Brunhilde Witthaut Wolfsbeute

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wolfsbeute“ von Brunhilde Witthaut

Die Bestie des Gevaudan treibt ihr Unwesen. Frauen und Kinder sterben, die Obrigkeit ist machtlos. Die vom König beauftragten Jäger d' Enneval, Vater und Sohn, ziehen siegesgewiss in die karge Landschaft und müssen feststellen, dass der Wolf ihnen überlegen ist und die Bauern ihnen misstrauen. Vergebens trachten sie der Bestie nach dem Leben, bis Francois d' Enneval eine junge Frau trifft, die bereits in den Fängen des Wolfes gewesen war. Überarbeitete Fassung www.Brunhilde-Witthaut.de (Quelle:'E-Buch Text/21.04.2011')
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Wolfsbeute" von Brunhilde Witthaut

    Wolfsbeute
    FallenAngel11

    FallenAngel11

    04. October 2012 um 11:34

    Das Jahr 1765 in Frankreich, in der Gegend des Gévaudan, einer einsamen Gegend der Auvergne. Grauenhafte Todesfälle häufen sich. Ein Wolf treibt sein unweseen und greift Kinder und Frauen an. Manche Opfer überleben nur durch Zufall. Die Bauern der Umgebung können sich der Bestie kaum erwehren. Der König hatte alle Schusswaffen sowie lange Hieb- und Stichwaffen einziehen lassen. Daher befestigten die Bauern der Gegend ihre Taschenmesser an langen Holzstangen, um sich überhaupt verteidigen zu können. Die Wolfsjäger Denneval, Vater und Sohn, werden vom König Ludwig XV beauftragt den Wolf zu jagen und zu töten und die beiden lassen sich in Malzieu nieder von wo sie aus Treibjagten organisieren. Hunderte von Wölfen finden ihren Tod aber nicht der Wolf, der weiter mordet und unschuldige Menschen angreift. Jean-Charles und sein Sohn Jean-Francois Denneval scheinen ihren Meister gefunden zu haben. Der Wolf ist listig und entwischt immer wieder den Treibjagten. Da endeckt Francois bei einem Kirchenbesuch Julie. Sie ist auch vom Wolf angegriffen worden und hat nur die durch Hilfe eines Kutsch Fahrers überlebt. Leider war der Preis sehr hoch. Ihre eine Gesichtshälfte ist entstellt sowie zahlreiche Narben am Körper. Außerdem hat sie durch den Schock des Angriffs ihre Stimme verloren. Francois fühlt sich von ihr sofort angezogen. Sie ist in seinen Augen das Wolfsmädchen. Sie hat den Angriff überlebt. Francois erwirbt sich mit Mühe Julies Vertrauen und ihre Liebe, denn er hat einen Plan, er möchte Julie als Köder für die Wolfs Bestie benutzen. Ob es ihm gelingt mit ihrer Hilfe den Wolf zu stellen und zu töten? Gabriel-Florent de Choiseul Beaupré ließ in seiner Diözese ein Hirtenschreiben verlesen, das die Ursache der Plage erklären sollte. Gottes Zorn sei über die Menschen gekommen: „Die Gerechtigkeit Gottes, sagt der heilige Augustinus, kann nicht hinnehmen, dass die Unschuld unglücklich ist. Die Strafe, die er verhängt, setzt immer eine Verfehlung dessen voraus, der sie sich zugezogen hat. Aus diesem Prinzip heraus wird es für euch einfach sein, zu verstehen, dass euer Unglück nur aus euren Sünden entstanden sein kann.“ (Auf Seite 11 ist eine Erklärung die in Französisch ist. Mein Französisch ist nicht mehr so ganz frisch und ich hoffe damit eine ausreichende Übersetzung gefunden zu haben.) Meinung und Fakten: Die 14-jährige Jeanne Boulet aus Saint-Etienne-de-Lugdarès ging als das erste bekannte Opfer der Bestie von Gévaudan in die Geschichte ein. Sie wurde am 30. Juni 1764 gefunden. Zerfleischt. In Drei Jahren hat die Bestie über 100 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, gemordet, hat das ganze Gévaudan, das Grenzgebiet der heutigen Départements Lozère (Hauptstadt Mende) und Haute-Loire (Hauptstadt Le Puy), in Angst und Schrecken versetzt. In drei Wellen wurde das Tier damals gejagt. Als Erster stellt Dragonerkapitän Duhamel mit seinen Soldaten dem Tier nach. Duhamel organisiert Treibjagden mit mehreren tausend Beteiligten, Soldaten und Bauern – sie bleiben erfolglos. Als Zweiter macht sich der normannische Wolfsjäger Denneval, der bereits an die 1200 Wölfe erlegt hatte, auf den Weg, um die Bestie zur Strecke zu bringen. Spätere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass die beschriebenen Ereignisse tatsächlich so geschehen sind. Kryptozoologen kamen nach reiflicher Prüfung der Obduktionsurkunden zu dem Schluß, dass es sich bei der Bestie von Gévaudan um einen stattlichen Wolf gehandelt haben muß. Man kann tausende von Seiten über die Bestie von Gevaudan googeln und es ist Wahrheit drin. Brunhilde Witthaut hat aus diesen Fakten einen tollen Historischen Roman gemacht. Der mich eine schlaflose Nacht gekostet hat, da ich unbedingt weiter lesen wollte. Der Roman steigert sich, die Übersicht ist klar. Dieser Roman handelt aber nicht nur um die Jagd auf den übernatürlichen Wolf sondern er handelt auch um Freundschaft und Liebe. Sehr schön ist auch der Epilog der, der ganzen Geschichte ein schönes abgerundetes Ende gibt. Daher von mir volle 5 Sterne und wer gerne Historische Romane liest, darf diesen nicht übersehen!!

    Mehr