Bruno Ziauddin

 3.7 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Grüezi Gummihälse, Curry-Connection und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bruno Ziauddin

Bruno Ziauddin, geboren 1965, ist Journalist, Buchautor sowie Dozent an der Schweizer Journalistenschule in Luzern. Der Sohn eines indischen Ingenieurs und einer Schweizer Krankenpflegerin ist in Zürich aufgewachsen. Für seine Texte, die unter anderem in der Weltwoche, im Süddeutsche Zeitung Magazin und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen sind, wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Mit seinem Erstling "Grüezi Gummihälse", einer satirischen Betrachtung des Verhältnisses zwischen Schweizern und Deutschen, landete er gleich einen Bestseller.

Alle Bücher von Bruno Ziauddin

Grüezi Gummihälse

Grüezi Gummihälse

 (13)
Erschienen am 03.01.2011
Curry-Connection

Curry-Connection

 (7)
Erschienen am 02.01.2010
Bad News

Bad News

 (3)
Erschienen am 01.02.2016

Neue Rezensionen zu Bruno Ziauddin

Neu
G

Rezension zu "Grüezi Gummihälse" von Bruno Ziauddin

Hart aber fair
Goldenboyvor 4 Monaten

Stehen ein paar freche Sachen drin, beide Seiten kriegen ihr Fett weg. Aber wer zuende liest, weiss wie es gemeint ist. Leute mit Sinn für Satire und Ironie werden das "Büchlein" lieben. Die anderen sollen die Finger davon lassen.

Kommentieren0
0
Teilen
Lesezeichenfees avatar

Rezension zu "Grüezi Gummihälse" von Bruno Ziauddin

Lesezeichenfee findet es geschmacklos.
Lesezeichenfeevor 5 Monaten

Inhalt

Ein deutscher (?!) Verlag bittet einen Schweizer Journalist ein Buch zu schreiben. Thema: Warum Schweizer Deutsche nicht mögen. Der Autor schreibt zu einigen Themen, auch zum Thema Fußball.

Meine Meinung

Das ist eins der miserabelsten Bücher, die ich je gelesen habe. Der Autor gibt sogar zu, dass er selten nördlich von Bern war. Außerdem typisiert er EINEN bzw. DEN Deutschen. Den gibt es so gar nicht. Und auch fallen Süddeutsche mit ihrem Dialekt nicht so in der Schweiz auf, wie Norddeutsche. Nur mal so.

Ich war sicher länger in der Schweiz und häufiger als der Autor in Deutschland.

Vielleicht sind ja EINIGE Schweizer doof und nicht selbstsicher. Aber sicher sind nicht alle so rassistisch wie der Autor. Ich habe schon lange kein so fieses, menschenverachtendes Werk mehr gelesen, wie dieses. Das ist Deutschhass hoch drei. Nur gut, dass die Leute, die dieses Buch gelesen haben, mehr Grips in der Birne haben, wie der Autor, sonst hätten sich die Schweizer – nach Lesens dieses Schmarrens – noch drastischer reduziert.

Zudem schreiben sogar die Autoren der Bildzeitung spannender, wie dieser Autor, auch wenn dasselbe rauskommt. Das Buch ist langweilig hoch drei, wäre der Inhalt nicht so böse, könnte man einschlafen. Satire? Fehlanzeige!

Offensichtlich hat der Autor sich einfach viele Bücher über Deutsche angeschafft, vor allem seichte Klischeelektüre, denn die Bücherliste hinten, kann ihm ja nicht so einen Schmarren eingeredet haben. Da sind einige gute Bücher bzw. Autoren darunter.

Wenn der Autor denkt, dass die Deutschen dann die Schweiz meiden, nach der Lektüre, dann irrt er sich. Wenn er damit erreichen will, dass das Klima noch kälter wird und sich die Missverständnisse häufen, dann hat er wohl Erfolg damit.

Sicher, manche Schweizer sind gut Schauspieler und auch der Krieg ist bei der älteren Generation noch präsent, aber das was Ziauddin schreibt, das ist totaler Unsinn und davon abgesehen ist der Schreibstil sehr Mühsam zu lesen. Er wirkt sehr gekünstelt und außerdem wiederholt der Autor alles mehrfach, was das Buch in die Länge zieht.

Mein Fazit

Dieses Buch bekommt kein „Lesezeichenfee empfiehlt“, sondern, ein ignorieren. Soll er doch auf seinem Misthaufen verstinken und sich darin in Selbstmitleid suhlen! Vielleicht sollte er auch mal zu einem „schweizer“ Arzt gehen, wenn er noch einen findet. Oder auch einem „Deutschen“, denn dieser Arzt versteht seine „Leiden“ sicher besser, als die Ärzte in unseren Krankenhäusern, da ich leider mit Schwäbisch, Hochdeutsch, Englisch und Französisch die falschen Sprachen gelernt habe, um mich verständigen zu können! Soll heißen, dass Deutsche Ärzte nicht die schlechteste Wahl sind! Ich finde dieses Buch unverschämt und es ist eine Volksverhetzung. Aber dank unserer Geschichte kann man es ja mit uns machen. Ich bin stocksauer. Der eine Stern ist noch zu viel.

Kommentieren0
28
Teilen
M

Rezension zu "Bad News" von Bruno Ziauddin

Das alte Links ist das neue Rechts
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Das alte Links ist das neue Rechts

Dass sich einigen der wichtigen Protagonisten im Buch, dem Chefredakteur der im Buch erwähnten Schweizer Wochenzeitschrift, dem „Sponsor“ dieser Zeitschrift, einem im dunklen kaum erkennbaren „Gast“ beider ohne weiteres und sehr offenkundig reale Namen zuordnen lassen, dürfte inzwischen dem interessierten Leser bekannt sein.

Dennoch, im Kern beschäftigt sich Ziauddin gar nicht so sehr mit dem internen Geschehen bei und in einer Zeitung, gibt, was den charismatischen Chefredakteur „T.“ angeht, diesem gar nicht so überwiegend Raum im Buch.

Eher könnte man sagen, dass die einzelnen, tragenden Personen als „corporate identity“ dienen, die Zerrissenheit der Gegenwart in sich tragen, (mindestens) drei Pole an „gesellschaftlicher Haltung“ darstellen (eher gar vier oder fünf, rechnet man den besten Freund von „M., aus dessen Perspektive der Roman erzählt wird, noch dazu, wie auch die alte Schulfreundin oder die Lebensgefährtin).

Da ist die „rechte“ Seite, jener Chefradakteur, jener Sponsor, jener Holocaustleugner. Mit klarer Kante, ungebrochener Linie, zu Differenzierungen weder willens noch, wohl, fähig.

Da ist die Verschiebung in der Zeitung, wer bleiben, wer gehen darf. Nur ummäntelt von ein wenig Zahlenwerk werden nicht passende (linke, liberale) Redakteure sortiert und behandelt.

Da ist M., „Einer wie der Durchschnitt“, zumindest in seiner politischen Haltung. Sicher distanziert zum stramm rechten Kurs und zur Aufgabe der journalistischen Distanz, die in seinen Augen aus der Zeitschrift ein reines Hetzblatt macht (mit dem ein oder anderen Feigenblatt). Der aber auch eine gewisse innere Logik nicht leugnen kann, der auch in sich die Anfälligkeit entdeckt, der vieles der Kritik an den „laschen Linken“ mit ihrer „politcal corectness“ um jeden Preis mehr und mehr nachvollziehen kann.

Da ist sein bester Freund, der ihn im Gegensatz zu seiner Freundin immer weiter bestärkt.

Rechts, dem Rechten zugeneigt, den klaren Rahmen begrüßend, liberal unentschlossen, links, nutzt man die alten Einsortierungen politischer Ansichten, findet sich im Buch für jede dieser Haltung (und zudem für die Verunsicherung im „ganz normalen“ Volk“) jeweils eine Person als Verkörperung dieser Haltung.

Erweitert durch Damit, einen jungen, bosnischen Moslem und ehemaligen Flüchtling. Der schon Ideen hätte. Der schon einen Job verfolgt hat mit einem Ziel. Der weniger an offenen Ressentiments scheitert, denn mehr am Desinteresse einer teils bräsigen Gesellschaft. Der erkennt, was seiner Religionsgemeinschaft inklusive seiner Mutter damals im ehemaligen Jugoslawien angetan wurde.

Wie Zauddin hier die Entwicklung zeigt, diesen verständnisvollen, väterlichen Bekannten und Cafe Betreiber den Jungen „weichkochen“ lässt, in eine „neue“ Gemeinschaft bringt, dort langsam an den militanten Islam heranführt, all das ihm eintrichtert, was „nicht haram“ ist, das ist schon sehr gelungen und sehr empathisch.

Ebenso, wie dann alle Entwicklungen aus allen Perspektiven im Buch sich entfalten, steigern, in unguter Weise aufeinander zu laufen. Da geht es dann nicht mehr nur um eine Gehirnerschütterung, nicht mehr nur um glatte, rechte Spräche und Artikel.

Da geht es um das eigentliche, was im Hintergrund zu lesen (oder eben gerade nicht zu lesen) ist. Dass es keine Verbindungen mehr gibt zwischen den einzelnen Haltungen. Dass der Chefredakteur taub ist für alle anderen möglichen Betrachtungsweisen, die nicht der Seinen entsprechen. Dass die „linken Freunde“, außer Vorwürfen und dem Wechseln der Straßenseite, M. gegenüber keine andere Haltung mehr einnehmen können, wollen und werden.
Dass Damir wie in einem Tunnel nur auf eine innere Einstellung hin gebracht wird, die am Ende nur eine mögliche Folge nach sich zieht,

Und dabei den Leser noch einmal immens zu überraschen versteht, wer denn da am Anfang direkt auf dem Tisch der Notfalloperation liegt.

Ein wichtiges, gut zu lesendes, tief verstehendes Buch, dass das Auseinanderbrechend er Gesellschaft, die Unversöhnlichkeit der Haltungen und die Unfähigkeit zum Diskurs und zum Kompromiss gnadenlos ins Licht rückt.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 39 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks