Die Zimtläden

von Bruno Schulz 
3,8 Sterne bei13 Bewertungen
Die Zimtläden
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Inhaltsangabe zu "Die Zimtläden"

Eine der großen Kindheitsgeschichten des 20. Jahrhunderts. Die Zimtläden erzählt von der versunkenen Welt des Schtetls in Galizien: der verschrobene Vater und seine böse Gegenspielerin Adela, verwunschene Gärten und modrige Hauseingänge, überraschend entdeckte Zimmer hinter vernagelten Türen, wo die Tapeten zu leben anfangen, das flirrende Paradies des Sommers, ein Sturm, der das Gerümpel auf dem Speicher in Wallung bringt, Nächte, in denen Schneiderpuppen zum Leben erwachen. Doreen Daume hat eine neue Sprache gefunden für das an Wortschöpfungen und atmosphärischen Bildern reiche polnische Original; mit der Verbindung von Werktreue und Erfindungsgabe hat sie einen Text von hoher Eindringlichkeit geschaffen. Sie wurde dafür mit dem renommierten Zuger Übersetzerstipendium ausgezeichnet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446230033
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:232 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:08.03.2008
Das aktuelle Hörbuch ist bei Eichborn erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bruno Schulz | DIE ZIMTLÄDEN

    INHALT: DIE ZIMTLÄDEN sind eine Sammlung von autobiografischen Kurzgeschichten rund um das galizische Städtchen Drohobycz und ihre Bewohner. In jeder Geschichte nimmt Schulz sich ein anderes Element aus seinen Jugenderinnerungen hervor und seziert es minutiös in seine Einzelheiten. Der saftige Garten, sein Vater, das Gymnasium, ein Hund, die finstere Hauptstraße der Stadt, ein Obdachloser – alles findet in dem Buch seinen Platz. Einen Handlungsbogen sucht man dabei vergeblich, Schulz legt mehr Wert auf die Beschreibung als auf einen Plot. »Weniger Inhalt, mehr Form!« heißt es passend (wenn auch ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen) auf Seite 49, und diesem Motto folgt Schulz bis zur Perfektion.

    Die Sprache ist reich und voll, fast schon überladen. Kaum ein Wort, das nicht durch ein anderes näher beschrieben wird. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, alle Substantive und Adjektive der ersten Geschichte AUGUST farbig zu markieren – es blieb nicht viel Weißes übrig. Der Anhang dieser Neuausgabe, der etwa ein Viertel des ganzen Buches einnimmt, besteht aus einem sehr interessanten Essay über Bruno Schulz, einem Nachwort der Übersetzerin und einem Glossar, der dem Leser über die eine oder andere Wissenslücke hinweghilft (was bei mir auch bitter nötig war).

    FAZIT: Die große Schwierigkeit nun ist die Bewertung. Das literarische Können Schulz‘ ist unumstritten und kann nur mit fünf Sternen bedacht werden, so richtig gepackt hat mich das Buch allerdings nicht. (Ehrlich gesagt fand ich den Essay fast besser als die ganzen Geschichten.) Ich würde drei Sterne vergeben, vergrabe mich stundenlang in wüsten Berechnungen und erhalte ein Mittel von … Moment! … vier Sternen.

    p.s.: Auf das Buch bin ich aufmerksam geworden, als Jonathan Safran Foer (ALLES IST ERLEUCHTET) das Buch TREE OF CODES veröffentlichte. Dabei handelt es sich um die englische Übersetzung von DIE ZIMTLÄDEN, bei dem Foer Lücken und Fenster ins Papier schnitt, sodass sich neue Geschichten ergeben. Ein grandioses Experiment! Leider nur zu horrenden Preisen zu ergattern.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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    Pressestimmen

    "Der vielleicht größte polnische Dichter des 20. Jahrhunderts, dessen Größe nun erst, dank der neuen Übersetzung, im Deutschen erkennbar wird." Andreas Dorschel, Süddeutsche Zeitung, 25.03.08
    "Schulz ist ein Riese der literarischen Moderne, und so waren diese beiden Neuerscheinungen längst überfällig: Ficowskis einschlägige Biografie des Autors und eine von Doreen Daume besorgte Übersetzung. Bruno Schulz ist nun endlich hervorragend ins Deutsche übersetzt worden." Stefanie Peter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.08
    "In seiner Bedeutung für die Weltliteratur wird Bruno Schulz mit Marcel Proust, Franz Kafka und James Joyce verglichen. Doreen Daume hat eine adäquate Sprache gefunden für das an Wortschöpfungen und atmosphärischen Bildern reiche polnische Original. Ihr Nachwort ist eine gut recherchierte Verlagsgeschichte des Buches im Vorkriegspolen." Arno Lustiger, Die Welt, 29.03.08
    "Schlicht überwältigend." Daniela Strigl, Die Furche, 02.04.09

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