Brunhilde Witthaut

 4.2 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Die Rebellenbraut, Des Teufels Schreiber und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Brunhilde Witthaut

Die Rebellenbraut

Die Rebellenbraut

 (8)
Erschienen am 05.12.2014
Des Teufels Schreiber

Des Teufels Schreiber

 (2)
Erschienen am 01.10.2014
Wolfsbeute

Wolfsbeute

 (1)
Erschienen am 03.07.2012
Montmartre Blues

Montmartre Blues

 (0)
Erschienen am 03.10.2014

Neue Rezensionen zu Brunhilde Witthaut

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Rezension zu "Des Teufels Schreiber" von Brunhilde Witthaut

Ohne Figuren funktioniert die beste Story nicht
BarbaraDruckervor 2 Jahren

Die Stärke des Romans liegt in der Storyführung. Brunhilde Witthaut flicht geschickt und glaubwürdig die fiktive in die historische Handlung um den Massenmörder Gilles de Rais. Nicht jede Szene ist notwendig – so hätte die Story beispielsweise ohne die absolut gefühllos und en passant erzählte Vergewaltigungsszene genauso gut funktioniert, auch auf Laurents alchemistische Versuche hätte ich mit Freuden verzichtet – doch im Wesentlichen sind die Handlungen schlüssig motiviert. Am Plot und der Storyline liegt es nicht, dass der Lesegenuss auf der Strecke bleibt.

Witthaut erzählt langsam und betulich, selbst rasante Ereignisse plätschern langsam dahin. Das ist Geschmackssache, manchen Lesern mag gerade das gefallen. Schlimmer ist, dass die Sprache oft sehr schlampig gehandhabt wird, da stimmen Bezüge nicht ("dessen" oder "dieser" beziehen sich beispielsweise viel zu oft auf eine weiter vorne im Satz oder gar Absatz befindliche Person, als dass es Zufall sein könnte), Grammatikfehler tauchen mit enervierender Regelmäßigkeit auf, und immer wieder setzt die Autorin ungenaue oder falsche Sprachbilder ein.

Diese Mängel stechen umso mehr ins Auge, als man beim Lesen nie wirklich eintauchen kann. De Rais' ersten Auftritt ausgenommen blieben für mich Landschaft und Burg farblos, das liegt vor allem daran, dass die Autorin zwar detailliert beschreibt, diese Beschreibungen aber nicht mit der Handlung verknüpft. Genauso geht sie mit dem Innenleben der Figuren vor, sie hat eine deutliche Vorliebe für Gedankenrede – leider nicht für erlebte Rede oder innere Monologe, sondern für eine bloße Nacherzählung. In der Nichtbeachtung der schriftstellerischen Grundregel "show, don't tell" liegt für mich das Hauptproblem des Romans.

Das zweite Problem besteht in der unglücklichen Wahl des Protagonisten. Laurent ist als Sympathieträger gänzlich ungeeignet, er ist ein farbloser, durchschnittlicher Charakter und bleibt eine reine Kopfgeburt und somit ungreifbar. Unterboten wird er nur mehr von Loan, kein Wunder, dass die Liebesszenen zwischen beiden kalt lassen. Mit Gefühl geschrieben wirkt nur Prelati, seine Stellen sind auch diejenigen, die meine emotionale Beteiligung hervorriefen. Witthaut wäre besser beraten gewesen, ihn zum Helden und Handlungsträger zu machen, sein innerer Konflikt fesselt durchaus. Auch de Rais lässt einen komplexen Charakter zumindest erahnen, schön wäre es gewesen, diesen Charakter in seinen Handlungen und Dialogen zu zeigen und nicht nur zu behaupten.

Insgesamt würde ich an dieser Stelle drei Sterne vergeben, der Roman ist nicht überragend, aber auch nicht grottenschlecht. Der weitere Abzug geht auf das Konto des Korrektorats. Jedem Selfpublisher macht man Rechtschreibfehler zum Vorwurf, doch hier tummeln sie sich geballt in einem Verlagsbuch. De Rais schreibt man am Satz- oder Absatzbeginn groß, auch die oben erwähnten Grammatikfehler, Wortwiederholungen und Copy-Paste-Ausrutscher hätten einem Korrektor auffallen müssen. Es handelt sich nicht um ein oder zwei übersehene Tippfehler, sondern wird durch die Masse zum kleinen Ärgernis.

Fazit: Eine schlüssig erzählte Story, die Lesern historischer Romane gefallen könnte, wenn sie nicht zu große Ansprüche an Figuren und spannende Erzähltechnik stellen.

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Guaggis avatar

Rezension zu "Die Rebellenbraut" von Brunhilde Witthaut

Ein Histo-Roman zum verlieben
Guaggivor 3 Jahren

Erneut habe ich mich an das Genre historischer Roman gewagt und dieses Mal prompt einige Startschwierigkeiten gehabt.
Diese Startprobleme hatten jedoch weniger mit der Geschichte zu tun, sondern viel mehr mit den vielen französischen Worten, denen ich nicht mächtig war. Mein mangelndes französisches Sprachverständnis tat dem Geschehen jedoch keinen Abbruch.
Die Geschichte um eine komplizierte Liebe in einer dramatischen und gefährlichen Zeit zog sich anfänglich zwar etwas dahin, doch die unglaublich komplexen Protagonisten machten meine Berührungsängste schnell zunichte.
Ich war von dem Offizier Rougier total beeindruckt. Dieser Mann nahm aus Liebe wirklich unglaubliche Repressalien auf sich und das mit dem Wissen, das seine Liebe wohl nie erhört wird.
Ich bedauerte diesen Mann so manches Mal und erwartete ständig das Er zur Besinnung kommt und sein Werben um Hélène aufgibt.
Doch auch Hélène faszinierte mich sehr. Diese junge Frau musste so viel erleiden und blieb doch immer stark und erhielt sich ihren Stolz. So manches Mal empfand ich ihr Verhalten Rougier gegenüber ungerecht, doch dann fragte ich mich, wie ich mich wohl an ihrer Stelle verhalten hätte, immerhin war dieser Mann auf gewisse Weise ihr Feind und auch zu einem großen Teil an ihrem Leid verantwortlich.
Die Geschehnisse um die beiden Protagonisten spitzten sich immer mehr zu und ich ließ mich von so manchen Kampfszenen mitreißen. Im Kampf um ihren Glauben riskierten die Rebellen alles und hielten an ihren Idealen fest, auch wenn der Kampf noch so ausweglos erschien. Doch in all dem Leid und Tod fand man auch Liebe und Hoffnung. So wurden aus Feinden Freunde und aus Hass Liebe.


Die Rebellen-Braut ist ein wirklich unglaublicher Roman über die Kamisardenaufstände in Frankreich und einer Liebesgeschichte, die sprichwörtlich unter die Haut geht.

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Dominikas avatar

Rezension zu "Die Rebellenbraut" von Brunhilde Witthaut

Eine Liebe in harten Zeiten
Dominikavor 3 Jahren

Klappentext:

1703

In den französischen Cevennen tobt der Kamisardenkrieg zwischen protestantischen Rebellen und der katholischen Übermacht. Inmitten einer Atmosphäre voller Hass und Misstrauen verliebt sich der katholische Offizier Rougier Hals über Kopf in die rebellische Protestantin Helene. Er rettet sie im letzten Moment vor dem Galgen, indem er sie zur Frau nimmt. Langsam kommen sie sich näher, doch nach dem Tod von Helenes heimlichen Ehemann, an dem Rougier nicht ganz unschuldig ist, rächen sich Helene und ihre Rebellengruppe durch einen blutigen Überfall. Rougier hält unbeirrt an seiner Liebe fest und versucht mit allen Mitteln, seine Frau an sich zu binden.
Helene muss sich entscheiden. Gibt sie seinem Werben nach oder entschließt sie sich, für ihren Glauben mit den Rebellen unterzugehen?

Meine Meinung:

Die Geschichte finde ich sehr gut. Sie ist spannend geschrieben und sehr historisch. Mit dieser Geschichte bekam ich einen Einblick, wie die protestantischen Rebellen gelebt hatten (sehr gefährlich), an wen sie geglaubt hatten (an Gott) und für was sie gekämpft hatten (für ihre Glaubensfreiheit).

Am Anfang des Buches tat ich mich mit den französischen Namen und Ortschaften sehr schwer. Aber nach und nach fand ich mich zurecht, konnte jeder Person seinen Namen zuordnen. Der Schreibstil an sich ist sehr anfach und locker. Ich konnte mich wirklich entspannt zurücklehnen und das Lesen genießen.

Helene  fand ich sofort sympathisch. Sie ist eine junge Frau, die den Wunsch hat, ihren Verlobten zu heiraten, mit ihm viele Kinder zu bekommen und ein glückliches Familienleben zu leben. Aber die Zeiten sind hart. Sehr hart. Tagtäglich verlieren ihre Glaubensgenossen ihr Leben, ihr Heim und ihre Familienangehörigen. Es herrscht Krieg zwischen den Katholiken und den Protestanten. Auch Helene droht dieser Verlust, wenn sie ihren Glauben offen lebt.

Helenes Vater ist von Beruf Notar. Er hat keine andere Wahl, als den katholischen Hauptmann, Maurice Rougier, in seinem Haus aufzunehmen. Und zwar solange, wie lange seine Truppe hier stationiert ist. Und so begegnen sich Helene und Maurice. Maurice verliebt sich sofort in die hübsche und mutige Tochter des Notars. Doch ihre Liebe zu ihrem Verlobten und ihr protestantischer Glaube lässt ihre Gefühle zu ihm kalt. Erst als sie dem Tod geweiht ist, bekommt Maurice die Gelegenheit diese hübsche Frau an sich zu binden. Aber ihr Herz gehört weiterhin einem anderen Mann, und zwar ihrem heimlichen Ehemann. Maurice muss sich entscheiden. Entweder nimmt er sie mit Gewalt oder er wird warten, bis sie sich in ihn verliebt. Für was wird er sich entscheiden?
Maurice´ Haltung hat mir echt super gefallen. Dafür bewundere ich diesen Mann. Auch sonst verhielt er sich in jeder Hinsicht sehr klug und gerecht.

Henri ist Helenes Bruder. Er ist ein überzeugter Protestant und kämpft bis zum Tod für seinen Glauben. Für ihn empfand ich oft Mitleid. Er war jung, war im Alter eine Familie zu gründen und glücklich zu werden, aber sein Leben bestand nur aus Kampf, Kampf und Kampf.

General Julien konnte und wollte ich nicht mögen. Durch ihn wurde die Geschichte um so spannender.

Fazit: Das Buch ist wirklich toll und sehr empfehlenswert.
Es ist spannend (1 Sternchen), gut recherchiert (1 Sternchen), hat einen einfachen Schreibstil (1 Sternchen) und ein passendes und hübsches Buchcover (1 Sternchen).



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Gespräche aus der Community

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bookshouse Verlags avatar

Wird die Liebe zwischen der protestantischen Rebellin Helene und dem katholischen Offizier Rougier trotz ihrer Unterschiede Bestand haben?

1703
In den französischen Cevennen tobt der Kamisardenkrieg zwischen protestantischen Rebellen und der katholischen Übermacht. Inmitten einer Atmosphäre voller Hass und Misstrauen verliebt sich der katholische Offizier Rougier Hals über Kopf in die rebellische Protestantin Helene. Er rettet sie im letzten Moment vor dem Galgen, indem er sie zur Frau nimmt. Langsam kommen sie sich näher, doch nach dem Tod von Helenes heimlichen Ehemann, an dem Rougier nicht ganz unschuldig ist, rächen sich Helene und ihre Rebellengruppe durch einen blutigen Überfall. Rougier hält unbeirrt an seiner Liebe fest und versucht mit allen Mitteln, seine Frau an sich zu binden.
Helene muss sich entscheiden. Gibt sie seinem Werben nach oder entschließt sie sich, für ihren Glauben mit den Rebellen unterzugehen?

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Zur Autorin:

Brunhilde Witthaut lebt in Westfalen und arbeitet in einem Industriebau-Unternehmen. Erst spät kam sie zum Schreiben und begann mit historischen Romanen wie der, der im Herbst 2014 bei bookshouse veröffentlicht wird. Bald schon erweiterte sie ihre Genre und veröffentlicht unter Pseudonym Krimis für schwule Leser sowie Gay romance Werke. Auch im Bereich Jugendbuch ist sie tätig. Sie wird von der Agentur Beate Riess vertreten und hofft, dass sie weiterhin viele Geschichten aus ihrem Lieblingsland Frankreich schreiben kann. Natürlich reist sie gern, fährt Motorrad und wandert.
Brunhilde Witthaut freut sich über jeden Besucher auf ihrer Homepage.

Bei dieser Leserunde gibt es mindestens 7 E-Books von "Die Rebellenbraut" im Wunschformat* zu gewinnen. Brunhilde Witthaut verlost zusätzlich 2 Taschenbücher von "Teufels Schreiber" und 2 Taschenbücher von "Mord auf Französisch" unter allen Teilnehmern der Leserunde.

Bitte beantwortet uns eine Frage der Autorin in eurer Bewerbung:

Welche zwei Pseudonyme hat Brunhilde Witthaut noch? Nenn uns noch je einen Buchtitel dazu. Kleiner Tipp: Schaut auf der Homepage der Autorin nach.

* Wir steuern bei jeder bookshouse-Leserunde 7 Leseexemplare (.pdf, .mobi oder .epub) bei. Ab 30 Interessenten wird ab weiteren 5 Teilnehmern ein weiteres Freiexemplar verlost. Also bei 35 Anfragen 8 E-Books, bei 40 Interessierten 9 E-Books, …


Bitte achtet darauf, dass ihr euren Bewerbungsbeitrag in dem Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" erstellt, da wir eure Bewerbung ansonsten nicht werten können.
Wir würden uns freuen, wenn ihr außerdem der Leserunde folgen würdet, damit ihr die Auslosung nicht verpasst.

Da manche von euch leider keinen E-Book Reader haben, hier ein kleiner Tipp von uns.
Amazon bietet auch die Kindle App für PC, Smartphone oder Tablet an. So kann man das Buch auch auf dem Rechner im mobi-Format lesen.

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Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind gespannt auf die Leserunde.

Euer

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Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zu der Teilahme in der Leserunde (posten in den Abschnitten) und dem anschließenden Rezensieren des Buches.

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Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt. Die Wiedergabe des Buchinhalts ist keine Rezension.
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