Bruno Bandulet

 4,3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor*in von Als Deutschland Großmacht war, Dexit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dr. phil. Bruno Bandulet promovierte über Adenauers Außenpolitik, arbeitete in der CSU-Landesleitung als Referent für Deutschland- und Ostpolitik, war Autor von Zeitbühne und Transatlantik, Chef vom Dienst der Tageszeitung Die Welt und Mitglied der Chefredaktion der Illustrierten Quick. Bis 2013 gab Bandulet den Finanzdienst Gold & Money Intelligence (G&M) heraus. 1995 gründete er den politischen Hintergrunddienst Deutschland-Brief, der seit 2009 als monatliche Kolumne im libertären Magazin eigentümlich frei erscheint. Bandulet ist Mitglied der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft und Träger der Roland-Baader-Auszeichnung 2014. 2015 erhielt er den Preis der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft für seine Verdienste um die Aufklärung zum Wesen und zur Rolle des Goldes seit den 1970er-Jahren. 2017 wurde ihm der Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für seine »herausragende Leistung im Dienste einer unabhängigen Publizistik in Deutschland« verliehen. Zuletzt erschien von ihm 2018 im Kopp Verlag DEXIT: Warum der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zwar schwierig, aber dennoch machbar und notwendig ist und in 5. Auflage 2021 Beuteland: Die systematische Plünderung Deutschlands seit 1945.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bruno Bandulet

Cover des Buches Als Deutschland Großmacht war (ISBN: 9783864451041)

Als Deutschland Großmacht war

(2)
Erschienen am 30.01.2014
Cover des Buches Dexit (ISBN: 9783864456121)

Dexit

(1)
Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Gebt uns unsere D-Mark zurück (ISBN: 9783864450358)

Gebt uns unsere D-Mark zurück

(1)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Insiderwissen: Gold (ISBN: 9783864451706)

Insiderwissen: Gold

(1)
Erschienen am 23.12.2014
Cover des Buches Vom Goldstandard zum Euro (ISBN: 9783864450440)

Vom Goldstandard zum Euro

(1)
Erschienen am 30.08.2012
Cover des Buches Beuteland (ISBN: 9783864458255)

Beuteland

(0)
Erschienen am 30.06.2016
Cover des Buches Das geheime Wissen der Goldanleger (ISBN: 9783864454882)

Das geheime Wissen der Goldanleger

(0)
Erschienen am 06.09.2017
Cover des Buches Rückkehr nach Beuteland (ISBN: 9783864459269)

Rückkehr nach Beuteland

(0)
Erschienen am 23.03.2023

Neue Rezensionen zu Bruno Bandulet

Cover des Buches Dexit (ISBN: 9783864456121)
K

Rezension zu "Dexit" von Bruno Bandulet

kvel
Warum der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zwar schwierig, aber dennoch machbar und notwendig ist.

Inhalt (Auszug von der Verlagshomepage):
Der Dexit - Deutschlands Ausstieg aus dem Euro:

Warum er nicht nur machbar, sondern notwendig ist!


Bisher wurden Bücher über den Euro geschrieben, die nachwiesen, warum er nicht funktionierte und nicht funktionieren kann: Geschichten, wie die Europa-Verträge gebrochen wurden, wie die EZB illegal Staaten finanzierte, wie die Einheitswährung mit immensen Summen gerettet werden musste, wie Deutschland den Zahlmeister spielte und wie die Sparer mittels Inflation und Nullzinsen schleichend enteignet werden. Alles eine notwendige Bilanz, die auch in diesem Buch gezogen wird.


Nur eine Frage wurde nie ernsthaft gestellt und diskutiert: Wenn es stimmt, dass der Euro mehr schadet als nutzt, ist es dann nicht besser, ihn abzuwickeln? Sollte Deutschland austreten? Und, wenn ja, wäre der Dexit überhaupt machbar? Wer wären die Gewinner? Wer die Verlierer?


Höchste Zeit, das Tabu zu brechen und die Debatte über den Dexit vorurteilsfrei und schonungslos zu führen


In seinem neuen Buch widerlegt Bruno Bandulet die Legende vom Euro-Profiteur Deutschland. Er beschreibt das ominöse Target-System. Er schildert den schon weit fortgeschrittenen Marsch in die Transferunion und in die große europäische Umverteilung. Er rechnet ab mit Mario Draghi und Angela Merkel. Er erklärt, warum Deutschland Exportweltmeister ist und eurobedingt nichts davon hat. Und er begründet Punkt für Punkt, warum im Dexit der Ausweg aus der europäischen Sackgasse liegt.


Meine Meinung:

Schlüssig legt der Autor seine Argumente dar. Er stellt die Ereignisse der Vergangenheit dar und macht deutlich, dass es kein Weiter-so geben kann.


Kein dicker Wälzer - von daher sollte das Büchlein nicht allzu „abschreckend“ wirken - sondern es ist kurz, prägnant und wirklich informativ.


Ich würde mich freuen, wenn dieses Sachbuch eine große Leserschaft finden würden – denn das Thema geht uns alle an!


Fazit: Lesenswert!


Cover des Buches Insiderwissen: Gold (ISBN: 9783864451706)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Insiderwissen: Gold" von Bruno Bandulet

Dr_M
Gold, Silber, Schulden und Geopolitik

Im Herbst 2014 veranstaltete der dieses Buch herausgebende Verlag einen Kongress zu Themen rund ums Gold. Es traten dort als Redner auf: Bruno Bandulet, Peter Boehringer, Marc Faber, Thorsten Schulte und Dimitri Speck. Ihre Beiträge wurden für dieses Buch leicht überarbeitet und können so nun nachgelesen werden.

Bereits in der Einleitung, die von Michael Brückner stammt, wird der Inhalt der folgenden fünf relativ kurzen Artikel recht gut zusammengefasst. Doch das Weiterlesen lohnt sich durchaus, wenngleich man nicht viel Neues erwarten sollte, falls man sich mit der Thematik bereits intensiver befasst oder gar Publikationen der fünf Autoren gelesen hat. Als Vorspiel dazu ist diese Zusammenstellung jedoch durchaus interessant.

Bruno Bandulet erklärt zunächst die Funktionsweise des Gold-Marktes. Wer physisches Gold als Sicherheit in sein Depot legen möchte, den wird das nicht so sehr interessieren. Gold-Spekulanten sehen das vielleicht anders, sind aber dafür mit Sicherheit im Besitz tiefergehender Informationen. Zu Bandulets Ausführungen passt übrigens er letzte Artikel von Dimitri Speck sehr gut, in dem die immer wiederkehrenden Goldpreis-Manipulationen aufgedeckt werden. Inzwischen weiß man, dass Specks Vermutungen richtig waren, weil es faktische Beweise für diese Manipulationen in Einzelfällen gibt, während Specks Bücher sich eher indirekter Beweismethoden bedienen.

Lesenswert sind bei Bandulet auch seine kurzen praktischen Hinweise und Warnungen, wo und wie man physisches Gold kauft. Gold ist der beste praktische Schutz vor dem zu erwartenden Ruin des Euro und anderer Papierwährungen. Dass ein solcher Ruin zwangsläufig kommen muss, wird ebenfalls in den Artikeln an verschiedener Stelle gezeigt. In diesem Zusammenhang existiert ein gesteigertes öffentliches Interesse an den Goldreserven der Bundesbank. Eigentlich geht es dabei mehr um ihren Verbleib. Es mutet sehr seltsam an, dass es noch nie zu einer Inventur des größten Teils dieser Reserven gekommen ist, die bei der amerikanischen Zentralbank liegen sollen.

Peter Boehringer geht in seinem Artikel auf dieses absurde Trauerspiel ausführlich ein. Naives Vertrauen in die amerikanische Zentralbank zu haben, mag in die deutsche Medienlandschaft passen, wohl aber nicht in die Sorgfaltspflicht der Deutschen Bundesbank. Wenn man die Fakten dieser seltsamen Posse kennt, dann kann man verstehen, wieso es starke öffentliche Bestrebungen gibt, das deutsche Gold auch in Deutschland zu verwahren, zumal es überhaupt keine Hürde ist, dieses Gold zurückzuführen, sollte es tatsächlich noch existieren.

Thorsten Schulte legt wie immer dar, dass nach seiner Meinung Silber eine noch bessere Investition und Absicherung ist als Gold. Wer seine Bücher gelesen hat, wird hier wenig Neues finden. Etwas aus dem Rahmen des Themas fällt der Text von Marc Faber, denn er befasst sich mit Geopolitik. Das ist leider ein Thema, das man in Deutschland mit geradezu kindischer Naivität sieht, wie die öffentliche Diskussion und die Erklärungen der Bundesregierung zur Ukraine-Krise verdeutlichen. Faber erläutert lakonisch aber sehr klar, wie die Dinge tatsächlich stehen, warum es ständig neue Krisenherde um Russland gibt, wieso der Nahe Osten von den USA destabilisiert wurde und wird und wieso es zwangsläufig zu Spannungen zwischen den USA und China kommen muss. Fabers Text nimmt zwar eine Außenseiterstellung in diesem Buch ein, ist dafür aber von seltener Klarheit. Er geht auch auf den Zusammenhang zwischen einem bürokratischen Wohlfahrtsstaat und dem Wirtschaftswachstum ein und zeigt, welche zukünftigen Machtverschiebungen in der Welt sich daraus ergeben werden.

Alles in allem ein interessantes Buch, dem wegen der Herkunft und der Kürze seiner Beiträge erwartungsgemäß die Tiefe etwas fehlen muss.

Cover des Buches Als Deutschland Großmacht war (ISBN: 9783864451041)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Als Deutschland Großmacht war" von Bruno Bandulet

Dr_M
"Geschichte kann man immer aus verschiedenen Perspektiven erzählen."

Die historische Sicht auf den 1. Weltkrieg wurde in der Bundesrepublik lange sehr stark von den ideologisch geprägten Thesen des Hamburger Historikers Fritz Fischer und dessen Werk "Griff nach der Weltmacht" aus dem Jahre 1961 beeinflusst. Obwohl es auch schon früher massiven Widerspruch zu Fischers Thesen gab, brauchte es erst der Unterstützung namhafter ausländischer Historiker, um dem Streben nach einer den historischen Tatsachen besser entsprechenden Betrachtungsweise auch in Deutschland einen deutlichen Schub zu geben. Insbesondere Christopher Clarks Buch "Die Schlafwandler" spielte in jüngster Zeit dabei eine herausragende Rolle.

Bruno Bandulet vertritt nicht ganz die Haltung Clarks. Vielmehr behauptet er, dass Deutschland diesen Krieg nicht wollte, sondern England, Frankreich und Russland, die jeweils bilaterale Beistandsverpflichtungen eingegangen waren, aus verschiedenen Beweggründen den Konflikt provozierten. Ob bei einem so komplexen Ereignis tatsächlich Schuldfragen überhaupt endgültig zu entscheiden sind, erscheint mehr als fraglich. Und was hat es eigentlich für einen Sinn, eine solche Frage überhaupt beantworten zu wollen? Als viel sinnvoller erweist sich doch die Untersuchung, wie es überhaupt zu einem derart verheerenden Ereignis kommen konnte und ab wann sich die Entwicklungen nicht mehr aufhalten ließen und warum das so war.

Auf diese Fragen gibt Bandulets Buch interessante Antworten. Bei seinem Text handelt es sich nicht um eine mit unzähligen Quellen und Forschungsarbeiten unterlegte wissenschaftliche Arbeit, sondern eher um eine gut untermauerte Meinung, bei der man am Ende allerdings nicht ganz weiß, wie selektiv der Autor mit den Quellen umgegangen ist, um seine Haltung darzustellen. Sicher ist jedoch, dass man die innere Logik seiner Betrachtungsweise durchaus verstehen kann. Und die geht so:

Deutschland war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ökonomische Großmacht in Europa, die zunehmend Unbehagen und Widerwillen insbesondere in England und Frankreich hervorrief. Interessanterweise hat sich daran bis heute wenig geändert. Russland wiederum besaß eigene Interessen auf dem Balkan und befand sich in Konfrontation mit Österreich-Ungarn, das seinerseits mit dem Deutschen Reich verbunden war. England, so Bandulet, hatte sich in seiner Geschichte stets mit der jeweils ökonomisch mächtigsten europäischen Kontinentalmacht angelegt. Der phänomenale Aufstieg Deutschlands am Ende des 19. Jahrhunderts war der britischen Weltmacht ein gehöriger Dorn im Auge. Liest man den zahlreichen Aussagen englischer Politiker dieser Zeit, die Bandulet zitiert, dann erschien ein Krieg mit Deutschland ein unausweichliches Ereignis zu sein.

Warum der Autor seinem Buch diesen aus meiner Sicht etwas irreführenden Titel gab, blieb mir auch nach dem Lesen ein Rätsel, denn darum geht es in diesem Text überhaupt nicht. Der Untertitel ("Ein Bericht über das Kaiserreich, seine Feinde und die Entfesselung des Ersten Weltkrieges") spiegelt den Inhalt dagegen sehr treffend wider. Zunächst beschreibt der Autor das damalige Europa und die herrschende Stimmung. In einem zweiten Kapitel widmet sich Bandulet der Bismarkschen Außenpolitik und dem Platz Russlands in der Sichtweise des Reichskanzlers.

Nach Bismarcks Abgang betraten Männer die politische Bühne Deutschlands, die ihren Aufgaben und der komplizierten geopolitischen Lage Deutschlands nicht gewachsen waren. Bandulet kommentiert diese unglückseligen Entwicklungen immer wieder in den folgenden Kapiteln. In ihnen geht es zunächst um die damaligen Beziehungen zwischen Deutschland und England, um die Kolonialfrage und die weltpolitischen Ambitionen der beiden Mächte. Danach befasst sich der Autor mit der deutschen Flotte und der Rolle des Alfred von Tirpitz. Interessant sind die Zahlen über tatsächlichen Flottenstärken der Weltmächte, die Bandulet in diesem Abschnitt anführt.

Das folgende Kapitel ("Österreichs Feinde und das Vorspiel zum Krieg") schildert die damalige explosive Lage auf dem Balkan und Russlands Ambitionen in diesem Teil Europas. Die letzten beiden Kapitel erzählen vom Weg in die Kriegskatastrophe, dem Kriegsverlauf und betrachten die für alle europäischen Staaten tragischen Folgen dieser die nächsten Jahrzehnte beeinflussenden Auseinandersetzungen.

Wenn man Bandulets Buch liest, dann wird klar, wie schnell es in einer aufgeheizten politischen Situation zu einer nicht mehr zu stoppenden Kettenreaktion kommen kann, die (wie in diesem Fall) damals unvorstellbar katastrophale Folgen für die kommenden Jahrzehnte implizierte, denn der 1. Weltkrieg war das Schlüsselereignis für ein ganzes folgendes Jahrhundert.

Ohne den von der amerikanischen Hochfinanz unter Führung von J.P. Morgan provozierten Kriegsteileintritt der USA wäre es, so Bandulet, zu anderen Kriegsergebnissen gekommen. So richtig dies wohl ist, so nutzlos scheint es, über die eventuellen Folgen zu spekulieren. Im Übrigen entdeckt man an dieser Stelle in Bandulets Text Teile der deutschen Friedensbedingungen, die im Januar 1917 der US-Regierung übermittelt wurden. Deutschland fordert dort "Koloniale Restitution in Form einer Verständigung, die Deutschland einen seiner Bevölkerungszahl und seiner wirtschaftlichen Interessen entsprechenden Kolonialbesitz sichert."

Diese ambitionierte Forderung passt nicht ganz zu Ausführungen des Autors an früherer Stelle, sondern zeigt, dass das Deutsche Reich sehr wohl koloniale Interessen besaß und diese auch durchsetzen wollte. Hier könnte man auf die Vermutung kommen, dass der Autor die historischen Tatsachen möglicherweise nicht ganz adäquat beleuchtet. Das ändert aber nichts daran, dass sein Buch eine interessante Lektüre ist, die sich einer einseitigen und von den Siegern bestimmten Betrachtungsweise der Rolle Deutschlands in dieser Zeit entgegenstellt.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

4 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks