Auslöser dafür, die Autobiographie "Born to run" von Bruce Springsteen zu lesen, war der aktuell in deutschen Kinos angelaufene Film zu seinem Leben (den ich auch recht gut fand!). Ich habe mich dann an die 666 Seiten herangewagt und war positiv überrascht: Das Buch ist weit mehr als eine reine Zusammenstellung der Erfolge nach den vermutbar nicht ganz so einfachen Anfangsbemühungen, sich als Künstler zu etablieren. Ich habe viel über den Menschen Bruce Springsteen erfahren, zu seiner Herkunft, zu seiner Haltung zum Leben und zu Amerika. Das Buch hat durchaus Tiefe - und hat mir, der ich eigentlich nie Fan seiner Musik war, diese doch nähergebracht. Und mit seinem Selbstverständnis zu seiner Rolle in der E-Street Band ist er wohl tatsächlich 'Der Boss'. Interessant auch, wer in den 70-ern bis 90-ern mit wem welche musikalische Beziehung gepflegt hat. Und: Der dicke Schmöker war an keiner Stelle langweilig!
Bruce Springsteen
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Quelle: Verlag / vlb
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Ich bin kein eingefleischter Springsteen-Fan – aber immer schon von seiner Persönlichkeit und seinem Werk tief beeindruckt. Die Autobiografie hat mich in meiner Meinung definitiv bestärkt. „Born to Run“ ist ein kraftvolles, intensiv geschriebenes Werk, das nicht nur Fans des „Boss“ anspricht, sondern alle, die sich für authentische Lebensgeschichten interessieren.
Auf rund 736 Seiten erzählt Bruce Springsteen von seiner streng katholischen Kindheit im kleinen Ort Freehold, New Jersey, über seine musikalische Besessenheit, bis hin zum Aufstieg in den Rock-Olymp. Dabei verzichtet er auf Selbstdarstellung und Pathos – stattdessen bleibt er durchgehend bodenständig, ehrlich und reflektiert.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist diese ungefilterte Authentizität: Springsteen nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er über persönliche Krisen, Depressionen und Zweifel spricht – Themen, die viele seiner Songs durchziehen. Gleichzeitig blitzt auf jeder Seite sein unverwechselbarer Humor und seine Leidenschaft für Musik auf.
"Born to run" ist ein echter Lebensbericht voller Tiefgang, Energie und amerikanischer Rock’n’Roll-Seele.
Vorab: Ich bin ein großer Fan von Bruce Springsteen, aber was mit diesem »Buch« geboten wird, ist einfach nur armselig! Dieses »Meisterwerk« beinhaltet 7 Interviews aus mehreren Jahrzehnten, wobei auch da jeweils zwei aus einem Jahrzehnt vorkommen. Alles, was in diesen Interviews besprochen wird, kann man zum Teil wortgenau auch in seiner Autobiografie nachlesen. Es ist ja nicht nur, dass sich die Fragen ähneln, auch die Antworten gleichen sich. Viele Situationen die Bruce Springsteen hier schildert, kann man in der Biografie intensiver nachverfolgen. Einzig das letzte Interview aus dem Jahr 2016 befasst sich mit dem aktuelleren Geschehen. Aber für 170 Seiten 22€ bezahlen? Selbst die Biografie mit knapp 700 Seiten bekommt man günstiger. Bruce Springsteen ist einer der reichsten Musiker der Welt. Hat er es wirklich so nötig seine Fans mit diesem Werk abzuspeisen, bei dem man absolut nichts Neues erfährt? Ich glaube noch immer nicht, dass dieses Werk auf seine Kappe geht. Mir erschließt sich nicht, für wen diese Zusammenfassung geschrieben wurde oder was sie überhaupt aussagen soll. Schließlich ist alles, was besprochen wurde bereits bekannt und kein Geheimnis mehr.
Born to sing ist das sinnloseste Buch, was ich je gelesen habe. Es ist das Geld nicht wert, die Ressourcen die dafür verschwendet wurden schon gar nicht und die Zeit des Lesers erst recht nicht.
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