Bruno Preisendörfer

 3.6 Sterne bei 40 Bewertungen

Lebenslauf von Bruno Preisendörfer

Bruno Preisendörfer ist freischaffender Publizist und Schriftsteller mit eigener Internetzeitschrift (www.fackelkopf.de). Seine Reisen in die deutsche Geschichte sind große Bucherfolge.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bruno Preisendörfer

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Cover des Buches Als unser Deutsch erfunden wurde (ISBN: 9783462050677)

Als unser Deutsch erfunden wurde

 (10)
Erschienen am 09.11.2017
Cover des Buches Als Deutschland noch nicht Deutschland war (ISBN: 9783462049572)

Als Deutschland noch nicht Deutschland war

 (9)
Erschienen am 09.03.2017
Cover des Buches Die letzte Zigarette (ISBN: 9783442464098)

Die letzte Zigarette

 (5)
Erschienen am 11.08.2008
Cover des Buches Die Vergeltung (ISBN: 9783935890441)

Die Vergeltung

 (3)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Das Bildungsprivileg (ISBN: 9783943889673)

Das Bildungsprivileg

 (3)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Hat Gott noch eine Zukunft? (ISBN: 9783777622866)

Hat Gott noch eine Zukunft?

 (1)
Erschienen am 17.04.2013
Cover des Buches Der waghalsige Reisende (ISBN: 9783869710600)

Der waghalsige Reisende

 (1)
Erschienen am 08.11.2012
Cover des Buches Als die Musik in Deutschland spielte (ISBN: 9783869711904)

Als die Musik in Deutschland spielte

 (1)
Erschienen am 12.09.2019

Neue Rezensionen zu Bruno Preisendörfer

Neu

Rezension zu "Als die Musik in Deutschland spielte" von Bruno Preisendörfer

Deutschland zur Barockzeit - große Namen der klassischen Musik
Feoragvor 9 Monaten

Es geht nicht nur um die Musik des Barock, aber der Autor kommt immer wieder auf Bach, Händel & Co. zurück. Das Buch ist eine Reise durch die Alltagswelt des 17./18. Jahrhunderts. Sehr detailliert und gut recherchiert. Preisendörfer zitiert auch immer wieder aus Originaltexten, was das Ganze sehr authentisch macht, aber auch den Lesefluss etwas hemmt. Ich empfand das Buch als nicht ganz einfach zu lesen und würde es in die eher anspruchsvolle Literatur einordnen.

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Rezension zu "Als Deutschland noch nicht Deutschland war" von Bruno Preisendörfer

Damals, gleich nach dem alten Fritz...
Buecherfreundinimnordenvor 2 Jahren

Bisher hatte ich es schwer, verlässliche Informationen über das späte 18. und das frühe 19. Jahrhundert zu finden. Sicher, es gibt einiges über die großen Kriege, wichtige Erfindungen und Entdeckungen. Das Alltagsleben der Menschen allerdings spielte dabei kaum eine Rolle. Wer sich dafür interessiert, ist mit diesem Buch gut bedient. Der Autor hat zahlreiche Quellen ausgewertet und zeichnet ein ausführliches Bild der Goethezeit: Reisen sind noch eine Qual, um die Bildung der meisten Mitbürger steht es nicht allzu gut und von geregelter medizisvher Versorgung keine Spur. Ohne Sozialkitsch schildert der Autor Begebenheiten, die mir zumindest überwiegend unbekannt waren. Ich bin mit seiner Hilfe gerne zur Zeitreisenden geworden und empfehle das Buch für alle, die lebendige Geschichtsstunden mögen.

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M

Rezension zu "Als unser Deutsch erfunden wurde" von Bruno Preisendörfer

Die innere Herausbildung einer Nation
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Die innere Herausbildung einer Nation

Martin Luther hat die deutsche Sprache, den Wortschatz, die Grammatik, nicht erfunden. Deutsch wurde schon gesprochen, im Alltag benutzt. Mit vielen Dialekten und eher für praktische Zwecke wie den Handel oder Bestellungen eingesetzt. Mal auch für die ein oder andere Erklärung.

Doch die Sprache auch auf oberer Ebene „dem Vlk“ zur Hand zu geben, die Bibel auf Deutsch zu übersetzen, poetisch, heute leicht gedrechselt klingend, das ist nicht nur das wesentliche Element der Herausbildung des Protestantismus, das ist auch eine immense Freiheit für den einzelnen Bürger oder Mitbewohner, der nun „heilige Wahrheiten“ in seiner eigenen Sprache hören kann, mithin sich selbst ein Bild machen kann, von Inhalt und Bedeutung.

Machtwissen, dass über Jahrhundert allein bei den Herrschenden und hier im speziellen bei der katholischen Kirche lag. Machtwissen, mit dem man Angst machen konnte.

In Verbindung mit dem Buchdruck war es fast von heute auf morgen plötzlich möglich, Gedanken zu verbreiten und dies in jener Sprache, die „das Volk“ verstand. Grundvoraussetzung für die Bildung einer allgemeinen, inneren Identität. Und nichts Anderes geschah zur damaligen Zeit und gilt heute als anerkannt im Blick auf das Werden einer Nation. Über die gemeinsame Sprache.

Profund und breit nimmt Preisendörfer in seinem neuen Buch den Lehrer mit und mitten hinein in diese Zeit, wobei er sich beileibe nicht nur über grammatikalische Spitzfindigkeiten auslässt. Im Gegenteil, praktisch wird es, dass Leben der damaligen Zeit in Burg und Stadt, vom Handwerk bis zu den Bauern, von der Häuslichkeit über den tiefen, angstvollen Glauben an die Strafen der Hölle. Selbst die gängige Kleidung, der Umgang und das Verständnis des eigenen Leibes (der „Hülle“) werden penibel in einzelnen Kapiteln betrachtet und sehr bildreich und vielfältig vor Augen gelegt.

Dass da das „Alter“ mitsamt dem „Altenteil“ und die entscheidenden Fragen von Tod und Auferstehung nicht fehlen dürfen, ist selbstverständlich.

Die Sprache und ihre „Ausbreitung“ und Nutzung legt Preisendöfer dabei wie eine große Klammer um all die einzelnen Lebensbereiche und verweist so auch auf wichtige sprachliche Entwicklungen jener „Zeitenwende“, die den Keim für die deutsche Nation gesetzt hat.

Gerade diese Verbindung hinein in das Alltägliche, in Dürers Atelier, in Luthers Pfarrhaus, in Arbeitsstätten hinein bis hin zum (ganz praktischen) Raubrittertum, es wird mehr und mehr deutsch gesprochen und es wird der Alltag der Menschen plastisch und konkret erlebbar. Was den Ausführungen viel „Fleisch“ an den Knochen bringt und den Leser durchgehend hoch informiert zurücklässt.

Vom alltäglichen Überlebenskampf über bildreiche Darstellungen hygienischer „Un-Zustände“ (bis hin zum Ausbruch der Pest) bildet dieses Buch eine überaus realistische Darstellung des „wahren Lebens“ ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Eine sehr zu empfehlende, sehr fundierte, sehr informative Lektüre.

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