Im Herzen des wilden Flusses

von Bruce Murkoff 
3,0 Sterne bei1 Bewertungen
Im Herzen des wilden Flusses
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Eine schöne und liebevoll ausgestaltete Geschichte rund um das Leben in den 1930ern, die leider erst spät anfängt wirklich zu überzeugen.

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Inhaltsangabe zu "Im Herzen des wilden Flusses"

Im Süden Nevadas treffen an der Baustelle des Hoover-Staudamms drei verzweifelte Menschen aufeinander. Der Ingenieur Filius Poe aus Chicago, der sich in Arbeit vergraben will, um den schrecklichen Tod seines kleinen Sohns zu verdrängen. Lena McCardell, die mit gebrochenem Herzen und ihrem Kind die Heimat Oklahoma verlässt, weil ihr Mann sie betrogen hat. Und der kleinwüchsige Lew Beck aus L. A., der, schon als Kind stets verspottet, hart und verbittert geworden ist. Sie alle wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Doch dann kommt alles ganz anders ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404922871
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:587 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:11.04.2008

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine schöne und liebevoll ausgestaltete Geschichte rund um das Leben in den 1930ern, die leider erst spät anfängt wirklich zu überzeugen.
    Wie das Leben manchmal so spielt…

    Klappentext: Im Süden Nevadas treffen an der Baustelle des Hoover-Staudamms drei verzweifelte Menschen aufeinander. Der Ingenieur Filius Poe aus Chicago, der sich in Arbeit vergraben will, um den schrecklichen Tod seines kleinen Sohns zu verdrängen. Lena McCardell, die mit gebrochenem Herzen und ihrem Kind die Heimat Oklahoma verlässt, weil ihr Mann sie betrogen hat. Und der kleinwüchsige Lew Beck aus L. A., der, schon als Kind stets verspottet, hart und verbittert geworden ist. Sie alle wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Doch dann kommt alles ganz anders ...

    Cover: Ich mag das Cover sehr gerne, auch wenn es meiner Meinung nach nicht zum Buch passt. Trotzdem hat es etwas, das mich irgendwie sehr anspricht. Auch die Farbgebung gefällt mir gut – das leuchtende Orange des Kleides vor dem Hintergrund des blauen Wassers. Ich meine auch im Hintergrund diverse Figuren, wie beispielsweise ein Boot erkennen zu können. Gerade diese Detailverliebtheit gefällt mir total gut.

    Schreibstil: Ich mochte den Schreibstil teilweise und teilweise mochte ich ihn nicht. Das klingt paradox, aber ich versuche es zu erklären: Die Geschichte ist aus verschiedenen Sichtweisen beschrieben (Filius, Lena und Lew) und jede Sichtweise ist auf den einzelnen Charakter angepasst. Das finde ich super, weil individuell, aber auch anstrengend.
    Insbesondere Filius ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Charakter, der auch sehr gebildet und zudem philosophisch angehaucht ist. Entsprechend schwer lassen sich seine Passagen lesen.
    Der einfach gestrickte, gewaltbereite Lew hingegen ist voller Aggressivität und Brutalität, was man auch seinen Passagen anmerkt.
    Lena hingegen ist enttäuscht vom Leben und ist froh, wenn alles wieder in ruhige und geordnete Bahnen kommt. Entsprechend langweilig sind daher auch die Passagen über sie.
    Insgesamt muss ich sagen, dass mich die Teile über Lew am meisten mitreißen konnten, weil hier auch einfach viel passiert und man nie weiß, was er als nächstes anstellen wird.
    Insgesamt ist es dem Autor aber super gelungen, seine Erzählweise stringent durchzuziehen. Diese Detailliebe muss ich trotz aller Kritikpunkte wirklich loben und hervorheben.

    Die Story: In der Geschichte geht es um die Schicksale / Lebensgeschichten dreier Amerikaner in den 1930ern, die sie alle nach Nevada an den Hoover Staudamm führen, wo sie aufeinandertreffen.
    Der erste Teil des Buches beschreibt dabei die drei genannten Charaktere und ihren bisherigen Werdegang. Dies ist teilweise sehr eintönig, insbesondere mit Filius und seinen ganzen Philosophien konnte ich nicht so viel anfangen, während es auf der anderen Seite durchaus spannend war, zu sehen mit was für Problemen Lew konfrontiert ist.
    Überzeugender wird die Geschichte aber erst, als dann alle Charaktere an der Hoover Baustelle zusammentreffen und anfangen miteinander zu agieren. Insbesondere durch den gewalttätigen Lew gibt es hier viele spannende Szenen und es macht Spaß, die Charaktere bei ihrer Entwicklung zu beobachten (wie genau die aussieht, möchte ich nicht spoilern).

    Fazit: Richtig angefangen Spaß zu machen, hat das Buch leider erst nach der Hälfte, als die Charaktere alle am Hoover-Damm eingetroffen waren und auch miteinander interagieren konnten. Vorher fand ich nur einen der drei Werdegänge wirklich spannend und das reicht leider nicht. Ich gebe aber gerne drei Punkte für eine gut durchdachte Geschichte, die zum Ende hin immer mehr Spaß macht.

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