Bruno P. Kremer

 4,2 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor*in von Bäume, Steinbachs großer Pflanzenführer und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dr. Bruno P. Kremer befasste sich intensiv mit der Ökophysiologie mariner Organismen. Er veröffentlichte neben zahlreichen Fachpublikationen auch Artikel in populärwissenschaftlichen Zeitschriften und mehrere Dutzend Bücher. Er lehrt am Institut für Biologie und ihre Didaktik im Zentrum für Mathematische und Naturwissenschaftliche Bildung der Universität zu Köln.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Düne, Strand und Watt (ISBN: 9783440185186)

Düne, Strand und Watt

Neu erschienen am 22.06.2026 als Taschenbuch bei Kosmos.

Alle Bücher von Bruno P. Kremer

Cover des Buches Steinbachs großer Pflanzenführer (ISBN: 9783818613433)

Steinbachs großer Pflanzenführer

(3)
Erschienen am 14.01.2021
Cover des Buches Die Küste (ISBN: 9783806235531)

Die Küste

(2)
Erschienen am 20.11.2017
Cover des Buches Tiere in meinem Garten (ISBN: 9783258082554)

Tiere in meinem Garten

(2)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Die Wiese (ISBN: 9783534273102)

Die Wiese

(2)
Erschienen am 09.10.2020
Cover des Buches Düne, Strand und Wattenmeer (ISBN: 9783440117408)

Düne, Strand und Wattenmeer

(2)
Erschienen am 04.01.2010
Cover des Buches Basiswissen Physik, Chemie Und Biochemie (ISBN: 9783540712381)

Basiswissen Physik, Chemie Und Biochemie

(2)
Erschienen am 05.09.2007
Cover des Buches Helgoland (ISBN: 9783494019185)

Helgoland

(2)
Erschienen am 01.07.2022
Cover des Buches Blütengeheimnisse (ISBN: 9783258077826)

Blütengeheimnisse

(1)
Erschienen am 01.09.2013

Neue Rezensionen zu Bruno P. Kremer

Cover des Buches Helgoland (ISBN: 9783494019185)
T

Rezension zu "Helgoland" von Bruno P. Kremer

toms
Informativer Einstieg mit deutlichen Schwächen

Das Buch bietet einen ersten Überblick für jemanden der bislang wenig über Helgoland weiß. Es führt in die Naturgeschichte, Geologie und das Ökosystem der Insel ein. Der Text ist jedoch durch zahlreiche Einschübe in Klammern stark fragmentiert, was den Lesefluss spürbar beeinträchtigt. Eine klarere Struktur und sparsamere Verwendung solcher Einschübe hätten die Lesbarkeit deutlich verbessert.


Die Abbildungen sind informativ, allerdings wäre eine Platzierung direkt bei den entsprechenden Textpassagen wünschenswert gewesen. In der vorliegenden Form erschwert das häufige Blättern die Nutzung des Buchs als praktischen Naturführer.


Problematisch ist die Haltung der Autoren zum Klimawandel. Sie bestreiten den anthropogenen Ursprung der Erwärmung und führen die seit Jahrzehnten beobachtete Temperaturzunahme der Nordsee auf natürliche Schwankungen zurück. Diese Sichtweise steht im Widerspruch zum Forschungsstand, unter anderem zu den Einschätzungen des Alfred-Wegener-Instituts, das betont, die Nordsee verändere sich derzeit so stark wie seit Jahrtausenden nicht mehr. Diese wissenschaftlich nicht haltbare Position schwächt die Glaubwürdigkeit des Buchs erheblich.


Irritierend ist zudem eine Passage in der die Autoren mit einem gewissen Unterton des Bedauerns darauf hinweisen, dass die erste Strophe des „Lieds der Deutschen“ nicht in das Grundgesetz aufgenommen wurde. Diese Bemerkung ist sachlich unnötig und wirkt in einem Naturreiseführer deplatziert.


Insgesamt bietet das Buch einen informativen Einstieg in die Natur Helgolands, leidet aber unter stilistischen Schwächen und problematischen inhaltlichen Positionen, die eine uneingeschränkte Empfehlung verhindern.

Cover des Buches Steinbachs großer Pflanzenführer (ISBN: 9783818613433)
Jorokas avatar

Rezension zu "Steinbachs großer Pflanzenführer" von Bruno P. Kremer

Joroka
Sehr umfassende Übersicht

 .. hinsichtlich einheimischer bzw. angesiedelter Wildblumen, Sträuchern und Bäume, jeweils zu einem Drittel des Gesamtumfangs des Buches. Eine 25-seitige Einführung weckt das Interesse, sich tiefgehender auf das Werk einzulassen und erläutert die Merkmale der Artengruppen, was die Einteilung und somit die Suche und Recherche erleichtert.


Die Unterkapitel sind bei den Wildblumen nach Gewächsarten sortiert (Hahnenfuß, Nelken, Kreuzblüten, Rosen, Schmetterlingsblüten, Lilien und Röhrenblüten mit den jeweiligen verwandten Arten). Bei den ca. 440 aufgeführten Arten finden die häufigsten ihren Platz, aber es tauchen auch eher seltene Gewächse wie z.B. Acker-Wachtelweizen und Diptam auf.


Zusätzlich gibt es auch nochmals zu Beginn der Übersicht eine Einteilung hinsichtlich Blütenfarbe mit Abbildung und Seitenzahl.


Bei den Sträuchern ist das Werk nach Nacktsamern, Kätzchenblühern, Röhrenblütigen und Hahnenfuß-, Rosen- sowie Schmetterlingsblütengewächsen sortiert. Zu Beginn des Kapitels auch nochmals eine Übersicht hinsichtlich Wuchstypen- und Strauchgestalten-Einteilung sowie Blätter-, Blüten- und Früchtegruppen.


Bei den Bäumen noch zusätzlich in Gruppen der Ahorne, Rosskastanien, Linden sowie Platanen, Eschen etc. Vor diesem Unterkapitel eine Einführung zur Baumtypen-Bestimmung; Laubblätter-, Blüten- und Früchte-Einteilung.


Zu den Pflanzen im Einzelnen wird der deutsche und lateinische Name, die Familienzugehörigkeit, Merkmale, Standort, Verbreitung, Wissenswertes genannt. Neben schematischen Zeichnungen sind besonders die wirklich gut fotografierte Abbildungen zur exakten Bestimmung besonders hervor zu heben.


Fazit: Auch die Neuauflage von 2021 lädt zum Stöbern und Schmökern ein und ermöglicht es, Pflanzen einfach zu bestimmen. Von der Größe des Buches her passt es durchaus noch in einen Rucksack auf Wanderungen.

Cover des Buches Tiere in meinem Garten (ISBN: 9783258082554)
P

Rezension zu "Tiere in meinem Garten" von Bruno P. Kremer

Pflanzenfreund
Sehr empfehlenswertes Buch zu heimischen Tieren im Garten und was man selbst für sie tun kann

Der Rückseitentext dieses 2021 in 2. Auflage im HAUPT Verlag Bern erschienen Buches von Bruno P. Kremer und Klaus Richarz sagt schon viel über das schöne und informative Buch. Es ist eine Einladung zum Mitmachen, wildlebenden Tieren auch im eigenen Garten ein zu Hause zu bieten, was oft mit geringer Mühe gut erreichbar ist. Im fast 120-seitigen ersten Teil des Buches stellen die Autoren zahlreiche Möglichkeiten vor, wie man einen Hausgarten zu einem kleinen „Naturparadies“ entwickeln kann. Weg vom monotonen „Sportrasen“ und Thuja-Hecken hin zu reich gegliederten und mit verschiedenen Lebensraumelementen angereicherten Gärten. Dabei wird zunächst auf die Auswahl und Anordnung von Gehölzen in Hecken, Gehölzgruppen oder auch als Solitäre sowie Obstgehölze eingegangen und dabei in erster Linie auf heimische Arten gesetzt. Das ist sicher wichtig, aber ich finde, verschiedene nicht heimische Arten verdienen es, auch im Garten zur Bereicherung und Verschönerung beizutragen. Mich ärgert es immer wieder etwas, wenn in manchen Büchern „Exoten“ wie Rhododendren oder Koniferen nahezu verteufelt werden. Denn ein Garten soll nach meiner Meinung nicht nur „Ersatznatur“ sein, sondern möglichst auch über das ganze Jahr etwas mit Blüten oder Strukturen für's Auge bieten. Aber das lässt sich ja mit Augenmaß mit den Zielen der Autoren gut verbinden. So setzen die Autoren natürlich auch bei den im Anschluss behandelten Blütenpflanzen in erster Linie auf heimische Arten. Bei Kräuterbeeten lässt sich das freilich kaum umsetzen, denn die meisten, teils seit Jahrhunderten bei uns kultivierten Küchenkräuter entstammen nicht der heimischen Pflanzenwelt. Weitere Themen sind die Anlage artenreicher Blumenwiesen und -rasen und - recht ausführlich – von Trockenmauern, deren unverfugte Zwischenräume ein Dorado für zahlreiche Kleintiere und geeignete Polsterpflanzen und Sukkulenten sein können. In den Artenvorschlägen müssen die Autoren natürlich auch auf nichtheimische Pflanzenarten zurückgreifen, denn sonst würde es nicht wirklich bunt und vielfältig. Bei dem abschließenden Kapitel im ersten Teil des Buches zu Anlage und Bepflanzung von Gartenteichen fällt das leichter, viele heimische Arten einzubringen. Doch wer dazu in Gartenmärkten eine Auswahl sucht, wird leider zumeist eher auf nicht heimische Arten stoßen. Der 2. Teil des Buches beschäftigt sich mit den verschiedenen tierischen Bewohnern der Gärten, einzelnen Arten wie auch Artengruppen.  Bei den Insekten geben die Autoren zahlreiche Tipps sowohl zur Gestaltung künstlicher Lebensstätten als auch kleiner naturnaher Refugien. Die in Baumärkten oft teuer angebotenen Mini-Insektenhotels“ erfüllen diesen Zweck kaum, viel besser ist es, selbst geeignete Hilfen zu schaffen. Seien dies aufgestapeltes Holz oder Natur- oder auch Ziegelsteine. Im Folgenden werden die „Top Twelve“ der heimischen Wildpflanzen sowie auch weiterer Gartenpflanzen für Schmetterlinge vorgestellt. Stets ist darauf zu achten, dass es sich nicht nur um „bunte Blumen“ handeln muss, sondern auch um solche, die den Faltern wie auch anderen Insekten auch entsprechenden Nektar bieten. Gefülltblütige Sorten sind dabei fast ausschließlich völlig ungeeignet, dürfen aber meiner Meinung nach dennoch das Ensemble „für's Auge“ ergänzen. Dem folgen Kapitel zur Errichtung von „Lebenshilfen“ für Amphibien, für die eben nicht nur ein richtig angelegter Gartenteich gehört, sondern auch passende Übersommerungs- wie Überwinterungsstrukturen. Ähnliches gilt für Reptilienarten, von denen Zauneidechsen und Blindschleichen am ehesten von alleine zuwandern, für Ringelnattern bedarf es schon der Nähe geeigneter feuchtlebensräume in der Umgebung. Aber alte Holz- oder Reißighaufen, gern gemischt mit lesesteinen werden auch von diesen dankend als Unterschlupf angenommen.
Ausführlich fällt verständlicherweise das Kapitel zu den Vögeln aus, sind sie doch die mobilsten und nicht selten die vielfältigste Artengruppe in Gärten. Dabei werden geeignete natürliche Strukturen wie Bäume und Sträucher sowie Nisthilfen unterschiedlichster Art an Bäumen oder auch an Gebäuden vorgestellt. Desgleichen geschieht das beim Kapitel zu Fledermäusen, für die man mit einfachen Mitteln recht viel selbst tun kann, wenn man nicht jede Fuge an Haus oder Dach sorgfältig versperrt. Auch geeignete Kleinhabitate für andere Kleinsäuger wie Igel, Spitzmäuse, Bilche und weitere Arten werden vorgestellt. Im Anhang kann man in einer Liste etwas mehr als 30 Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von Gärten selbst durch ankreuzen bewerten, wie es um den eigenen Garten steht. In 5 Klassen wird die unterschiedliche Wertigkeit erläutert. Ein Literaturverzeichnis zum „Weiterlesen“, ein sauber dargestellter Bildnachweis und ein Register runden das sehr gute Buch ab.

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