Britta Teckentrup

 4,7 Sterne bei 216 Bewertungen
Autorenbild von Britta Teckentrup (©privat / Quelle: ArsEdition)

Lebenslauf

Britta Teckentrup wurde 1969 in Hamburg geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Wuppertal, bis sie mit 19 Jahren schließlich nach London umzog. Dort studierte sie Kunst und Illustration sowohl am St. Martin's College, als auch am Royal College of Arts. Insgesamt verbrachte sie in England fast zwei Jahrzehnte, zog dann jedoch wieder zurück nach Deutschland und arbeitet seitdem in Berlin als freischaffende Künstlerin. Sie illustriert und schreibt nicht nur Bilder- und Kinderbücher, sondern gestaltet in ihrer Freizeit auch Porzellan und Heimtextilien.

Neue Bücher

Cover des Buches Weil ich deine Mama bin ... (ISBN: 9783649654407)

Weil ich deine Mama bin ...

Erscheint am 03.08.2026 als Pappbuch bei Coppenrath.
Cover des Buches Weil ich dein Bruder bin ... (ISBN: 9783649654377)

Weil ich dein Bruder bin ...

Erscheint am 03.08.2026 als Pappbuch bei Coppenrath.
Cover des Buches Weil ich deine Schwester bin ... (ISBN: 9783649654384)

Weil ich deine Schwester bin ...

Erscheint am 03.08.2026 als Pappbuch bei Coppenrath.
Cover des Buches Weil ich dein Papa bin ... (ISBN: 9783649654391)

Weil ich dein Papa bin ...

Erscheint am 03.08.2026 als Pappbuch bei Coppenrath.

Alle Bücher von Britta Teckentrup

Cover des Buches Der blaue Vogel (ISBN: 9783845837536)

Der blaue Vogel

(14)
Erschienen am 29.06.2020
Cover des Buches Zuhause (ISBN: 9783845839356)

Zuhause

(11)
Erschienen am 18.09.2020
Cover des Buches Fische, Fische überall (ISBN: 9783791373867)

Fische, Fische überall

(10)
Erschienen am 13.05.2019
Cover des Buches Mond (ISBN: 9783845846736)

Mond

(9)
Erschienen am 21.03.2022
Cover des Buches Der Maulwurf und die Sterne (ISBN: 9783845830667)

Der Maulwurf und die Sterne

(8)
Erschienen am 24.07.2019
Cover des Buches Nachts, wenn alles schläft ... (ISBN: 9783791372457)

Nachts, wenn alles schläft ...

(8)
Erschienen am 29.02.2016
Cover des Buches Mutig (ISBN: 9783791375755)

Mutig

(7)
Erschienen am 13.03.2024

Neue Rezensionen zu Britta Teckentrup

Ein zauberhaftes Bilderbuch voller Gefühl/en

Freut euch auf eine neue Geschichte vom großen und kleinen Igel.

Dieses Mal hat der kleine Igel Geburtstag und erlebt einen Tag voller ganz unterschiedlicher Gefühle, denn zunächst glaubt er, alle seine Freunde hätten seinen Geburtstag vergessen.

Stimmungsvolle Bilder und eine gefühlvolle Geschichte bilden den Rahmen für dieses zauberhafte Bilderbuch, in dem sich Kinder mit den unterschiedlichsten Gefühlen wiederfinden können.

Für alle, die Geschichten lieben ab 3 Jahren

Vielleicht kennt der ein oder andere ja bereits die Geschichten vom großen und dem kleinen Igel von Britta Teckentrup. Jede Geschichte der beiden orientiert sich an der Lebens-Erfahrungs- und Gefühlswelt von Kindern, die sich dadurch stets sehr gut in den kleinen Igel und die jeweiligen Situationen hineinversetzten, können.


Dieses Mal hat der kleine Igel Geburtstag.
Jeder kann sich vorstellen, was das für ein besonderer Tag für den Kleinen ist.

Schon ganz früh am Tag bekommt er vom großen Igel einen wunderschönen Ballon geschenkt, den er stolz und voller Vorfreude, auf das, was an diesem Tag noch passieren kann, seinen Freunden zeigen möchte. Also macht er sich mit dem großen Igel auf den Weg. Doch weder sie Eulenfamilie noch der Maulwurf oder die Maus waren zu Hause, oder irgendwo zu sehen.
Auch am Teich war außer den Fischen niemand und die hatten auch niemanden gesehen.
Mit jedem Nicht-finden eines Freundes wurde die Stimmung des kleinen Igels trauriger.
Er kann einfach nicht verstehen, wo alle sind. Wieso sie ausgerechnet an diesem Tag nicht an den Orten sind, wo sie sich normalerweise aufgehalten haben.
Als die Sonne langsam beginnt unterzugehen ist der kleine Igel völlig niedergeschlagen und beginnt bitterlich zu weinen. Der große Igel versucht ihn zu trösten, doch die Traurigkeit begleitet beide auf dem Weg nach Hause.
Was der kleine Igel da jedoch erwartet, ist wundervoll und überraschend zugleich, denn all seine Freunde warten dort schon sooooo lange auf ihn und bewundern erst einmal seinen wunderschönen Ballon.
Ja und dann, dann gratulieren sie alle und feiern ein wundervolles Geburtstagsfest.
Vom Morgen bis zum Abend durchlebt der kleine Igel an diesem Tag ganz unterschiedliche Gefühle. Da die große Freude über den Ballon, da ist die Vorfreude auf den Tag, da ist der Stolz über den Ballon, den er sehr glücklich all seinen Freunden zeigen möchte und da sind die facettenreichen Gefühle, die sich im Laufe der Zeit entwickeln, weil er seine Freunde nicht trifft. Wenn einer mal nicht da ist, ist dies kein Weltuntergang, doch wenn wirklich alle nicht anzutreffen sind, dann ist das schon seeehr traurig und aus der Freude über den Ballon und die Vorfreude den Ballon allen zeigen zu können ist das schon sehr traurig. So wurde aus Freude und Vorfreude -Enttäuschung und tiefe Traurigkeit, die sich mit herzerweichendem Weinen Luft macht. Doch da sind ja noch mehr Gefühle. Das Gefühl der Verwunderung, der Erleichterung und der riesengroßen Freude, als er erkennt, dass niemand ihn vergessen hat, das alle auf ihn gewartet haben.
Und so schlafen nicht nur der kleine Igel, sondern alle Tiere groß und klein, die mitgefeiert haben, sehr glücklich ein.
So weit ist die Geschichte über die erzählende Geschichte zu erleben, doch es gibt noch eine zweite Erzählebene und das sind die Bilder und die erzählen weitaus mehr. Durch sie erfahren wir, was die Freunde in der Zeit machen, in der der kleine Igel auf dem Weg zu ihnen ist und sie sucht.

Britta Teckentrup hat das Bild bestehend aus der rechten und linken Seite inhaltlich zweigeteilt. Rein optisch scheint es ein Bild zu sein, doch wer genau hinschaut, der sieht auf der rechten Seite, den kleinen Igel jeweils bei den Plätzen seiner Freunde, die aber nicht da sind und auf der linken Seite sehen wir das /die jemweilge/n Tier/e und was sie gerade machen.
Da ist auf der linken Seite das Bild des kleinen und großen Igels vor dem riesigen Baum, in dem die Eulenfamilie wohnt, doch die ist nicht da. Auf der linken Seite können wir in den Himmel schauen und sehen die Eulen, wie sie mit einer bunten Wimpelgirlande von dannen fliegen.
Schaut man das Buch mit den Kindern an, kann es passieren, dass sie so mit dem kleinen Igel mitfühlen, dass sie die Eulen zunächst gar nicht wahrnehmen, doch auf den zweiten Blick entdecken sie schon und ahnen, wohin die Eulen fliegen.
Offen bleibt jedoch, ob sie den kleinen Igel gesehen haben und sich versuchen heimlich aus dem Staub zu machen, was einige Kinder vermuten.
Genauso ist es auf den anderen Seiten, bis die Geschichte ihre Wendung nimmt.
Und mit jedem Umschlagen rückt der Fokus der kleinen Leser auf beide Perspektiven. Die der weggehenden Tiere und die der Igel, die auf der Suche sind.
So haben sie einen Wissensvorsprung gegenüber dem kleinen Igel, der das Mitempfinden zwar nicht schmälert, aber etwas leichter macht, da sie ahnen, dass auf den kleinen Igel noch eine riesengroße Überraschungsparty wartet. Und das führt bei den Kindern nicht selten zu kleinen Entdecker-Kichern-Momenten, die aber schnell dem Mitfühlen mit dem kleinen Igel weichen.

Emotional wandern wir mit dem kleinen und dem großen Igel mit. Dabei werden unsere Wahrnehmung und Gefühle von einer wundervollen, passenden, den Stimmungen entsprechenden Farbwahl begleitet und getragen, in der auch die Mimik und Gestik des kleinen Igels richtig gut zur Geltung kommt.
Bei aller Enttäuschung und Traurigkeit, die der Kleine durchlebt ist beim Betrachter stets das Gefühl der Wärme, des Beschützenden zu spüren, was auch daran liegt, das der kleine Igel ja nie alleine ist, da der große Igel immer bei ihm ist.

Interessant ist, wie unterschiedlich Kinder bestimmte Situationen und Handlungsverläufe wahrnehmen und sich dabei auch unterschiedliche Fragen stellen bzw. Hypothesen bezüglich der Geschichte hinter der Geschichte aufstellen.
So wurde hier heftig diskutiert, ob der große Igel in den Plan der Tiere, eine Geburtstagsfeier für den kleinen Igel zu organisieren eingeweiht war.
Die Mehrheit der Kinder konnte es sich einerseits vorstellen, war dann aber der Meinung, dass es eher nicht so war, denn dann hätte er den kleinen Igel vermutlich schneller wieder nach Hause gelotst, oder er hätte einen Weg gefunden, den kleinen Igel "unterschwellig" zu verraten, dass noch etwas Schönes zu Hause auf ihn wartet. Zudem hat man zeitweise das Gefühl, dass der große Igel genauso erstaunt und ratlos ist, wie der kleine Igel.
Aber genau solche "offenen" Fragen sind das Schöne an Geschichten. Die Kinder kommen ins Gespräch, entwickeln Empathie, versuchen zu kombinieren, zu hinterfragen und dies auch zu formulieren und zu argumentieren. Und das alles im Kontext einer wundervollen, sehr gefühlvollen Geschichte. Auch visuell hat das Buch ganz viel zu bieten. Neben den wundervollen Farbwelten, die uns regelrecht einfangen werden, wir in die Natur, in der alles grünt und blüht. Die Perspektiven, die wir dabei erleben sind, absolut faszinierend, denn Britta Teckentrup hat es geschafft, die Gräser, Blumen, Blüten so realistisch abzubilden, dass man das Gefühl hat mit auf der Wiese, mit am Teich oder unter den Bäumen zu stehen. Gleichzeitig fokussiert sie auf die Welt unter und um unsere Füße herum so genial, dass das Verhältnis von Pflanzen zu Tieren und von Tier zu Tier unglaublich gut und realistisch passt.
"Es macht so viel Spaß die Bilder zu entdecken. Es ist ein wenig so, als wenn man auf der Wiese am Teich sitzt und alles beobachtet", sagte ein Kind mit dem Blick auf eine Szene.
Wir haben seeeehr, sseeehr viele Bilderbücher von Britta Teckentrup und können sagen, sie begeistert uns immer wieder aufs Neue. Wirken einige Bücher auf den ersten Blick aufs Cover etwas dunkler, hebt sich dieses mit dem wundervollen, hellen Blau dieses Mal deutlich hervor und zieht einen mit Geburtstagsgefühlen und freudiger Leichtigkeit förmlich in die Geschichte hinein.

Ich stelle euch hier die englischsprachige Version vor, da es mittlerweile viele Familien und Einrichtungen gibt, die ihren Kindern zweisprachig vorlesen. So gut wie alle Bilderbücher von Britta Teckentrup bekommt ihr auf Englisch und Deutsch und oft auch in zahlreichen anderen Sprachen.
Was für ein wundervolles Bilderbuch.

Von uns gibt es eine absolute Herzensempfehlung.

p.s Und damit ihr seht, wie viele Geschichten es vom großen und kleinen Igel schon gibt habe ich sie euch gleich einmal unten aufgelistet.

Ein wunderschönes Osterbilderbuch!

Der kleine Igel wünscht sich nichts mehr, als dieses Jahr den Osterhasen zu finden. Gemeinsam mit dem großen Igel macht er sich daher früh am Morgen auf die Suche. Voller Tatendrang stapfen sie los, um ihre Freunde zu fragen, ob sie den Osterhasen schon einmal gesehen haben. Doch ob Maulwurf, Schildkröte, Kaninchen, Eule oder Reh – keiner kann ihn groß weiterhelfen. Der grummelige Waschbär behauptet sogar, dass es den Osterhasen gar nicht gibt. Der kleine Igel ist untröstlich und fängt leise an zu weinen. Da steht plötzlich der echte Osterhase vor ihnen und bittet sie um Hilfe beim Eierverstecken. Der kleine Igel ist natürlich sofort Feuer und Flamme und auch die anderen Waldtiere helfen begeistert mit. Es ist der wunderschönste Tag seit langem...

Ich liebe die Geschichten über den großen und den kleinen Igel. Auf das siebte Abenteuer mit den beiden habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Schon das Cover ist wieder wunderhübsch gestaltet und verrät auf ersten Blick, was einen dahinter erwartet.

Nachdem wir mit dem liebenswerten Igel-Gespann zuletzt Weihnachten gefeiert haben, dreht sich diesmal alles rund um Ostern. Gleich zu Beginn der Erzählung machen wir uns mit dem Duo auf die Suche nach dem Osterhasen. Schon da überkommt einem diese herrliche Ostervorfreude und man kann es kaum erwarten, selbst auf Eierjagd zu gehen. Kinder werden es lieben, die beiden Igel zu begleiten und der spannenden Frage nachzugehen, ob es den Osterhasen wirklich gibt. Am Ende ist jedoch nicht das Rätsel um dessen Existenz das Entscheidende, sondern die gemeinsam verbrachte Zeit und vielen überraschenden Begegnungen. Britta Teckentrup erzählt die Geschichte auf gewohnt sanfte und unterhaltsame Weise, die auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist. Es macht einfach richtig Freude, dieses Buch zu lesen, welches uns liebevoll daran erinnert, wie wertvoll Neugier, Freundschaft und Hilfsbereitschaft im Leben sind und dass es sich lohnt, an Wunder zu glauben. Und ganz nebenbei erfahren wir auch noch, worin sich Hase und Kaninchen eigentlich unterscheiden.

Optisch ist auch dieser Igel-Band ein ganz besonderer Genuss. Mit ihrem unverwechselbaren, nostalgischen Collage-Stil entführt uns Britta Teckentrup in den frühlingshaften Wald und verzaubert uns mit Bildern, die zum Verweilen einladen und voller süßer Details stecken wie lauter kunterbunte Ostereier, die fast schon plastisch wirken. Jede Seite ist ein Kunstwerk, mit warmen Naturfarben, die für eine wohlige Atmosphäre sorgen.

Fazit: „Der große und der kleine Igel – Der Osterhase“ ist eine stimmungsvolle und wunderschön illustrierte Geschichte ab 3 Jahren, die den besonderen Osterzauber perfekt einfängt. Ein zauberhaftes Bilderbuch für Jung und Alt, das in keinem Osterkörbchen fehlen sollte. Ich bin auch von diesem Band ganz begeistert. Wer Britta Teckentrups Igel-Reihe noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Einsam (ISBN: 9783791376189)
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Einsam" von Britta Teckentrup

Kinderbuchkiste
Ein sehr intensives, wundervoll mitfühlbares Bilderbuch mit einer verständnisvollen, Mut machenden Geschichte


Auf euch wartet ein zauberhaftes Bilderbuch über das Gefühl der Einsamkeit.
Erzählt mit wenigen, aber intensiven, Worten und vor allem extrem wunderschönen, ausdrucksstarken Bildern, die das Gefühl der Einsamkeit in ihren Facetten, ganz fantastisch erleben und mitfühlen lässt.
-In leichter Reimsprache erzählt,
die die Gefühle so noch intensiver wirken lassen-
Für alle, die Geschichten lieben ab 4 Jahren

Vorab:

Wieso gibt es die Altersempfehlung ab 4 Jahren?

Dies ist nur eine grobe Empfehlung, insbesondere für die Buchbetrachtung mit einer Gruppe von Kindern z.B. in einer Einrichtung.

Ihr könnt das Buch auch schon mit 3-Jährigen anschauen/ lesen, wenn das Kind Bucherfahrung hat und von euch als Erwachsene begleitet wird.

Jedes Kind ist anders. Jedes Kind fühlt anders.

Es ist an euch zu entscheiden!

Ich habe es mit einer 3-Jährigen angeschaut und es war ein tolles Bucherlebnis.

Jedoch muss man sagen, je älter das Kind / die Kinder, umso intensiver kann man, über das Buch, mit den Kindern über das Gefühl "EINSAMKEIT" ins Gespräch kommen.

Unsere Kinder lieben die Bilderbücher von Britta Teckentrup sehr. Stimmungsvoll, mit einer schönen Klarheit in Wort und Bild und meist visuell sehr fokussierend erzählt sie Geschichten, die berühren.

Dies ist nun schon das dritte Bilderbuch in ihrer "GEFÜHLE" Reihe.

Nachdem sie sich schon mit "WUT" und "MUT" beschäftigt hat, widmet sich nun der "EINSAMKEIT".

Zugegeben ist gerade die Einsamkeit kein leichtes Thema.


Vermutlich gibt es deshalb auch recht wenige Bilderbücher (im Verhältnis zu den Themen Wut und Mut), die sich mit diesem Gefühl beschäftigen.
Dabei ist es ein so wichtiges, bewegendes Thema.
Einfühlsam, ruhig und wahnsinnig gut mit(nach)fühlbar erzählt sie ihre Geschichte aus der Perspektive eines Kindes. Genau diese Perspektive ist es dann auch, die Kinder anspricht. Sie können sich sofort und zu jeder Zeit mit dem Kind identifizieren und mit ihren bereits gemachten eigenen Erfahrungen an die Gefühlswelt des Kindes im Buch "andocken".
"Ich fühle mich einsam.
Ich fühle mich klein…" (Zitat)
Mit diesen kurzen knappen und umso intensiveren Sätzen beginnt die Geschichte, begleitet von dem Bild eines Kindes, einsam, allein in einem verschneiten Wald.
Das Kind, nur mit einem Kleid bekleidet, ohne Jacke, Schuhe und Mütze einsam im Schnee zu sehen berührt die Kinder sofort. Die kahlen Bäume in weiß-grau in Kombination mit dem auf dem Boden liegenden Schneeteppich und den fallenden Schneeflocken unterstreichen die Einsamkeit des Kindes. Die intensive Bildsprache wird uns begleiten.
Während wir das Kind auf ihrem Weg durch den Schnee begleiten, spüren wir die Kälte, die Einsamkeit, ja auch ein recht trostloses, sehr trauriges Gefühl.
Einsamkeit hat viele Facetten.
Das Kind fragt sich, ob es für immer einsam sein wird, oder ob es da jemanden geben wird, der es liebt.
Zeitgleich sehen wir einen Wolf, der das Kind zu verfolgen scheint.
"Oder ist es ein Hund?", fragen einige Kinder.
Beim Betrachten der Bilder schwanken die Kinder zwischen dem Mitfühlen mit dem Kind, das sich so allein fühlt und einer leichten Ungewissheit.

Ist es gut, dass das Tier dem Kind folgt?

Oder ist das Kind in Gefahr?
Nach einiger Zeit und mehrmaligem Umblättern lüftet sich das Geheimnis und auch visuell wird uns beim Betrachten wärmer. Wärmer, wie dem Kind, das nicht mehr allein ist. Das einen wärmenden Begleiter, einen Beschützer.
Trotzdem hadert das Kind mit sich. Es sehnt sich nach Freundschaft und zweifelt gleichzeitig.
"Ich sehne mich nach Freundschaft,
doch ich fühle mich nicht stark.
Und weiß nicht, was tun.
Was, wenn mich keiner mag?" (Zitat)
Genau dieses Gefühl, diese Frage kennen viele Kinder. Besonders natürlich die Stillen, die Schüchternen. Und sie werden es auch sein, die doppelt gestärkt und mutiger aus dieser Geschichte hinausgehen werden.
Das Tier ist hier der Mutmacher, der das Kind "an die Hand nimmt" und mit ihm auf die Suche geht, nachdem was es liebt. Es ermutigt Neues zu entdecken, in sich hineinzuhorchen, Geduld zu haben....
Ihr Weg ist ein ganz besonderes Abenteuer, das Abenteuer zu sich selbst zu finden und die Welt um sich herum wahrzunehmen. "Forschen, lernen, lugen, spähen." (Zitat) Und tatsächlich entdeckt das Kind, das es nicht allein ist mit seinen Ängsten, seinen Selbstzweifeln, seiner Einsamkeit. Sie sind viele.
Es sind viele, die genauso fühlen, was Britta Teckentrup in einem absolut beeindruckenden Bild eingefangen hat. Hier sehen wir mehrere Kinder in Körperhaltungen, die deutlich machen, wie sie sich fühlen. Einsam. Jedem Kind steht ein Tier zur Seite, so wie "unserem" Kind.
Wir sehen sie in der Folge auf einem Bild, auch in einer Reihe, doch die Bildsprache zeigt deutlich, was wir in der erzählenden Geschichte erfahren, sie finden noch nicht zueinander.
Wie sie es letztendlich doch schaffen, wie intensiv und gefühlsbeladen die Annäherung stattfindet, das erleben wir in dieser wundervollen Geschichte, die nach und nach auch in den Bildern immer wärmer und farbiger wird und auch unsere Leserherzen wärmt.
"Wir laufen gemeinsam der Zukunft entgegen......" (Zitat)
Es ist absolut fantastisch, wie Britta Teckentrup die zarten Annäherungen visuell entwickelt hat und ihre Leser mit einem so warmen Gefühl aus der Geschichte hinausführt. Wobei man sagen kann, sie lässt das endgültige Ende offen. Wichtig ist sie haben sich gefunden und Vertrauen aufgebaut. Was danach kommt wird die Zukunft zeigen, die sie gemeinsam entdecken werden.
Das wiederum inspiriert viele Kinder die Geschichte eigenständig weiterzuerzählen. Einige erzählen davon, wie sie gemeinsam die Welt entdecken und Neues finden, andere bleiben beim Thema Freundschaft und richten ihre Erzählperspektive auf Zweisamkeit.
Wie auch immer sie ihre Geschichten weitererzählen, das Gefühl nicht mehr allein zu sein spielt immer eine zentrale Rolle.
Einsamkeit = Kälte= Trostlosigkeit=...
Zusammen = Wärme = Geborgenheit = Sicherheit = mutiger sein können = Glücklichsein =....
Unsere Kinder haben wahre Gefühlsketten dazu entwickeln können.
Was verbindest du mit dem Wort EINSAMKEIT?
Was verbindest du mit den Worten "ZWEISAMKEIT", "ZUSAMMEN" und "FREUNDSCHAFT"?

Britta Teckentrup gibt mit ihrer zauberhaften Geschichte stillen, schüchternen Kindern eine Stimme und schafft gleichzeitig bei den Kindern, die offener sind Verständnis für die Stilleren.
Beobachtet einmal das schüchterne, stille Kind beim Entdecken der Geschichte.
Viele gehen mit einer gewissen Körperspannung (Anspannung) in die Geschichte, die gepaart ist mit Neugier. Erst ganz langsam, dann immer deutlicher können wir erkennen, wie sich die Anspannung löst, Neugier bleibt und nach und nach ein Gefühl von Leichtigkeit und leuchtenden Augen wahrzunehmen ist.
Und so haben wir hier nicht "nur" ein Bilderbuch, dass Kinder das Gefühl Einsamkeit näherbringt, sondern vor allem Betroffenen Hoffnung gibt / Mut macht.
Wir werden es besonders in der Einzelfallarbeit mit einsetzen, da die letzten (Vor-)Lesestunden (1 zu 1) deutlich gezeigt haben, wie sehr einzelne Kinder im Geschichtenverlauf regelrecht aufgeblüht sind.
Es ist eine tolle Grundlage für weiterführende Gespräche und das sowohl mit einer Gruppe als eben auch in der Einzelfallbetreuung.
Von hier gibt es eine gaaanz große 💓💓💓Herzensempfehlung.

Gespräche aus der Community

Liebe Lovelybooks-Mamas und Papas,

wir verlosen 10 Exemplare des neuen Kinderbuchs  von Britta Teckentrup! "Fische, Fische überall" ist ein tolles Sachbuch für Kinder ab 6 Jahren, die sich für die Natur begeistern und ganz besonders natürlich für alle Kinder, die alles wissen möchten, was im Wasser alles los ist und aus dem fragen gar nicht rauskommen: Was ist ein Fisch? Wie lange gibt es Fische schon? In welchen Gewässern leben welche Fische? Wie überleben Fische und gibt es auch etwas wie eine Schule für Fischkinder? Dieses Buch bietet den Kleinen ganz viele Fisch-Informationen und Eltern können nicht nur was dazulernen, sondern können sich über die liebevollen und detailreichen  Illustrationen von Britta Teckentrup freuen!

66 BeiträgeVerlosung beendet
Angelika123s avatar
Letzter Beitrag von  Angelika123
Ein wunderschönes Buch - nicht nur sehr informativ sondern auch eine richtige Augenweide.
Vielen Dank für dieses tolle Buch - ich liebe es.
Hier meine Rezension (gleichlautend auch bei Amazon und Hugendubel unter Tabjoan eingestellt) :
https://www.lovelybooks.de/autor/Britta-Teckentrup/Fische-Fische-überall-1812092724-w/rezension/2148608322/

Zusätzliche Informationen

Britta Teckentrup wurde am 01. Januar 1969 in Hamburg (Deutschland) geboren.

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