Bunye Ngene

 4,7 Sterne bei 52 Bewertungen

Lebenslauf

Bunye Ngene wuchs in Lagos, Nigeria, auf. Nach seinem Bachelorabschluss in Germanistik an der Universität Ibadan zog er nach Deutschland, um an der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Master in Deutsch als Fremdsprache zu absolvieren. Sein Debütroman The Bodies That Move (deutscher Titel: Die Körper, die sich bewegen) war Finalist des Next Generation Indie Book Awards 2021 und Semifinalist des BookLife Prize 2021. Außerdem wurde er beim LovelyBooks Community Award 2023 in der Kategorie "Literatur" nominiert. Seine Geschichten - auf Deutsch und Englisch - sind von der Einzigartigkeit des Alltags und dem Zusammenspiel verschiedener sozialer Gruppen inspiriert. Er lebt in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bunye Ngene

Cover des Buches Die Körper, die sich bewegen (ISBN: 9783752608816)

Die Körper, die sich bewegen

(35)
Erschienen am 25.03.2024
Cover des Buches Als die Wolken noch süß waren (ISBN: 9783819206979)

Als die Wolken noch süß waren

(17)
Erschienen am 25.06.2025

Neue Rezensionen zu Bunye Ngene

Cover des Buches Als die Wolken noch süß waren (ISBN: 9783819206979)
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Rezension zu "Als die Wolken noch süß waren" von Bunye Ngene

PageTurnersCat
Als die Wolken noch süß waren

*kostenloses Leseexemplar erhalten*

Bis Feyi das Haus ihrer Großmutter in Starnberg erbt hat sie sich nie mit der deutschen Seite ihrer Familie beschäftigt. Ihre Mutter, die mit ihrem nigerianischen Mann nach Nigeria ausgewandert ist, spricht nicht über ihre Vergangenheit. Nur ein altes Schwarz-weiß-Foto  steht in der Vitrine. 

Feyi beschließt nach Deutschland zu reisen und mehr über ihre Großmutter zu erfahren. Vor Ort bekommt sie von ihrer Tante einen Briefumschlag überreicht. Darin befinden sich viele Schriftstücke. Als die Großmutter die Diagnose Demenz bekam begann sie alles aufzuschreiben. So erfährt man einiges aus ihrer Vergangenheit. Die Jugend in der NZzeit und die harten Nachkriegsjahre. Aber auch sehr persönliche Seiten über Liebe und Familie. Kann Feyi über die Briefe Kontakt zu ihrer, für sie unbekannten Großmutter aufnehmen und kommt sie vielleicht sogar dem Grund für den Familienstreit auf die Spur? 


Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Da beide meiner Omas an Demenz erkrankt sind habe ich den Roman richtig "gefühlt".  Die Charaktere sind fein ausgearbeitet und ihr Handeln sehr menschlich. Die Geschichte ist sehr ruhig geschrieben und voller Wärme ein ganz tolles Buch.

Cover des Buches Als die Wolken noch süß waren (ISBN: 9783819206979)
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Rezension zu "Als die Wolken noch süß waren" von Bunye Ngene

Anirah
Berührende Geschichte über Alzheimer und Familiengeheimnisse

Bei diesem Buch stimmt einfach alles. Es geht um Feyi und ihre Grossmutter. Letztere erkrankt an Alzheimer und setzt ihre ihr nicht bekannte Enkelin als Haupterbin ein. Feyi macht sich auf die Reise von Nigeria nach Deutschland und auf Spurensuche. So erfährt sie mehr und mehr über das Leben der Grossmutter und ihre Gründe. Einige Kapitel sind aus der Sichtweise der Grossmutter geschrieben, bei der die Krankheit langsam fortschreitet. Der Leser erfährt einfühlsam, wie es der Patientin geht und was die Diagnose und die Krankheit in ihr auslöst. Ein weiteres Hauptthema sind die unterschiedlichen Kulturen von Nigeria und Deutschland. Hier gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch Missverständnisse und Unverständnis. Meiner Meinung nach hätte der Autor einzelne Erzählstränge noch ein bisschen länger verfolgen können. Das Ende kommt etwas plötzlich, ist aber dennoch passend.

Die Erzählweise ist ruhig, intelligent und empathisch. Die Charaktere werden realistisch und detailreich beschrieben.

Zusammengefasst gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!

Cover des Buches Als die Wolken noch süß waren (ISBN: 9783819206979)
9

Rezension zu "Als die Wolken noch süß waren" von Bunye Ngene

9669
ein Buch wie das Leben

In dem Buch "Als die Wolken noch süß waren" von Bunye Ngene erzählt der Autor die Geschichte von Feyi, einer jungen Frau, die in Nigeria aufgewachsen ist und ihre Oma in Deutschland nie kennengelernt hat. Ihre Mutter hat ihren Vater in Deutschland kennengelernt, weil er hier studierte und ist mit ihm in seine Heimat mitgegangen. Als die Oma gestorben ist, erfährt Feyi, dass sie deren Haus geerbt hat. Daher reist sie nach Deutschland. Dort bekommt sie von ihrer Tante Brief, die von ihrer Oma stammen. Diese hat sie geschrieben, als sei von ihrer Demenz erfahren hat. Sie erzählen einiges über das Leben ihrer Oma, ihrer Mutter und über die deutsche Geschichte. Vor allem erfährt Feyi, warum ihre Mutter damals aus Deutschland "abgehauen" ist und keinen Kontakt mit ihrer Mutter, Feyis Oma,  gehalten hat. 

Das Buch ist wie das Leben. Es erzählt von dem, was war ohne zu moralisieren und zeigt auch, dass alles im Leben nicht nur einseitig gesehen werden sollte. Ein "Warum hat nicht ...." ist im nachhinein und ohne die ganze Geschichte zu kennen, die Gefühle und Verletzungen, so einfach zu sagen. Und wir alle kommen in Situationen, in denen von außen so ein, "warum hat sie/er nicht ...?" so einfach gesagt ist.

Für mich ist das Buch auch deshalb wie das Leben, weil aufgezeigt wird, dass so viel Themen mit reinspielen: nicht nur meine Entscheidungen, meine Krankheiten, auch Entscheidungen von außen, Geschichtliches und Gesellschaftliches. Und bei dem Ganzen wird das Buch nicht schwer oder moralisierend.

Und das Tüpfelchen auf dem i ist dann noch, wie Bunye Ngene mit Sprache umzugehen weiß. Ein Beispiel: Olivia hingegen war wie ein Werbegeschenk, das man beiläufig zu einem Kauf dazu bekommt - nett, aber entbehrlich.

Ich finde, dass es sich voll und ganz gelohnt hat dieses Buch zu lesen und ich würde es auf alle Fälle weiterempfehlen.

Gespräche aus der Community

"Als die Wolken noch süß waren" erzählt die Geschichte von Feyi, einer jungen deutsch-nigerianischen Frau, die von ihrer deutschen Großmutter ein Haus erbt. Ihre Reise nach Deutschland, um das Erbe in Augenschein zu nehmen, wird zu einer bewegenden Auseinandersetzung mit Erinnerungen, Verlust und familiären Spannungen.

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Letzter Beitrag von  PageTurnersCat

Was für ein Ende. Am Ende ist alles gesagt - oder auch nicht. Ein sehr emotionales und berührendes Werk. Es werden so viele Themen behandelt - ohne überladen zu sein

Man fängt an das eigene Leben und was man erleben möchte zu überdenken. Ein besseres Ende kann ich mir nicht vorstellen. Jedes Puzzleteil hat seinen Platz gefunden. Ein sehr tolles Buch ❣️

"Die Körper, die sich bewegen" erzählt die fesselnde Geschichte eines Mannes, der sich auf eine Reise nach einem besseren Leben in Europa begibt. 

Die englische Ausgabe unter dem Titel "The Bodies That" Move war Finalist des Next Generation Indie Book Awards 2021 und Semifinalist des BookLife Prize 2021.

202 BeiträgeVerlosung beendet
M
Letzter Beitrag von  Mario_Peters

Ich bedanke mich in erster Linie für die Signatur! Es hat mich so gefreut, als ich den Umschlag öffnete und die Signatur sah! Mein erstes Werk mit Signatur und ich bin stolz, dass es "Die Körper die sich bewegen" war. Ein Roman für den Dankbar bin lesen zu dürfen. Er brachte mir neue Einblicke und Blickwinkel in eine Geschichte, über die an sich zu selten Gedanken macht. Der Schreibstil hat mich wirklich umgehauen, er war voller Harmonie und Ruhe, dass sogar der Epi- und Prolog ruhig rüber kamen. Ich kann als zukünftige Deutschlehrkraft nur sagen, dass ich mir diesen Roman im Lehrplan wünschen würde und meinen SuS eine Empfehlung aussprechen werde. Ich finde es ist ein Pflichtroman, er zeigt neue Perspektiven, die ungefilterte Realität und vor allem eine atemberaubende Geschichte.

"Die Körper, die sich bewegen" erzählt die fesselnde Geschichte eines Mannes, der sich auf eine Reise nach einem besseren Leben in Europa begibt. 

Die englische Ausgabe unter dem Titel "The Bodies That" Move war Finalist des Next Generation Indie Book Awards 2021 und Semifinalist des BookLife Prize 2021 


214 BeiträgeVerlosung beendet
Lianne2021s avatar
Letzter Beitrag von  Lianne2021

Dank der flüssig zu lesenden Sätze, bin ich sehr schnell durch den ersten Teil gekommen.
So traurig, dass Nosa, obwohl er ein guter Schüler war, keine Stelle finden konnte und sich nun nach Europa wendet. In der Hoffnung dort genug zu verdienen, um seiner Familie ein besseres Leben zu geben.

Besonders einprägsam fand ich das Aufeinandertreffen mit seinem Vater.

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