Intrigen am Lago Maggiore

von Bruno Varese 
3,8 Sterne bei8 Bewertungen
Intrigen am Lago Maggiore
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miss_mesmerizeds avatar

Sieht man über so manchen unrealistischen Punkt hinweg, durchaus unterhaltsame Urlaubslektüre.

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Ein Roman der etwas schwach beginnt, aber stark endet.

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Inhaltsangabe zu "Intrigen am Lago Maggiore"

»Urlaubslektüre mit viel Lokalkolorit, echten Typen und einem außergewöhnlichen Ermittler« Mokka

Ein goldener Septembertag am Lago Maggiore. Matteo Basso, ehemaliger Polizeipsychologe und nun Betreiber einer Macelleria, könnte endlich sein neues Leben in Cannobio genießen und in Ruhe Verdi-Opern hören. Hätte er nicht seinem Freund Luigi jede Menge Fleisch- und Wurstspezialitäten für dessen Geburtstagsfeier auf der malerischen Isola dei Pescatori versprochen. Als Matteo sich vom rauschenden Fest davonstehlen will, macht er eine grausame Entdeckung: Aufgespießt am weithin sichtbaren Einhorn-Denkmal der Isola Bella hängt ein lebloser Körper. Gemeinsam mit Kommissarin Nina Zanetti, der sich Matteo in seinem letzten Fall zaghaft angenähert hat, macht er sich an die Ermittlungen. Was treibt jemanden zu einer so plakativen Hinrichtung? Haben die Sportfunktionäre, die in der Nacht auf jener Nachbarinsel feierten, etwas damit zu tun? Und was hat es mit dem Gemälde auf sich, auf dem der Mord vorweggenommen wurde? Die Spuren führen Matteo und Nina an berühmte Wallfahrtsorte hoch in den Bergen, an die ligurische Küste und bis auf die legendäre Mailänder Galopprennbahn.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462049824
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:11.05.2017

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sieht man über so manchen unrealistischen Punkt hinweg, durchaus unterhaltsame Urlaubslektüre.
    Bruno Varese - Intrigen am Lago Maggiore

    Matteo Basso, ehemaliger Mailänder Polizeipsychologe und nun Inhaber einer Macelleria am Lago Maggiore, beliefert die Feier eines Freundes auf der Isola dei Pescatori. Während der alkoholreichen Feier will einer der Gäste gesehen haben, wie ein Mann von einem Boot über Bord geworfen wird, was jedoch niemand so richtig glauben will, zu beschaulich ist die Lage am See. Als Matteo am folgenden Morgen noch verkatert aufwacht, traut er seinen Augen kaum: auf dem Einhorn-Denkmal der Isola Bella ist ein Toter aufgespießt. Die Kommissarin Nina Zanetti ist bereits auf dem Weg. Das Opfer, Vittorio Ferretti, arbeitete als Fotograf, doch auf seinem Computer finden sich quasi keine Bilder und die, die Matteo und Nina sehen, haben eher die Qualität eines Amateurfotografen, wer könnte etwas gegen diesen Mann gehabt haben? Und wieso wurde dem Opfer eine symbolische Rippe entfernt? Als wenige Tage später eine weitere Leiche auf der Insel geborgen wird, der ebenfalls eine Rippe fehlt, sind die beiden Ermittler ratlos, denn offenkundige Spuren gibt es keine.

    Bruno Vareses Krimi arbeitet mit den typischen Versatzstücken, die einen cosy crime Roman ausmachen: ein malerischer Schauplatz an einer beliebten Urlaubsgegend; eine Menge an kauzigen Einheimischen, die immer wieder auftauchen; ein Ermittlerpaar, bei dem es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie sich verlieben und/oder im Bett landen. Auf innovative Ideen hofft man leider auch bei ihm vergeblich.

    Der Mordfall ist allerdings ungewöhnlich komplex für das Untergenre und holt nennenswert weiter aus, als man dies zu Beginn vermuten würde. Die Spurensuche gestaltet sich daher zunächst schleppend bis irgendwann die Puzzleteile mit hoher Geschwindigkeit zueinanderfinden und ein Gesamtbild ergeben. Kommissar Zufalls unterstützt die beiden Protagonisten ebenfalls tatkräftig, so dass sie das Verbrechen schließlich sauber und erfolgreich lösen können.

    Allerdings muss man auch über so manches hinwegsehen, um den Roman als entspannende Urlaubslektüre genießen zu können. Matteo hat einen eigenen Laden, den er einfach so geschlossen lässt, die verderbliche Ware, mit der er handelt, scheint kein Problem für ihn zu sein. Als ihm aufgeht, dass das nicht so ideal ist, überlässt er ihn einfach einer Gruppe von Rentnern, die eigentlich Autos reparieren – kein Problem, Wurstwaren und Fahrzeuge sind ja nicht so verschiedene Dinge. Es scheint auch keinen zu stören, dass er Zugang zu Ermittlungsinformationen hat und als Privatperson an der Seite der Kommissarin Nachforschungen anstellt. Er gibt auch Beweismittel an Bekannte weiter, die ebenfalls die Untersuchung unterstützen wollen – machen auch alle auf Freundschaftsbasis, niemand scheint ernsthaft Geld verdienen zu müssen oder einen geregelten Arbeitsalltag zu haben. Von seinen Superkräften – verprügelt und über Bord geworfen kann er im kalten nächtlichen See mehrere hundert Meter zügig schwimmen ohne sich auch nur einen Schnupfen zu holen oder einen einzigen blauen Fleck zu haben - mal ganz zu schweigen. Leider sind diese Dinge auch nur allzu typisch für die cosy crime Romane, denen etwas mehr Realismus guttun würde; mich als Leser verärgert so etwas und raubt den Spaß am Lesen.

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    PettiPvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman der etwas schwach beginnt, aber stark endet.
    Verzwickte Ereignisse!

    Matteo Basso, früher Polizeipsychologe, jetzt Metzger in Cannobio entdeckt am Morgen nach einer Feierlichkeit einen Toten. Dieser wurde auf einer Einhornskulptur drapiert. Bald darauf findet er sich mitten in den Ermittlungen von Kommissarin Nina Zanetti wieder. Als ein weiterer Mord geschieht bittet Zanetti ihn, ihr bei der Suche nach den Mördern zu helfen.

    Dieses Buch ist eine Mischung aus Reiseführer und Krimi. Am Anfang kam ich sehr schlecht in die Story rein. Es wurde die Gegend rund um den Lago Maggiore und ihre Traditionen beschrieben, wobei mir der Krimi zu kurz kam, welches mich etwas langweilte. Ab ca. der Mitte des Krimis änderte sich das komplett. Es ging ab da hauptsächlich um die Morde und ihre Aufklärung. Von da an stieg auch Spannung enorm. Bis zum Schluss wusste man nicht wie die einzelnen Geschehnisse zusammen passten, welches mir sehr gut gefiel. So konnte ich dann auch tief in der Geschichte versinken. Die Lösung der Fälle und ihr Zusammenhang kamen erst ganz am Ende heraus.
    Fazit: Dadurch dass die Spannung innerhalb des Buches enorm gestiegen ist, kann ich es mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.

    Kommentare: 2
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    meisterlampes avatar
    meisterlampevor einem Jahr
    Kurzmeinung: es gibt wieder Tote am Lago Maggiore, leichter Krimi für zwischendurch
    Intrigen am Lago Maggiore


    Klappentext:
    Ein goldener Septembertag am Lago Maggiore. Matteo Basso, ehemaliger Polizeipsychologe und nun Betreiber einer Macelleria, könnte endlich sein neues Leben in Cannobio genießen und in Ruhe Verdi-Opern hören. Hätte er nicht seinem Freund Luigi jede Menge Fleisch- und Wurstspezialitäten für dessen Geburtstagsfeier auf der malerischen Isola dei Pescatori versprochen. Als Matteo sich vom rauschenden Fest davonstehlen will, macht er eine grausame Entdeckung: Aufgespießt am weithin sichtbaren Einhorn-Denkmal der Isola Bella hängt ein lebloser Körper. Gemeinsam mit Kommissarin Nina Zanetti, der sich Matteo in seinem letzten Fall zaghaft angenähert hat, macht er sich an die Ermittlungen. Was treibt jemanden zu einer so plakativen Hinrichtung? Haben die Sportfunktionäre, die in der Nacht auf jener Nachbarinsel feierten, etwas damit zu tun? Und was hat es mit dem Gemälde auf sich, auf dem der Mord vorweggenommen wurde? Die Spuren führen Matteo und Nina an berühmte Wallfahrtsorte hoch in den Bergen, an die ligurische Küste und bis auf die legendäre Mailänder Galopprennbahn.

    Meine Meinung:
    Das Taschenbuch mit 336 Seiten ist für 9,99€ bei KiWi erschienen - ein stolzer Preis für ein recht dünnes Buch.
    Obwohl ich vor kurzem den ersten Band mit Bruno Vareses Matteo Basso gelesen hatte, tat ich mich diesmal etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen. Mit dabei sind wieder Kommissarin Nina Zanetti, die das Ganze durch ihre Art erfrischt und auflockert. Außerdem begegnen dem Leser wieder die 3 "Alten" Beppo, Luigi und Flavio, die zwar Matteo immer wieder gerne in der Metzgerei aushelfen und dabei allerhand Unsinn und Chaos anrichten, allerdings fluchen mir die drei Herren etwas zu viel. Vermutlich klingen die Flüche auf italienisch sehr melodisch, aber auf deutsch lesen sie sich teilweise ziemlich derb.
    Der leichte Krimi spielt auch diesmal am Lago Maggiore, wie der Titel schon sagt. Schön finde ich die Karten der Umgebung auf den Innenseiten des Buches, man kann immer schnell einen Ort nachschlagen, der gerade erwähnt wird. Die Gegend wird sehr ausführlich beschrieben, es klingt eher nach Urlaub als nach Mordaufklärung. Außerdem erfährt der Leser einiges mehr über Matteo Privatleben und Vergangenheit; er begegnet sogar nochmal Exfrau Teresa, die auch mit seinem Rückzug aus dem Polizeitdienst zu tun hatte.

    Plötzlich tauchen überall Leichen auf: bei der Party auf der Isola Bella, beim Pferderennen in Mailand, und was hat der Galerist mit alldem zu tun?  Wie schon beim ersten Band kommt es doch anders, als man zuerst denkt. Das Buch liest sich leicht, wenn man sich eingelesen hat, aber die erhoffte Spannung blieb für mich aus. Daher vergebe ich nur 
    3 gute von 5 Sternen. Leider bringt auch die kleine Romanze keinen Zusatzpunkt - und Matteo raucht mir eindeutig zu viel!

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    baerins avatar
    baerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter zweiter Fall für Matteo Basso am Lago Maggiore!
    Interessanter zweiter Fall für Matteo Basso am Lago Maggiore!

    Der ehemalige Polizeipsychologe Matteo Basso, der die Fleischerei seines Vaters am Lago Maggiore weiter führt, hat sich an das Leben am Lago gewöhnt. Und die Leute loben sogar seine Salsicce! Nach einer Feier für einen der drei alten Automechaniker - sie sind wieder dabei und streiten sich weiter - wird die Leiche eines Fotografen gefunden, aufgespießt auf einem Einhorn-Denkmal auf der Isola Bella. Zusammen mit Kommissarin Nina Zanetti ermittelt er wieder, diesmal sogar auf ihren eigenen Wunsch hin.

    Seine Nachforschungen führen ihn auf die Pferderennbahn, in eine berühmte Wallfahrtskirche und in ein biologisches Forschungslabor. Anfangs tappen sie noch total im Dunkeln, doch langsam lichtet sich der Nebel um etliche mysteriöse Geheimnisse.

    In diesem Band erfährt man sehr viel Persönliches über Matteo und seine Gründe, die Polizei zu verlassen und an den Lago zu ziehen. Somit wird auch klar, warum ihn seine Frau verlassen hat, was er noch immer nicht so ganz verwunden hat. Es ist schön zu erleben, wie er und Nina sich ganz langsam annähern. Das macht ihn noch sympathischer. Das Buch ist interessant und spannend geschrieben, wenn sich auch am Ende die Auflösung etwas lang hinzieht.

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    talishavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein interessanter und vielschichtiger Fall für Matteo Basso, der diesmal inoffiziell mit Nina ermitteln darf.
    Matteo, Nina und der Tote auf dem Einhorn

    Mit dabei sind auch im zweiten Band wieder die drei alten, aber sehr rüstigen Automechaniker Luigi, Beppo und Flavio. Die drei mag ich am liebsten! Sie geben der Serie einen witzigen, bodenständigen Touch. Sie sind Urgesteine von Cannobio, kennen die Leute und die Geschichte der Region und helfen dadurch manchmal mit ihren Äusserungen unverhofft den Ermittlungen.

    Matteo entdeckt an einem Morgen früh eine Leiche bei einem Denkmal auf der Isola Bella, gegenüber von Stresa. Wieso fiel sie ihm letzte Nacht nicht auf, als er selbst auf der Insel einen Apèro ausrichtete? An Dinos Sichtung in der Nacht könnte ja doch was dran sein.
    Weil - wegen Kommissar Buffons Arbeitspause - Nina den Fall alleine übernehmen muss, spannt sie Matteo inoffiziell in die Ermittlungen mit ein. Matteo und Nina harmonieren, bis auf kleinere Scharmützel über Zuständigkeiten, sehr gut miteinander und auch ihre verschiedenen Infokanäle ergänzen sich. So können sie die vielen Spuren, die sie an Pferderennen, zu einer Galerie und andere Orte führen, trotz aller Verstricktheit des Falles rasch auswerten. 

    Zu Matteos Hintergrund schreibt Bruno Varese sehr viel in diesem Buch. Der Autor schildert wieso Matteo Psychologe geworden ist. Dies macht Matteo zwar nahbarer, aber kurz darauf frage ich mich dann doch, wie er als ausgebildeter Psychologe manchmal derart unbesonnen handeln kann. Denn auch hier agiert Matteo leider wieder so unbesonnen wie schon im ersten Band. Dass seine letzten Sekunden hätten schlagen können, schien ihm egal.  
    Dazu wird die ganze Geschichte über Teresa aufbereitet und nachdem ich nun alles weiss, frage ich mich gleich nochmals, ob er nicht den falschen Beruf gewählt hat. Zuviel Drama um fast nichts. Als Polizist würde Matteo sich sicher besser machen als als Psychologe. Vielleicht sattelt er ja noch um. 

    Beim zweiten Band gelang mir der Einstieg besser als beim ersten Band: Matteo raucht zwar immer noch wie ein Schlot, doch diesmal werden italienische Begriffe mit mehr Sorgfalt verwendet.
    Bis auf Matteos unüberlegte Handlung sind die Ermittlungen nachvollziehbar. Im gesamten Buch herrscht ein hoher Spannungsbogen und es werden einige Überraschungen geboten. 

    Auch Beschreibungen der reizvollen Landschaft rund um den Lago Maggiore kommen nicht zu kurz, so dass sich dieser Krimi für alle Reisende in diese Region empfiehlt. Doch auch wer schon hier gewesen ist, wird sich dank des Buches sicherlich an den einen oder anderen Ausflugort erinnern. 
    Am Ende des Buches finden sich zwei Karten der Provinz, so dass auch ortsunkundige Leser den jeweiligen Aufenthaltsorten von Matteo und Nina folgen können
    Fazit: Ein interessanter und vielschichtiger Fall für Matteo Basso, der diesmal inoffiziell mit Nina ermitteln darf.4 Punkte.

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    stzemps avatar
    stzempvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und mit interessanten Charekteren besetzt - perfekt für einen gemütlichen Leseabend.
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    nati51vor einem Jahr
    Hemerocalliss avatar
    Hemerocallisvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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