Bruno Preisendörfer Als unser Deutsch erfunden wurde

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Als unser Deutsch erfunden wurde“ von Bruno Preisendörfer

Vom Alltag in der Lutherzeit. Bruno Preisendörfer schaut Luther und seinen Zeitgenossen über die Schulter, wir erleben ihr öffentliches Wirken, aber auch ihren Alltag. Mit Götz von Berlichingen überfallen wir Nürnberger Kaufleute und werden selbst von Nürnbergern belagert. Albrecht Dürer lernen wir beim Malen kennen, Hans Sachs beim Versemachen und Luthers Frau Katharina bei der Haushaltsführung – bis wir mit ihr vor der Pest aus Wittenberg fliehen. Wir erleben, wie mühsam die Alltagsverrichtungen sind, vom Zubereiten der Mahlzeiten bis zum Beschaffen der Kleidung. Wir reihen uns in Landsknechtshaufen ein, proben mit fränkischen und thüringischen Bauern den Aufstand, lauschen brav den Predigern und fürchten uns vor dem Jüngsten Gericht.'Handfester, reicher, kundiger kann ein Buch kaum sein. Es liest sich wie ein historischer Atlas, in dem jeder Ort lebt, egal wo man aufschlägt.' Die Zeit

Stöbern in Sachbuch

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Wundervoll als Geschenk für Freunde oder sich selbst

Gwennilein

Das Café der Existenzialisten

Eine fesselnde Abhandlung über das philosophische Schaffen im 20. Jhd. perfekt eingebettet im historischen Kontext. Eine Bereicherung!

cherisimo

Hygge! Das neue Wohnglück

Zuhause einfach glücklich sein: das Buch bietet mehr als Einrichtungstipps, es vermittelt das Hygge-Gefühl in Wort & Bild...

Kamima

Sex Story

Witziges und informatives Comicbuch, welches die sexuelle Entwicklung der Menschheit nachzeichnet.

Jazebel

Gehen, um zu bleiben

Ein wirklich tolles Buch, das mir das ein oder andere Reiseziel echt schmackhaft gemacht hat. Hat mir sehr gefallen :)

missricki

Gemüseliebe

Tolle neue Ideen für vegetarische Gerichte, die einfach und für jedermann nachkochbar sind.

niknak

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wertvolles Nachschlagewerk

    Gesichter und Geschichten der Reformation

    mabuerele

    Das Buch enthält 366 Lebensbilder beginnend mit Nino, der den Georgien das Evangelium verkündete, und endend mit Hans Peter Royer, Mitarbeiter im Tauernhof Schladming. Damit deckt das Buch fast 2000 Jahre christlicher Geschichte ab. Eines ist allen, deren Leben erzählt wird, gemeinsam. Es geht ihnen um ein Leben mit Christus auch gegen Widerstände und häufig um eine Erneuerung des Glaubens. Die Auswahl war sicher nicht einfach. Jedem Leser wird bestimmt irgendeine Person fehlen. Trotzdem bietet das Buch eine umfassenden Überblick über Entwicklungen im kirchlichen Leben. Natürlich nimmt einen gewissen Rahmen die Zeit der Reformation ein. Luther, Calvin, Melanchthon sind genauso im Buch vertreten wie Jan Hus und Zwingli. Einen weiteren Rahmen bieten die freien evangelischen Gemeinden. Die Gründer der Quäker, Vertreter des Pietismus, führende Mitglieder der Täufer finden sich im Buch. Was wäre Glaube ohne Musik und Kunst. Neben Bach werden weitere Musiker vorgestellt. Die Dichter bekannter Kirchenlieder gehören ebenso dazu wie Maler. Bibelübersetzer in viele Sprachen der Welt lerne ich kennen. In der Zeit der Erweckungsbewegung gehen Missionare in alle Welt. Persönlichkeiten aus England, Deutschland, der Schweiz wurden aufgenommen, um nur eine kleine Auswahl von Ländern zu nennen. Pioniere der „Untergrund-Eisenbahn“ zur Sklavenbefreiung, die aus christlicher Überzeugung gehandelt haben sowie die Gründer von Heilsarmee und Diakone werden mir vorgestellt. Für das 20. Jahrhundert wurden Vertreter der Bekennenden Kirche aufgenommen. In jedem Jahrhundert aber gab es Missionare, die fremden Völkern mit dem Evangelium dienten. Viele Lebensbilder von Frauen gehören zur Sammlung dazu. Der Aufbau ist immer gleich gestaltet. Jeder Persönlichkeit ist eine Doppelseite gewidmet. Links oben stehen in einem grauen Kästchen die Lebensdaten, daneben fett hervorgehoben den Name. Dann folgt ein Zitat in kursiv, dass entweder von der Person stammt oder eines ihrer Lebensmottos widerspiegelt. Knapp zwei Seiten Text beinhalten wichtige Stationen des Lebenslaufs unter Schwerpunktsetzung auf christliche Taten. Eingebunden kann durchaus ein persönliches Zitat sein. So wird bei den Dichtern der eine oder andere Vers angeführt. Am Ende findet sich ein Foto. Der erste Buchstabe des Textes ist zeichnerisch gestaltet und erstreckt sich über die ersten sechs Zeilen. Der Schrift ist leicht lesbar und allgemeinverständlich. Wenn man es nicht weiß, fällt kaum auf, dass die Lebensbilder von 125 verschiedenen Autorinnen und Autoren sind. Ein alphabetisches Verzeichnis der vorgestellten Persönlichkeiten mit zugeordnetem Autor und ein Autorenverzeichnis ergänzen das Buch. Das Buch ist sicher weniger dazu gedacht, es von vorn bis hinten durchzulesen, wie ich es gemacht habe, sondern es ist eher als Nachschlagewerk zu benutzen. Der Leser wird neben bekannten Personen viele neue kennenlernen. Das schlichte Cover in Rot und Braun mit dem Wort Reformation weckt Interesse. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Vielfalt des Inhalts hat mich positiv überrascht.

    Mehr
    • 5
  • Luther und Melanchthon

    Die Feuerschreiber

    mabuerele

    „...Sein Naturell war auf Ausgleich bedacht, und er hätte gern all Parteien zusammengebracht, so dass sie gemeinsam zum Wohle aller wirken konnten...“ Wir schreiben das Jahr 1517. In Tübingen erfährt Philipp Melanchthon vom Thesenanschlag Luthers. Im Jahre 1518 wird Melanchthon an die Universität nach Wittenberg berufen. In dem Moment beginnt die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Männer. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen. Viele Stellen zeugen von der exakten Analyse der Zeitverhältnisse. So werden auch Personen erwähnt, die die Lebenswege von Luther und Melanchthon nur marginal tangierten, erwähnt, wenn sie im Rahmen der Reformation eine Rolle spielten. Die beiden Protagonisten werden gut charakterisiert. Da ist Luther, der ein begnadeter Redner ist, und durch seine Stimmgewalt auffällt. Sein cholerisches Temperament macht ihn nicht unbedingt zu einem einfachen Partner. Melanchthon dagegen ist ganz Wissenschaftler. Sein Handwerkszeug ist die Feder. Während seiner Arbeit kann er alles um sich vergessen. Stets ist er auf Ausgleich bedacht, kritisiert aber natürlich falsche Entwicklungen. Dabei sieht er vieles differenzierter als Luther. Obiges Zitat beschreibt ihn sehr gut. Der Schriftstil des Buches ist abwechslungsreich. Es gibt Teile, die eher informativen Charakter tragen. So gewährt mir die Autorin einen ausreichenden Einblick in Melanchthons Kindheit und Jugend. Andere Stellen sind der genauen Darstellung der Bibelübersetzung gewidmet. Dabei wird deutlich, dass das Ringen um das rechte Wort harte Arbeit war. Genügend Raum gibt es für das Privatleben, insbesondere von Melanchthon. Er entpuppt sich als liebevoller Vater, der trotz seiner Arbeit als Professor Zeit für die Kinder hat. Sehr viel Platz nimmt Melanchthons Einstellung zum Thema Bildung ein. Hier fallen Sätze, die man sich gut merken sollte, weil sie auch für unsere Zeit nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Auch abweichende Meinungen zu Luthers und Melanchthons Lehre finden Platz, so die Ansichten von Zwingli, aber auch von Müntzer oder den Wiedertäufern. Neben Luther und Melanchthon gibt es einen weiteren Protagonisten, der der Phantasie der Autorin entsprungen ist. Jörg ist ein Freund und Begleiter Melanchthons, stammt aber aus einer völlig anderen Bevölkerungsschicht. Seine Einführung ermöglicht es der Autorin, mir als Leser Einblicke in das Denken und Handeln der ärmeren und wenig gebildeten Teile der Bevölkerung zu gewähren. Gut ausgearbeitete Dialoge sorgen für zusätzliche Tiefe in der Handlung. Dabei meine ich nicht nur die Gespräche der Protagonisten, sondern denke auch an die Auseinandersetzung mit Eck. Oft wird diese Möglichkeit genutzt, um unterschiedliche Ansichten zu Bibelaussagen gegenüberzustellen. Die weltweiten historischen Gegebenheiten werden in genügenden Maße berücksichtigt und in die Handlung integriert. Ein Personenregister, eine Literaturliste und ein Glossar vervollständigen das Buch. Das Cover wirkt edel.Der rote Streifen mit dem Titel trennt Tinte und Feder im oberen Teil von den lodernden Flammen im unteren. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Im Gegensatz zu anderen Büchern über die Reformation erhält hier Melanchthon ein Gesicht. Sein Anteil an der neuen Lehre wird deutlich herausgearbeitet. Gleichzeitig werden wichtige Unterschiede zwischen beiden Männern verdeutlicht.

    Mehr
    • 8
  • Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Besteller aller Zeiten, Martin Luther

    Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Bestseller aller Zeiten, Martin Luther

    Tigerbaer

    Mit „Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Besteller aller Zeiten, Martin Luther“ widmen sich Christian Nürnberger und Petra Gerster dem Begründer der Reformation, die sich 2017 zum 500. Mal jähren wird. Der etwas sperrige Titel sagt eigentlich schon alles über den Buchinhalt aus und hat mich auch auf das Buch aufmerksam gemacht. Zwar waren mir Martin Luther und seine 95 Thesen mit ihren Folgen auf die weltgeschichtliche Entwicklung durchaus ein Begriff aus dem Geschichtsunterricht der Schule und die groben Eckdaten bekannt, aber so im Detail habe ich mich mit dem Thema dann doch nicht auseinander gesetzt. Das vorliegende Werk bietet mit seinen etwas 200 Seiten einen knappen aber doch umfassenden Überblick über Martin Luther, sein Leben und die wichtigsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Reformation. Die Autoren haben sich bemüht das nicht ganz unkomplexe Thema verständlich und auch sprachlich ein wenig „locker“ zu vermitteln. Das ist überwiegend gut gelungen, aber manches muss auch ich mir nochmal im historischen Kontext genauer anschauen. Gut gefallen mir zum Ende des Buches die Bezüge, die zur heutigen Zeit gezogen werden und aufzeigen, dass die Reformation im Kern immer noch wirkt und es gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist, über gesteckte Grenzen hinweg zu sehen und zu gehen. Es gibt eine Altersempfehlung ab 13 Jahren, die mich etwas zwiespältig zurücklässt, ob diese Altersgruppe wirklich schon alles an diesem komplexen Thema erfassen kann. Aber gemeinsam mit den Eltern oder anderen hilfreich zur Seite stehenden Erwachsenen liest es sich sicher und bietet vielleicht auch Anlass für die ein oder andere Diskussion ;-)

    Mehr
    • 7
  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

    Mehr
    • 779

    Floh

    29. July 2016 um 06:50
  • Die innere Herausbildung einer Nation

    Als unser Deutsch erfunden wurde

    michael_lehmann-pape

    04. July 2016 um 16:11

    Die innere Herausbildung einer NationMartin Luther hat die deutsche Sprache, den Wortschatz, die Grammatik, nicht erfunden. Deutsch wurde schon gesprochen, im Alltag benutzt. Mit vielen Dialekten und eher für praktische Zwecke wie den Handel oder Bestellungen eingesetzt. Mal auch für die ein oder andere Erklärung.Doch die Sprache auch auf oberer Ebene „dem Vlk“ zur Hand zu geben, die Bibel auf Deutsch zu übersetzen, poetisch, heute leicht gedrechselt klingend, das ist nicht nur das wesentliche Element der Herausbildung des Protestantismus, das ist auch eine immense Freiheit für den einzelnen Bürger oder Mitbewohner, der nun „heilige Wahrheiten“ in seiner eigenen Sprache hören kann, mithin sich selbst ein Bild machen kann, von Inhalt und Bedeutung.Machtwissen, dass über Jahrhundert allein bei den Herrschenden und hier im speziellen bei der katholischen Kirche lag. Machtwissen, mit dem man Angst machen konnte. In Verbindung mit dem Buchdruck war es fast von heute auf morgen plötzlich möglich, Gedanken zu verbreiten und dies in jener Sprache, die „das Volk“ verstand. Grundvoraussetzung für die Bildung einer allgemeinen, inneren Identität. Und nichts Anderes geschah zur damaligen Zeit und gilt heute als anerkannt im Blick auf das Werden einer Nation. Über die gemeinsame Sprache.Profund und breit nimmt Preisendörfer in seinem neuen Buch den Lehrer mit und mitten hinein in diese Zeit, wobei er sich beileibe nicht nur über grammatikalische Spitzfindigkeiten auslässt. Im Gegenteil, praktisch wird es, dass Leben der damaligen Zeit in Burg und Stadt, vom Handwerk bis zu den Bauern, von der Häuslichkeit über den tiefen, angstvollen Glauben an die Strafen der Hölle. Selbst die gängige Kleidung, der Umgang und das Verständnis des eigenen Leibes (der „Hülle“) werden penibel in einzelnen Kapiteln betrachtet und sehr bildreich und vielfältig vor Augen gelegt.Dass da das „Alter“ mitsamt dem „Altenteil“ und die entscheidenden Fragen von Tod und Auferstehung nicht fehlen dürfen, ist selbstverständlich.Die Sprache und ihre „Ausbreitung“ und Nutzung legt Preisendöfer dabei wie eine große Klammer um all die einzelnen Lebensbereiche und verweist so auch auf wichtige sprachliche Entwicklungen jener „Zeitenwende“, die den Keim für die deutsche Nation gesetzt hat.Gerade diese Verbindung hinein in das Alltägliche, in Dürers Atelier, in Luthers Pfarrhaus, in Arbeitsstätten hinein bis hin zum (ganz praktischen) Raubrittertum, es wird mehr und mehr deutsch gesprochen und es wird der Alltag der Menschen plastisch und konkret erlebbar. Was den Ausführungen viel „Fleisch“ an den Knochen bringt und den Leser durchgehend hoch informiert zurücklässt.Vom alltäglichen Überlebenskampf über bildreiche Darstellungen hygienischer „Un-Zustände“ (bis hin zum Ausbruch der Pest) bildet dieses Buch eine überaus realistische Darstellung des „wahren Lebens“ ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.Eine sehr zu empfehlende, sehr fundierte, sehr informative Lektüre.

    Mehr
  • Martin Luther in einem historischen Roman? Das gefällt mir!

    Luther und der Pesttote

    PMelittaM

     Wittenberg 1517: Als die Buchdruckertochter Almuth Gronenberg erfährt, dass ihr Verlobter Tamme Redecker an der Pest gestorben sein soll, kann sei es nicht glauben und versucht verzweifelt, das Gegenteil zu beweisen.Dr. Martin Luther ärgert sich immer mehr über den Ablasshandel, doch es ist nicht einfach, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nicht so einfach sein kann, seine Sünden los zu werden. Für diejenigen, die vom Ablasshandel profitieren, wird er zum gefährlichen Gegner.Ein historischer Roman mit Martin Luther, der noch dazu am Anfang seiner „Karriere“ als Reformator steht, das hat mich sofort angesprochen und so war ich sehr neugierig auf den Roman. Dazu noch ein Kriminalfall, der sogar, wie man im Nachwort erfährt, auf einem tatsächlichen Todesfall, allerdings aus dem Jahr 1535, basiert, für mich schien das die perfekte Lektüre zu sein. So ganz konnte mich der Roman dann aber nicht überzeugen. Zum Einen liegt das daran, dass ich mir mehr vom Kriminalfall versprochen hatte, vor allem an Luthers Beteiligung an der Aufklärung, die der Klappentext zu implizieren scheint. Luther hat allerdings an der Auflösung nur eine marginale Beteiligung, überhaupt ist es kein Kriminalfall, an dem es viel zu rätseln gibt, denn der Leser weiß sehr früh recht viel und der Rest ist ihm auch schnell klar, ähnlich geht es Almuth, die Frage ist viel eher, wie man den Übeltäter überführen kann. Das ist ein bisschen schade, drückt auch die Spannung, letztlich ist die Geschichte aber trotzdem gut zu lesen.Der zweite, und mit dem Kriminalfall nur durch Martin Luther verbundene, Erzählstrang ist interessanter, denn hier geht es um die Entstehung der bekannten Thesen des Reformators. Interessant ist es auch deshalb, weil Luther hier eben noch nicht der Reformator ist, sondern als Augustinermönch noch gänzlich in die katholische Kirche eingebunden. Der Autorin gelingt es gut, darzustellen, wie aus dem Mönch der Reformator werden konnte, inklusive einer anderen Interpretation des Thesenanschlags an die Kirchentür als man sie gemeinhin kennt. Luther wird auch als Mensch gut greifbar.Ich glaube, mir hätte ein Roman, der ganz auf Martin Luther bezogen gewesen wäre, besser gefallen. Vielleicht hätte man ihm auch im Kriminalfall eine deutlichere Rolle zuweisen sollen, so jedenfalls erschienen mir die beiden Erzählstränge zu wenig verknüpft zu sein. Mag sein, dass es viel an meiner Erwartungshaltung lag, dass ich nach der Lektüre ein wenig enttäuscht war. Gefallen hat mir jedoch der historische Überbau, man hat Einiges erfahren, z. B. über den Lehrbetrieb an der Universität zu Wittenberg, das Buchdrucken, den Ablasshandel und über das Wittenberg jener Zeit. Auch das Bonusmaterial ist ansprechend, es gibt ein Personenregister, in dem die historischen Persönlichkeiten kenntlich gemacht wurden, und ein Nachwort, in dem die Autorin auf den Thesenanschlag und den bereits erwähnten historischen Todesfall eingeht.Auch wenn mich der Roman nicht ganz überzeugen konnte, habe ich ihn gerne gelesen, so dass ich eine Leseempfehlung vergebe sowie gute 4 Sterne.

    Mehr
    • 10
  • Mit ein bisschen Romancharakter wäre dieses geballte Kompendium ein Sensationsbuch geworden!

    Als unser Deutsch erfunden wurde

    Floh

    07. June 2016 um 09:43

    Ein historisch geballter und thematisch hoch interessanter Geschichtsband zur Lutherzeit. Enthüllend, lehrreich, renommiert und sachlich authentisch geschildert. Eine bildende Lektüre aus der Feder des passionierten und ambitionierten Autors Bruno Preisendörfer. In "Als unser Deutsch erfunden wurde" bietet der Autor eine faktenreiche, ehrliche, authentische, bildhafte, brillierende und gut recherchierte Zeitreise in die Epoche des späten 15 Jahrhunderts und des frühreren 16. Jahrhundert an. Eine Reise in die Lutherzeit unter Ketzern, Kirchgängern, Pionieren, Weltentdeckern, Meilensteinen, Genies und Bauwerken, sowie Erfindungen, Thesen und Gelübden. Hier hat der Autor, wie der Titel bereits erahnen lässt, einen Verriss seiner Zeit geboten, eine Zeit des Buchdrucks, der Sprachkunst und der Artikulation. Hier werden Federn geschwungen, Blöcke gesetzt und mit Tintenfässern geworfen. Nicht nur auf der legendären Wartburg… Die historischen, kulturellen, bahnbrechenden, überlieferten, belegten und wirtschaftlichen Fakten und Erzählungen zu einem fundierten und ausgesprochen stimmig recherchierten Kompendium verarbeitet und bietet interessante und faktenreiche Lektüre für neugierige und wissenshungrige Leser, die Anspruch mögen und nicht so sehr auf romanartige und schmachtende Romanzen oder Rahmenhandlungen stehen. Dieses historische Wissenswerk liegt schwer im Gewicht, aber es lohnt sich, so ein Buch zu besitzen und diese Zeitreise zu unternehmen. Erschienen im Galiani Berlin Verlag (http://www.galiani.de/)Historischer Hintergrund:Wir befinden uns im späten 15. Jahrhundert und den Anfängen des frühen 16. Jahrhunderts. Zu Luthers Zeiten, aber nicht nur an seinen Orten und Wirkungsfeldern, sondern nahezu weltweit. Ein historisch ausgeprägtes Werk zu Zeiten der Entdeckung Amerikas, der Astrologie, der Glaubensfragen, der Kriege, der Ketzerei, der Ächtung und des Schafotts. Hansekontoren, Flugger, Handel und Hansestädte, der Kaufmannschaft, der Piraterie, Räuberei und Plünderei. Diese historische Geschichte vereint fundierte und belegbare Fakten mit einer sagenhaften Recherche, ausgefeilter Kulisse und grenzenloser Atmosphäre, die das Bindeglied zwischen all den historischen Ereignissen und Personen bildet. Wir erleben das harte damalige Leben, wir erfahren über alte Handwerksberufe, Zunft, Gewerbe und Gilde. Kirche, Königshäuser, Hochstapler, Pioniere und Intrigen. Das Ansehen der Frauen, der Wert der Ehe, hiesige Sitten und Gesellschaftsformen. Meilensteine der Historie und bildende Literaturverweise, Quellen und Links. Alles was sich zu Zeiten Luthers zugetragen hat, was sein Wirken bewirkt hat und von dem wir auch auf unsere heutige Gesellschaft noch Rückschlüsse erzielen können. Wir erfahren von Leben und Tod, von politischen Auseinandersetzungen, Eroberungen und dem Handelskontor. Es geht nach Spanien, ins Türkenland, nach Amerika, Niederlande, Deutsche Reiche, Frankreich und dem Orient. Ein Buch, was den neugierigen Leser mit allerhand Wissen befriedigt, aber leider keine romanartige Handlung zeigt. Inhalt / Klapptext:„Mit Luther auf die Wartburg und mit Berlichingen auf Raubzug …Der Autor des Spiegelbestsellers Als Deutschland noch nicht Deutschland war legt nach: Eine Zeitreise in Luthers DeutschlandMartin Luther lag erst ein gutes Jahr in der Wittenberger Schlosskirche im Sarg, als im Frühling 1547 von den Türmen seiner alten Predigtkirche, der Stadtkirche St. Marien, die Aufbauten von den Türmen genommen wurden. Auf die freigemachten Plattformen sollten Kanonen gehievt werden, mit denen man die Landsknechte Karls V. vom Sturm auf die Stadt abhalten wollte. Letztendlich wurde die Stadt friedlich übergeben; Wittenberg wurde nicht geplündert. Luthers Leichnam wurde nicht aus dem Grab geholt und verbrannt, um noch posthum die Reichsacht an ihm zu vollstrecken – obwohl es Stimmen gab, die dies forderten. Die Türme bekamen neue Spitzhelme – und erst ein halbes Jahrtausend später (bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1910) fand man eine von Philipp Melanchthon handschriftlich verfasste Chronik der Zeit – einer Zeit, die bewegter, aber (für Deutschland) auch zukunftsformender kaum hätte sein können.Bruno Preisendörfer schaut Luther und vielen seiner Zeitgenossen über die Schulter, wir erleben ihr öffentliches Wirken, aber auch ihren Alltag. Mit Götz von Berlichingen überfallen wir Nürnberger Kaufleute und werden selbst von Nürnbergern belagert. Wir sehen den Fuggern in ihrem Augsburger Kontor auf die Finger und machen uns mit den Welsern bei der Ausbeutung Venezuelas die Hände schmutzig. Albrecht Dürer lernen wir beim Malen kennen, Hans Sachs beim Versemachen und Luthers Frau Katharina bei der Haushaltsführung – bis wir mit ihr vor der Pest aus Wittenberg fliehen. Wir erleben, wie mühsam die Alltagsverrichtungen sind, vom Zubereiten der Mahlzeiten bis zum Beschaffen der Kleidung. Wir reihen uns in Landsknechte-Haufen ein, proben mit fränkischen und thüringischen Bauern den Aufstand, lauschen brav den Predigern und fürchten uns vor dem Jüngsten Gericht.“Erzählweise/Schreibstil:Der Autor Bruno Preisendörfer schafft es, durch penible Recherche einer Vielzahl von geschichtlichen Details die Welt des späten Mittelalters und des Handels, der Kirche, der Gesellschaft und bahnbrechenden Meilensteinen vor uns Lesern wieder auferstehen zu lassen. Preisendörfer geizt nicht mit seinem Wissen, er nutzt das schriftstellerische Werkzeug und behält die alte Deutsche Sprache in seinen Zitaten und Verweisen bei. Er erklärt in endlos langen und geballten Sätzen, dass, was der Leser zu erfahren wünscht. Dabei vermittelt er das Wissen so geschickt, dass der Leser niemals den Eindruck hat, Wissen vermittelt zu bekommen, sondern einfach nur in den Genuss flüssiger Aneinanderreihungen und Themenschwerpunkte gepaart mit einer gestützten Basis von Quellen und Fundamenten geboten zu bekommen. Die Informationen werden zwar sachlich und klar, wenig subtil und spielerisch dargeboten, wirken aber keinesfalls trocken oder spröde. Eher ist es so als würde man Geschichtsunterricht deutlich und in verständlichen und zeitgemäßen Worten vermittelt bekommen. Ein gehobener Schulbesuch zwischen zwei Buchdeckeln, ein Studium, eine Weiterbildung. Eine Expertise. Alles was sich zu dieser historischen Epoche zugetragen hat, wird anschaulich, erlebbar und greifbar geschildert und dem Leser erklärt und thematisiert. Der Autor zeigt sich mutig, indem er zahlreiche Fakten und Wissen in verschachtelte und ausgiebig ausgeschmückte Sätze bindet. Da muss man als Leser gute Konzentration und Muße, sowie Ruhe aufbringen, um diesem Studium und dieser Wortkunst zu folgen. Anspruchsvoll und lobenswert. Kein alltägliches Stilmittel für ein historisches Werk, was weit über das Grundwissen hinausreicht. Die Charaktere, und somit berühmte Männer und Frauen seiner Zeit, bleiben etwas distanziert, es fehlt der moralische Zeigefinger, aber dafür erhält der Leser eine große Menge an Wissen und fundierten Fakten wunderbar verpackt. Es passt. Die Leser können sich selbst ein Urteil über die Protagonisten und Thesen bilden, da der Autor dem Leser keine Vorlage gibt und sehr viel Freiraum für eigene Phantasie und Grundsatz lässt. Durch geschicktes Aneinanderreihen von Szenen bzw. Aussparen derselben ist der Leser verführt, ständig und unablässig weiterzulesen, um die Geschichte, die eigentlich keine Geschichte, oder kein Roman ist, zu einem Abschluss zu bringen.Sehr klug und sehr spannend! Einige Personen werden unvermutet eingeführt und in Zusammenhang gebracht. Ein paralleles Wirken dieser bekannten und historischen Personen und Menschen. Nicht immer ist deren Rolle gleich sichtbar, wird aber mit verblüffender Ausarbeitung zu einem Aha-Moment. Umsetzung und Informationsgehalt:Als unser Deutsch erfunden wurde! So lautet der Titel dieses noblen und geschichtlichen Sachbuches. Und diese Zeit wird aufgegriffen und auch in Bezug gesetzt. Sprachen Adam und Eva wirklich deutsch? Wie entwickelte sich der Sprachgebrauch? Welchen Wert hatte Latein? Was für einen Meilenstein bildet Luther und seine Übersetzungen der Bibel auf der Wartburg? Ein Buch so ertragreich und fundiert wie ein Besuch in einem historischen Museum über die Deutsche Geschichte, Sprache und das Jahrhundert, der Wirtschaft und Entwicklung. Pioniere, Objekte, Hintergründe, Meilensteine und Geschichten… Hier ist der Name des Buches Programm. Der Galiani Berlin Verlag hat mit dem Autor und Initiator Bruno Preisenhöfer des Buches einen sehr guten und gelehrten Wissenschaftler und Historiker, der all das Wissen und die Erkenntnisse für interessierte Leser bildhaft und fundiert zu Papier bringt. Dieses Buch ist überwältigend von der Qualität und Ausstattung und besonders überwältigend in der Reichweite des Wissens und der Sachkenntnis. Toll, grandios, empfehlenswert! Der Anhang und das Glossar sind ein Buch an sich und sehr hilfreich für eigene weitere Recherchen. Ich interessiere mich für Geschichte, Historie und Wissen zu Deutschen Entwicklungen und Ereignissen. Ich lese jedoch auch gerne historische Romane, und einen Romancharakter habe ich hier erwartet. Trugschluss, wer auf einen Roman hofft, der wird hier eher enttäuscht werden. Dieses Werk ist ein Sachbuch, eine Enzyklopädie, ein Kompendium. Durch seinen Pressetext und den vielen Lobeshymnen zu Preisendörfers Werk zur Goethe Zeit „ Als Deutschland noch nicht Deutschland war“ bin ich auf dieses geschichtliche Werk gestoßen, da mich die Epoche und das Wirken Luthers sehr interessiert. Das ist ein Themengebiet, wo ich gern Dokumentationen schaue, Museen besichtige oder Fachliteratur und Sachbücher gerne lese. Dieses Buch hat sofort mein Interesse geweckt. Allein dieses überwältigende Buch in den Händen zu halten bereichert mich als interessierte und buchverliebte Leserin sehr. Gewichtig, stark und mächtig. Der Inhalt des Buches steht dem ersten Eindruck vom Buch im Nichts nach. Sehr organisiert, strukturiert und verständlich bietet dieses Buch allerhand Wissen und chronologisches Material. Erstaunt war ich, dass sogar das Täuferreich um 1530 mit den drei Käfigen in Münster an der Lambertikirche erwähnt und thematisiert wurde. WOW, ein Buch wie ein Museum, jedoch ohne Rahmenhandlung und Geschichtenerzählung. Dieses Buch ist erklärend, besitzt ein interessantes Vorwort als Einleitung und überzeugt durch Chronologie und gezielter Struktur. Sehr durchdacht und absolut stimmig. Die Grafiken, Fotografien und Quellen zeugen von großem Interesse des Autors an seinen Aufführungen, Fußnoten und Literaturverweise, unterschiedliche Schriftarten und O-Ton. Das vermittelte Wissen geht weit über die übliche Kenntnis hinaus. Der Autor Bruno Preisendörfer versteht sein Fach, man merk ihm hier seine Kenntnis und Erfahrung an. Dennoch kann er all sein Hintergrund und Portfolio verständlich und bürgerlich vermitteln und wirkt dennoch intelligent und genial. Auch mein Mann hat sich einen ganzen Nachmittag mit diesem Werk befasst und konnte es gar nicht mehr aus den Händen legen. Wir haben viele Anreize für uns gefunden in gewissen Bereichen weiter nachzulesen und uns bestimmte Dinge und Orte anzusehen. Eine Bereicherung ist dieses Buch für Geist und inneres Auge! Kritikpunkt:Autor Bruno Preisendörfer bedient leider nur wenige Emotionen und glänzt eher mit Recherche und Fakt. Ich hätte mir gern mehr Details, Umschreibungen und Minenspiel gewünscht, mehr Lebendigkeit und Romancharakter. Eine Rahmenhandlung und eine Geschichte zur Geschichte. Gerade bei den sehr bewegenden und einprägsamen Momenten im Leben des Martin Luthers, hätte es mit den vielen Einflussgrößen ein wunderbarer historischer Roman werden können. So ist es ein wunderbares Sachbuch, mehr oder weniger eben nicht. Kurzmeinung:Ein sachliches und sogleich wunderbares Buch, das den interessierten Lesern das 15. Und 16. Jahrhundert fundiert veranschaulicht, mit Wissen und Informationswert glänzt, aber leider keine Handlung bietet und durch die dichte Fülle an Themen fast erschlagend und überrollend wirkt. Schwer lässt sich ein roter Faden erkennen, dafür aber stets bereicherndes Wissen und Hintergrund. Mir hätte Romancharakter hier sehr gut gefallen, denn ich denke, diesem Autor müsste es spielerisch gelingen, seine Informationen zu einer Handlung in Romanstil zu verwirklichen. Ein echter Glücksgriff und eine ehrliche Empfehlung für die Liebhaber von sachlich-historischen Gesamtwerken mit einer vielseitigen Themenauswahl zur Luther Zeit.Der Autor:„Bruno Preisendörfer ist freischaffender Publizist und Schriftsteller mit eigener Internetzeitschrift (fackelkopf.de). Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a bei Galiani Berlin: »Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben« (2012) und »Als unser Deutsch erfunden wurde. Reise in die Lutherzeit« (2016).“Fazit:Dieses Geschichts- oder Sachbuch ist eine wirkliche Bereicherung für interessierte Leser, Historiker, Wirtschafter, Kuratoren und Hobbyforscher, die sich mit den historischen Themen der deutschen Sprache, Gesellschaft, Dichter, Denker, Reformatoren und Personen. Sicherlich auch ein grandioses Geschenk mit Begeisterungsgarantie. WOW. Gerne vergebe ich 4 Sterne!

    Mehr
    • 5
  • "Eine feste Burg ist unser Gott" Martin Luther

    Martin Luther

    Bellis-Perennis

    2017 feiert die Evangelische Welt 500 Jahre Martin Luther. Anlass für einige Autoren Bücher über ihn zu schreiben und vermeintlich Neues oder auch nichts Neues unter die Leser zu bringen.Autor Ulrich Köpf ist emeritierter Professor für Religionsgeschichte an der Universität in Tübingen. Es weiß also worüber er schreibt. Er beginnt sein Buch mit der Frage: „Was wissen wir über Martin Luther und wer war er?“Der Autor geht die Biographie schon recht spannend an. Nämlich damit, dass Luthers Geburtsjahr eigentlich gar nicht exakt feststeht. Seine Mutter kann sich zwar an Tag und Uhrzeit seiner Geburt erinnern, nicht aber das Jahr. Standesämter und Kirchenbücher waren eben damals nicht Usus. Man hat über Rückschlüsse von Ereignissen und Briefen z. B. mit Philipp Melanchton dann das Geburtsahr mit 1483 angesetzt.Interessant ist, dass Luther als Wandler zwischen den Zeiten beschrieben wird. Er ist ja ein Kind des ausklingenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit.Dass Luther seine 95 Thesen ausgerechnet am 31. Oktober an die Schlosskirche zu Wittemberg anheftet, erklärt Köpf mit der damals üblichen Art und Weise wie alle Ankündigungen veröffentlicht wurden. Bis längstens 31.10. mussten sie ausgehängt werden.Egal ob ein Kommilitone eine Unterkunft  oder jemand seinen entlaufenen Hund suchte. Ohne moderne Kommunikationsmittel waren Veröffentlichungen nur so oder per Austrommler möglich.Ulrich Köpf zitiert einiges aus den zahlreichen Briefen Luthers, der zeitlebens ein Konglomerat aus Deutsch und Latein geschrieben (und vermutlich auch gesprochen) hat. Ein interessantes Detail für mich. Luthers Leben wird in 40 kurzen Kapiteln erzählt. So darf sein Eintritt ins Kloster ebenso wenig fehlen wie sein späterer Austritt. Die Heirat mit Katharina von Bora, einer ehemaligen Nonne, wird ebenso beleuchtet wie seine Bemühungen um die Reformation, seine Streitereien und seine Lehren.Später in seinem Leben wird Luther judenfeindliche Äußerungen machen.Daher fragt sich der Autor zum Schluss nochmals: „Wer war Martin Luther“.Fazit:Diese Biographie ist kurz, knapp und prägnant. Ihr fehlen die romantischen Schnörksel mancher Autoren – und das ist gut so. 

    Mehr
    • 8
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks