Die Frauen von Salem

von Brunonia Barry 
3,8 Sterne bei24 Bewertungen
Die Frauen von Salem
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Positiv (15):
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Toller Schreibstil, sehr gut umgesetzt. Konnte mich bis zur letzten Seite fesseln!

Kritisch (3):
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Leider eher enttäuschend. Viele Längen trotz gutem Schreibstil.

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Inhaltsangabe zu "Die Frauen von Salem"

Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442714360
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Brixias avatar
    Brixiavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Schreibstil, sehr gut umgesetzt. Konnte mich bis zur letzten Seite fesseln!
    Mystisch und spannend!

    Dieses Buch lag bereits seit mehreren Monaten auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) und wurde von mir mit Nichtbeachtung gestraft. Bisher konnte es nicht wirklich mein Interesse wecken, manche kennen das sicherlich. Wenn die Leselaune gerade nach Fantasy oder einem guten Krimi geht - dann liest man keinen Roman. Und so war es auch bei mir - zu meinem Leidwesen. Aber nachher ist Leser bekanntlich immer schlauer,so konnte ich erfahren was es heißt wenn einem die guten Bücher direkt vor der Nase liegen und man sie einfach nicht sieht. Als ich mich endlich dazu entschloss dieses Buch von meiner Leseliste abzuhaken, hatte ich gar keine großen Erwartungen - es hat mich dennoch bis zur letzten Seite gefesselt.

    Grundsätzlich hat die Autorin wirklich einen sehr leichten und flüssigen Schreibstil der sich gut lesen lässt. Dieser sorgt auch dafür das man sich vieles in Salem sehr gut bildlich vorstellen konnte.
    Die Charaktere, allen voran Callie sind sehr gut und detailliert ausgearbeitet worden. Die Autorin hat hier wirklich sehr auf das entstehende Szenario geachtet und Ihre Ideen gut untergebracht und umgesetzt. Ich glaube das ich zum ersten Mal keine Verbindung zu anderen Büchern oder Geschichten ziehen konnte, etwas das mich erstmal positiv überrascht hat. Natürlich kommt auch diese hier nicht ohne ein paar Klischees weg - wenn man aber nicht sonderlich gut drauf achtet, würde man sie nicht mal bemerken.
    Die Autorin baut nämlich einen Spannungsbogen auf der direkt auf der ersten Seite beginnt und am Ende seinen Höhepunkt findet. Positiv viel mir vor allem auf das es zwischendurch zwar auch mal ruhige Phasen der Ermittlung gab, es aber alles in allem durchweg geheimnisvoll und spannend geblieben ist.

    Dabei ist die Geschichte von Callie und die Frauen von Salem schnell erzählt; Salem ist eine Stadt der Hexenverfolgung und der Halloweenpartys, in keinem anderen Ort dauert dieses Fest fast einen Monat lang. Callie lebt seit der einen schrecklichen Nacht nicht mehr dort, sie wurde nach dem Mord an ihrer Mutter in ein Kloster gebracht weit außerhalb von Salem. Als sie aber im Fernsehen ihrer Tante Rose sieht die unter Mordverdacht steht - kehrt sie in die verfluchte Stadt zurück. Nicht ohne einiges an Aufsehen zu erregen, denn die Stadt will einen Schuldigen sehen und geht bis ans äußerste um dies zu erreichen.
    Der Polizeichef Rafferty will Rose endlich von der Last der ständigen Anklagen befreien und rollt den fünfundzwanzig Jahre alten Fall wieder auf. Doch mit der Zeit merkt er, dass einige Beweise fehlen und andere nicht mal Dokumentiert worden sind. Langsam offenbart sich das Netz des Mörders, Callie und Rafferty arbeiten zusammen um das Rätsel zu Lösen und begeben sich damit selbst in Gefahr. Denn die Hexen von Salem wollen nicht, dass man ihr Geheimnis offenbart.

    Callie ist wirklich ein sehr facettenreicher Charakter der genau in die Geschichte hinein passt. Sie bildet den Mittelpunkt, da sie als kleines Mädchen die Morde der sog. Göttinnen von Salem mitbekam und mit Tante Rose als einzige überlebte. Man merkt wie schwer es ihr fällt nach Salem zurückzukehren und sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Rafferty ist stets an ihrer Seite und versucht sie zu unterstützen wo es nur geht. Ihm liegt vor allem die Lösung des Falls am Herzen, um Callie und Rose zu entlasten und den Fall endlich ruhen lassen zu können. Mir gefiel er als Detektiv sehr gut, ich konnte mich in ihn hineinversetzen und seine Handlungen gut nachvollziehen. Rafferty ist wirklich sehr pragmatisch und fackelt nicht lange, wenn es um ihn oder seine Familie geht.

    Leider hat mich das Cover nicht wirklich überzeugt, ich habe mir dadurch vom Inhalt überhaupt nicht viel versprochen und dachte an einen langweiligen Roman. Der Klappentext lenkt den Leser ein bisschen besser und trotzdem hätte das Zusammenspiel hier ein bisschen besser platziert werden sollen.

    Fazit

    "Die Frauen von Salem" ist mehr Krimi als Roman und zieht den Leser durch die Geschichte und die Seiten. Einmal hätte ich sogar meine Bahnhaltestelle verpasst, das Buch hat mich wahnsinnig fesseln können und überzeugte mit einem tollen Schreibstil und einer geschichtsträchtigen Handlung. Eine absolute Leseempfehlung von mir, für alle die gerne mal ein paar Krimielemente in einer fantasievollen Geschichte lesen wollen.

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    Franzis2110s avatar
    Franzis2110vor 9 Monaten
    Mystischer Roman mit Längen


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    thebooklettess avatar
    thebooklettesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mysteriöse Morde in einer sagenumwobenen Stadt. Herrlich für den Herbst!
    Definitiv nicht einfach nur "eine weitere Geschichte rund um Salem"

    Salem ist eine sagenumwobene Stadt und untrennbar mit den berühmten Hexenprozessen des 17.Jahrhunderts verbunden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Thema im Zentrum des Romans steht- allerdings nicht, wie es schon so oft x-mal der Fall war, denn die eigentliche Handlung spielt in der Gegenwart. 

     

    An Halloween 1989 erschüttert ein grausamer Mehrfachmord die Stadt. Es überleben nur ein kleines Mädchen, Callie, und eine scheinbar verwirrte Historikerin.  Das Schicksal trennt sie und führt sie erst über zwanzig Jahre später wieder zusammen, als erneut in Salem ein Halloween-Mord geschieht. Schnell steht Historikerin Rose unter Mordverdacht, die weist jedoch jede Schuld von sich und behauptet, die "Banshee" sei dafür verantwortlich, eine Art Geisterfrau. Die Polizei von Salem untersucht mit Hilfe der Einwohner der Stadt, die teilweise über besondere mysteriöse Fähigkeiten verfügen, mögliche Zusammenhänge zwischen den Morden. Plötzlich steht auch die Überlebende Callie unter Verdacht, die eigentlich nur auf der Suche nach Antworten ihrer eigenen Vergangenheit ist. Wer versucht hier seine Spuren zu verwischen? Und ist vielleicht ein weiteres Opfer in Gefahr?

     

    Ein Genre für diesen Roman zu bestimmen ist nicht einfach. Es gibt durchaus Züge eines historischen Romans, da die Historie den Rahmen vorgibt, allerdings gespickt mit kleinen romantischen Momenten. Größer ist dagegen das Label des Krimis, wobei auch hier in keinster Weise von einem Thriller gesprochen werden kann. Wer einen superspannenden Krimi erwartet, ist hier falsch. Es wird lediglich Spannung durch die Mördersuche aufgebaut, der Spannungsbogen bleibt allerdings recht flach. 

    Das Setting macht es dem Leser leicht sich in dieses Thema hineinzuversetzen. Oft wird in aller Ausführlichkeit über die Hexen geschrieben, deren Ruf, Klischees oder andere mystische Phänomene, wie zB die Banshee. Die Handlungs- bzw. Zeitsprünge sind als roter Faden ideal, man kommt nicht durcheinander, sondern versucht selbst die fehlenden Puzzlestücke zusammen zu setzen. Man muss sich als Leser allerdings auf ein gewisses Level der Mystik und des Aberglaubens einlassen, bzw. sollte nicht unbedingt alles logisch hinterfragen, was aufgeführt wird.

     

    Mir waren die vielen historischen Details, vor allem die Ausführungen zur Banshee- Thematik leider teilweise zu intensiv, da hätte ich lieber mehr Spannung an dieser Stelle gehabt. Dennoch ist es ein Buch, das man ungern aus der Hand legt, und vor allem für den Herbst ideal.

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    quatsprechevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Thema ist nicht neu, jedoch immer wieder spannend. Brunonia Barry ist eine hervorragende Schriftstellerin.
    Morde in Salem

    Nachdem ich mehrere Rezensionen las und mich aktuell (immer wieder im Oktober) mit dem Thema der Hexenverfolgung beschäftige, kam dieser Roman von Brunonia Barry gerade richtig. Dachte ich zumindest. Ich hatte einen fantastischen Roman erwartet, eine Mischung zwischen Krimi und Fantasy. Jedoch erwartete mich (nur) ein einfacher Krimi, durchaus spannend, jedoch nicht mehr.

    An Halloween 1989 wurden in Salem Morde verübt. Es gibt zwei überlebende: ein kleines fünfjähriges Mädchen namens Callie und ihre Tante Rose, eine stadtbekannte Historikerin. Beide sind stark traumatisiert und ihre Wege trennen sich. Nach 25 Jahren führen ihre Wege jedoch wieder zusammen, denn an Halloween 2014 stirbt wieder jemand. Rose ist an beiden Unglücksfällen beteiligt, doch sie besteht darauf, dass eine ‚Banshee‘ für die Morde verantwortlich war.

    Der Polizeichef von Salem macht sich an die Arbeit, denn der zurückliegende Fall wird plötzlich wieder aktuell. Doch wie soll er eine Banshee verhaften? Gut, dass viele Frauen in der Stadt über außergewöhnliche Talente verfügen und ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen. Durch präzise Polizeiarbeit und durch die wiederkehrenden Erinnerungen von Callie können die Puzzleteile zusammengesetzt werden.

    Die amerikanische Stadt Salem in Massachusetts hat eine lange und bewegte Vergangenheit. In dem Roman lernte ich viel über die Gründungszeit der Stadt, über den unterschied zwischen dem katholischen und puritanischen Glauben und darüber, wie es zu den schrecklichen Hexenprozessen 1692 gekommen ist. Er animierte mich dazu, mich mehr mit der Stadt und deren Geschichte zu beschäftigen und dafür bin ich dankbar.

    Gut, dass die Stadt begriffen hat, wie Marketing und Tourismus funktioniert und wie damit Geld zu machen ist. Auch einige dieser Strömungen habe ich aus dem Roman erfahren und nehme sie als so real beschrieben wahr, dass ich mir vorstellen kann wie die Autorin in einem Café in Salem gesessen hat um ihre Umgebung zu beobachten und zu recherchieren.

    Ich kann auch verstehen, dass der Ort eine Pilgerstätte für die pagane Szene geworden ist. Im Gegensatz zu Deutschland und Europa ist die neopagane Hexenreligion ‚Wicca‚ in Amerika eine anerkannte Religion, der jeder beitreten kann (was ich persönlich sehr vernünftig finde). Das daraus für Touristen und Schaulustige noch etwas Geld gemacht wird, finde ich nicht unpassend – das machen andere Religionen auch.

    Über den Roman im Allgemeinen kann ich sagen, dass ich sehr gut unterhalten wurde. Das Thema ist nicht neu, jedoch immer wieder spannend. Brunonia Barry ist eine hervorragende Schriftstellerin und ich freue mich auf die nächsten Teil und weitere Geschichten aus Salem.

    Originalbeitrag: Die Frauen von Salem

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    Emmas_Bookhouses avatar
    Emmas_Bookhousevor einem Jahr
    Mystisch und Übersinnlich

    Die Frauen von Salem – Brunonia Barry
    Vom btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-71436-0
    Taschenbuch: 9,99 €
    eBook: 8,99 €
    Seiten: 608
    Inhalt:
    Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch?
    Mein Fazit:
    Zum Cover:
    Es ist schlicht, aber ansprechend. Die Farben finde ich gutgewählt.
    Zur Geschichte:
    Erst einmal vorweg, finde ich die Geschichten um Salem immer interessant.
    Wer hier aber jetzt einen klassischen Krimi erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Es ist kein Krimi in dem üblichen Sinne, hier geht es eher um mystisches und übersinnliches.
    Was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
    Die Protagonisten sind gut gewählt und auch sehr schön dargestellt, Callie leidet noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter von vor 25 Jahren und man nimmt ihr das auch total ab.
    Hier werden wahre Begebenheiten mit reiner Fiktion vermischt, was wie ich finde sehr gut gelungen ist.
    Der Schreibstil ist flüssig und spannend, ich musste einfach weiterlesen, wollte ich doch wissen wie es weitergeht.
    Die Geschichte ist glaubwürdig erzählt, da gibt es nichts zu meckern, was mic allerdings störte waren die mitunter sehr langen Kapitel.
    Ich gebe 4 von 5 Sternen, weil mich die Kapitellänge mitunter wirklich störte.

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    NeriFeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Mix aus Fiktion und Wahrheit.
    Mix aus Fiktion und Wirklichkeit

    Manche Bücher möchte man lesen, weil einem der Klappentext interessant erscheint. Möglicherweise unterstricht der Cover dies und die Neugier ist geweckt. Meistens sogar ist das der einzige Grund, warum ich ein Buch lesen möchte. Eines zu lesen, nur weil es auf anderen Blogs, im Internet und bei Freunden und Bekannten gehyped wird, war nie mein Ding. Auf Die Frauen von Salem stieß ich rein zufällig. Die Aufmachung sprach mich an und ich hatte mal wieder Lust auf einen gruseligen Roman.

    Klappentext
    Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin, ein Fall, der nie gelöst wurde.

    Als ein Teenager unter mysteriösen Umständen in der Halloween-Nacht stirbt, wird John Rafferty, der Polizeichef von Salem, hellhörig. Auf den Tag genau vor fünfundzwanzig Jahren waren drei junge Frauen in der kleinen Stadt in Massachusetts ermordet worden. Der Täter wurde nie gefasst. Doch damals wie heute steht die bekannte Lokalhistorikerin Rose Whelan unter Verdacht. Kann das Zufall sein? Hat die Frau am Ende etwas zu verbergen? 


    Ich muss, ohne zu spoilern, vorwegnehmen, dass dieser Roman sich neben der Suche nach einem Mörder, hauptsächlich mit Hexerei und Magie befasst. Dies war mir zuvor nicht bewusst und normalerweise hätte ich das Buch unter diesen Umständen wohl nicht weiterlesen wollen. Zu viel Mystik und Fantasy ist nichts für mich. Da ist es wiederum eine große Bereicherung für diesen Blog, dass Jenni dem Fantasy-Genre sehr zugeneigt ist.

    Die Morde an den besagten drei Frauen geschahen im Jahr 1989. Die Geschichte spielt zwischen 2014 und 2015. Die junge Protagonistin Callie Cahill, das kleine Mädchen, welches die einzige Augenzeugin ist, kehrt an den Ort des Verbrechens zurück und möchte gemeinsam mit Rafferty die Morde aufklären, die inzwischen fünfundzwanzig Jahre zurückliegen. Ihre enge Vertraute Rose Whelan, von der sie lange glaubte, sie sei tot, wird verdächtigt. Callie will nicht wahrhaben, dass der einzige Mensch, den sie noch zu ihrer Familie zählt, ihre eigene Mutter und deren Freundinnen, welche sich „Die Göttinnen“ nannten, tötete.

    Salem wurde mir als Leser sehr schnell als Hexenstadt verdeutlicht. Nicht nur an Halloween sind Begriffe wie Zauberei und Hexerei im Umlauf. Salem rühmt sich schier zweifelhaften Image, eine Hexenstadt zu sein. Viele Touristen weltweit fühlen sich angezogen und besuchen die vielen Hexen-Veranstaltungen in Salem und vor allem das bekannte Treiben an Halloween.

    Die Autorin war mir nicht bekannt. Der Schreibstil liest sich meist flüssig und ansprechend. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat, war ich relativ schnell durch. Die sechsundvierzig Kapitel werden mit einem Zitat eingeleitet. Die Idee finde ich sehr gut. Der Titel hätte meines Erachtens nach eher Die Hexen von Salem heißen müssen, um dem Leser direkt zu implizieren worum es geht. Das fehlte mir etwas. Die Protagonisten wirken allesamt sehr gut ausgearbeitet und „fertig“. Besonders Callie mochte ich auf Anhieb. Viele sind nicht das, was sie scheinen. Selbst auf den letzten Seiten war ich noch einige Male überrascht, aufgrund der vielen Beziehungen der Charaktere untereinander und der Irrungen und Wirrungen.

    Im Großen und Ganzen fand ich die Handlung sehr spannend beschrieben. Die Idee und auch die Umsetzung lassen wenig Raum für eine negative Bewertung. Dennoch entspricht das Buch nicht ganz meinem Geschmack, da mir Hexerei, aufgrund meines geringen Interesses dafür, einfach nicht liegt. Ich grusele mich aber gern, weswegen ich oft sehr gespannt war, wie es mit den Ermittlungen voran geht. Für alle, die gerne dickere Bücher lesen, Fantasy mögen und sich gerne gruseln ist Die Frauen von Salem sicher ein gutes Buch.


    Ich danke dem btb-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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    AnneHuhnvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für Leser und Interessierte schöner mystischer Geschichten. Teils Fakten, teils Fiktion. Toller Schreibstil. Ich fand es sehr gut !
    Absolute Leseempfehlung für die kommende Herbst- und Halloweenzeit.


    Die Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert mit den Hexenprozessen von Salem und erstreckt sich über mehrere Generationen bis hin zu Callie, der Hauptprotagonistin. Als sie 5 Jahre alt war, erlebte sie den Mord an ihrer Mutter und deren Freundinnen mit und ist seitdem traumatisiert. Ein erneuter mysteriöser Mord an Halloween lässt Callie 25 Jahre später als junge Frau nach Salem zurückkommen.


    Unter Mordverdacht damals wie heute, steht Callies Tante Rose. Doch weder der Polizeichef noch die verängstigten Bürger können ihr was nachweisen. Und Callie ist von Roses Unschuld überzeugt und möchte dies beweisen. In der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit und der Geschichte der Stadt gerät Rose immer tiefer in den Sog der Geheimnisse.


    Lieblingssätze:


    „Und sobald man anfängt, bestimmte Gruppen von Menschen zu dämonisieren, wenn man sie zum Anderen macht, dann kann man doch so gut wie alles rechtfertigen, was man ihnen antun will, nicht wahr? Sieh dir doch einmal die Geschichte an, wenn du mir nicht glaubst.“


    „Sag mir, was du willst, und ich sage dir für wen du dich hältst. Sag mir, wovor du dich fürchtest, und ich sage dir, wer du wirklich bist.“


    Fazit:


    Für den 600 Seiten Roman muss man sich Zeit nehmen. Und am besten passiert dies eingekuschelt im Bett oder auf der Couch, wenn es draußen, so wie jetzt im Herbst, stürmt und regnet. Das Cover finde ich sehr ansprechend und der dicke Roman hat sich als ein absolutes Highlight entpuppt. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.


    Er beruht auf Fakten und Fiktion. Also für Geschichtsinteressierte für das puritanische Amerika sowie für Mystiker der keltischen Sagen und Sympathisanten der weisen Frauen. Auch ein interessantes Buch für Neuheiden und Anhänger der New-Age Bewegung.


    Wer mit Übersinnlichen überhaupt nichts anfangen kann oder einen klassischen Kriminalroman erwartet, wird dem Zauber des Romans nicht viel abverlangen können.


    Absolute Leseempfehlung für die kommende Herbst- und Halloweenzeit.




    Ich danke dem Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Dies hat meine Meinung in keinem Fall beeinflusst.

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    SusannePichlervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Brunonia Barry kann gleichermaßen erzählen wie auch schreiben! Ein wunderbares Buch, das man am liebsten nie mehr aus der Hand legen würde.
    Salem, The Witch City

    Brunonia Barry kehrt in ihrem neuen Roman "Die Frauen von Salem" nach Salem, Massacusetts zurück. Man trifft auf viele vertraute Figuren und Orte aus ihrem Debütroman "Die Mondschwimmerin". Yellow Dog Island, die kleine Insel vor der Küste Salems, der Teesalon, Towner und Rafferty, sie alle spielen auch in diesem Buch eine wichtige Rolle und sind dem Leser sofort wieder vertraut.

    In der Halloween-Nacht 1989 wurden drei junge Frauen in Salem auf brutale Weise ermordet. Die drei Frauen waren allgemein als die "Göttinnen" bekannt. Sie waren schön und betörend, geheimnisvoll und verrucht. Für die einen waren sie nur leichtlebig und verantwortungslos, für die anderen Göttinnen und wieder für andere Anhängerinnen des Teufels. Rose Whelan, die in der Todesnacht bei den Göttinnen war und einst eine angesehene Historikerin, geriet unter Mordverdacht. Obwohl ihr nie etwas nachgewiesen werden konnte, forderten die Geschehnisse ihren Tribut. Rose zog sich in ihre eigene Welt zurück, wurde obdachlos, sprach mit Bäumen und widmete ihre gesamte Zeit den Hexenprozessen von 1692. Und Callie, im Jahre 1989 fünf Jahre alt und Tochter einer der Göttinnen, überlebte, versteckt im Gebüsch, den Mord an ihrer Mutter und deren Freundinnen.
    Als 25 Jahre später ein Jugendlicher in Salem ermordet wird, wieder in der Halloween-Nacht und wieder im Beisein von Rose, ist Rafferty gezwungen nach und nach auch den ungelösten Fall von 1989 wieder aufzurollen. Und Callie kehrt, als sie in den Nachrichten von den Geschehnissen hört, nach Salem zurück.
    Nach der Ermordung ihrer Mutter wurde Callie von Nonnen in einem Waisenhaus großgezogen. Diese Nonnen begegneten dem kleinen seltsamen Mädchen mit einer beständigen Reserviertheit. Die Ermordung ihrer Mutter und deren Verbundenheit mit den Hexen von Salem, sowie Callies spröde verschlossene Persönlichkeit, überforderten die Nonnen. Die Erinnerungen an die Mordnacht hat Callie erfolgreich verdrängt, nur einzelne Fetzen der Geschehnisse finden den Weg in ihre Alpträume. Die Alpträume verfolgen sie bei Nacht, tagsüber plagen sie eine Art von Hellsichtigkeit und Visionen, die unvermittelt auftreten. Aber zumindest in ihrem Beruf als Klangtherapeutin sind sind sowohl Empathie als auch Sensibilität von Vorteil.
    Im heutigen Salem, das es bestens versteht die Hexenprozesse von 1692 zu vermarkten und das für Weiße und Graue Hexen offensteht, lösen dennoch die von allerlei Mythen umgebenen Morde an den Göttinnen sowie der Tod des Teenagers und die sonderbare Rose bei der Bevölkerung Unbehagen und Ansätze von Panik aus. All dies bekommt Callie bei ihrer Rückkehr zu spüren. Verzweifelt versucht sie die Unschuld von Rose zu beweisen und auch endlich für sich selbst die Geheimnisse der Mordnacht zu lösen. Unterstützt wird sie dabei von Polizeichef Rafferty und seiner Frau Towner Whitney.

    Brunonia Barry gelingt es, das vergangene wie auch das gegenwärtige Salem lebendig werden zu lassen. Die Hexenprozesse, Nathaniel Hawthorne, die Mayflower und die Puritaner stehen in ihrer Lebendigkeit dem Salem von heute, in dem sich Esoterik, alte Mythen und pure Geschäftstüchtigkeit mischen, in nichts nach. Wenn man "Die Frauen von Salem" liest, kann man das Meer riechen, die Menschen vor sich sehen und einem imaginären Stadtplan folgen. Brunonia Barry verwebt auf beeindruckende Weise mythologische Stoffe, historische Fakten und esoterische Einflüsse. Es spricht eindeutig für sie, dass diese Mischung perfekt ausbalanciert ist und keinen schalen Eindruck hinterlässt. Ich hoffe sehr, dass Brunonia Barry in einem zukünftigen Roman wieder nach Salem und zur Familie Whitney und ihren Freunden zurückkehren wird. Geschichten gibt es in Salem genug zu erzählen!

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    Luilines avatar
    Luilinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider eher enttäuschend. Viele Längen trotz gutem Schreibstil.
    Leider ein Flop

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Roman "Die Frauen von Salem" von Brunonia Barry.

    Ich habe erst im Nachhinein gemerkt, dass es sich um einen dritten Band handelt, "Die Mondschwimmerin" und "Die Widmung" sind bereits 2011 bzw. 2012 erschienen. Man kann das Buch aber sehr gut als Einzelband lesen.  

    Verlag: btb / Seitenzahl: 608 / Erscheinungsjahr: Juni 2016 / Originalausgabe: "The Fifth Petal" / Übersetzung: Elke Link / ISBN: 978-3-442-71436-0 / Preis: 9,99€ (TB) 

    Inhalt: Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch? 

    Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen und hat eine spannende und auch mystische Handlung versprochen.
    Die Geschichte spielt 2014, es gibt aber immer wieder Rückblenden ins Jahr 1989, die aus der Sicht der Protagonistin Callie erzählt werden. Die Rückblenden waren immer recht kurz und leider auch etwas verwirrend. Callie war damals fünf Jahre alt und erinnert sich im Jahr 2014 noch an jedes gesagte Wort. Diesen Aspekt fand ich leider sehr unlogisch.

    Am Anfang hatte ich ebenfalls Probleme die Figuren einzuordnen und ich finde auch, dass sie sehr flach bleiben. Auch waren mir die Protagonisten nicht wirklich sympathisch. Vielleicht liegt es daran, dass es ein dritter Band ist und man die Figuren in den vorherigen Büchern schon besser kennenlernt. Viele Handlungen der Protagonisten konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen.

    Positiv vermerken kann ich den Schreibstil der Autorin und die Atmosphäre des Buches.
    Leider hatte das Buch aber auch einige Längen, besonders bei den Dialogen. Hier habe ich an manchen Stellen dann nur quer gelesen!

    Ich habe mir von diesem Buch erhofft, auch etwas mehr über die Hexenprozesse und die historischen Hintergründe zu erfahren. Dem war leider nicht so. Die Geschichte verliert sich ein wenig und wird erst zum Ende hin ein wenig spannend. Natürlich ist es ein Roman und kein Thriller, aber dennoch versprach der Klappentext ein spannendes Buch.  

    Fazit:
    Für mich war das Buch leider ein Flop. Meine Erwartungen an die Geschichte wurden nicht erfüllt und es war auch im Allgemeinen sehr langatmig und stellenweise sogar langweilig. Wem die ersten beiden Bücher gefallen haben, der wird dieses Buch bestimmt mögen.  

    Daher gibt es von mir 2 Sterne!

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    Angie*s avatar
    Angie*vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mystische Märchen für Erwachsene,,,
    Mystische Märchen für Erwachsene,,,

    Zum besseren Verständnis des Romans empfehle ich bei Wikipedia einige Infos abzurufen und zu lesen.Die Hexenprozesse von Salem 1692
    REZENSION
    INHALT:  Salem in Neuengland, eine Stadt in der es im Jahr 1692 Hexenverfolgungen und Prozesse gab. Die Bevölkerung und einige Nachkommen dieser verurteilten und ermordeten  Frauen profitieren in heutiger Zeit immer noch von diesem schrecklichen Ereignis, da es viele Touristen gerade an Halloween in die Stadt zieht.  Callie Cahill musste als fünfjähriges Kind Schreckliches miterleben. Ihre Mutter und zwei  ihrer Freundinnen wurden vor ihren Augen im Jahr 1989 ermordet. Rose Whelan, eine stadtbekannte und renomierte Historikerin wird verdächtigt, dieses Verbrechen begangen zu haben. Es konnte ihr aber nicht nachgewiesen werden. Erneut stirbt ein Junge auf mysteriöse Weise und wieder ist die inzwischen etwas verwirrte, obdachlose, ehemalige Wissenschaftlerin Rose in dieses Geschehen verwickelt. John Rafferty, der Polizeichef ermittelt in dem Fall  und entdeckt  Verbindungen zu  der inzwischen  nun erwachsenen Callie, Rose Whelan und dem Geschehen vor Jahrhunderten. Ist Rose womöglich eine Banshee? Der irisch geprägte Aberglaube an Feen und ihre Wandlungen  ist in der Bevölkerung von Salem immer noch vorhanden,,,,
    MEINE MEINUNG: Vorsicht! Dieser Roman ist kein echter Krimi, wie ihn Liebhaber dieses Genre  vielleicht erwarten würden. Mystische, esoterische Vorstellungen, Aberglauben, religiöser Fanatismus  sind in diesem Roman von der Autorin, einem bunten Flickenteppich gleich, in diese unheimliche Geschichte eingewoben worden. Ihr Schreibstil ist gut verständlich und anschaulich. Teilweise gibt es in diesem Roman einige Längen, aber es lohnt sich weiterzulesen, da der Spannungsbogen immer wieder neu aufgebaut wird.  Brunonia Barry hat den Ort Salem sehr stimmig beschrieben und man spürt den Sog der alten Geschichten, die auch in den Köpfen der Bevölkerung immer noch lebendig aufspielen. Hexen - ich würde eher sagen , es sind weise Frauen , die sich mit alternativen Kräuterheilmethoden auskennen, leben auch heute dort noch. Man mag an diesen Zauber glauben  oder nicht, die Autorin hat mit diesen Hilfsmitteln eine spannende, manchmal etwas surreal erscheinende Geschichte erschaffen und mir damit einige anregende *Märchenstunden* für Erwachsene geschenkt.  Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
    Meine Bewertung: Vier **** Sterne.
    Herzlichen Dank an die Autorin und die Random House Group für dieses unterhaltsame Leseexemplar!

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