee beworben, um der Obhut seiner Mutter entfliehen zu können. Er betrachtet Ryan als gleichberechtigt und gibt sich viel Mühe, sein Schweigen zu brechen. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu hat neben der fesselnden Handlung insbesondere der abwechslungsreiche Schreibstil beigetragen. Die Autorin versteht es, die Welt der Indianer mit Bildern zu malen. Die Landschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Traditionen bekommen so ein Gesicht. Andererseits findet sie auch passende Worte für Diskriminierung und Abwertung. Humorvolle Stellen gestaltet sie besonders dort, wo Ryan oder Baxter in die Welt des jeweils anderen eintaucht. Dann kommen die unterschiedliche Mentalität und die verschiedenartigen Umgangsformen zu tragen und haben mir manch Lächeln auf die Lippen gezaubert. Sehr ausdruckvoll werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben.    Das Cover passt zur Geschichte, da das Zelt im Laufe der Handlung eine besondere Rolle spielt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt auf beeindruckende und gefühlvolle Weise wie ein junger Mann seinen Weg durch die Höhen und Tiefen des Lebens findet und sich letztendlich selbst treu bleibt.

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  • Der Tanz des Falken

    Dance of the Hawk - Der Tanz des Falken
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    17. October 2013 um 16:35

    Buchinhalt: Perspektivlosigkeit, Alkohol und die Angst um die Zukunft seiner Familie prägen den jungen Ryan Spirit Hawk. Im Reservat sieht er keine Zukunft für sich und als der Vater die Pferde der Familie verkaufen muß, um die Krankenhausrechnungen der Mutter zu bezahlen, sucht Ryan, seinen eigenen Weg aus der Krise: er verlässt die Reservation und versucht, in der Welt der „Bleichgesichter“ Geld zu verdienen. In der US Air Force macht er eine Ausbildung und lernt dort Baxter kennen, einen Weißen, der schon bald sein bester Freund wird. Denn Baxter nimmt Ryan so, wie er ist. Dann jedoch wird Ryan die Schuld an einer Intrige in die Schuhe geschoben und er wird unehrenhaft aus der Army entlassen. Ryan lässt sich dennoch nicht unterkriegen: als „Kopfgeldjäger“ führt er fortan flüchtige Kriminelle der Justiz zu. Sein Herz allerdings schlägt nach wie vor in dem rauen Land seiner Familie – in das er dereinst zurückkehren will…   Persönlicher Eindruck: „Tanz des Falken“ ist die Vorgeschichte zu den Ereignissen in „Das Geheimnis des Falken“ und hat mich wieder genauso an den tollen Schreibstil der Autorin gefesselt. Ein spannender Plot, tiefgängige und authentische Charaktere sowie eine plastische Kulisse lassen das Herz von jedem Leser höher schlagen, der sich für die Kultur der heutigen Indianer Amerikas interessiert – der Zwiespalt zwischen Moderne, Perspektivlosigkeit und tiefer Verwurzelung in die Traditionen eines stolzen Volkes wird gekonnt und berührend geschildert; man identifiziert sich schnell mit dem Protagonisten und fiebert mit der spannenden Handlung mit. Gut gefallen haben mir erneut die ausgefeilten Figuren, die das Geschehen innerhalb des Romans lebendig werden lassen: nicht nur Ryan als Hauptperson, auch inzwischen lieb gewonnene Charaktere aus „Das Geheimnis des Falken“ wie Baxter oder Ling Fu nahmen mich mit auf eine packende Reise. Ryans Zwiespalt, bei den Weißen immer Indianer, jedoch nach seiner Zeit bei den Weißen bei seinem Volk nicht mehr als vollwertiger Indianer angesehen zu werden, war nachvollziehbar und hat mich sehr bewegt. Der Einblick in das Leben der heutigen Lakota war anschaulich und mitreißend, eingeflochten in die spannende, fast schon krimiartige Handlung war es mir ein Genuß von der ersten bis zur letzten Seite. Obwohl man beide Romane meiner Meinung nach auch getrennt voneinander lesen kann, verdoppelt sich der Genuss eindeutig, nachdem man auch die Vorgeschichte zu Ryans Rennfahrerkarriere kennt und anschließend weiß, was vorher geschah. Ohne Gleichen gelingt es Brita Rose-Billert, mich erneut in die Weiten des Wilden Westens mitzunehmen und ich hoffe sehr, dass die Reihe um Ryan Spirit Hawk fortgesetzt wird. Eine absolute Leseempfehlung mit verdienter voller Punktzahl!

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