Bruno Vogel Es lebe der Krieg

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Inhaltsangabe zu „Es lebe der Krieg“ von Bruno Vogel

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  • Rezension zu "Es lebe der Krieg" von Bruno Vogel

    Es lebe der Krieg
    Mesonline

    Mesonline

    28. October 2009 um 11:50

    Mit dem Erscheinungsjahr 1925 ist "Es lebe der Krieg" von Bruno Vogel ein frühes deutsches Anti-Kriegsbücher, das leider heute so gut wie unbekannt ist. Der Schriftsteller sowie sein Verleger wurden aufgrund zweiter Kapitel dieses Buches der Verbreitung unzüchtiger Schriften und der Gotteslästerung angeklagt und verurteilt. Infolgedessen wurde Passagen des Buches zensiert. Beim Erwerb sollte man darauf achten, dass die Kapitel "Der Heldentod des Gefreiten Müllers III" sowie "Die ohne Zukunft", die unter Zensur fielen, enthalten sind. Dieses schmale Büchlein eines Zeitzeugen des Ersten Weltkrieges ist erschütternder als jeder Film trotz sein könnte. Es ist kein Roman, sondern eine Sammlung einzelner Episoden. Mal sind es sind es Kriegsszenen, mal ein Räsonieren über den Krieg. Diese Episoden finden einen Rahmen darin, dass sie sich als Inhalt eines fiktiven Briefes an eine Frau erweisen, die plant ihren Sohn in den Krieg zu schicken. Der Sprachstil von "Es lebe der Krieg" vermittelt das Grauen dieser Zeit mit hartem Realismus, der niemals eine Phase des Aufatmens für den Leser bietet. Man stürzt von einer Unfassbarkeit in die nächste. Bis ich "Es Lebe der Krieg" las, bot sich mir nie wieder in einem "Anti-Kriegsbuch" ein solch intensives Miterleben. Ich steiß beim Lesen an die Grenzen des für mich Erträglichen.

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