Bruno Preisendörfer Die Vergeltung

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Inhaltsangabe zu „Die Vergeltung“ von Bruno Preisendörfer

Vor dem Frankfurter Hauptbahnhof steigt ein Mann in ein Taxi. Während er sich auf den Beifahrersitz fallen lässt, drückt ihm die Waffe in seiner linken Jackentasche unangenehm auf die Brust. Leise sagt er dem Fahrer, wohin er will: zum Messegelände nach Düsseldorf. Der Fahrer pfeift durch die Zähne, so eine Fahrt ist zwischen 250 und 300 Euro wert. Er stellt den Zähler auf Null, meldet sich bei der Zentrale ab und fährt los. Die beiden haben Glück, es ist nur wenig Verkehr und sie kommen rasch aus der Stadt. Nach einigen Kilometern merkt der Fahrgast, dass er einen Fehler gemacht hat, als er vorn eingestiegen ist. Denn er will dem Mann, der vor zwanzig Jahren seine Frau ermordete, über den Rückspiegel in die Augen schauen, wenn er Vergeltung übt ... Nüchtern, präzise und mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt Bruno Preisendörfer eine menschliche Extremsituation. Darf man geschehenes Unrecht mit Unrecht vergelten? Wie kann man damit leben, das Leben eines anderen zerstört zu haben? »Die Vergeltung« ist ein mitreißend erzählter, eindringlicher Roman über die Abgründe des Lebens und unsere verzweifelten Versuche, ihnen zu entkommen.

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  • Rezension zu "Die Vergeltung" von Bruno Preisendörfer

    Die Vergeltung
    Marion

    Marion

    26. September 2009 um 08:27

    Darf man geschehenes Unrecht mit Unrecht vergelten? Ein Mann will den Mörder seiner Frau töten, der inzwischen als Taxifahrer arbeitet. Während der Taxifahrt entspannt sich ein Dialog, der die Fronten verschiebt. Auf der einen Seite der Täter, der noch längst nicht mit dem Fall abgeschlossen hat und sich fast eine Bestrafung wünscht und auf der anderen Seite der Witwer, der trotz seines festen Plans in einen seelischen Zwiespalt gerät und zwischen Rache und Vergebung schwankt.

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  • Rezension zu "Die Vergeltung" von Bruno Preisendörfer

    Die Vergeltung
    Coralita

    Coralita

    24. July 2009 um 15:50

    Bruno Preisendörfers Kriminalroman „Die Vergeltung“ handelt von Schuld und Rache – und von zwei Männern, die durch ein lange zurückliegendes, schicksalhaftes Ereignis in eine ungewöhnliche Freund-Feind-Beziehung verwickelt werden. Die Ausgangssituation des aus vier Teilen bestehenden Romans bildet eine etwas über zwei Stunden dauernde Taxifahrt, die am Frankfurter Hauptbahnhof beginnt und auf dem Düsseldorfer Messegelände ihr Ende finden soll. Im Wagen befinden sich Fahrer Sebastian Neubert und Fahrgast Michael Stein, beide um die 50 und durch eine quälende Erinnerung an dieselbe Frau verbunden, deren junges Leben vor über 20 Jahren bei einem Raubüberfall in ihrer eigenen Wohnung mit einem gezielten Schuss in die Lungen endete: Vanessa - 28 Jahre alt, mit einer vielversprechenden juristischen Karriere vor sich. Der Taxifahrer ist der Mörder, der Fahrgast der Witwer. Letzterer verfolgt nur noch ein Ziel in seinem Leben, nämlich Vergeltung an dem Mörder seiner Frau auszuüben, indem er diesem eine Kugel in den Kopf jagt. Alles ist bis ins kleinste Detail geplant: Michael würde Sebastian auf dem Messegelände erschießen und sich dann widerstandslos festnehmen lassen, sein Leben hat für ihn ohnehin keinen Sinn mehr. Über 20 Jahre lang hat er unablässig und hasserfüllt auf diesen Tag gewartet, an dem er dem Feind endlich von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht. Die Pistole in der Jackentasche wartet auf ihren Einsatz, doch es will Michael nicht gelingen, von ihr Gebrauch zu machen. Er gibt sich immer mehr Zeit und zieht sogar nach Frankfurt, um in der Nähe des Feindes zu sein. Sie verabreden sich regelmäßig zum Dominospielen. Der einst so rachelustige Michael muss entsetzt erkennen, dass in ihm ein schleichender Prozess der Vergebung losgebrochen ist. Was anfangs berechenbar beginnt und sich in bewährter Krimimanier weiterentwickelt, nimmt am Ende einen unerwarteten Ausgang. Preisendörfer versteht es, den Leser in Spannung zu halten, ihn auf eine Spur zu leiten, um ihn dann durch immer wieder neue Wendungen in die Irre zu führen. [AP]

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