Britta Sabbag

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Interview mit Britta Sabbag

7 Fragen an Britta Sabbag

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Genau wie meine Hauptfigur Charlotte aus "Pinguinwetter" habe ich eine unerwartete Kündigung erlebt. Als ich dann wie in einem schlechten Hollywood-Film mit einem Karton voll mit meinen Sachen nach Hause ging, war ich komischerweise gar nicht richtig traurig. Und auch die sechs Tage danach, die ich im Wald spazieren ging (natürlich nicht am Stück!), nicht. Und da wusste ich: Jetzt ist es Zeit, das zu tun, was du schon immer tun wolltest: schreiben! Ich konnte nicht schnell genug aus dem Wald nach Hause an den PC kommen - und fing an. Es war, als hätte man eine Prosecco-Flasche dreißig Jahre lang geschüttelt und nun aufgemacht. Besonders beeindruckt mich daran, dass einen das Schreiben wahnsinnige Glücksmomente erleben lässt, und gleichzeitig die allergrößten Zweifel. Eine irre Achterbahn!

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich lese sehr gerne witzige Bücher. Bücher, die mich zum Lachen bringen, mit einem intelligenten, subtilen Humor. Lieblingsbücher kann ich nicht nennen, es sind zu viele.

3) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Manchmal denke ich, dass es reicht, eine schräge Familie zu haben. Zudem bin ich auch mit einer gewissen, ich sag mal nett formuliert "Tollpatschigkeit" ausgestattet, die mich oft von einem Schlamassel ins nächste bringt. Aber die Ideen entstehen immer und überall, auf der Straße, im Café, in Gesprächen, beim Zeitung lesen, selbst in Träumen kamen mir schon Ideen. Wenn ich gerade nichts zum Aufschreiben zur Hand habe, muss oft eine Tischdecke oder eine Serviette herhalten, oder auch schon mal der Arm einer meiner Freunde.

4) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Das mit der Muse funktioniert glaube ich nicht wirklich. Ich setze mich morgens um neun an den PC, checke Mails, "laufe warm" und fange an. Meistens schreibe ich dann mit kleineren Unterbrechungen bis vier oder fünf Uhr. An schlechten Tagen weniger, an guten mehr.

5) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Dass alle, die es lesen, denselben Spaß daran haben, wie ich ihn beim Schreiben hatte! Insgesamt würde ich mir wohl das wünschen, was sich alle Autoren wünschen: Einmal davon leben zu können.

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Ungefähr so, wie wenn man mit zwei oder drei Jahren sein erstes Eis isst: Eine Offenbarung in Form von Glückseligkeit!

6) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Dieser Traum hat sich bereits bei meinem ersten Buch erfüllt, allerdings nicht in Form eines Vorwortes, sondern durch einen Kommentar auf dem Klappentext von Kerstin Gier zu meinem Debüt. Das war toll!