Bryan Smith Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt

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Inhaltsangabe zu „Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt“ von Bryan Smith

Rock and Roll ist das nicht.

— Sulla
Sulla

Ob es wohl wirklich jemals eine Anstalt zur musikalischen Umerziehung geben wird?

— ChattysBuecherblog
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  • Klasse... der sollte verfilmt werden...

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    PeWa

    PeWa

    11. June 2016 um 13:55

    Unbeschreibliches geht in der Musikalischen Umerziehungsanstalt Southern Illinois (MUSI) vor. Die lesbisch-dominant veranlagte Direktorin treibt in ihrem Büro nach Feierabend gerne perverse Spielchen mit diversen Mädchen, von denen bereits drei ihren abnormen Praktiken zum Opfer fielen und vom Hausmeister unter die Erde gebracht werden mussten. Dummerweise ist Nummer Vier bereits die zweite Schülerin der Besserungsanstalt, die ums Leben gekommen ist und die Gefahr steigt, dass ihr Treiben ans Tageslicht kommt. Doch zunächst hat Miss Huffington andere Sorgen, denn als der Hausmeister die tote Anna gerade begrabe will, schlägt unweit der MUSI ein Komet ein und lässt die verscharrten Opfer als Zombies wiederauferstehen. Keine guten Voraussetzungen für die Rettungsaktion, zu der sich Steve und Wayne entschlossen haben, denn Waynes Freundin Melissa wurde von ihren Eltern in eben jene Besserungsanstalt geschickt, um aus ihr ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu machen.Bei einem derartigen Titel kann man gar nicht anders, als eine aberwitzige, skurrile Horror-Story jenseits des Mainstreams zu erwarten. Aber was sollen Rock-and-Roll-Zombies überhaupt sein? Tanzende Untote oder wiederauferstandene Mitglieder einer Band, die von ihren außer Kontrolle geratenen Fans niedergetrampelt wurden? Die Bilder, die einem bei dem Wort Besserungsanstalt durch den Kopf schießen, sind da schon eindeutiger und in Verbindung mit dem Klappentext kann man sich vorstellen, was einen erwartet: Sexploitation in Reinkultur. Letzteres trifft sogar bis zu einem gewissen Grad zu, doch ansonsten präsentiert Bryan Smith eine vergleichsweise harmlose und geradlinig erzählte Horror-Story, die bestenfalls als Hommage an das Zombie-Kino der 80er und 90er Jahre zu verstehen ist. Als Beispiele seien hier Kultstreifen wie „Re-Animator“, „Return of the Living Dead“ und „Dellamorte Dellamore“ genannt. Der Autor hätte seine Sache nicht gut gemacht, wenn die Bedrohung ausschließlich von den Zombies ausgegangen wäre. Glücklicherweise kommt jedoch Lehr- und Erziehungspersonal mit äußerst fragwürdiger Qualifikation und eine Handvoll brutaler Wachmänner hinzu. Kurze Kapitel mit entsprechenden Zitaten aus den Lieblings-Rocksongs des Autors (daher der Titel) machen den schmalen Band zu einer äußerst kurzweiligen Lektüre, die man bequem am Stück goutieren kann. Allerdings sollte man ein Faible für die wandelnden Leichen mitbringen. Neu erfunden hat Smith den Zombieroman indes zwar nicht, aber immerhin bietet er eine schöne Alternative zu den üblichen Endzeitszenarien, die derzeit die Büchertische zu diesem Genre dominieren. In den Buchhandel werden die „Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt“ aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Label „Festa extrem“ zwar nicht gelangen, obwohl einige Titel aus den regulären Reihen PSYCHOTHRILLER oder HORROR TB deutlich brutaler und blutiger sind, der Zombie-Fan kann hier aber dennoch bedenkenlos zugreifen. Nur allzu hohe Ansprüche an Charakterentwicklung und Handlungsverlauf sollte er dabei nicht stellen.

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  • klein aber gut

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    Selest

    Selest

    18. September 2015 um 21:13

    Heavy-Metal-Sucht was ganz fieses was tut man dagegen klar man gibt sein Kinder in die Musi eine Umerziehungschule in der auch nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als dann noch ein paar verschwundene Schüler als Zombies wieder auftauchen ist Rock and Roll angesagt.Ich gestehe ich hatte dieses Buch schon länger auf meinen Reader und irgendwie Angst der Titel sah mir nach dem kauf so nach ohh dunkle Komödie aus, aber ich hätte mal auf mich hören sollen, meist wen ich kaufe mag ich es auch und so ist es auch hier. Einfach gestrickt zwar aber gut geschrieben, alles was rein muss ist da ohne groß zu verschnörgeln. Mir hats gefallen nur etwas wenig an Seiten ein Buch das sehr schnell zu lesen ist.Also kann man es auch schön mal zwischen durch planen.Nicht ganz so brutal wie einige der anderen Festa Bücher aber genug für ein Zombie Buch 

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  • Kurzweilige Lektüre, die man lesen kann, aber nicht muss.

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    astrid_meryjaine

    astrid_meryjaine

    29. October 2013 um 17:56

    Kurzbeschreibung laut Festa: Vergewaltigung, Folter und Gehirnwäsche stehen in einer Besserungsanstalt in Southern Illinois auf dem Steundenplan. Statt Jugendliche im Auftrag bibeltreuer Eltern von ihrer Heavy-Metal-Sucht zu befreien, treiben hinter der biederen Fassade zahlreiche kranke Gestalten ihr Unwesen. Eine Direktorin etwa, deren lesbische S/M-Spielchen ständig außer Kontrolle geraten, ein Hausmeister, der sich als Totengräber verdingen muss, um hinterher die Überreste zu beseitigen, und ein Schließer, dem seine Gier nach Sex zum Verhängnis wird. Und dann gibt sich nach einem Kometeneinschlag auch noch eine Horde mordlustiger Zombies die Ehre … Sexploitation, Anspielungen an die Popkultur der 70er und 80er und jede Menge Rock and Roll. Bryan Smith hat den Zombieroman neu erfunden! Meine Meinung: Dieses war mein erstes Buch von Bryan Smith und ich bin ein wenig enttäuscht. Ich fand diese kleine Story nicht direkt schlecht, aber schon sehr flach. Ich verzeihe es einem Autor, wenn bei einer trashigen Geschichte, die Charaktere keine Tiefe aufweisen. Leider las es sich aber an vielen Stellen ein wenig, wie von einem Anfänger geschrieben. Sorry, aber das ist mein Eindruck. Ich sag mal so: Wahrscheinlich bin ich von Edward Lee verwöhnt. Schon während des Lesens dachte ich immer wieder „Mensch, der Lee könnte das hundert Mal besser.“ Trotz allem hat mich die Story insgesamt unterhalten. Wirklich gut ist Smith die Darstellung der Zombie-Metzeleien gelungen. Weiterhin positiv hervorzuheben, ist die Szene mit dem Hausmeister als Totengräber! Der Schluss war für mich etwas krude und fantastisch, und passte nicht wirklich zur vorherigen Handlung. Ich hatte den Eindruck, der Autor wollte sich mit diesem „Epilog“ die Türe für eine Fortsetzung offen lassen. Mir hätte ein krachender, knackiger Showdown völlig gereicht. Dieses Hinauszögern wäre nicht notwendig gewesen. Tja, künstlerische Freiheit, oder? ;-) Weiterhin gestört hat mich, dass der Verlag das Buch künstlich mit jeweils einem gleichen Deckblatt vor jedem Kapitel aufgeplustert hat. (Ein Beispiel folgt unter diesem Text mit einem von mir gemachten Foto.) Ich habe sie extra mal gezählt und kam auf 30! Seiten, die man von den angegebenen 192 Seiten abziehen muss. Zudem fängt die eigentliche Novelle erst auf Seite 8 an. Das ist insgesamt eine Menge Ausschuss und stieß bei mir sauer auf. Gut, der Autor kann dafür nichts, daher fließt das auch nicht mit in meine Bewertung ein. Eigentlich hatte ich nach der Lektüre dieser Novelle keine rechte Lust mehr, weitere Bücher von Smith zu lesen. Jetzt haben mir aber gleichgesinnte Lesefreunde versichert, Smith könne es besser, wie zum Beispiel in seinem Roman „Verkommen“. Vielleicht waren die Rock and Roll Zombies ein frühes/früheres Werk von ihm? Daraufhin habe ich mal ein wenig recherchiert. Der Roman „Verkommen“ wurde 2009 im Original mit dem Titel „Depraved“ veröffentlicht und die Novelle in 2010 unter dem Titel „Rock an Roll Reform School Zombies“. Sicher sagen, ob die Novelle nicht doch vorher entstand, kann man natürlich nicht. Zudem ist über Smith sehr wenig bekannt und auch nicht viel im Netz herauszufinden. Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: Hier liegen noch „Verkommen“ und „Haus des Blutes“ von ihm. Damit gebe ich ihm natürlich noch eine Chance ;) Interessant finde ich, dass Bryan Smith auch der Name eines Mannes ist, der 1999 mit seinem Van Stephen King anfuhr. King wurde beim Spazierengehen von dessen Kleinbus erfasst und schwer verletzt. Anspielungen auf diesen Vorfall gab es später in verschiedenen Werken von King. Der Autounfall spielt zudem im siebten Teil der Turm-Reihe „Der Turm“ eine zentrale Rolle. Ich würde zu gerne wissen, ob der Autor Bryan Smith wirklich so heißt, oder ob dieses ein gezielt gewähltes Pseudonym ist. Darüber konnte ich leider nichts herausfinden. Wenn es zufällig jemand weiß, würde ich mich über eine kurze Info freuen! Zurück zum Buch! Ein Rätsel ist mir, warum dieser Titel vom Festa Verlag in der "Extrem" - Reihe veröffentlicht wurde. Das Buch war weder extrem ekelig, blutig oder in irgendeiner Weise extrem abartig in Beschreibungen oder Darstellungen. Da habe ich schon wesentlich „Schlimmeres“ gelesen, wie z. B. „Bighead“, „Das Schwein“ und „Der Teratologe“, alle von Edward Lee. Die beiden letztgenannten Titel sind m. E. zu Recht in der Extram-Reihe. Fazit: Leichte, trashige Kost mit etwas schwarzem Humor, aber nicht mehr als eine kurzweilige Lektüre, die man lesen kann, aber nicht muss. Meine Bewertung: Wohlgemeinte 3 von 5 Sternen!

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  • Runde 2 mit Festa Extrem

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    Kittie

    Kittie

    20. May 2013 um 17:33

    Die ROCK-AND-ROLL-ZOMBIES AUS DER BESSERUNGSANSTALT sind Band 2 der neuen Festa Extrem Reihe und schauen wir mal, was diese Geschichte nach DAS SCHWEIN zu bieten hat… … und zwar um eine Besserungsanstalt, in der junge Menschen davon abgebracht werden sollen Heavy-Metal Musik zu hören. Sie sollen also zu Spießern gemacht werden und dazu ist jedes Mittel recht. So auch körperliche Züchtigung, aber die ufert bei den “privaten Unterweisungen” der Direktorin schon einmal aus, sodass bei diesen eher SM-Spielereien auch mal die Mädchen ums Leben kommen. Und diese toten Mädchen sollen dann vom Hausmeister im Wald verscharrt werden. Aber nicht nur die Direktorin treibt es gerne mal zu weit, sondern auch einer der Lehrer, der ein Mädchen vergewaltigt. Sie beschließt daraufhin aus der Besserungsanstalt zu fliehen und ruft ihren Freund an, der sie da raus holen soll. Das alleine würde schon als Stoff für eine Geschichte reichen, aber Smith packt noch einen Kometen dazu, der auf die Erde trifft und so die Toten wiederkehren lässt. Das ist für sich eine ganz nette Geschichte, aber ich muss sagen, dass ich den Anfang ziemlich langweilig fand und ich schon dachte, dass es mit dem Buch nichts wird. Zum Glück ändert es sich im letzten Drittel, denn da geht das Zombietreiben so richtig los und da macht dann die Geschichte Spaß. Wegen mir hätte es schon mit dem Gematsche und Gesplatter eher losgehen können, denn was vorher kommt, riss mich nicht richtig mit. Die Figuren sind zu flach und austauschbar bzw. konnte ich kein Interesse für sie aufbringen. Die Einzige, die halbwegs interessant ist, ist die lesbische Direktorin mit ihrem Hang zu SM-Spielen, aber das kam auch alles viel zu kurz oder wurde nur angedeutet. Das hätte man so schön ausbauen können und dann würde es auch die vom Backcover versprochene Sexploitation geben. Hab mir da mehr von versprochen, aber zum Glück wird es zum Ende hin besser und so schafft es die Geschichte doch noch den Durchschnitt zu verlassen. Die Anspielungen auf die gute alte Heavy-Metal Musik, wo Liedtitel mehr oder weniger bekannter Punk/Rock/Metal-Bands als Kapitelüberschrift dienen, ist ganz nett. Hatte ich mir aber auch mehr von versprochen. Ich würde dann auch nicht da mit gehen, dass Bryan Smith den Zombieroman neu erfunden hat – dafür gibt es zu viel Bekanntes rundum Zombies aus anderen Büchern oder Filmen. Daher würde ich auch ROCK-AND-ROLL-ZOMBIES AUS DER BESSERUNGSANSTALT eher Zombie-Fans empfehlen, die einfach nicht genug von Zombies bekommen können. Glaube andere Leser können sich hier eher weniger mitnehmen. Ich freu mich dann schon wieder mehr auf Band 3 der Festa Extrem Reihe - DER TERATOLOGE von Edward Lee.

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  • Schnell, aber kein bisschen heftig

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    Sulla

    Sulla

    11. May 2013 um 13:44

    Ja, ja, das liebe Marketing. Verspricht es uns doch auch mal eine etwas härtere Gangart, hält sie es dann doch nicht. Ein paar lieblose Aneinanderreihungen quasi wohl "harte" Episoden, die man aber so auch überall anders lesen könnte, ohne das Etikett Extreme dranzukleben. Der Meteor der an dem kleinen Zombieausbruch schuld ist, war auch schon mal da und die musikalischen Referenzen sind bestenfalls bemüht. Im großen und ganzen ein langweiliges Buch, an dem das beste ist, das es relativ schnell vorbei ist.

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  • Anstalt für musikalische Umerziehung - das Aus für Heavy Metall und Punk Rock

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    27. April 2013 um 10:07

    *ÜBER DEN AUTOR* Bryan Smith lebt in Tennesse / USA und hat sich in rekordschnelle an die Seite von Richard Laymon, Edward Lee und Jack Ketchum katapulitiert. Ein Meister des brutalen Thrills. *COVER* Um den Buchtitel zu bekräftigen wurde hier ein Bild von einem weiblichen Zombie gewählt. Somit weiß der Leser sofort, in welchem Genre er sich befindet. Auch der Hinweis vom FESTA Verlag ist eindeutig - Wenn Lesen zur Mutprobe wird *STORY* Wayne wird nachts durch einen Anruf von seiner Freundin geweckt. Heulend bittet, nein fleht sie ihn an, dass er sie von der MUSI abholen bzw. wegholen soll. Die MUSI, die musikalische Umerziehungsanstalt Southern Illinois, hat für sich den Anspruch, Teenager von ihrem Musikgeschmack zu "demetallisieren". Aus Heavy Metall und Punk Rock Fans, sollten nach Abschluß der Schule, solide, geschniegelte und an die Gesellschaft angepasst Menschen werden. Wayne fasst den Plan, gemeinsam mit seinem Freund Steve, Melissa zu befreien. Doch warum möchte Melissa unbedingt von dieser Schule? Hinter den Mauern der MUSI geschehen unglaubliche Dinge. Da ist z.B. die Sekretärin, die sich eine Schülerin als persönliche Gespielin hält. Nachts "darf" die Schülerin dann zu ihr kommen, um mit Schlägen gezüchtigt zu werden. Everett, Hausmeister und Gärtner der Schule, ist gerade dabei, ein Grab für eine prostituierende Schülerin, die leider aus "unerkärlichen" Umständen gestorben ist, zu graben als er einen Meteor auf sich zukommen sieht. Er wirft sich in seiner Angst in das frisch geschaufelte Grab und beobachtet, wie das helle, gleißende Licht weiter in Richtung MUSI fliegt. Plötzlich spürt er eine Bewegung unter sich. Die Tote scheint zu erwachen. Die Zombies sind erwacht - und alles nimmt seinen Lauf. *FAZIT* Wieder einmal hat es Bryan Smith geschafft, mich für eines seiner Bücher zu begeistern. Die Idee der Anstalt für musikalische Umerziehung und die Beschreibung der einzelnen Phasen finde ich sehr gut gelungen. Interessant sind auch die Überschriften der einzelnen Kapitel, die allesamt aus Liedern von Heavy Metalls und Punk Rock Bands stammen. Der Schreibstil ist wie gewohnt brutal und wirklich nichts für schwache Nerven. Wer zu einem Buch von Bryan Smith oder dem FESTA Verlag greift, sollte sich wirklich darüber im Klaren sein, was ihn erwartet.  Brutale Spannung ist garantiert. Ich vergebe hiermit 5 von 5 Sternen.

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  • Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    08. April 2013 um 13:46

    “Das Mädchen war ein Zombie. Daran gab es keinen Zweifel. Keine Kannibalin, wie er zuerst gedacht hatte. Nein, sie war eine wandelnde, fleischfressende Leiche. Und sie trug ein katholisches Schulmädchen-Kostüm wie aus einem billigen Pornostreifen. „ INHALT Wayne glaubt sich verhört zu haben, als ihn seine Freundin Melissa mitten in der Nacht anruft und mit tränenerstickter Stimme fleht, sie abzuholen. Ihre Eltern haben Melissa in der MUSI, der „Musikalischen Umerziehungsanstalt Southern Illinois“ – eingewiesen, um sie vom Metal zu heilen, zu „demetallisieren“, und ihre Seele vom bösen Anstrich dieser unheiligen Musik zu reinigen. Doch hinter den Mauern der MUSI findet sich weit mehr statt als nur Chorproben. Dass die Rektorin eine Lesbe mit Vorliebe für erzieherische S/M-Praktiken ist, deren Spiele gerne mal mit dem Tod der jungen Delinquentinnen enden, ist noch das geringste von Waynes Problemen, als er mit seinem Kumpel Steve in der Gewitternacht vor der MUSI vorfährt um Melissa abzuholen. Just in dieser Nacht geht nämlich aus nicht näher erklärten Gründen ein Komet nahe der Schule nieder, dessen Ausdünstungen alle Toten, die ihm zu nahe liegen in fleischfressende Zombies verwandelt. Wie zum Beispiel die beiden billigen Nutten, die Rektorin Huffington getötet hat und die nun über den Hausmeister/Totengräber und die SchülerInnen der MUSI herfallen und so den Zombiekeim an ihre Opfer weitergeben. Bei ihrem Eintreffen sehen sich Wayne und Steve so einer ganzen Horde menschenfressender Untoter gegenüber. „Das Zombiemädchen hörte auf, an seinen Gliedmaßen zu knabbern , und ein großer Klumpen – seine verstümmelten Finger – glitt langsam ihren Schlund hinab. Der Anblick erzeugte eine neuerliche Ekelattacke bei Everett. Ihm wurde bewusst dass es sich möglicherweise um genau die Finger handelte, mit denen er in ihre Möse eingedrungen war. Das schein fast eine Art ausgleichender Gerechtigkeit zu sein, wenn man es als Unbeteiligter betrachtete.“ MEINUNG Man merkt schon bald, dass Komplexität und Charakterentwicklung hier nicht gerade groß geschrieben werden. Dagegen bietet Bryan Smith mit seinen ROCK-AND-ROLL-ZOMBIES ein schnelles, schmutziges Vergnügen, das alle Ansätze von Tiefgang weiträumig umschifft. Rein, Mädchen retten, Zombies killen, raus, Ende. Natürlich wartet heutzutage niemand mehr auf den nächsten großen Zombieroman, doch leider werden bei der straffen Gangart hier viele gute Ansätze verheizt. Am Ende erschöpfen sich auch die beworbenen „Anspielungen an die Popkultur der 70er und 80er“ im Großen und Ganzen darin, dass die Kapitelnamen die Titel von Rockklassikern tragen. ROCK-AND-ROLL-ZOMBIES erschien als Band 2 der Privatdruckreihe „Festa Extrem“, die außergewöhnlich harten und expliziten Titeln vorbehalten ist, die ohne ISBN ausschließlich direkt über den Verlag vertrieben wird. Allerdings ist schon weit härterer Stoff in der Horror TB-Reihe erschienen. Der Roman ist eher eine Novelle, die durch die Aufbereitung ziemlich gestreckt wurde. Da für jedes der 22 Kapitel eine ganzseitige rechtsliegende Innengrafik spendiert wurde und auch die gegenüberliegende Seite teils leer ist, hat man dadurch schon mal 30 inhaltsleere Seiten. Das Ganze liest sich dann auch so fix, dass man das Buch in 2-3h durch hat. Optisch und Verarbeitungstechnisch gibt sich der Festa Verlag wieder keine Blöße. Das Coverbild von Dirk Baumert ist im Zusammenspiel mit dem Titellayout wieder ein echter Hingucker geworden und passt hervorragend zum Inhalt. Das Taschenbuch ist erstklassig verarbeitet und im Format der Festa Crime-Reihe (etwas größer als die Horror-Taschenbücher). Die exklusive Lederoptik komplettiert das hochwertige Erscheinungsbild. FAZIT Die Hardcoreversion der ROCKY HORROR SHOW. Abgefahren, schnell und blutig. Doch insgesamt zu oberflächlich um wirklich zu begeistern. Oder um es – ganz im Sinne der Geschichte – mit David Bowies Worten zu sagen: “Wham Bam Thank-you, Ma‘am“.

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  • Zombies, Blut und Rock and Roll

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    lord-byron

    lord-byron

    02. April 2013 um 21:57

    Melissa steht total auf Rock and Roll. Ihre Eltern weniger. Und weil sie Angst haben, ihre Tochter könnte auf die schiefe Bahn geraten, bringen sie das Mädchen zur "Musikalischen Umerziehungsanstalt Southern Illinois" kurz MUSI. Wenn die Eltern gewusst hätten, was sie ihrer Tochter damit an tun, hätten sie sie wahrscheinlich lieber jeden Tag zu einem Havy-Metal-Konzert geschickt, als nur einen einzigen Tag an diese Schule. Die Erfolgsquote ist hoch, doch wird aus den Kindern, mit extremsten Mitteln, hirnlose Roboter gemacht. "Sie würden diesen Ort grundsätzlich verändert verlassen. Dauerhaft. Keine Partys mehr. Kein Sex. Keine Saufgelage und keine Drogen. Und kein Rock and Roll. Die entlassenen Jungs würden allesamt als seelenlose kleine Arbeitsmaschinen auf mittlerer Managementebene ihr Dasein fristen, vielleicht auch als Funktionäre bei den Republikanern, während sich die Mädchen auf ihre Zukunft als kleine "Frauen von Stepford" in einem verschlafenen Vorort einstellen konnten" (Seite 16/17) Doch wie gelingt das den Lehrern der Schule?  Durch Vergewaltigung, Folter, Gehirnwäsche, Dunkelhaft und eine lesbische Direktorin die auf S/M-Spielchen steht und auch schon mal etwas zu weit geht. Melissa gelingt es ihren Freund  Wayne anzurufen und der macht sich sofort mit seinem besten Freund Steve auf den Weg und sein Mädchen zu retten. Ein ganz schlechter Zeitpunkt, denn in dieser Nacht stürzt ein Komet in der Nähe der MUSI ab und plötzlich kommen auch noch die Toten aus ihren Gräbern. Dieses Buch gehört zu der Reihe "FESTA Extrem" wird nur in kleiner Auflage gedruckt, hat keine ISBN-Nummer und gibt es nur bei FESTA. Natürlich hat die blutrünstige Beate gleich ein Abo für die Reihe abgeschlossen, damit ihr auch keins dieser Bücher entgeht. ;o) Und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich fühlte mich durch das Buch sehr gut unterhalten. Bryan Smith wie wir ihn kennen und lieben. Kein unnötiges Vorgeplänkel, keine Umschreibungen sondern nur harte Tatsachen. Der Autor kommt sofort auf den Punkt, es fließt massenhaft Blut und Gedärm kommt auch genug im Buch vor. Da ist es nur logisch, dass die Charaktere ziemlich blass bleiben. Aber das gehört einfach zu einem guten und brutalen Horrorschmöker. Warum soll ich mich mit den Figuren identifizieren können, die sterben doch sowieso fast alle. ;o) Ich vergebe 4 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für alle die so blutrünstig sind wie ich.

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  • Rezension zu "Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt" von Bryan Smith

    Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt
    steffi_schaaf

    steffi_schaaf

    01. March 2013 um 21:02

    Die musikalische Umerziehungsanstalt, kurz MUSI genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht Jugendliche von der Heavy Metal Sucht zu befreien und zu braven Mitbürgern zu machen. Der konservative Schein trügt jedoch gewaltig, hinter den Fassaden finden S/M-Spielchen und andere Handlungen statt. Wayne und sein Kumpel Steve machen sich auf den Weg um Melissa, die Freundin Waynes, aus der Anstalt zu befreien. Einfach wird es für die Jungs nicht werden, hat doch ein Kometeneinschlag in der Gegend zahlreiche Zombies ins „Leben“ zurückgerufen. Amerikas „Slasherkönig“ hat wieder zugeschlagen. Bryan Smith erweitert meine Sammlung um einen weiteren Horrorthriller. Der Titel Rock-and-Roll Zombies aus der Besserungsanstalt lockte einfach und ich wollte wissen: Was steckt hinter dem außergewöhnlichen Titel? Zunächst beginnt alles noch recht harmlos, Wayne bekommt den Hilfeschrei seiner Freundin per Telefon und er macht sich auf den Weg mit seinem Kumpel gleichzeitig erhält der Leser einen Einblick in das Treiben der Direktorin in der Anstalt. Und da spielen unter anderem Schuluniformen ein große Rolle. Mit dem Kometenabsturz kommt dann auch die Wende und ein Grinsen zaubert sich in mein Gesicht. Die Geschichte wird jetzt interessant, blutig und vor allem witzig, sowie völlig abstrus. Genau das habe ich bei dem Titel erwartet. Passend zu dem Rock and Roll und Heavy Metal Thema wählte der Autor für seine Kapitel Songtexte von Slayer, The Doors, Motörhead oder auch Fear aus. Sehr gut ausgewählt, denn die Geschehnisse passten immer hervorragend auf die Stücke der Künstler. Die Kapitel lasen sich schnell und ohne große Pausen hat man die Story in ein paar Stunden gelesen. Ein netter Zeitvertreib, allerdings ohne große Ansprüche, das erwartet auch keiner, dafür aber mit viel Blut und Innereien, Zombies mit unstillbarem Hunger, großen Helden, einer guten Portion Witz und leider auch einem schnell vorhersehbarem Ende. Für jeden Bryan Smith ein absolutes MUSS!

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