Holmes und ich – Die Morde von Sherringford

von Brittany Cavallaro 
4,1 Sterne bei203 Bewertungen
Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (156):
juLyxx17s avatar

Ich war am Anfang sehr kritisch (alteingesessener Sherlock Holmes Fan), aber das Buch war eines der besten, die ich seit langem gelesen habe

Kritisch (11):
franzzis avatar

Mix aus Faszination und Abscheu. Der Versuch, einen weiblichen Teenager-Holmes in der Jetztzeit der USA zu kreieren funktioniert&eben ni...

Alle 203 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Holmes und ich – Die Morde von Sherringford"

So hast du Holmes und Watson noch nie erlebt!

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423717717
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:09.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne71
  • 4 Sterne85
  • 3 Sterne36
  • 2 Sterne10
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz sperriger Sprache und mancher Längen eine interessante Adaption.
    Trotz sperriger Sprache und mancher Längen eine interessante Adaption.

    Die Geschichte an sich gefällt mir mit ihrem ironisch flotten Grundton gut, sie ließ sich aber etwas sperrig lesen. Holmes und Watson sind tatsächlich Nachfahren des echten Sherlock Holmes und von Dr. Watson. Irgendwie stehen sie aber immer noch in Konkurrenz, und gerade in der Familie Holmes werden die Kids schon von Kleinkind an auf ihren detektivischen Spürsinn gestriezt. Von daher ist die weibliche Charlotte Holmes auch nicht so zugänglich, als sie Jamie Watson auf der privaten Schule in Sherringford kennen lernt.

     

    Problematisch fand ich das Alter der beiden zu bestimmen, etwas dass mich immer wieder beim Lesen irritierte. Oft erschienen sie mir zu jung für das Geschehene. Im Buch gibt es keine konkreten Aussagen dazu. Deswegen tat ich mich auch mit Watson schwer, den ich in der Pubertät vermutete, so wie er sich manchmal verhielt. Zudem erschien er mir extrem sentimental und auch ein gutes Stück naiv. Holmes dagegen ist hart und rationell. Insgesamt empfand ich beide gefühlt zu jung, für das was sie da darstellen sollten.

     

    Alles in allem: Zwei jugendliche Nachfahren von Sherlock Holmes und Dr. Watson lösen ihren ersten Fall  zusammen. Zwar ein etwas sperriger Einstieg, aber ich denke, die Reihe könnte sich lohnen. Also, wer Holmes und Watson mal so ganz anders mag, sollte dieses Buch lesen, aber einige Abstriche machen. Ich werde auf alle Fälle noch den zweiten Band lesen, hoffend, dass dieser sich dann besser eingespielt hat.

     

    Sterne: Ich vergebe drei gute Sterne. Abzug gab es für die Längen und den etwas sperrigen Erzählton. Auch für Watson, der mir sehr naiv und ein wenig „rehäugig“ dargestellt wurde.



    Reihenfolge Holmes & Ich

    Band 1

    Die Morde von Sherringford

    Band 2

    Unter Verrätern

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz sperriger Sprache und mancher Längen eine interessante Adaption.
    Trotz sperriger Sprache und mancher Längen eine interessante Adaption.

    Die Geschichte an sich gefällt mir mit ihrem ironisch flotten Grundton gut, sie ließ sich aber etwas sperrig lesen. Holmes und Watson sind tatsächlich Nachfahren des echten Sherlock Holmes und von Dr. Watson. Irgendwie stehen sie aber immer noch in Konkurrenz, und gerade in der Familie Holmes werden die Kids schon von Kleinkind an auf ihren detektivischen Spürsinn gestriezt. Von daher ist die weibliche Charlotte Holmes auch nicht so zugänglich, als sie Jamie Watson auf der privaten Schule in Sherringford kennen lernt.

     

    Problematisch fand ich das Alter der beiden zu bestimmen, etwas dass mich immer wieder beim Lesen irritierte. Oft erschienen sie mir zu jung für das Geschehene. Im Buch gibt es keine konkreten Aussagen dazu. Deswegen tat ich mich auch mit Watson schwer, den ich in der Pubertät vermutete, so wie er sich manchmal verhielt. Zudem erschien er mir extrem sentimental und auch ein gutes Stück naiv. Holmes dagegen ist hart und rationell. Insgesamt empfand ich beide gefühlt zu jung, für das was sie da darstellen sollten.

     

    Alles in allem: Zwei jugendliche Nachfahren von Sherlock Holmes und Dr. Watson lösen ihren ersten Fall  zusammen. Zwar ein etwas sperriger Einstieg, aber ich denke, die Reihe könnte sich lohnen. Also, wer Holmes und Watson mal so ganz anders mag, sollte dieses Buch lesen, aber einige Abstriche machen. Ich werde auf alle Fälle noch den zweiten Band lesen, hoffend, dass dieser sich dann besser eingespielt hat.

     

    Sterne: Ich vergebe drei gute Sterne. Abzug gab es für die Längen und den etwas sperrigen Erzählton. Auch für Watson, der mir sehr naiv und ein wenig „rehäugig“ dargestellt wurde.

    Reihenfolge Holmes & Ich

    Band 1

    Die Morde von Sherringford

    Band 2

    Unter Verrätern

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    lunau-fantasys avatar
    lunau-fantasyvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Idee an Holmes und Watson zu erinnern. Etwas zu unspektakulär.
    Lunau-fantasy.blogspot.com

    Cover:
    Super schön, wie ich finde. Mich hat zwar der Titel angesprochen, da ich seit der BBC-Serie großer Sherlock-Holmes-Fan bin, aber das Cover finde ich auch toll. Die Elemente und Gleichungen im Hintergrund. die Vermischung von blau und rosé, der Tintenfleck an ihrem Mantel, das Haus auf ihrem Mantel, der ausgefranste Schatten und noch so viel mehr. Ich finde dieses Cover gibt wahnsinnig viel zum Entdecken preis und hat auch mich eine große Anziehung gehabt.
    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist von meinem SuB gewesen und das bereits seit Juli 2017. Da hat es mir nämlich meine beste Freundin zum Geburtstag geschenkt, weil sie es auf meiner Wunschliste gesehen hat und weiß, wie sehr ich die BBC-Serie liebe. Aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen mich diesem Buch zu widmen. Da ich vorhabe, dieses Jahr meinen SuB wieder enorm zu minimieren (und es wird verdammt schwer!) habe ich mich im Januar diesem Büchlein angenommen. Optisch ist es in jedem Falle bereits eines meiner Favoriten. Inhaltlich sieht das dann aber schon wieder anders aus.Alles beginnt mit der ersten Begegnung von James Watson und Charlotte Holmes, die wie alle anderen Kapitel auch in der Ich-Perspektive von James, genannt Jamie (sehr zu seinem Missfallen) geschrieben ist.Die Kapitel sind mir oftmals viel zu lang und haben auch sehr wenige Absätze, so dass man oftmals mitten im Text pausieren muss, wenn man wie ich z.B. in der S-Bahn sitzt und aussteigen muss oder abends im Bett doch noch in das nächste Kapitel einlesen möchte. Ich persönlich finde das oft anstrengend, weil ich mich gezwungen fühle mehr zu lesen, als ich es eigentlich wollte oder konnte und dann eben manchmal irgendwo abbrechen muss.Auch der Inhalt zog sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr wie Kaugummi unter der Schuhsohle. Es klebte, es nervte hin und wieder und irgendwie kam man trotzdem voran. Der Schreibstil ist zwar verständlich, flüssig und gut zu lesen, um so schwerer fällt es mir zu erklären, was mich gestört hat. Ich kam einfach nicht so ganz in die Geschichte, wurde mit den Figuren nicht richtig warm und meine Gedanken waren immer wieder woanders, der Fokus blieb nicht in der Geschichte, ich tauchte nicht ein. Ich denke, die meisten wissen, wovon ich spreche. Die Charaktere an sich waren in Ordnung, Charlotte legte ein antisoziales Verhalten an den Tag, wie es von der Familie Holmes gepflegt wird und damit sehr an Sherlock Holmes erinnert. Alles eine Frage der Erziehung. Auf ihre Art war mir Charlotte sympathisch. Obwohl er der Erzähler war, hatte ich meine Probleme mit James, oder Jamie, und war ziemlich oft genervt von ihm. Andererseits legte er auch das trottelige, hundeähnliche Verhalten da, was so oft mit Watsons in Einklang gebracht wird. Alle anderen Figuren waren recht gut zu behalten und die Anzahl überschaubar.Eine Holmes und Watson Geschichte in unserer Zeit ist tendenziell nichts neues, eine Geschichte über Nachkommen der beiden bekannten Figuren schon eher. Zumindest, was mein Regal angeht. Es gibt einen roten Faden für die Handlung, die mich aber nicht mitgerissen hat. Es war ein plätschernder Teich, kein Reichenbachfall ;)Das Ende war für mich zu larifari, die Spannung nicht intensiv genug. Wirklich nachklingen tut das Buch leider nicht. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Faye-s avatar
    Faye-vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, unterhaltsam und ein schöner Holmes-Charme!
    Gut kombiniert, Cavallaro!

    Inhalt: 
    Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
    1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
    2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
    3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden. 
    Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

    Meine Meinung:
    Zunächst war ich recht skeptisch - Sherlock Holmes und John Watson nur als Teenager und Holmes als Mädchen? Zunächst springt einem der Gedanke 'überflüssige Modernisierung' in den Kopf. Doch nachdem ich erstmal angefangen habe und nach ca. 20 Seiten mich ins Geschehen eingefunden habe, wurde ich schnell vom Gegenteil überzeugt. Beide Charaktere - Jamie Watson und Charlotte Holmes - habe ich rasend schnell ins Herz geschlossen. Besonders da sie so facettenreich geschrieben wurden und man sich fühlt, als würde man mit ihnen das ganze Rätsel entschlüsseln. An einigen Stellen musste ich laut auflachen und doch gab es auch einige sehr ernste und aufwühlende Stellen. Der ganze Fall war durchaus spannend und ich musste richtig miträtseln. Dabei gab es manchmal wirklich überraschende Plottwists und ab da fliegt man praktisch über die Seite. Sowohl Jamie als auch Charlotte entwickeln sich im Laufe des Buches auch weiter und das macht die beiden nur noch interessanter. Dennoch hat es mir etwas an der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen den beiden gefehlt, sodass sie sich wirklich klarer werden, was sie voneinander wollen. Aber vielleicht wird das im zweiten Band umgesetzt. 


    Fazit: 
    Ein unterhaltsames Jugendbuch verpackt mit der Geschichte um Sherlock und Watson in einer charmanten Umwandlung zu Teenagern mit Potenzial, zu einer erfolgreichen Buchreihe.

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    franzzis avatar
    franzzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mix aus Faszination und Abscheu. Der Versuch, einen weiblichen Teenager-Holmes in der Jetztzeit der USA zu kreieren funktioniert&eben ni...
    Faszinierend und abscheulich zugleich

    Sherlock Holmes ist so dermaßen im Trend, dass jeder einen haben will. Das ist einerseits total verständlich, prägte der Ermittler nicht nur ein bis heute über alle Maßen beliebtes Romangenre - und blieb dabei doch in seiner Charakterzeichnung stets unterreicht. Ein faszinierender Mann, in seiner analytischen Schärfe ebenso wie in seiner (scheinbaren?) emotionalen Verkühltheit, seiner Mischung aus unbedingter Höflichkeit, pointiertem Witz und impertinenter Arroganz. 


    Zum anderen ist es aber mitunter auch anstrengend. Was haben wir? Eine großartige BBC-Adaption, die Sherlock in die Neuzeit versetzt. Hollywood-Produktionen, die ihm mehr Albernheit und Kampffähigkeit außerhalb des Boxringes verpassen. Großartige Hörspiele, die die Originalfälle vertonen und liebevoll unauffällig modernisieren. Hörspiele, die mal mehr oder weniger gut neue Fälle hinzufügen, das gleiche gilt für eine Vielzahl an Pastiches (Ja, Sherlock war sogar in Leipzig, aber der Fall war fürchterlich!). Sachbücher bringen mir die Figur näher, seine Zeit, seine Methoden, wie er die Kriminaltechnik vordachte und revolutionierte, wer der Mann war, der Doyle zu Holmes inspirierte, wie ich selbst so denken kann wie Holmes und und und.


    Jetzt haben wir - wie sollte es anders sein - auch noch Romane, die vom jungen "echten" Holmes erzählen - und jene, die Holmes verteenagert in die Jetztzeit holen. Aus der letzten Kategorie kommt "Holmes und Ich - Die Morde von Sherringford", dem ersten Jugendbuch von Brittany Cavallaro.


    Und der Leser wird den Verdacht nicht los, dass es hier zuvorderst darum ging, den Hype bestmöglich zu bedienen und für die Zielgruppe zurecht zu meiseln - und weniger darum, eine stimmige und viel Neues erzählende Adaption vorzulegen, wie es der BBC in überragender Weise mit ihrem "Sherlock" gelang.


    Die Zutaten: Holmes muss eine Teenagerin sein. Natürlich. Es gibt mehr lesende Mädels als Jungs, und schließlich sollen sich die Damen mit der Hauptfigur identifizieren. Zwei Jungs? Uncool. Der Erzähler, Jamie Watson, bleibt hingegen ein Kerl. Und dann versucht Cavallaro den Spagat, der eigentlich immer nur misslingen kann: Die Figuren sollen, als waschechte Nachfahren des Baker-Street-Duos, natürlich mit möglichst vielen Eigenschaften an Holmes und Watson erinnern - gleichzeitig will die Autorin aber auch ganz viele eigene Facetten in ihre Figuren packen.


    Das geht eigentlich nie gut. Und Cavallaro liefert einen weiteren Beweis. Während sie sich abmüht, immer wieder kleine bis unübersehbare große Anspielungen auf Fälle der "alten" Ermittler einzuschleusen und Charlotte Holmes natürlich eine toughe Einzelgängerin mit Drogenproblemen ist, muss sich Jamie Watson dummerweise sehr in diese ungewöhnliche junge Frau verlieben - und Holmes neben der Lösung des Falls auch immer wieder in Gefühlsduselei-Diskussionen verwickeln. 


    Das klingt mit Blick auf die Vorbilder anstrengend - und das ist es auch. So liest es sich streckenweise äußerst unterhaltsam, vor allem dann, wenn man vergisst, dass Holmes ein moderner Sherlock und Watson ein moderner John sein soll. Der Fall zu den mysteriösen Morden und Angriffen an dem Internat an der US-amerikanischen Ostküste, an dem sich die beiden "zufällig" kennenlernen, ist etwas arg konstruiert, aber ganz nett. 


    Am Ende scheitert das Buch daran, dass es so sehr auf Erfolg und Trend hingeschrieben ist, dass es wehtut. 

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    V
    Violet Baudelairevor einem Jahr
    Die Nachfahren von Holmes und Watson

    Jamie Watson träumte schon immer davon mit Charlotte Holmes solche Abenteuer wie ihre Großväter zu erleben. Das er aber beim Wechsel von seiner Schule in London nach Amerika an das gleiche Elite-Internat kommt wie sie und dann dort auch noch Morde geschehen, ist für ihn unbegreiflich. Natürlich sind sie beide die Hauptverdächtigen und natürlich nehmen beide die Ermittlungen selbst in die Hand.

    Ein ganz netter Roman mit etwas wirren Charakteren, einer kleinen Liebesbeziehung zwischen Holmes und Watson und vielen vorhersehbaren Wendungen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Mika2003s avatar
    Mika2003vor einem Jahr
    Konnte nicht überzeugen

    Ich bin ein Fan der literarischen Figur „Sherlock Holmes“ und bin immer mal wieder auf der Suche nach Schriftstellern, die diese Figur zum Leben erwecken.

    Brittany Cavallaro, selbst – so sagt sie – ein großer Fan dieser Figur – hat sich mit „Die Morde von Sherringford“ an ihrem ersten Jugendbuch versucht. Sie hat aber nicht den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und dessen Partner Watson als Figuren auserkoren, sondern deren Urururenkel … Jamie Watson und Charlotte Holmes.

    Jamie Watson ist – wie sein berühmter Vorfahre – hier der Erzähler der Geschichte. Er will, wie sein Vorfahre, ein berühmter Schriftsteller werden. Doch er ist zu unsicher, zu schüchtern um dies wirklich zu sein.

    Wie sein Vorfahre lässt er sich voll und ganz auf eine Holmes ein: er lässt sich von ihr herumkommandieren, herumschubsen und beeindrucken. Teilweise wirkt er wie ein Hampelmann, der um Aufmerksamkeit buhlt.

    Charlotte Holmes ist eine echte Holmes: detektivischer Spürsinn, ausgezeichnete Beobachtungsgaben und sie kann wunderbar Menschen manipulieren. Das stellt sie mehr als nur einmal unter Beweis. Auch ihr exzessiver Drogenkonsum ähnelt dem Sherlock Holmes.

    Man merkt, dass die Autorin ein großer Fan ist und sich auch im „Universum“ von Sherlock Holmes sehr gut auskennt. Man entdeckt Parallelen zum Original und die Faszination, die diese literarische Figur auf die Autorin ausübt.

    Der Schreibstil der Autorin ist frisch, jung und unverbraucht – für ein Jugendbuch gerade richtig. Allerdings – und das ist ein Manko für mich – sind die Kapitel recht lang. Einfach mal so schnell ein Kapitel lesen, weil man einen Moment ungestört ist, funktioniert hier leider nicht.

    Außerdem, und das ist ein weiteres Manko in der Geschichte, erfolgen manche Entwicklungen viel zu hastig. Überhastet und nicht nachvollziehbar. Dieses „nicht nachvollziehbar“ kann man auch auf einige der Handlungen unserer Protagonisten beziehen. Nicht alles ist schlüssig, es bleiben Fragen offen und man hat das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

    Zum Abschluss muss ich sagen, dass mich das Buch nicht wirklich begeistern konnte.

    Ich vergebe 2 ½ von 5 möglichen Sternen für dieses Jugendbuch.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Yennys avatar
    Yennyvor einem Jahr
    Geniale Umsetzung

    Vorweg: Die alten Bücher über Sherlock Holmes habe ich nie gelesen, an die Filme kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Die Neuverfilmung mit Robert Downey Jr. fand ich persönlich nicht sehr gelungen. Die Serie auf Netflix hingegen, ein Sherlock in der heutigen Zeit, fand ich genial. Und als ich dieses Buch zur Hand genommen habe, wurde ich sofort wieder vom Sherlock-Fieber gepackt.

    Cavallaro hat die Geschichte von Holmes und Watson so erfrischend geschrieben, dieser trockene britische Humor, alle verpackt in die Gegenwart und auf die Nachfahren geschrieben.

    Watson fühlt sich auf das amerikanische Internat strafversetzt. Er vermisst London und seine Familie, die sein Vater vor Jahren für eine andere Frau verlassen hat. Im Internat gilt er als Außenseiter, nur sein Zimmernachbar Tom scheint seine Gesellschaft zu mögen. Bis er Charlotte Holmes begegnet. Es kommt natürlich, wie es kommen muß: ein Schüler wird umgebracht, Holmes und Watson sind die Hauptverdächtigen, sie ermitteln zusammen, doch der Täter läßt sich nicht von weiteren Taten abbringen.

    Holmes entdeckt schnell, dass der Täter die Mordgeschichten von John Watson nachstellt und ihnen die Taten in die Schuhe schieben will. Können sie einen weiteren Mord verhindern und dem Täter das Handwerk legen?

    Holmes ist unnahbar, kühl. Watson oft verwirrt, manchmal trottelig, aber immer an ihrer Seite. Gefühle spielen hier nur eine untergeordnete Rolle, eher Freundschaft, Zusammenarbeit, eine Zweckgemeinschaft zweier einsamer Seelen. 

    I am sherlocked!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    RAMOBA79s avatar
    RAMOBA79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mir hat dieses Holmes und Watson-Pärchen sehr gut gefallen!
    Charlotte und Jaime...

    Inhalt:

    Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:

    1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
    2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
    3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.

    Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.


    Das Buch ist gut und flüssig geschrieben. Habe es schnell durchgelesen, weil mir die Art und Weise sehr gut gefallen hat. Charlotte Holmes und Jaimie Watson...Ich habe gehofft, dass es nicht so ein "Abklatsch" von den original Geschichten ist. Mitnichten!!! Es ist für einen Jugendkrimi teilweise sehr hart (Charlottes Drogenproblem). Was die Geschichte aber nicht geschmälert hat. Jaimie Watson wurde ans Internat geholt wegen dem Sport Rugby...haha...im späten Verlauf des Buches gibt es dazu eine Erklärung, die ich gar nicht mal so schlecht finde! Das Buch kann Groß und Klein lesen. Viel Spaß dabei!

    Kommentieren0
    71
    Teilen
    Geschichten-Welts avatar
    Geschichten-Weltvor einem Jahr
    Holmes & Ich

    Hier haben wir noch ein von Sherlock Holmes inspiriertes Buch. Hier haben wir allerdings ein Johnlock Pairring. Eigentlich mag ich Sheriarty lieber, aber damit komme ich auch ganz gut klar.

    Die Geschichte an sich ist eigentlich ziemlich gut und ich hatte ein richtiges Sherlock Holmes Gefühl, was ich sonst immer bei Sherlock Holmes Hörspielen habe.

    Was mich aber gestört gar war das Grundsetting für die Geschichte. Nachfahren von Holmes und Watson zu benutzen ist in Ordnung, aber hier waren mir zu viele Parallelen zu den Vorfahren. So viele Gemeinsamkeiten sind doch wirklich zu unwahrscheinlich. Besonders als dann auch noch Nachfahren von Moriarity auftauchten, dachte ich mir: musste das wirklich sein? Trotzdem hatten die Charaktere etwas Originales an sich, was sie nicht zu komplette Klone machte.

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks