Bruno Baum

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf

Bruno Baum (1910-1971), besuchte die jüdische Knabenschule in Berlin, lernte Elektriker, schloss sich früh kommunistischen Organisationen an und wurde Mitglied der KPD und des Roten Frontkämpferbundes. Er arbeitete illegal gegen die faschistische Diktatur, wurde für sechs Jahre inhaftiert, danach nach Auschwitz, später Mauthausen deportiert. Nach dem Krieg übernahm er Parteifunktionen und war bis zu seinem frühen Lebensende Volkskammerabgeordneter und Zentralkomitee-Mitglied. Er verfasste tagespolitische Schriften sowie Bücher über den Widerstand gegen die Nazidiktatur. Sein Mauthausen-Bericht wurde zu einem wichtigen Quellenwerk.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bruno Baum

Cover des Buches Die letzten Tage von Mauthausen (ISBN: 9783355019262)

Die letzten Tage von Mauthausen

(3)
Erschienen am 20.05.2025

Neue Rezensionen zu Bruno Baum

Cover des Buches Die letzten Tage von Mauthausen (ISBN: 9783355019262)
Babsi123s avatar

Rezension zu "Die letzten Tage von Mauthausen" von Bruno Baum

Babsi123
Sehr ergreifendes Schicksal

Mein Fazit: 

Zitat:" Wir,die Überlebten,schwören,das Sterben unserer Besten niemals zu vergessen, und zu kämpfen, das nie wieder Faschismus, nie wieder ein solch menschenfeindliches Regime an die Macht kommt. 


" Mauthausen, war eines der größten Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf dem Gebiet Österreichs. Es befand sich 20 Kilometer östlich von Linz. Von den ca. 190 000 Häftlingen, starben mindestens 100000 in den 7 Jahren. Unschuldige Seelen, die grausam gequält, gefoltert, unmenschliche Arbeit verrichten mussten, vor Hunger und Entkräftung starben, durch Krankheiten... 


Der Autor Bruno Baum erinnert sich an seine Inhaftierung in Mauthausen und nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise der besonderen Art. All die Grausamkeiten, die begangen wurden ,hat er hautnah erlebt, und doch ist er kein gebrochener Mann. Denn er hat die Solidarität unter den Häftlingen kennengelernt, die ihm mehrmals das Leben gerettet hat und durch den Zusammenhalt andere Leben retten konnte. Seine Ausführungen sind sehr bewegend und emotional. Zumal ich in anderen Büchern gelesen habe, wie Blockälteste Häftlinge grausam misshandelt, getötet und ins Gas geschickt haben. Ein Zeitzeugenbericht, der sehr traurig macht. 


Im letzten Urlaub waren wir in Mauthausen und es war ein Ort der absoluten Stille. Man möchte sich nicht vorstellen, was für Verbrechen dort verübt wurden.

Cover des Buches Die letzten Tage von Mauthausen (ISBN: 9783355019262)
L

Rezension zu "Die letzten Tage von Mauthausen" von Bruno Baum

LovelyBasti
Nicht das größte KZ, aber eines der grausamsten

Mauthausen war zwar nicht das größte, wohl aber eines der grauenvollsten Konzentrationslager. In den dreizehn sogenannten Hauptlagern und in über zwanzig Nebenlagern schufteten 335.000 Menschen für die deutsche Rüstungsindustrie, 122.000 Häftlinge wurden ermordet. Viele starben im Steinbruch neben dem Lager, in welchem Granit gebrochen wurde für den Ausbau von Linz, der „Lieblingsstadt des Führers“. Die Inhaftierten mussten die Steinquader über 186 Stufen nach oben schleppen. „Todesstiege“ wurde die Treppe genannt. Sie führte am Abbruchhang vorbei, dort ging es fünfzig Meter steil in die Tiefe. Die SS stieß dort unzählige Menschen hinab und nannte sie zynisch „Fallschirmspringer“. An einem einzigen Tag, am 31. März 1943, wurden vor den Augen Himmlers so etwa eintausend aus Holland deportierte Juden umgebracht. Das alles liest man in Baums Buch. Und ist erschüttert.

Cover des Buches Die letzten Tage von Mauthausen (ISBN: 9783355019262)
M

Rezension zu "Die letzten Tage von Mauthausen" von Bruno Baum

ManuelaEule
Klassiker, der berührt

Achtzig Jahre nach der Befreiung des KZ Mauthausen sind die Aufzeichnungen Bruno Baums neuerlich erschienen. Erweitert um viele erhellende Dokumente und Fotos. Baum war 1936 zu dreizehn Jahren wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt worden. Plötzensee, Brandenburg-Görden, Auschwitz, und schließlich Mauthausen. 1965, inzwischen Mitte Fünfzig, erschienen in Berlin seine Erinnerungen „Die letzten Tage von Mauthausen“. Es sollte sein letztes sein: Baum verstarb Ende 1971 in Potsdam. Er schildert darin das Leben und Töten in dieser Mordstätte der Nazis auf österreichischen Boden. Das geht unter die Haut und ist mehr als nur eine Mahnung. Baums Text habe ich auch als Warnung gelesen.

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