Noch so eine Tatsache über die Welt

von Brooke Davis 
3,9 Sterne bei118 Bewertungen
Noch so eine Tatsache über die Welt
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (83):
Zauberponyfees avatar

Eins meiner liebsten Bücher! Erinnert mich stark an den Film Little Miss Sunshine, vor allem, was den Charme angeht!

Kritisch (13):

Sehr tragische Geschichte, die micht viel zu schockiert zurückgelassen hat, um das Buch als gut oder "herzerwärmend" zu bezeichnen.

Alle 118 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Noch so eine Tatsache über die Welt"

Millie ist sieben, als sie ihr erstes totes Ding findet, Rambo, ihren Hund. Von da an führt sie Buch über alles, was auf der Welt verlorengeht. Darauf, dass sie auch ihren Dad in ihr Buch der toten Dinge eintragen muss, war sie überhaupt nicht vorbereitet, und auch nicht darauf, dass ihre Mom im Kaufhaus nur kurz weggeht und nicht wiederkommt.

Karl ist siebenundachtzig, als sein Sohn ihn ins Altersheim bringt. Hier wird er nicht bleiben, denkt Karl, und kurz darauf haut er ab. Erst mal ins Kaufhaus, bis sich was Besseres findet. Dort trifft er Millie.

Agatha ist zweiundachtzig und geht nicht mehr aus dem Haus, seit ihr Mann gestorben ist. Halb versteckt hinter Gardine und Efeu sitzt sie am Küchenfenster und beschimpft Passanten. Bis das kleine Mädchen von gegenüber zurückkommt, allein.

Ein Roman über drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch gemeinsam zurück ins Leben und zur Liebe finden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548287003
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:18.11.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    pia_hs avatar
    pia_hvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Charaktere. Vielseitig.
    Imposant

    Ein sehr ansehnliches Buch. Allein durch das Cover hat es mich angesprochen (und ich muss ehrlich sagen - es ist eines der schönsten Bücher in meinem Regal). Die Geschichte rund um Millie ist herzzerreißend. Noch nie, konnte mich eine 7-Jährige so faszinieren. Wie sie so erwachsen und dennoch naiv handelt, ist mehr als bemerkenswert. Millie hatte es nicht immer leicht und dennoch bewältigt sie den Alltag, so als wäre nie etwas gewesen. Sie ist ein tapferer Indianer. 
    Karl ist ein, wie ich ihn beschreiben würde, süßer Opa. Millie und er harmonieren so gut, weil er genauso kindlich und naiv sein kann wie sie. Die beiden können sich in eine Fantasiewelt denken und sich darin verlieren. Karls Tastaturenrätsel hat mich auch total eingenommen. Mit ihm habe ich die möglichen Kombinationen ausprobiert und war bis zum Ende hin auf die Antwort gespannt. 
    Agatha. Drei Worte die sie beschreiben? Exzentrisch. Cholerisch. Aber trotzdem irgendwie, auf eine gewisse Art und Weise einfach liebenswert. 
    Und zusammen ergeben sie die besten 3 Freunde, die man nur irgendwo finden kann. 
    Brooke Davis hat es geschafft, mir das Gefühl zu geben als wäre ich ein Teil von ihnen. Ich war mit ihnen auf der Reise jedes Einzelnen. 
    Was ich besonders gut finde ist, dass das Buch kein offenes Ende hat. Zum Schluss wird aufgelistet, was aus jedem einzelnen Charakter wird und man kann beruhigt das Buch schließen, sich zurücklehnen, seinen Tee austrinken und muss dem Autor nicht eine wütende E-Mail schreiben. 
    Wirklich sehr schön. 

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 6 Monaten
    Noch so eine Tatsache über die Welt

    Lesegrund: 

    Dieses Buch klang für mich von der Inhaltsbeschreibung her nach einer ganz besonderen und emotionalen Geschichte, um die ich einfach nicht herumkommen wollte. Gesagt getan und hier erfahrt ihr, wie mir das Buch gefallen hat. 

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um die sieben Jahre alte Millie. Seit Millie ihren Hund Rambo tot aufgefunden hat, führt sie Buch über alle Dinge, die auf der Welt verloren gehen. Dass sie auch ihren Vater in das Buch der toten Dinge eintragen muss hätte sie nie gedacht und auch nicht, dass ihre Mutter sie im Kaufhaus allein zurücklässt und nicht wiederkommt. Im Kaufhaus trifft Millie auf den 87 jährigen Karl, der als sein Sohn ihn ins Altersheim bringen wollte, vor ihm getürmt ist. Und dann ist da noch Agatha, eine 82 jährige Frau, die sieht, wie Millie ganz alleine nach Hause kommt. Was die Begegnung der drei ganz verschiedenen Menschen für jeden einzelnen bedeutet, davon erzählt diese Geschichte.

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Brooke Davis hat mir leider nicht so ganz zugesagt. Den Aufbau der Geschichte und die verschiedenen Erzählperspektiven fand ich gut gewählt, aber ich bin mit einigen der, teilweise sehr skurillen,Ideen und Beschreibungen leider nicht richtig warmgeworden.

    Charaktere: 

    Die Charaktere hat Brooke Davis gut ausgearbeitet. Was ich besonders schön fand, war das Zusammenspiel zwischen den so verschiedenen Charakteren. Sie haben sich toll ergänzt und das hat ansich schon viel Potenzial für die Geschichte mitgebracht.

     

    Spannung: 

    In Sachen Spannung gab es für mich leider etwas zuviel Luft nach oben. Die wechselnden Erzählstränge weckten zwar mein Interesse, aber Spannung gab es in der Geschichte leider sehr, sehr wenig. Dadurch wirkten manche Passagen ab und an etwas zäh auf mich, was ich echt schade fand.

     

    Emotionen:   

    Alleine schon von der Thematik des Buches habe ich viel Potenzial für emotionale Momente gesehen. Der Klappentext liess mich da einiges erwarten und das wurde leider nur zum Teil gut rübergebracht. Was mich am meisten gestört hat war, dass vieles einfach komplett überzogen dargestellt wurde und mich so auch nicht berührt hat. Einiges war mir zu skurill, um auch nur annähernd authentisch zu wirken und das schmälerte auch meine Gefühle beim Lesen. 

     

    Von "Noch so eine Tatsache über die Welt" hatte ich mir sehr viel versprochen. Leider gab es einige Dinge, die mir nicht gut gefallen haben, vorallem, dass die emotionalen Momente nicht berühren konnten. Alles in allem war das Potenzial schon zu erkennen, aber die Umsetzung hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Von mir gibt es 2,4 Rosen, abgerundet auf 2.

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider kann ich mich den vielen überschwänglichen Meinungen nicht ganz anschliessen. Auch wenn ich das Buch unterhaltsam fand.
    Noch so eine Tatsache über die Welt

    Zur Geschichte

    In der Geschichte von Brook Davis geht es um die 7 jährige Millie, die von ihrer Mutter eines Tages im Warenhaus einfach zurück gelassen wurde, mit den Worten; „Ich bin gleich wieder da“. Tja, es vergingen ein, zwei und sogar 3 Tage des Wartens, aber ihre Mutter kam nicht zurück. In den Tagen und Nächten im Warenhaus lernte sie Karl (87), den Tastentipper, kennen. Die beiden freundeten sich an und als Millie entdeckt wurde, half er ihr weg zu laufen. Und da beginnt eigentlich das Abenteuer erst für Mille. Aber auch für Karl und die widerspenstigen Nachbarin Agatha Pantha (82).

    Neue Ideen fand ich im Buch nicht wirklich, obwohl ich schon dachte das es etwas mehr hergeben würde, nach all den überschwänglichen Meinungen. Das einzige was speziell war, ist die Kombination der Protagonisten. Auch wenn ich mir mehr erhofft habe, fand ich die Umsetzung wirklich gelungen. Auch wenn die Geschichte etwas unglaubhaft ist, finde ich die ganze Storyline doch nachvollziehbar  Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun, find ich. Ich fand das Buch also nicht langweilig, auch wenn ich lange daran zu lesen hatte. Da war meine Leseflaute dran schuld, aber wirklich spannend fand ich es jetzt auch nicht grad. Es war eine nette Geschichte für zwischendurch.

    Der Schreibstil fand ich wirklich angenehm, er war witzig und flüssig zu lesen und doch konnte man die leisen Töne zwischen den Zeilen gut erkennen. Was eben die Spannung angeht, ich denke, da hätte man etwas mehr machen können, aber, das musste nicht umbedingt sein, alles passt ganz gut zur Geschichte.

    Der Schluss… was soll ich sagen…  Ich hätte mir einen etwas konkreteren gewünscht. Irgendwie ist es ein Schluss und irgendwie ist alles offen.

     

    Alle wissen alles darüber, wie man geboren wird, aber niemand weiss irgendetwas darüber, wie ist es so, tot zu sein.

    Seite 31 (Mille)

    Prota- und Antagonisten & Co

    Zu den Protagonisten muss ich sagen das ich sie alle 3 sehr mag. Sie sind zwar grundverschieden aber alle auf ihre eigene Art total herzlich, witzig und einfühlsam. Brooke Davis hat es wirklich geschafft die Charaktere so zu beschreiben das ich sie mir ohne grosse Mühe vorstellen konnte. Ich brauch nur die Augen zu schliessen und ich sehe alle drei vor mir stehen   Es gab an jeder Person was spezielles das sie ganz besonders auszeichnet. Millie, sie ist eins ehr sensibles Kind. Der Tod begleitet sie schon früh und sie macht sich immer sehr viele Gedanken über die Dinge. Dann wär da Karl, der eigentlich abgeschoben werden sollte in ein Altenheim. Das passte ihm natürlich nicht und so machte er sich aus dem Staub. Und in dieser Zeit traf er mit Millie zusammen. Er ist Witwer und trauert immer noch seiner Frau nach. Und durch die Freundschaft mit Millie wird sein Leben wieder spannend. Und Agatha, sie ist einfach der Hammer. Eigentlich kennen die Nachbarin sie nur als die verbitterte, zornige Frau, die seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr aus dem Haus geht. Sie ist verbittert und will von der Welt eigentlich nichts mehr wissen. Bis eines Tages Millie vor ihrer Haustür steht. Tja, und so wird auch sie in ein unfassbares Abenteuer verstrickt das ihr wieder einen Sinn im Leben gibt.

    Was ich schön fand war, das man bei allen 3 Protagonisten eine Entwicklung miterleben konnte, beim einen etwas mehr, beim anderen weniger aber es wäre, finde ich, auch total unglaubhaft wären am Schluss alle viel weiter als am Anfang. Auch hat es die Autorin geschafft die Emotionen glaubhaft zu transportieren.

    Kurz gesagt, alles hat einfach gestimmt. Man erfuhr etwas von der Vorgeschichte jedes einzelnen, so konnte man auch verstehen warum jeder einzelne so ist, wie er eben ist. Und alle verhielten sich dem dem Alter und Erfahrung entsprechend.

     

    Die Sache mit dem Text

    Hier muss ich schnell was dazwischen schieben und zwar, das diese aussagen natürlich sehr von meiner Legasthenie abhängt. Also sollte man dies hier beachten und vielleicht hilft es sogar anderen Legastheniker um ein Buch zu finden das nicht zu schwierig ist.

    Als erstes möchte ich auf das Schriftbild eingehen. Das Buch ist im Blocksatz geschrieben, was mir als Legasthenikerin sehr entgegen kommt. Denn der Flattersatz mag ich gar nicht, denn er wirkt für mich total unruhig und es ist auch schwerer die Zeile nichts verlieren. Der Font ist okay. Auch wenn ich es liebt mag wenn die Schrift nicht so eng zusammen stehen würde. Es wär für Legastheniker einfach zu lesen wenn der Zeilenabstand etwas geringer wäre und die Buchstaben klarer voneinander getrennt daher kommen würden. Aber wie gesagt, es war okay. Aber jetzt zum Wesentlichen…

    Den Text find ich jetzt einfach zu lesen. Und finde, es sollte wirklich keine Probleme geben und ist dem Genre angemessen. Das Buch ist natürlich für Erwachsene und nicht für Kinder oder gar Jugendliche gedacht. Wobei letztere sicher nicht am Schwierigkeitsgrad schielten würden sondern eher an den Themen der Geschichte. Aber es kommt da halt sehr aufs Alter und die Reife an.

    Die Geschichte ist so unterteilt das die Kapitel mit den einzelnen Protagonisten gekennzeichnet sind. So wird man abwechslungsweise einmal mit Millie, dann wieder mit Karl oder Agatha durch die Geschichte mit genommen. Und ich finde auch die Länge dieser total passend.

     

    War sie zu still? Kann schon sein. Wir sind vermutlich alle zu irgendwas, denkt Karl.

    Seite 177 (Karl)

     

    Und nun zu meinen ganz persönlichen Gedanken zum Buch

    Ja, natürlich gebe ich meine Meinung auch in den neuen Rezensionen zum besten was das Cover und den Titel angeht. Also, erst mal zum Cover… Es ist schlicht und das gefällt mir und hat mich auch genau deswegen auf such aufmerksam gemacht. Dunkelblauer Himmel, mit vielen Sternen und Millie die leicht nach Oben schaut. Ja, ich weiss, das ist natürlich meine ganz eigene Interpretation  Der Titel passt in dem Sinne gut, denn immer am Schluss eines Kapitels gibt es einen Absatz der Heisst; „Eine Tatsache über die Welt, die …. genau weiss“. oder im dem Stil. Also so gesehen, passts scho 

    Hm, konnte mich das Buch fesseln? Nun, es war sicher unterhaltsam aber fesseln würd ich jetzt dazu nicht sagen. Da müsste dann doch sehr viel mehr Spannung dabei sein. Mehr Überraschungen, denn dieses Buch lebt von der Philosophie der Geschichte, den Themen des Lebens wie Verlust, Trauer, den Sinn des Lebens, die Suche, Vertrauen und Liebe. Also von dem her konnte mich die Geschichte überzeugen, auch wenn es für keine neuen Erkenntnisse im Buch zubinden waren, fand ich die Geschichte um die drei einfach sehr unterhaltsam.

    Bin also sehr gespannt was es neues geben wird von dieser Autorin. Der Debüt-Roman hier hat mich auf alle Fälle neugierig auf mehr gemacht.

     

    Gedankliches Schlussfazit

    Leider kann ich mich den vielen überschwänglichen Meinungen nicht ganz anschliessen.  Auch wenn ich das Buch unterhaltsam fand, der grosse Steinwurf war’s für mich jetzt nicht, trotz den philosophischen Themen die uns alle beschäftigen und hier ihren Platz finden. Wo komm ich her, wo geh ich hin, zum Beispiel oder auch Themen wie Verlust, Trauer, Vertrauen und Liebe, und vielleicht auch das neu finden nach einem Schicksalsschlag.  Mit Witz und leisen Tönen zwischendurch wurde ich dennoch gut unterhalten.

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    sarahsuperwomans avatar
    sarahsuperwomanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Totale Faszination über das kleine Mädchen, das so viel mitmacht. Ein Must-Read!
    Mut verloren? Hier gibts ne Menge Mut!

    Zu Anfang kam ich relativ schlecht in das Buch rein, einfach weil es ein Buch mit viel Story ist, die am Anfang nicht direkt etwas aussagt und mir als Leser kein „Aha – darum gehts also“ gibt. Es geht um die kleine Millie Bird, die einfach von ihrer Mutter zurückgelassen wird. Im Laufe der Zeit sammelt sie immer wieder neue „Tote Dinge“ in ihrem dafür angelegten Buch. Dabei schaut sie auf die Welt wie ein Kind es nur tun würde und genau das erwärmte mich immer wieder. Ich liebe sowas einfach sehr, wenn in Büchern die Welt aus den Augen eines Kindes gesehen wird. Es ist immer so unbefangen und man möchte selbst alles viel intensiver wahrnehmen und auch auf die kleinen Sachen im Leben achten. Auf der Reise bei der Millie ihre Mutter finden möchte, lernt sie Karl den Tasttipper und Agatha Pantha kennen.

    Das Besondere an diesem Buch ist wohl nicht die Situation, in der sich alle Beteiligten befinden, sondern es machen die Personen aus. Dabei merke ich selbst immer, dass sich mein Leben je nachdem wie ich gerade drauf bin verbessert oder verschlechtert. So ergeben sich auch hier im Geschehen viele witzige Momente, in denen ich einfach nur schmunzeln musste. All diese Protagonisten spiegeln ihr Leben immer und immer wieder und sind richtig reale Menschen für mich geworden. Jeder Mensch hat so seine Eigenart an sich und Brooke Davis, die Autorin, hat sie so plastisch gemacht. So menschlich und einfach so nah am Leben. Die einen sind verzweifelt über ihr Leben, die anderen wollen etwas erleben, dann kämpfen sie für die Liebe und erkennen die Liebe erneut wieder, auch wenn sie glauben, dass es zu spät sei.

    An diesem Buch hat mich nicht wirklich etwas gestört, weil es so unperfekt menschlich ist. Ich erkenne mich in den alten Leuten sowie in Millie Bird und auch wenn ich weiß, dass mich dieses Buch hätte eigentlich langweilen müssen, eben weil es so ist wie es ist, ist es nicht langweilig, weil es mir so viel fürs Leben gezeigt hat. Versteht ihr das? (ich hoffe doch! :D) Es ist wie unser Leben – vielleicht nicht immer etwas Besonderes, aber einfach so magisch lebendig und ermutigend das Leben weiterzuleben und auch mal ein großes Risiko einzugehen.

    Wie man schon merkt, bin ich ganz fasziniert von diesem Buch. Wer glaubt sich und seinem Leben nicht mehr genug Mut zuzutrauen, der sollte einfach dieses Buch lesen, denn jeder verliert mal den Mut im Leben ein Risiko einzugehen. Irgendwann wird man merken, dass das gar nicht so schlimm ist, sondern ganz gesund und einem selbst ein großes Lächeln aufgemalt wird. Es lohnt sich also in Millie Birds Geschichte einzutauchen und auch zu wissen: Wenn man dem Tod oder einem Verlust näher ist als man glaubt, sollte man trotzdem nicht aufhören zu leben, sondern nochmal richtig auf den Putz hauen – genau wie Karl und Agatha.

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    Ramonaxx3s avatar
    Ramonaxx3vor 2 Jahren
    Noch so eine Tatsache über die Welt!

    Inhalt: Millie ist sieben, als sie ihr erstes totes Ding findet, Rambo, ihren Hund. Von da an führt sie Buch über alles, was auf der Welt verlorengeht. Darauf, dass sie auch ihren Dad in ihr Buch der toten Dinge eintragen muss, war sie überhaupt nicht vorbereitet, und auch nicht darauf, dass ihre Mom im Kaufhaus nur kurz weggeht und nicht wiederkommt. Karl ist siebenundachtzig, als sein Sohn ihn ins Altersheim bringt. Hier wird er nicht bleiben, denkt Karl, und kurz darauf haut er ab. Erst mal ins Kaufhaus, bis sich was Besseres findet. Dort trifft er Millie. Agatha ist zweiundachtzig und geht nicht mehr aus dem Haus, seit ihr Mann gestorben ist. Halb versteckt hinter Gardine und Efeu sitzt sie am Küchenfenster und beschimpft Passanten. Bis das kleine Mädchen von gegenüber zurückkommt, allein.

    Rezension: Dieses Buch, mit diesem Thema, ist etwas ganz neues für mich. Ich habe es auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt, wo es mir die Autorin auch gleich signiert hat.
    Es geht um drei Protagonisten, die viel über sich, den Sinn des Lebens und des Sterbens nachdenken. Die Protagonisten sind großartig beschrieben, die Charakterzüge sehr gut in Szene gesetzt. Ich habe zu jeder Person einen Bezug aufbauen können. Es sind drei sehr unterschiedliche Leute, mit sehr ähnlichen Gedanken, die zueinander finden. Agatha und Karl, die den Sinn des Lebens wiederfinden. Die Entwicklung der beiden hat mir wirklich gut gefallen. Millie tat mir dafür sehr Leid. Sie hat so vieles in ihrem jungen Leben noch nicht verstanden, alles hinterfragt und versucht Antworten zu finden. Mich hätte es gefreut zu erfahren, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn sie ihre Mutter wieder getroffen hätte. Aber auch das Ende von Brooke Davis hat fand ich klasse. Karl, Agatha und Millie haben ihre alten Familien verloren und eine neue gefunden. Eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt und in der sich jeder geschätzt und wichtig fühlt.

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    Alina97s avatar
    Alina97vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Über ein tabu Thema, mit toller Schreibweise erzählt und Charakteren die unter ihrer Äußeren Schicht unglaublich herzlich sind! 5 Sterne
    Zurück ins Leben mit Karl, Agatha und Millie

    Inhalt: Millie, sieben Jahre alt,  führt ein Heft über tote Dinge.
    Karl, siebenundachtzig, wurde gerade von seinem Sohn ins Altersheim gebracht. 
    Agatha, zweiundachtzig, geht nicht mehr aus dem Haus seit ihr Mann gestorben ist. 
    Doch dann muss Millie ihren Vater in die Liste der toten Dinge schreiben. Als ihre Mutter verschwindet verändert sich nicht nur das Leben von Millie, sondern auch das von Agatha und Karl. 

    Meinung: Ich bin total geplättet! Habe das Buch gerade erst beendet und ich müsste eigentlich soviel in diese Rezi schreiben, dass ich ganz bestimmt die Hälfte vergesse! 
    Von Anfang an mochte ich die kleine Millie, der das Leben so übel mit spielt und die den Kopf immer oben behält.  Sie ist ein tiefgründiges Kind und versucht zu verarbeiten das alles sterben muss, wirklich alles. Doch sie lernt das es in der Erwachsenen - Welt  ein Tabu ist darüber zu sprechen,  wie das so ist mit dem Tod. Aber was ist wenn man es wissen will? Wo kommt man hin wenn man stirbt?  Kommen alle in den selben Himmel?  Gibt es ihn wirklich, den Himmel?  Wieso passt ihr dad plötzlich in so ein kleines Loch in der Wand? Und warum mag es ihre Mutter nicht, wenn Millie ihr sagt was sie gerne auf ihrer Beerdigung hätte. .. nur so für alle Fälle!?
    Das klingt alles so unglaublich traurig, doch das ist es nicht, im Gegenteil! 
    Den Brooke Davis schildert das schwierige Thema mit so viel Witz und Situationskomik ,dass es dem Leser leicht fällt sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Auch Karl und Agatha setzen sich täglich mit dem alt werden und dem Tod auseinander, doch man lebt schließlich nur einmal und zwar JETZT!  
    Ein gelungenes Debüt von einer abenteuerlichen Reise, bei der ich jedes Gespräch mit erlebt und gefühlt habe, ich war erschüttert und berührt aber am allermeisten habe ich gelacht. Laut gelacht, denn man lebt nur einmal und der Tod ist überall. Aber am besten ist das Leben zusammen.  Und am Ende ihrer Reise wissen das auch Millie,  Agatha und Karl. 
    Unglaubliches Buch, ich kann es wirklich nur empfehlen. ..:)

    Kommentare: 1
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    B
    buchernarrvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Langatmig und ohne Fluss..
    Noch so eine Tatsache über die Welt

    Die siebenjährige Millie beschliesst, nachdem sie ihren Hund tot auffindet, alles was von dieser Welt verloren geht, aufzuschreiben. So führt sie Buch über diese Verluste, in dem auch ihre Grossmutter eingetragen wird. Als dann aber auch ihr Vater einen Platz in ihrem Buch bekommt, ist sie völlig unvorbereitet darauf. Und das ist noch nicht alles, denn ihre Mutter verlässt sie sogar in einem Kaufhaus, wo Mille auf sich allein gestellt ist (wie ich es verstanden habe, kam sie mit dem Verlust auch nicht klar. Wie man aber ein siebenjähriges Kind in einem Kaufhaus einfach sitzenlässt ist mir nachdem Buch immer noch schleierhaft). 
    Der siebenundachtzigjährige Karl ist gerage vom Altersheim geflohen, wo ihn sein Sohn hingebracht hat. Er geht auch zum Kaufhaus und trifft dort Millie. Zusammen mit der zweiundachtzigjährigen Agatha, die Menschenscheu ist, begeben sie sich auf die Suche nach Millies Mutter. 
    Leider fand ich das Buch nicht so lesenswert wie es mir am Anfang vorgekommen ist, als ich die Leseprobe gelesen habe. Der Schreibstil war nicht so mein Ding und ich fand das gesamte Buch langatmig und ohne Fluss. Obwohl ich es versucht habe zu Ende zu lesen um zu sehen was geschieht, war ich doch etwas enttäuscht, dass man sich letzenendes so einiges zusammenreimen müsste. 
    Ich würde ess von meiner Sicht nicht weiterempfehlen, jedoch ist das natürlich immer Geschmackssache. 
    Das Cover war schön gestaltet, wofür ich zwei Sterne gebe.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Brooke Davis - Noch so eine Tatsache über die Welt 🌎🌍🌏

    Wie man aus der Welt fällt und wieder ins Leben findet : die wunderbar komische, herzerwärmende Geschichte von Millie Bird und den zwei schrägen Alten Karl und Agatha. Ein sehr unscheinbares Cover, welches für mich jedoch auch echt etwas her macht. Anfangs fand ich die Geschichte echt langweilig und oft bin ich während des Lesens einfach eingeschlafen 💤 (kein Scherz). Aber im letzten Viertel hat die Geschichte echt angefangen mir zu gefallen. Ich wollte wissen wie es mit den drei weitergeht, was weiter passiert bei ihrem Abenteuer und konnte das Buch kaum noch weglegen. Es ist für mich wirklich sehr berührend gewesen, ähnlich wie das Buch von John Grenn - Das Schicksal ist ein mieser Verräter, sehr gefühlvoll.

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    redviooletts avatar
    redvioolettvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sooooo viele Markierstreifen im Buch...
    Liebevoll komisch

    "Ich hatte keine großen Wünsche! Aber nichts davon ist eingetreten! Das Leben entscheidet, was passiert, nicht man selbst!"

    "Kann man glücklich sterben?"

    "Wenn man seinen letzten Atem aushaucht, dann haucht man womöglich alles aus, seine Erinnerungen und Gedanken, die Dinge, von denen man wünschte, man hätte sie gesagt, die Dinge, von denen man wünschte, man hätte sie nicht gesagt (...)"

    "Kann man ein und dieselbe Person lieb haben und hassen?"

    "Glauben Sie, dass überhaupt jemand gut ist?"

    Hier seht ihr einige meiner liebsten Zitate aus diesem Buch, welche wahrscheinlich auch schon einen kleinen Einblick in das Buch und das Thema geben. Das Buch behandelt Verlust, Trauer, das Alter, Naivität, das Leben und die Erfahrungen die man macht, den Mut den man findet oder auch nicht findet, die Chancen die man nutzt oder auch nicht nutzt, die Fehler die man macht und die Liebe - verschiedene Charaktereigenschaften, Komplexe, Einsamkeit, Freude, Tod,... Alles verpackt in eine wunderbar komische Geschichte die von Millie, einem kleinen 7-jährigen Mädchen berichtet, deren Vater stirbt und sie alleine mit ihrer Mutter lebt, welche sie aber eines Tages alleine im Kaufhaus zurücklässt. Daraufhin begegnet Millie Karl, einem 87-jährigen und der 82-jährigen Agatha Pantha. Zusammen beginnt ihre Reise um Millies Mutter wiederzufinden. Dabei lernen alle ganz neue Seiten an sich kennen.

    Alle drei haben einen ganz eigenen speziellen und vor allem ungewöhnlichen Charakter!

    Allgemein kann ich das Buch sehr empfehlen, weil es wirklich mal was ganz anderes ist. Allerdings fesselt es den Leser nicht stark, beziehungsweise gibt es nicht wirklich starke Spannung, trotzdem berührt ihre Geschichte und regt zum nachdenken an. 

    Als einzigen negativen Punkt würde ich persönlich den Charakter Agatha nennen, mit welcher ich nicht so ganz warm geworden bin, aber zu der Geschichte passt es :)

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    suppenfees avatar
    suppenfeevor 3 Jahren
    Tatsachen über Tatsachen

    Milli ist gerade mal sieben Jahre alt, als sie ihr erstes totes Ding entdeckt. Ihren Hund. Es folgen Spinnen, Fliegen, alte Männer und ihr Vater. Bald legt sie sich eine Liste an um all diese toten Dinge zu sammeln und notieren. Doch niemand kann ihr sagen, was nach dem Tod mit ihnen geschieht. Was ist der Himmel? Was die Reinkarnation?

    Eines Tages wird Milli von ihrer Mutter im Kaufhaus abgesetzt und im Stich gelassen. Auf sich gestellt macht Milli sich auf die Suche nach ihr, sicher wurde sie nur vergessen? Auf der Suche trifft sie den alten Karl. Ein liebenswürdiger Kerl, immer seine verstorbene Frau vermissend und auf unsichtbaren Tasten tippend, schließt er die kleine Milli sofort ins Herz. Agathe hat es da nicht ganz so einfach. Sie wurde vom Leben enttäuscht und fühlt sich ungeliebt und genauso geht sie auch mit anderen um. Sie war zu lange einsam um noch auf Menschen eingehen zu können. Dennoch  rührt etwas an Milli ihr Herz an und auch sie begleitet das Mädchen auf ihrer Suche.

     

    Die Geschichte ist einfach und schnell zu lesen. Der Schreibstil ist locker und humorvoll, trotz der schwierigen Themen. Millies Naivität rückt einiges auch mal in einen anderen Blickwinkel, den man als Erwachsener vielleicht so nicht mehr betrachtet hätte. Die älteren Protagonisten sind unheimlich schrullig, aber irgendwie auch niedlich, wie sie sich langsam näher kommen und doch immer wieder auf den Arm nehmen. Gerade der Unterschied zwischen Alt und Jung und wie sie sich doch gegenseitig beeinflussen ist schön herausgearbeitet. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, einige Dinge sind vielleicht nicht ganz logisch oder die Reaktionen der Figuren nicht richtig nachvollziehbar. Aber insgesamt hat mich das nicht wirklich gestört. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

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