Holmes und ich – Unter Verrätern

von Brittany Cavallaro 
4,0 Sterne bei46 Bewertungen
Holmes und ich – Unter Verrätern
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Bücherfüllhorn-Blogs avatar

„Schwergängig“. Dennoch, die Reihe bietet etwas komplett Anderes, etwas Neues.

M

Eine gründliche Enttäuschung! Charlotte wurde mir mit jeder Zeile unsympathischer und der Fall geht zwischen den Seiten irgendwie verloren.

Alle 46 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Holmes und ich – Unter Verrätern"

Es geht weiter ...

Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. Aber Charlotte ist nicht die einzige Holmes mit Geheimnissen, und die Atmosphäre bald sehr angespannt. Zudem knistert es heftig zwischen Charlotte und Jamie. Sind sie wirklich bloß Freunde? Als plötzlich Charlottes Onkel, Detektiv, wie es sich für einen Holmes gehört, verschwindet, ist das eine willkommene Ablenkung. Die beiden stürzen sich sofort in die Ermittlungen. Sein letzter Auftrag führt sie zu einem Kunstfälscherring. Erster Halt: Berlin. Erste Kontaktperson: August Moriarty – ehemaliger Schwarm von Charlotte und von vielen tot geglaubt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423761642
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:07.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne16
  • 4 Sterne16
  • 3 Sterne11
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: „Schwergängig“. Dennoch, die Reihe bietet etwas komplett Anderes, etwas Neues.
    „Schwergängig“. Dennoch, die Reihe bietet etwas komplett Anderes, etwas Neues.

    Es ist auf alle Fälle ein ungewöhnliches Buch. Nicht nur, dass die klassische Geschichte von Arthur Conan Doyle „Sherlock Holmes und Dr. Watson“ hier in eine Jugendgeschichte mit zwei 16-Jährigen adaptiert wurde.

    Die Hauptprotagonistin, also im Prinzip DER Sherlock Holmes ist eine SIE. Charlotte Holmes. Ein extremer Charakter. Jung, hübsch, exzentrisch und total verkorkst. Verstörend kaltherzig, manchmal. Das hat sie ihrer Familie zu verdanken, die Art, wie sie aufgezogen wurde. Wie ihr Vorfahre nimmt sie Opium und Haschisch, wenn die Welt sich gegen sie verschwört. Allerdings gelingt es ihr auch immer besser, die Finger davon zu lassen. Der Gegenpart ist Jamie Watson, ein netter Kerl, wie halt Dr. Watson war. Er möchte Holmes beschützen und unterstützen, wird aber oft nur belächelt.

    Das Love-Interest ist ein Ding der Unmöglichkeit, sollte man meinen. Charlotte Holmes und Jamie Watson. Wie soll das gehen, denn unterschiedlicher geht es kaum. Beide analysieren ihre Beziehungen, Holmes kalt und eher rationell, Watson dagegen mit viel Emotion. Im Buch waren diese Stellen mit Watson etwas nervig, weil sie einfach zu oft vorkamen.

    Dann taucht auch der dritte im Bunde auf, ein Moriarty. Die Familien führen seit über hundert Jahren eine Familienfehde. Und selbst August Moriarty, der sich mal kurz mit Charlotte Holmes eingelassen hat (es könnte auch umgekehrt gewesen sein), wird am Ende mit seinen Bemühungen scheitern, die Familien zu versöhnen. Allerdings bringt er frischen Schwung in die Beziehung zwischen Holmes und Watson, der eifersüchtig reagiert. Zurück blieb da nur die Frage, in wie weit man August Moriarty trauen kann. Und ob die Familie oder die Gerechtigkeit siegt.

    Die Themen sind stellenweise harter Tobak, Vergewaltigung (Band 1), Suchtverhalten (Holmes mit Opium und Hasch (überwiegend in Band 1) und die Andeutung eines homosexuellen Holmes & Watson Paares (obwohl eher einseitig).

    Insgesamt war die Geschichte auf vielen Ebenen sehr ambivalent. Zum einen das Alter der Hauptprotagonisten. Watson kam mir wie ein sehr junger Teenager vor (was er auch war), Holmes nur ein wenig besser. Ihre Handlungen waren aber oft die von Erwachsenen und wenn ich manches las, erschienen sie mir viel älter. Und das hat für mich stellenweise nicht gepasst. Zudem konnte ich mir beide nicht so richtig äußerlich vorstellen. Man las, das Holmes blond und blass war, und Watson immerhin trainiert (?) und gutaussehend. Auf dem Cover, das mir übrigens sehr gut gefällt, erscheinen die beiden jedenfalls viel reifer, aber durchaus passend.

    Dann war der ganze Fall sehr verwirrend. Ich blickte irgendwann nicht mehr durch. Namen, Kunstfälscher, warum, wieso. Der Schluss machte alles noch verwirrender und undurchsichtiger. Ich gab es irgendwann auf.

    Ich habe gesehen, dass im März 2018 ein dritter Band auf Englisch erscheint. Vielleicht ist es eine Trilogie? Ich denke, falls dieser ins Deutsche übersetzt wird, möchte ich ihn auf alle noch lesen, denn der Schluss hier war irgendwie ein böser Cliffhanger und ich befürchte, dass Watson und Holmes sich (vielleicht kurzfristig) entzweien könnten.

    Alles in allem: Das Buch empfand ich als „schwergängig“. Charlotte Holmes ist ein extrem exzentrischer und anstrengender Charakter, Watson dagegen analysiert ständig seine Gefühle für sie. Das ist nervig und macht unsympathisch, beide. Dennoch, die Reihe hat etwas Anderes, etwas Neues, wie ich finde. Und da lese ich dann über die Längen gerne hinweg und bin auf den dritten Band gespannt.

    Sterne: Ich vergebe vier von fünf Sternen, weil diese Geschichte über Sherlock Holmes als Krimi und auch als Young Adult mal etwas ganz anderes ist, dass alle anderen Defizite ausgleicht.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 10 Monaten
    Verworren und scheinbar ohne klaren Plan

    Allein die Vorstellung, die Ferien mit Charlotte Holmes und ihren Eltern auf deren Landsitz zu verbringen, führt zu einer angespannten Haltung seitens Jamie Watson. Doch es soll alles anders – teilweise sogar noch schlimmer – als in seiner Fantasie werden. Als Charlottes Lieblingsonkel spurlos verschwindet ist sofort klar, dass Jamie und sie sich auf die Suche nach Leander begeben. Die Nachforschungen führen das Gespann nach Berlin, zu einem Kunstfälscherring und zu August Moriarty, für einen Toten ziemlich lebendig...

    Gleich in ihrem zweiten Fall wird es persönlich für Charlotte Holmes, als ihr Onkel verschwindet und das Schlimmste angenommen werden muss. Mit Watson an ihrer Seite nimmt sie den Kampf gegen unsichtbare Gegner auf, die sie schon im Vorfeld zu kennen glaubt, ihnen aber nichts nachweisen kann. Ist sie voreingenommen oder zu sehr von sich überzeugt? Erlaubt sie ihrem Verstand dennoch in andere Richtungen zu ermitteln oder wird sie stur bei ihrer Meinung bleiben? So oder so, Watson fühlt sich ausgeschlossen, ähnlich wie der Leser, Charlotte zieht häufig ihr eigenes Ding durch und lässt niemanden teilhaben. An ihrem Agieren lässt sich nur das ablesen was sie gerade beabsichtigt zu zeigen, so dass man nicht einmal auf diese Weise zu Informationen kommt.

    Sicherlich hat man bereits im ersten Band gespürt, dass Charlotte sich oft zurückzieht, nicht schnell Vertrauen fasst und eher im Stillen deduziert. Nichtsdestotrotz wirkt das Geschehen dadurch meist planlos und verwirrend, eine klare Linie ist nicht zu erkennen. Entsprechend verhält es sich mit der Spannung, die darunter leidet, gar zeitweise auf der Strecke bleibt. Zwar wird immer wieder versucht mit gekonnten Überraschungsmomenten für Aufsehen zu sorgen, der Zustand hält allerdings nie lange an. Fast schon fragt man sich, ob es überhaupt zu einer Auflösung des Falls kommen soll, oder ob es sich um eine Art Beschäftigungstherapie handelt.

    Natürlich verfolgt man den Weg des Duos trotz allem bis zum bitteren Ende, obwohl es zeitweise wirklich schwierig ist am Ball zu bleiben. Einige erhellende Momente und geschickt eingesetzte Elemente lassen jedoch den Schluss zu, dass noch mit einigen Wendungen zu rechnen ist, wenn man der Geschichte eine Chance gibt. Ob sich dies als lohnenswert betiteln lässt muss schlussendlich jeder für sich entscheiden, klar ist jedoch: Holmes und Watson in der heutigen Zeit sind ein noch seltsameres Duo als ihre Vorfahren einst waren.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    franzzis avatar
    franzzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Besser als der Vorgänger - krankt aber am gleichen Grundproblem: Will Holmes sein - und eben doch grade nicht.
    Der teenagernde Holmes

    "Es ist seltsam, um sein früheres Ich zu trauern und trotzdem denke ich, dass dies etwas ist, das jedes Mädchen versteht. Ich habe mich schon so oft gehäutet, dass ich kaum noch weiß, was ich jetzt bin - Muskeln vielleicht oder nur Erinnerungen. Vielleicht einfach der Wille weiterzumachen."


    Da stand sie, die Fortsetzung, lockend in der Onleihe. Ich griff nochmal zu - und wieder empfand ich beim Lesen Abscheu und Faszination zugleich. Cavallaros zweiter "Holmes als Teenie-Mädchen"-Streich ist ohne Frage ein Pageturner und kommt mit weniger Überstrapazierung des doyleschen Originals aus. 


    Die Geschichte ist vom Aufbau her klug komponiert, aber mitunter unlogisch erzählt. So steuert die unnahbare, verschlossene Charlotte Holmes wie schon im Vorgänger ein paar selbstgeschriebene Passagen bei -  dieses Mal ein Kapitel im letzten Drittel. Wie das klingt, soll das Zitat ganz oben nahelegen.


    Dieser Wechsel vom klassischen Ich-Erzähler (Watson) zur beobachteten Hauptfigur (Holmes) als Erzähler kann funktionieren. Tut es aber hier nicht. Denn dummerweise fällt Holmes nach wenigen Seiten in den gleichen Tonfall, den Watson anschlägt, inklusive langer, selbstreflektierender Monologe, in denen sie Watson sich selbst und all das erklärt, wofür sie ihn sonst immer abweist (und was der Original-Holmes ganz sicher mit einer pikiert nach oben gezogenen Augenbraue als "überflüssig" von sich weisen würde). 


    Vielleicht tappt Cavallaro hier einmal mehr in die Fallen aus dem "Handbuch des Schreibens". Holmes ist die weibliche Hauptfigur, mit ihr sollen sich die Leserinnen identifizieren (und ja, ich bin nicht mehr die Zielgruppe). Die Ähnlichaltrigen sollen sie verstehen und mögen, weil sie eben doch so normal ist, trotz all dem Geheimnisvollen, Einzelgängerischen, Genialen und Rebellischen, was Miss Holmes sonst charakterisiert. Das schmälert die Wirkung der Figur leider völlig, weil sie sowohl normal als auch einzigartig außergewöhnlich (holmesig eben) sein soll. 


    Der Plot selbst ist ganz schick, mit Fallhöhe, mit Berlin, mit subtileren Anknüpfungen an die großen Originale, und daraus resultierend mit mehr Freiheit für die jungen Figuren. Aber für meinen Geschmack versucht die Autorin dennoch zu sehr die Quadratur des Kreises: Wie schon im Vorgänger sollen Charlotte Holmes und der gleichaltrige James Watson von der Charakterzeichnung ganz nah an den Originalen und doch ganz normal gefühlsverkeilte Teenager sein.


    Dieses Mal in der Adventszeit in Berlin, auf der Suche nach dem freundlichsten Mitglied der verqueren Familie Holmes, Onkel Leander, und Beweisen dafür, dass die ewigen Erzfeinde (natürlich vom Moriarty-Clan) hinter der Entführung des verschwundenen Verwandten stecken. 


    Eine kurzweilige Odyssee ist es geworden, die aber Berlin äußerst oberflächlich als äußerst austauschbare Kulisse einsetzt und sich für die Tiefenschärfung der Figuren fern des Ermittlerduos ebenso wenig Zeit lässt, wie für eine glaubhafte Auflösung des Fall-Knäuels. Die kommt nach langatmigen, seitenweisen Gefühlsmonologen (ach ja: Watson ist verknallt in Holmes und sie irgendwie auch in ihn, aber, na klar: es ist kompliziert) aus Watsons Feder unnötig gehetzt und auffallend unausgegoren daher.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Solara300s avatar
    Solara300vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Tolle Fortsetzung!!! 💖
    Wenn ein neuer Fall wartet ...

    Kurzbeschreibung

    Nach den dramatischen Ereignissen, versuchen Jamie und Charlotte ihre Ferien zu genießen, aber der Schatten holt Charlotte immer wieder ein und legt eine Düsternis und abgegrenztheit zwischen die beiden Freunde. Denn Jamie hat das Gefühl das da mehr wäre, wenn nicht dieser schreckliche Zwischenfall gewesen wäre.
    Wenn Charlotte ihr Traumatische Erlebnisse verarbeiten könnte und sich dafür professionelle Hilfe holen würde, würde es ihr vielleicht besser gehen. Aber Charlotte denkt gar nicht daran und nimmt Jamie nachdem sie bei ihm waren mit in die Grafschaft Sussex, um ihn ihrer Familie vorzustellen.

    An sich keine leichte Zeit, denn man empfängt ihn, wie Charlotte bei ihm, nicht immer mit offenen Armen.
    Mitten bei diesem Wirrwarr taucht auch noch Charlottes Onkel auf und ist kurze Zeit später einfach Spurlos verschwunden.

    Ein Fall zur richtigen Zeit, geht es beiden durch den Kopf. Nur dieser Fall könnte gefährlicher sein als der vorherige.



    Cover

    Das Cover zeigt für mich Holmes und Watson, wie sie beide  wartend in die Zukunft schauen. Für mich mit den zwei uns dem Dunklen Hintergrund und dem Farbspiel gelungen.



    Schreibstil

    Die Autorin  Brittany Cavallaro hat einen bildhaften und sehr spannenden Schreibstil, der die Gefühlsstruktur nach den Erlebnissen beider sehr gut darstellt und umgesetzt hat.
    Sei es in Gesten oder in der inneren Zerrissenheit der Protagonisten. Die Charakteristika beider wurde dadurch weiter entwickelt und trotz allem, bleiben manche Gedanken der beiden noch immer im Verborgenen. Wobei Watson eher einem offenen Buch gleicht und seine Gefühle nicht so gut im Zaum halten kann. Aber bei Charlotte merkt man die innere Zerrissenheit und das sie sich verschliesst und dann wieder öffnet. Allerdings kostet sie das manches Mal Überwindung, da sie so gar nicht sein will. Sehr interessante Kombi die beiden und ich muss sagen dass mir die Weiterentwicklung in Form des zweiten Bandes sehr gut gefallen hat, mit einem neuen Fall und alten Bekannten.


    Meinung

    Wenn ein neuer Fall wartet ...

    Dann sind wir bei Jamie Watson und Charlotte Holmes, die im Moment Ferien haben nach den aufregenden Strapazen ihre gerade erst letzten Falls, wo sie beinahe ihr Leben gelassen hätten.
    Diese Traumatischen Erlebnisse, die insbesondere Charlotte durchlebt hat, sind tief in ihr verankert und sie zieht sich von Jamie immer mehr zurück, obwohl sie ihn eigentlich nicht von sich stoßen will.

    Jamie dagegen ist verwirrt über die Gefühlsschwankungen von Charlotte und weiß aber auch das sie Zeit braucht und auch eventuell eine Therapie. Aber Charlotte wiegelt ab und beide lernen ihre Familien kennen.
    Das Jamies Mum nicht von Charlotte begeistert ist, war ja schon zu erwarten, aber umgekehrt ist Charlottes Familie nicht begeistert von Jamie und ein Spießrutenlauf beginnt bei all dem Gefühl Wirrwarr.

    Dabei kommt Hilfe an in Form von Charlottes Onkel Leander, der sich mal wieder sehen lässt und Jamie ist froh, denn Leander war der beste Freund seines Vaters und so erhofft sich Jamie einen guten Austausch in der eher trüben Gegend um die Grafschaft Sussex wo sich der Landsitz der Holmes befindet.
    In dem Herrenhaus kommt sich Jamie ziemlich verloren vor und auch mit der gehobenen Gesellschaftsschicht fehl am Platze. Charlotte weiß das und nimmt es in Kauf das er bei ihr ist, denn sie braucht ihn. Leider verschwindet Onkel Leander auf mysteriöse Weise und die beiden sind sogar froh endlich wieder ermitteln zu können. Aber auf welche Geheimnisse sie stoßen, ist selbst für die beiden eine Überraschung.

    Sehr gelungen und anschaulich, kann ich mich in die trübe Stimmung im Landsitz der Holmes vertiefen und bin froh dass wir nicht so leben. Nichts gegen solche Gebäude zum Anschauen, aber zum Leben ist mir eine Größe  Übersichtlicher lieber.



    Fazit 

    Eine Tolle Fortsetzung!!!
    Eine verzwickte Situation, ein Plan und ein seltsames verschwinden erwarten hier Holmes und Watson.

    5 von 5 Sternen

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Yennys avatar
    Yennyvor einem Jahr
    Nicht so spannend wie der erste Band

    Watson verbringt die Ferien mit Holmes in London bei seiner Familie, anschließend fahren sie nach Sussex, um Weihnachten bei Charlottes Familie zu verbringen. In dem alten Anwesen kann man sich schnell verlaufen und Watson macht Bekanntschaft mit Charlottes "eisigen" und strengen Eltern. Einziger Lichtblick ist der Besuch ihres Onkels Leander, mit dem auch Jamie sich auf Anhieb versteht. Doch am nächsten Tag ist Leander verschwunden, ohne auf Wiedersehen zu sagen. Ihre Mutter ist schwer erkrankt und schickt sie zu ihrem Bruder Milo nach Berlin. Dort trifft sie auf niemand anderen als den totgeglaubten August Moriaty.

    Die nächsten Kapitel verlieren sich Charlottes Deduktionen und Detektivarbeit. Ich konnte ihr nicht immer folgen und mußte schmunzeln, wenn auch Jamie Watson sich oft verloren vorkam. Wieviel Genie kann ein Mensch vertragen, bevor es ihn in den Wahnsinn treibt? Und was hat diese Kunstschule nun mit Leanders Verschwinden zu tun? Ein wenig gedämmert, wer dahinter steckt, hat es mir, als Holmes und Watson entführt werden.

    Und dann, dann sind da ja auch noch diese Gefühle, die Watson für Holmes empfindet. Doch kann aus den beiden irgendwann mehr werden als Freundschaft?

    Da war ich so im Sherlock-Fieber und hatte mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Aber der zweite Band kann, meiner Meinung nach, nicht mit dem ersten Band mithalten.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    V
    Violet Baudelairevor einem Jahr
    2. Fall für Charlotte Holmes und Jamie Watson

    Seit den Morden in ihrem Internat sind Holmes und Watson ein Paar. Doch eine Beziehung zu einer Holmes ist etwas kompliziertes und es wird noch komplizierter, wenn man sich noch mit ihren Eltern treffen muss. Kaum in England angekommen, verschwindet Charlotte's Onkel und Jamie und sie übernehmen seinen letzten Fall: ein Kunstfälscherring. Kontaktperson in Berlin ist natürlich August Moriarty, der Ex-Schwarm von Charlotte. Was kann da schon schiefgehen?

    Auch nicht besser wie der erste Teil nur mit mehr Irrungen und Wirrungen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Mareias avatar
    Mareiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht so stark wie Band 1, aber immer noch stark!
    Nicht so stark wie Band 1, aber immer noch stark!

    Ich bin in diese Geschichte buchstäblich ohne Vorwissen gestolpert. Ich habe gesehen: "Es gibt ein neues Holmes-Buch von Brittany Cavallaro! - Das muss ich haben!" Mehr hat mich in dem Moment nicht interessiert und ich wurde nicht enttäuscht.
    Der Schreibstil der Autorin ist faszinierend. Sie hat einen unglaublich scharfsinnigen und scharfzüngigen Humor, der nicht selten ein wenig schwarz wird. Außerdem schafft sie es bei mir wirklich, dass ich Bilder vor Augen habe, was ich beim Lesen leider viel seltener habe, als ich es mir wünschen würde. Das ist also definitiv ein gutes Zeichen! Unterstützt wir das nur noch durch sehr, sehr gute Deduktionen. Was ich auch an den originalen Holmes-Geschichten am meisten geliebt habe, ist dieses Schließen von Allgemeinem und kleinsten Details auf den vorliegenden Fakt. Sich allein solche Schlüsse auszudenken zeugt in meinen Augen von viel Talent, Kreativität und Köpfchen.
    Wenn mir der Schreibstil auch so gut wie im Auftaktband gefallen hat, so konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht ganz so packen. Zugegebener Maßen bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen an Holmes & ich - Unter Verrätern gegangen, immerhin waren Die Morde von Sherringford eines meiner Jahreshighlights 2016. Was mir dieses Mal ein wenig gefehlt hat, waren die ganzen Anlehnungen an Sherlock Holmes-Fälle. Auch wenn es hier hätte anders umgesetzt werden müssen, als in Band 1, hätte ich mir doch hier und da eine clevere Adaption gewünscht.
    Der Fall an sich war nicht langweilig, allerdings konnten mich die Verstrickungen des Kunstfälscherrings nicht vollständig in seinen Bann ziehen und die eine oder andere Auflösung waren recht vorhersehbar in meinen Augen. Was allerdings ziemlich cool war, waren all die Berlinszenen. Ich denke ich muss das Buch echt noch einmal auf englisch lesen um zu sehen, was hier vielleicht auf deutsch gesprochen wird und was nicht, auf jeden Fall war es aber spannend die uns doch recht bekannte Stadt quasi durch die Augen eines Touristen zu sehen.
    Und dann sind da noch Jamie und Charlotte. Irgendwie finde ich die beiden ja zum Knutschen (obwohl das keiner von beiden gerne hören würde...), v.a. zusammen! Ich bin zwar niemand, dessen OTP Johnlock heißt, aber in dieser Watson-Holmes-Beziehung finde ich ein wenig Romantik wirklich schön. Insbesondere auch deshalb, weil es sehr gut gemacht ist! Weder schmeißen die beiden sich direkt aneinander ran, noch versuchen sie sich unentwegt irgendwas einzureden. Das macht ihre Beziehung zwar nicht einfacher (immerhin ist noch immer eine Holmes involviert), aber es erweitert die Fantasie des Lesers und es gibt dem ganzen einen kleinen Schliff.
    Was mich persönlich an diesem Buch auch ziemlich begeistert hat, ist der zusätzliche Einblick in Charlottes Charakter. Im ersten Band war sie doch noch ziemlich unnahbar und ich konnte nie wirklich sagen, was genau ich von ihr halte. In diesem Buch nun ist das anders: Man lernt sie nicht nur als unheimlich selbstbewusste, starke und ungebundene Figur kennen, sondern erfährt auch mehr über ihre zerbrechliche Seite, die Schatten ihrer Vergangenheit, was sie liebt und was sie hasst.
    Abschließend noch eine Bemerkung zum Titel: Ich finde es ziemlich schade, dass die Originaltitel nicht übernommen werden. Buch 1 heißt im Englischen A Study in Charlotte, Band 2 The last of August und selten sind Titel so perfekt zwischen Kreativität, das Buch beschreibend und zeigend, wie genial die Autorin eigentlich ist!
    Fazit
    Auch wenn ich am Ende des zweiten Bandes nicht so vor Begeisterung glühe, wie ich es bei Band 1 tat, bin ich mit dieser Fortsetzung doch zufrieden. Ich glaube ich habe selten einen Folgeband so sehr mit dem Vorgänger verglichen, wie hier. Aber für mich drängt sich das irgendwie auf...
    Schlussendlich lohnt sich Holmes & ich - Unter Verrätern aber definitiv, wenn man das erste Buch der Trilogie gelesen hat, denn allein Schreibstil und Charakterentwicklung bringen so viel Lesespaß, Spannung und Mehrwert!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Holmes & Ich - Unter Verrätern

    "Holmes & Ich - Unter Verrätern" ist der zweite Band der "Holmes & Ich" - Buchreihe von der Autorin Brittany Cavallaro. Nachdem mir der Auftaktband der Reihe richtig gut gefallen hatte, war für mich ganz klar, dass ich auf jeden Fall auch zum zweiten Teil der Reihe greifen werde. Gesagt, getan und hier verrate ich euch nun, wie es mir gefallen hat. 

     

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonisten Jamie Watson und Charlotte Holmes. Nachdem die beiden erst vor kurzem einen gefährlichen Fall gelöst haben, freut sich besonders Jamie auf die anstehenden Ferien. Die freien Tage verbringen die beiden gemeinsam zunächst bei Jamie's Familie und schließlich für einige Zeit auf dem englischen Landsitz der Familie Holmes. Jamie hat dort nicht nur mit der noblen Umgebung zu kämpfen und merkt schnell, dass Charlotte nicht die einzige ist, die in ihrer Familie Geheimnisse verbirgt. 

     

    Als kurze Zeit darauf Charlotte's Onkel Leander spurlos verschwindet ist dies für die beiden eine willkommene Abwechslung von dem Gefühlschaos, dass sich mehr und mehr zwischen ihnen entwickelt. Doch damit nicht genug, denn als sie Leander's Spuren folgen führt sie dies nach Berlin und zu August Moriarty, Charlotte's erster großen Liebe ...

    Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Der Schreibstil von Brittany Cavallaro hat mich auch in diesem zweiten Band komplett überzeugt, da das Buch flüssig zu lesen ist, die Autorin aber daneben auch mit bildhaften und nicht zu einfach gehaltenen Beschreibungen überzeugen konnte. Da die Handlung des ersten Bandes komplett in sich abgeschlossen war, war ich besonders neugierig mit welchem Fall oder welchen Fällen es Jamie Watson und Charlotte Holmes in diesem Teil der Reihe zu tun bekommen würden. 

     

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Ich mag beide Charaktere gerne, aber in dieser Geschichte hatte ich auch manchmal meine Probleme mit ihnen. Besonders die Liebesgeschichte hatte mir ein paar zu oft wiederholte Ansätze, die manchmal ein wenig langatmig auf mich wirkten und auch nicht immer nachvollziehbar waren. Facettenreich war jede und jeder Charaktere in diesem Buch, nicht nur die Protagonisten - auch die Nebencharaktere werden mir sicherlich länger im Gedächtnis bleiben. 

     

    Der Kriminalfall war nicht ganz so spannend, wie die actionlastige Handlung im ersten Teil, aber er glänzte, für mich, durch die verschiedenen losen Fäden, die mich miträtseln liessen und erst ganz am Ende in eine völlig überraschende Auflösung mündeten! Das Finale bietet Action, Emotionen und Überraschungen, aber leider ist es teilweise offen gehalten und ein Handlungsstrang endete in einem fiesen Cliffhanger. Ich hoffe jedenfalls darauf, dass bald ein dritter Band folgt, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht mit Jamie und Charlotte.

     

    Positiv: 

    * flüssiger und bildhafter Schreibstil

    * tolle Atmosphäre

    * facettenreiche Charaktere

    * raffiniert verwobene Handlungsstränge mit überraschender Auflösung

     

    Negativ: 

    * die Liebesgeschichten Anteile wurden sehr oft wiederholt und wirkten oftmals 

       etwas langatmig

     

    "Holmes & Ich - Unter Verrätern" ist ein guter Jugendkrimi, mit einer tollen Atmosphäre und zwei ganz besonderen Protagonisten. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und freue mich auf Band 3!

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Eternitys avatar
    Eternityvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wie löst man ein Beziehungsrätsel?
    Wie löst man ein Beziehungsrätsel?

    Nach Band I war ich recht angetan von der Vorstellung eines jungen Teenager-Homes in weiblicher Form. Watson, ebenfalls in seinen jungen Jahren, natürlich stets an ihrer Seite. Dass es zwischen cleverem Mädchen und treuem Jungen knistern könnte, ist selbstredend. Doch kann Charlotte Holmes, die wie ihr Urururopa, der Meisterdetektiv Sherlock Holmes, nicht gerade die emotionalste und gefühlvollste Person ist, sich auf eine innige, intime Beziehung einlassen?

    Diese Frage steht in Band II absolut im Vordergrund. Was ja auch ok ist, aber so ging der richtige Fall, um den es ja eigentlich geht, ein bisschen verloren. Das fand ich etwas schade. Denn besonders Beziehungsfragen klären sich ja nicht immer an einem Tag.
    Naja...

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    lenasbuecherwelts avatar
    lenasbuecherweltvor einem Jahr
    LL rezensiert

    Obwohl ich nicht der größte Sherlock Fan bin, musste ich nach Band 1 unbedingt zu „Unter Verrätern“ greifen. Und was soll ich sagen – auch mit diesem Band hat die Autorin mich wieder begeistern können!

    Da das Buch sofort beginnt und sich nicht lange mit Erklärungen aufhält, wurde ich erst einmal ins kalte Wasser geworfen, wusste ich doch nicht mehr alles aus Band 1. Doch nach einigen Kapiteln war ich dann wieder richtig in der Geschichte drin und genoss das Lesen.

    Watson – oder auch Jamie – erzählt die meiste Zeit der Geschichte vom aktuellen Geschehen. Er ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss. Während er eindeutig die Rolle des Sympathieträgers übernimmt, bleibt Charlotte Holmes unnahbar, kalt und ein bisschen „kaputt“. Es ist nicht ganz so einfach und leicht, mit ihr zu Recht zu kommen, dafür aber umso spannender! Und ihre Auffassungsgabe ist natürlich wieder beeindruckend…

    Es stimmt, in Band 2 liegt der Fokus deutlich auf der Beziehung zwischen Holmes & Watson, was teilweise etwas anstrengend war, gab es doch immer ein ständiges Hin und her zwischen den beiden. Dennoch, es gab auch viele witzige Momente, Wortgefechte, bei denen ich an den Seiten geklebt habe, und viele Funken, die zwischen den beiden sprühten.

    Natürlich kommt auch der Kriminalfall nicht zu kurz und es geht ans Rätsel raten und ermitteln.

    „Unter Verrätern“  ist eine Geschichte mit erstklassigen Wortgefechten, spannenden Charakteren und einer mitreißenden Handlung. Die Reihe kann sich sehen lassen!

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks