Der bereits sechste Teil der Serie ist für Detective Chris Palmer, der für sie persönlichste Teil, indem sie sich selbst wie in einem Albtraum vorkommt, nachdem sie plötzlich selbst unter Mordverdacht steht. Obwohl ich die vorigen Teile nicht kenne, ist mir der Einstieg in die Geschichte leichtgefallen, der Schreibstil ist mitreißend, es werden alle Vorgänge gut erklärt und es ist kein Vorwissen nötig. Der behandelte Themenkomplex ist recht umfangreich für einen Teil, es geht um Menschenhandel, Zwangsprostitution, Missbrauch und wird auch tiefergreifend und umfangreich behandelt, nicht nur an der Oberfläche angerissen. Zwischenzeitlich wird es dadurch etwas komplex, sodass man gedanklich immer auf der Höhe sein muss beim Lesen um alle Wendungen, Personen und die Zusammenhänge mitzubekommen. Dadurch bleibt aber auch die Spannung erhalten und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Bruno Heini

Lebenslauf
Bruno Heini lebt mit seiner Frau Judith und den beiden Katern Jimmy und James über den Dächern von Luzern. Er arbeitete erfolgreich als Unternehmer bevor er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Auf seinen Luzern-Thriller „Teufelssaat“ folgten „Engelsknochen“, „Höllenwut“ und „Deine Zeit läuft ab“ . Nun legt er nach mit „Auf die Knie!“. Heinis Bücher schaffen es regelmäßig auf die Schweizer Taschenbuch-Bestsellerliste.
Botschaft an meine Leser
Irgendwann entdeckte ich meine Passion – manche sagen Begabung – zum Schreiben. Als mir dann auch noch Judith, meine Frau, eigens zu diesem Zweck einen nigelnagelneuen Laptop schenkte, hatte ich keine Ausrede mehr, ich musste liefern. Zu häufig hatte ich mich bei ihr über die hanebüchenen Storys von gemeinsam angesehenen Kinofilmen beschwert.
Mittlerweile glaube ich, dass ich ein ernst zu nehmender Thriller-Autor geworden bin. Nicht nur gibt es inzwischen ganze fünf Bände der Serie um die Ermittlerin Chris Palmer. Nein, sie landen auch noch regelmäßig auf der Bestsellerliste...
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Neue Rezensionen zu Bruno Heini
Ein wirklich grauenhaftes Gesamtbild einer Gesellschaft, in der das Verbrechen unbemerkt sein Ding machen kann. – Scheinbar
Inhalt: Palmer, ehemalige Warenhausdetektivin in den ersten Gehversuchen ihrer Selbständigkeit, trifft auf Lucie, welche gerade vom Badestrand abgehauen ist, wo sie einen Mann abgestochen hat.
Palmer will ihr helfen und schaltet die Polizei ein, weil auch der mutmaßlich tote Mann da nicht liegen bleiben kann. Als Dankeschön wird sie selber als Verdächtige behandelt.
Aus der Untersuchungshaft entlassen macht sie sich selber auf die Socken und will den Fall klären und Lucie helfen. Doch Lucie hat es schlimmer erwischt, als es zunächst den Anschein hatte. Denn ihr Rafi lässt sie nicht nur für ihn anschaffen, sondern ist außerdem in seinem Heimatland der Sohn einer sehr einflussreichen Familie.
Doch das wahre Monster stellt sich erst am Ende des Buches heraus, als das großartige Finale mit allen bisher ermittelten Fakten noch einmal richtig aufräumt.
Fazit: Das Buch ist ganz frisch, aus dem Jahr 2025 und hat mich als Taschenbuch erreicht, nachdem es mit dem Ebook leider einige Probleme gab. Aber auch das Taschenbuch hat einige positive Seiten. So sind zum Beispiel Schriftgröße und Seitenaufteilung sehr augenfreundlich gestaltet. Das ganze Buch ist sehr stabil geklebt, sodass sogar ein Taschenbuch mehrmals gelesen werden kann, ohne auseinander zu fallen und es liegt sehr gut in der Hand.
Die Handlung startet relativ harmlos, indem man die Protagonistin und ihr Leben ein wenig kennenlernt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich ja nicht wirklich Vertrauen in sie, das sie ihr Leben scheinbar nicht wirklich im Griff hat. Aber wenn man gerade ein eigenes und neues Business aufbaut, hat man nun mal Startschwierigkeiten.
Dann kommt diese Lucie ins Spiel, die in dem Moment wohl vom Badestrand kommt, wo sie einen Mord begangen hat. Laut ihrer Darstellung war es Notwehr, aber da schien von Anfang an mehr dahinter zu stecken.
Palmer ist von Anfang an nicht gerade der Ausbund an Freundlichkeit mit dem Mädchen. Was die ihr so alles mal eben an den Kopf knallt, war wohl auch alles andere als normal. – In jedem Fall soll die Polizei eingeschaltet werden und Lucie ist verschwunden.
Palmer rattert in diesem Buch von einem Problem ins andere. Sie ist eine Mordverdächtige, während sie sich eine Zukunft in der Sicherheitsbranche aufbauen will. Und ganz nebenbei wühlt sie noch einen wirklich jähzornigen und leider auch einflussreichen jungen Mann auf, hinter dem am Ende mehr steckt, als man das am Ende ahnt.
Die ganze Zeit konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich nun den Kopf schütteln sollte oder einfach nur verzweifelt die Hände über den Kopf zusammenschlagen soll. Stellenweise stellt sich Palmer wirklich wie ein blutiger und rotzrattendämlicher Anfänger an. Ich habe stellenweise wirklich genau deswegen an der ganzen Story gezweifelt.
Das Finale bringt dann endlich eine gewisse Ordnung in das ganze Durcheinander. Der komplette Fall kann geklärt werden und einige Hintergründe werden auch aufgedeckt. - Allerdings steht hier die Polizei in keinem sehr guten Licht da, denn sie lässt sich von der Protagonistin dann doch ganz schön an der Nase herumführen.
Das ganze Buch ist, zum großen Teil, in einem einzigen Handlungsstrang geschrieben. Den Hauptteil der Handlung dreht es sich wirklich um die Protagonistin und ihre aktuellen Probleme. Aber allein das Dasein ist so bewegt und voller Hochs und Tiefs, dass allein das mich schon sehr gut fesseln konnte.
Die Person dieses „Rafi“ bleibt eigentlich lange Zeit so ziemlich im Dunkeln. Es wird klar, dass er nicht ganz koscher ist, besonders seiner „Freundin“ gegenüber, aber der große Knall kommt eigentlich erst, nachdem er sein Leben lassen musste und seine eigene Familie die Sache aufklärt, statt es der Polizei zu überlassen.
Alles ist in einem einfachen und eingängigen Stil geschrieben. Hier und da hat es einen regionalen Begriff, den man hier in Thüringen anders bezeichnet, aber das ist nicht so schlimm, dass man den Text nicht wirklich verstehen würde. Im Gegenteil, mir hat es einen Schmunzler ins Gesicht gezaubert, ob der mannigfaltigen Möglichkeiten, die Dinge zu benennen.
Kopfkino hatte ich beim Lesen leider nicht. Aber das Buch hat auf einer anderen Ebene Spannung bei mir ausgelöst. Ich denke, dass es die Tatsache war, wie unbemerkt und tief das Verbrechen allgemein durchaus in unserer Gesellschaft agieren kann, ohne dass ein Außenstehender etwas davon mitbekommt.
Dass es sich bei diesem Buch eigentlich um den sechsten Band einer Reihe handelt, bekommt man beim Lesen jetzt nicht unbedingt mit. Ich nehme mal an, dass die Fälle alle irgendwie in sich abgeschlossen sind und man wohl nur anhand der Protagonistin und ihrem Leben mitbekommt, dass es sich hier wirklich um nacheinander folgende Fälle handelt. – Für das alleinstehende Lesen eines Buches hat das aber keine Auswirkungen weiter.
Ein Thriller, wie ich ihn noch nicht gelesen habe. Ein Verbrechen, welches scheinbar ungestört mitten in der Gesellschaft existiert und sein Ding machen kann und eine etwas unbeholfene Detektivin am Rande der Realität. – Stellenweise hat die Handlung etwas geholpert, aber im Gesamten ergibt das alles ein wirklich angstmachendes Bild der Gesellschaft.
Meine Meinung:
Es handelt sich um den 6. Band der Reihe rund um Detektivin Palmer. Leider habe ich das vorher nicht gewusst, da ich Reihen immer gerne von Beginn an lese.
Während des Falls gibt es immer wieder kleinere Rückblicke und ich hatte nach einiger Zeit den Eindruck, dass mir Wissen und Informationen fehlen. Das finde ich immer unangenehm, da dies meinen Lesefluss hindert.
Der Beginn hat mir trotz allem gut gefallen und ich fand diesen wirklich spannend. Ich wollte gerne wissen, was Lucie zugestoßen ist, was es mit dem Mann auf sich hat, den sie angeblich in Notwehr niedergestochen hat, warum sie auf einmal verschwunden ist und auch, ob Palmer am Ende ihre Ersparnisse wiederbekommt.
Bis zur Hälfte hat mich der Fall gut unterhalten, dann jedoch wurde mir alles irgendwie zu viel. Zu viele Parteien, Palmer zu draufgängerisch, auch zu chaotisch, zu naiv. Die Geschichte war so vollgepackt und dabei irgendwie abstrus und unrealistisch. Ich habe irgendwann nur noch gedacht „Jetzt bitte aber nicht noch irgendetwas on top.“. Der Rest der Geschichte war für mich leider unglaubwürdig und konnte mich nicht mehr überzeugen.
Das Ende hat mir vom emotionalen Moment her gut gefallen – darauf hatte ich gehofft und es mir für Lucie und Palmer gewünscht.
Ich werde mir die anderen Teile leider nicht anschauen, wenn ich auch wirklich gute Rezensionen zu diesen gelesen habe. Palmer konnte mich leider nicht von sich überzeugen.
Vielleicht aber wollt ihr Palmer kennenlernen?
Von mir gibt es 3 Sterne!
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HIER geht es zur offiziellen Seite des Autors.
Reiheninfo:
Band 1: Teufelssaat
Band 2: Engelsknochen
Band 3: Höllenwut
Band 4: Deine Zeit läuft ab
Band 5: Auf die Knie!
Weitere Rezensionen bei cully_de (überzeugt), bei Bookathy (3/5) und bei Dianaa (4/5) .
Gespräche aus der Community

Chris Palmer ahnt nichts Böses, als sie die Tür ihres Hauses am See offenstehen lässt. Doch als die siebzehnjährige Lucie verstört in ihr Leben stürzt, beginnt für die Detektivin ein Albtraum. Lucie gesteht ihr panisch, auf der Flucht vor einem Mann...

Kunst-Interessierte, Schweiz-Liebhaber und Thriller-Fans aufgepasst! Mein neuer ist raus.
Im beschaulichen Luzern sind die Räuber nicht nur hinter dem neu restaurierten Gemälde "The Rigi, Lake Lucerne, Sunset" von William Turner her, sondern auch hinter Chris Palmer, die zum fünften Mal in einen brandgefährlichen Fall hineingezogen wird.
Leserunde für 10 hartgesottene Thriller-Verschlinger (Print).
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