Bruno Preisendörfer Hat Gott noch eine Zukunft?

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Inhaltsangabe zu „Hat Gott noch eine Zukunft?“ von Bruno Preisendörfer

Was hat Gott mit Fußball, Genetik oder dem Internet zu tun? Bruno Preisendörfer spürt ihn in seinen Essays an Orten auf, an denen man ihn zunächst nicht vermutet. Er untersucht, wie Gott in der Welt und unter den Menschen lebt, indem er fragt: Wie wird Gott von den Menschen in der Welt gelebt? Was fangen sie mit ihm an, wenn sie glauben? Dabei findet er Erstaunliches – Gott kann man tatsächlich überall im Alltag entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt, ihn zu suchen.

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  • Gott in der Welt

    Hat Gott noch eine Zukunft?

    michael_lehmann-pape

    21. May 2013 um 09:52

      Das ist Preisensdörfers ausgesprochenes Thema. Nicht hier und da oder assoziativ will er sich auslassen über „Gott und die Welt“ und was alles dazugehören mag, sondern sehr konkret schaut er sich im Buch „die Welt“ an und lässt sich leiten von der Frage, ob und wieweit Gott „an sich“,auch „spürbar“ in dieser Welt Platz finden, vorkommt.   Konkret formuliert Preisendörfer seinen Ausgangspunkt: „Wie wird Gott von den Menschen in der Welt gelebt? Was fangen sie mit ihm an, wenn sie glauben“? In der Vielfalt der Literatur zu religiösen Themen ist dies eine durchaus eigenständige, selten bearbeitete Zielrichtung. „Wirkungsschwingungen des Glaubens“ also sucht Preisendörfer und dies zunächst in seiner Erhebung der Lage „mitten in der Welt“.   „Bodybuilder, Fußballer, Stars und Heilige“ nimmt den Körperkult, die Schwierigkeit „besser“ zu werden (im umgehenden und im übertragenen Sinne) und den Starkult vs. Heiligenverehrung in den Blick.   In „Freiheit, Freizeit, Flexibilität“ zeigt er auch die „Last mit arbeitsfreien Tagen“ auf, erkundet die zunehmende „Überflüssigkeit“ (mancher) Menschen als Daseinsform und führt (sehr gut zu lesen!) die „Angst als Grundstimmung der Gegenwart“, den „Druck der Zukunft“ vor Augen.   Genetik, Raumfahrt, Gott im Weltall und was eigentlich in einer hoch technisierten Welt, die sich intensiv an die Entschlüsselung und Bearbeitung der Gene macht (und damit in „Schöpfernähe“ sich rückt) überhaupt noch für den Menschen „glaubhaft“ ist.   Und legt noch einmal eindringlich offen, dass der Mensch nach „Transzendenz“ strebt, ein „sich überschreitendes“ Wesen von Natur aus ist. Und wie das ist mit dieser Transzendenz in einer säkularisierten Welt, die dennoch immer und immer wieder sich „eine Religion“ schafft. Vielleicht dann eher im Sinne einer Ideologie, aber dennoch als etwas „Höheres“, was Preisendörfer unter anderem am „Fetisch Natur“, der „grünen Religion“ festmacht.   Erfrischend alltäglich ist die Form, die Preisendörfer wählt. Einfache Beispiele und einfache Worte für durchaus komplexe innere Vorgängen in einer Welt, in der Gott einerseits beständig „auf dem Totenbett liegt“ und „steht doch immer wieder auf“.  In der ein Niedergang der Religionen einerseits breit zu beobachten ist und doch ebenso auch eine Renaissance der Religionen fast an der Tagesordnung scheint. Wie das eben so ist, wenn klare, tradierte und dogmatische Formen die Breite der Gesellschaft nicht mehr erreichen. Das Vakuum, welches dadurch entsteht, aber dringend gefüllt werden muss.   Dass aber der „Kern der Religion, der Glaube an das Übernatürliche“ einen schweren Stand hat und selbst bei denen, die regelmäßig sich ihrer Religion innerlich wie äußerlich widmen kaum mehr als Basis des eigenen, religiösen Lebens bezeichnet wird, das lässt die Frage durchaus zu, wie denn über die Zeit eine Religion überdauern will, deren „übernatürlicher Kern“ sich aushöhlt in den Augen auch der Anhänger. Ebenso, wie im Übrigen im Christentum auch ein anderer „Kern“, die „Opfervorstellung“, auch theologisch und dogmatisch von Innen heraus in Frage gestellt wird.   Passen die Menschen „ihren Gott“ sich selbst und ihren eigenen Vorstellungen an, oder hat Gott „Einfluss“ auf die Lebensweise und Vorstellungswelt der Menschen, die ihm glauben?   Ein Buch mit interessanten Fragen, interessanten Beobachtungen und durchaus bedenkenswerten Antworten und Anstößen, das ganz weltlich, aber nicht schlicht oder einfach daherkommt. Du die in der Liebe im religiösen Sinne (caritas) mündet. Ist dies der unverzichtbare Kern zumindest der christlichen Religion? Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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