Bruno Goetz

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Cover des Buches Die Nacht vor Weihnachten (ISBN: 9783328112082)
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Rezension zu "Die Nacht vor Weihnachten" von Nikolai W. Gogol

shizu_reads
Die Nacht vor Weihnachten

Ich liebe die Penguin-Edition-Cover – sie sind stets ein Hingucker, und eine Weihnachtsgeschichte passt da aktuell perfekt ins Bild.

Die Erzählung selbst ist ein wenig zotig und braucht zu Beginn ein bisschen Eingewöhnung, was vor allem an Gogols Schreibstil liegt. Schließlich handelt es sich um ein Werk aus dem 19. Jahrhundert, und der Ton ist eben ein anderer, als man es heute gewohnt ist. Doch sobald man sich daran gewöhnt hat, entfaltet die kurze Geschichte ihren vollen Charme. Mit knapp 100 Seiten lässt sie sich auch wunderbar in einem Rutsch durchlesen.

Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Magie, Realität und alten Bräuchen, die in der Handlung miteinander verwoben sind. Gogol schafft es, diese Elemente auf spannende und unterhaltsame Weise zusammenzuführen, was der Geschichte einen ganz eigenen Reiz verleiht.

Auch die Charaktere, die in der Erzählung auftauchen, sind facettenreich und lebendig dargestellt. Sie sind teils skurril, teils liebenswert und oft voller menschlicher Schwächen, was sie besonders interessant macht. Humor spielt dabei eine große Rolle, ebenso wie Träume und Sehnsüchte. Das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für den besonderen Charme dieser Geschichte.

Alles in allem ist "Die Nacht vor Weihnachten" eine unterhaltsame, kurzweilige Lektüre, die auf humorvolle Weise Einblicke in eine andere Zeit und Kultur gibt – perfekt für die Weihnachtszeit!

Cover des Buches Schilf im Wind (ISBN: 9783717525240)
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Rezension zu "Schilf im Wind" von Grazia Deledda

Anna625
Schöne Neuauflage eines ruhigen Klassikers

Efix ist der Knecht dreier adliger Schwestern, die jedoch in Armut leben. Ergeben bewirtschaftet er für sie das alte, abgeschiedene Landgut auf Sardinien, dessen Ertrag kaum zum Überleben ausreicht. Dann kehrt eines Tages der Sohn der vierten Schwester, die vor langer Zeit Insel und Familie verließ, heim, und bringt mit seiner Ankunft große Unruhe in die Verschlafenheit und die festgefahrenen Strukturen des Dorflebens.

Der Klassiker von Grazia Deledda ist im Original bereits 1913 erschienen und wurde nun anlässlich des 150. Geburtstags der Autorin, die außerdem den Literaturnobelpreis 1926 erhielt, neu aufgelegt.
Ich habe eine Weile gebraucht, um mit ihrem Roman warmzuwerden, denn er enthält vor allem sehr viele detaillierte Landschaftsbeschreibungen. Dadurch wird der Roman zu einem sehr ruhigen, wenig actionreichen Buch, auf das man sich erstmal einlassen muss. Gelingt einem das, überzeugt es jedoch mit seiner wunderschönen poetischen Sprache, die voller Metaphern und einer ganz eigenen Mystik ist und eine großartige Atmosphäre irgendwo zwischen "feierlich" und "düster" erschafft. Wenn man die Ruhe dazu hat, kann man wunderbar in der Geschichte Efix' und der Pintor-Schwestern versinken.

Nach einigen anfänglichen Längen habe ich "Schilf im Wind" sehr genossen.

Cover des Buches Schilf im Wind (ISBN: 9783717525240)
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Rezension zu "Schilf im Wind" von Grazia Deledda

ulrikerabe
Dem Schicksal beugen

Ein Dorf in Sardinien in den Jahren kurz vor dem 1. Weltkrieg. Dort dient Efix als Knecht auf dem Gut der Schwestern Pintor. Die Damen sind verarmt, leben äußerst abgeschieden und Efix scheint an einer lang vergangen Schuld zu zehren. Als der junge Neffe vom Festland kommt, um von da an auf Sardinien zu leben, bringt dies viel Unruhe in das Gefüge der Schwester, aber auch der ganzen Dorfgemeinschaft, mit sich.

„Schilf im Wind“ ist das Werk der mit dem Literaturnobelpreis 1926 ausgezeichneten Dichterin Grazia Deledda. Zu deren 150. Geburtstag ist der Roman in einer wunderschönen Ausgabe im Manesse Verlag neu aufgelegt worden.

„Wir sind das Schilf, und der Wind ist das Schicksal“ ist das Lebensmotto der Menschen in diesem Roman. Die Menschen beugen sich ihrem Schicksal, sind zwischen Glauben und Aberglauben hin und hergerissen.

Das Werk erinnert in seinem Aufbau und Dramatik an eine klassische Tragödie. Efix, der dienstbare Geist, ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, in der es immer wieder um Schuld, Buße und Vergebung geht. In der pittoresken Kulisse der sardischen Landschaft wirkt die Geschichte nahezu zeitlos. Die Beschreibung von Natur und Umgebung ist sehr eindrucksstark und plastisch.

Sehr viele Fußnoten zu Ereignissen, Geografie, sardischen Eigennamen werden im Anhang erläutert. Hier musste sich die Leserin immer wieder entscheiden, aus dem Lesefluss gerissen zu werden, oder Hintergrundinformationen zu versäumen. Ein Nachwort gibt noch einen schönen Überblick über Grazia Deledda und den historischen Kontext zu dem „Meisterwerk“ der Schriftstellerin.

Schilf im Wind reizt mit seiner altertümlichen Sprache, macht das Lesen damit aber nicht unbedingt zu einer einfachen Sache. Stellenweise zu viel an Kirche und Gebräuchen machen lesemüde, die Handlungen der schuldgebeugten Protagonisten sind (aus unserer modernen Sicht) mitunter nicht immer nachvollziehbar.

Dieses Buch war dennoch ein lohnender und bildender Ausflug in eine längst vergangene Welt, sprachlich und inhaltlich. Die optisch unglaublich ansprechende Ausgabe ist jedenfalls eine Empfehlung wert.

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