Burkhard Driest Die Maikäfer und der Krieg

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Inhaltsangabe zu „Die Maikäfer und der Krieg“ von Burkhard Driest

Ein großes Kapitel Zeitgeschichte. Bombenangriffe, Sirenengeheul und die Flucht in den Bunker - als es schon fast zu spät ist, flieht der vierjährige Burkhard mit Mutter und Schwester aus dem lichterloh brennenden Prenzlau und sucht Zuflucht auf einem Rittergut in Pommern. Im Januar 45 rückt die Front näher, und russische Soldaten besetzen den Hof. Der kleine Junge laviert, als wäre das alles nur ein großer Abenteuerspielplatz, die geliebte Mutter und die jüngere Schwester durch eine völlig verrohte Welt, bis der Vater sie aufspürt und die Flucht nach Westen organisiert. Burkhard Driest erzählt seine Kindheit am Ende des Krieges mit drastischer Offenheit und auf bewegende Weise.

Alltag in Pommern um 1944/45 mit dem Eintreffen des Kriegsgegners ändert ich vieles zum Argen.

— Arun

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  • Rezension zu "Die Maikäfer und der Krieg" von Burkhard Driest

    Die Maikäfer und der Krieg

    hexhex

    12. June 2012 um 20:13

    In dem Buch „Die Maikäfer und der Krieg“ erzählt ein kleiner 5jähriger Junge von April 44 bis ca. Mai 45 seine Erlebnisse im letzten Kriegsjahr. Anfangs ist in seinem Zuhause in der Nähe von Stettin noch von der heilen Welt die Rede. Der Vater, ein überzeugter Nazi, ist in Dresden stationiert und nur selten zu Hause. Der Junge lebt mit Mutter und Schwester zusammen, umgeben von vielen lieben Tanten, Nachbarn und Freunden. Große Freude bereiten ihm die zahlreichen Besuche auf einem großen Gutshof, wo er auch tatkäftig mithelfen darf. Anfang des Jahres 45 reist die kleine Familie nach Osten, um an einer Hochzeit teilzunehmen, wo sie vom Einmarsch der Russen überrascht werden. Die Flucht gelingt ihnen, sie kommen unbeschadet nach Hause zurück. Doch auch dort sind die Russen sehr bald und sie machen sich auf zu dem Gutshof der Freunde, wo sie sich sicher fühlen. Bis die Russen auch dorthin kommen. Der kleine Junge fühlt sich fortan für die Sicherheit seiner Familie verantwortlich. Die Mutter versteckt sich auf einem Schrank vor den betrunkenen Russen, die Schwester ist zum Glück noch zu klein, um für die Russen von Bedeutung zu sein. Die Familie bleibt einige Monate auf dem Hof bis der Vater kommt und sie alle zusammen in die britische Zone flüchten. Es ist ein beeindruckender Bericht über das letzte Kriegsjahr in Pommern. Allerdings habe ich mich häufig gefragt, wie realistisch die Beschreibungen sind. Immer wieder wird von ausschweifenden Mahlzeiten berichtet, es gab keinerlei Einschränkungen aufgrund des Krieges, auch eine Reise nach Osten im Januar 45, als bereits viele auf der Flucht vor den Russen waren, kann ich mir kaum vorstellen. Zudem war der Vater ein hohes Tier bei den Nazis und hatte sicher einen guten Überblick über die aktuellen Kriegsschauplätze. Die Geschehnisse auf dem Gutshof nach dem Eintreffen der Russen sind wiederum sehr realistisch dargestellt, wobei man nicht glauben kann, dass ein 5jähriger wirklich all das gemacht haben soll, was er im Buch beschrieben hat. Aber trotz der Kritik hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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