Burkhard Fiebig

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Burkhard Fiebig

Burkhard Fiebig ist 1956 in Frankfurt am Main geboren und Wetterauer aus Leidenschaft. Sein Familienunternehmen umfasst eine Göttergattin und zwei erwachsene Söhne. Burkhard Fiebig steht als kaufmännischer Vorstand einer Jugendhilfeeinrichtung vor und ist Initiator und Gründungsmitglied des Fördervereins August-Euler-Luftfahrtmuseum e.V. Er ist glühender Sammler von Luftfahrtteilen und Zeitzeugnissen aus der ehemaligen DDR, insbesondere Grenzrelikten und DDR-Design. Neben einer gesunden Affinität zum Spirituellen hat sich Burkhard Fiebig eine kindliche Neugierde auf das Leben bewahrt.

Alle Bücher von Burkhard Fiebig

Ab durch die Mitte

Ab durch die Mitte

 (6)
Erschienen am 09.09.2015

Neue Rezensionen zu Burkhard Fiebig

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Rezension zu "Ab durch die Mitte" von Burkhard Fiebig

Ab durch die Mitte
Ormenielvor 3 Jahren

Ein Buch über eine Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze fand ich aus zweierlei Sicht sehr spannend. Zum einen habe ich die Wende mit 14 Jahren schon sehr bewusst erlebt und zum anderen ist es immer wieder interessant, wenn sich jemand einer Pilgerreise gleich "auf dem Weg" macht. Beim Lesen hat das Buch trotz einer flüssigen Sprache und versehen mit vielen Geschichten, Erinnerungen und persönlichen Erlebnissen mich dann doch enttäuscht.

Ich habe vergeblich nach der inneren Motivation gesucht, diesen langen Fußmarsch anzutreten. Politische Bekundungen sind mir da nicht genug. Und auch diese wage Andeutung findet sich erst nach einigem Blättern fast am Ende des Buches. Das andere große Manko, was mir das Lesen schwer gemacht hat, war die für meine Begriffe sehr einseitige Sicht eines Westdeutschen. So wird die Ankunft eines Zuges mit Ostdeutschen in einem westdeutschen Bahnhof wie folgt beschrieben: "Mit den Rentnern stieg der Duft der DDR aus dem Zug. Ein eigentümlicher, muffiger Geruch, der ein Stück weit auch den Zustand  des Landes wiederspiegelte. Irgendwie roch es nach Mottenpulver, Zwei-Takt-Benzingemisch und nach Angst, Beklemmung und Wiedersehenstränen. Eigenartigerweise nahmen nur Wessis diesen besonderen Geruch wahr, die Ostdeutschen rochen nur Freiheit und 4711 Kölnisch Wasser." Ich kann dazu nur sagen, dass ich meine Kindheit keinesfalls in eine Atmosphäre aus Angst und Beklemmung verbracht habe, genau in demselben Dresden, in dem der Autor als Jugendlicher seine Westdeutschen Verwandten besuchte und sehr vom Prozedere der Einreise beeindruckt war. Es fehlt mir die Reflektion des Erwachsenen. Befremdlich war für mich auch, dass während der Wanderung so viele "Betreten verboten"-Schilder, Weidezäune und Ruhetage ignoriert wurden. Wenn ich mich als Pilger auf den Weg mache, sollte ich auch akzeptieren, wenn Gott nicht alle Türen für mich geöffnet hat. Es las sich für mich fast, als wäre der Autor auf einer höheren Mission, die alle Mittel rechtfertigt. Nur, dass nie klar wurde, welche das sein soll.

Bei einer solchen Wanderung sollte es aus meiner Sicht darum gehen, das Verbindende zu suchen und nicht das Trennende. Das Trennende zudem noch hochzuhalten und zu konservieren macht eine Verbindung eher unmöglich als dass es hilfreich wäre. Die Natur tut das einzig richtige. Sie lässt im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache wachsen.

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Rezension zu "Ab durch die Mitte" von Burkhard Fiebig

Ein toller Reisebericht über Deutschland
Diana182vor 3 Jahren

Das Buch besitzt  einen passender Titel, der Programm ist: Ein Wanderbericht, der den Leser einmal durch die Mitte Deutschlands führt. Das Cover ist mit selbst aufgenommenen Fotos gestaltet, was dem Buch ebenfalls etwas sehr persönliches verleiht.


Der Leser ist hautnah mit dabei, wie sich der Autor auf die spannende  Wanderreise begibt. Er durchschreitet in 2 Monaten gute 1.300 Kilometer und wandert einmal durch die Mitte Deutschlands und macht hier und da viele „Grenzerfahrungen“.


Als 1986 geborene habe ich von der damaligen DDR leider nicht mehr viel mitbekommen. Sie ist mir nur noch von Erinnerungen aus der Familie und den Arbeitskollegen bekannt. Daher war ich auf dieses Buch besonders neugierig und  wollte wissen, was der Autor auf seiner Reise erleben würde….


Nun zu meiner Meinung:
Der Autor hat einen bildhaften, mitreißenden Schreibstil. Man hat das Gefühl, man würde gemeinsam mit ihm auf Wanderschaft gehen und die spannenden Erlebnisse gemeinsam mit ihm durchleben. Auf seiner Reise erfährt der Leser viele interessanten Informationen, und bekommt einen zusätzlichen geschichtlichen Hintergrund geschildert.


Persönliche Bilder runden das Buch zusätzlich ab und untermauern die Schilderungen. Aber auch Karten helfen Ortsunkundigen die Orientierung zu behalten.


Auf seiner Reise lernt der Wandersmann viele interessante Leute kennen, die ihn offen ihre Erfahrungen aus den „Grenzzeiten“ schildern. Damit lassen sie auch uns an ihren Erinnerungen teilhaben.


Ein zusätzlicher Hinweis, an alle Wanderwütigen, die das Fernweh gepackt hat: Das Buch ist eine tolle begleitende Lektüre, jedoch auch sehr schwer. Daher sollte man es im Vorfeld lesen und sich seine Informationen daraus entnehmen. Denn hierbei handelt es sich um keine Broschüre für das leichte Handgepäck, sondern um ein richtig kleines, dickes Buch.


Mein Fazit:
Ein tolles Wanderbuch, mit vielen interessanten Erinnerungen. Es zeigt aber auch, dass Deutschland viele nette Einwohner hat und vor allem eine Reise wert ist!

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mamamal3s avatar

Rezension zu "Ab durch die Mitte" von Burkhard Fiebig

Sehr informativ, aber für mich leider manchmal etwas zäh...
mamamal3vor 3 Jahren

Die Reise des Autors ist sehr spannend- entlang der ehemals innerdeutschen Grenze, auf dem "Kolonnenweg", neben dem sog. Todesstreifen. Er beginnt im Süden und "erwandert" sich den Weg bis an die Ostsee. Seine Tagesetappen beschreibt er sehr detailliert, das Erlebte und die dort angetroffenen Menschen werden sehr schön beschrieben. Der Leser kann durch die Fülle an Informationen selbst auch kleinere Etappen planen- wobei ich mir dafür eine Art Liste mit mehr Daten (Ort, Entfernung) noch dazu wünschen würde. :-) Auch kleinere persönliche Geschichten aus seiner Vergangenheit, Besuche zu Grenzzeiten in seiner Schulzeit usw. erzählt der Autor in spannender Weise. Allerdings fiel mir das Lesen nicht immer leicht- zeitweise kam es etwas zäh daher, schien mir dann doch zu weit weg vom tatsächlich Erlebten- oder war zu eintönig!?
Evtl. störte mich auch ein wenig der eng gesetzte Text, obwohl es ja auch viele Fotos zu entdecken gibt. Hmmmm- schwierig zu beschreiben, denn Reiseerlebnisse vom Jakobsweg (z. B.) liebe ich. Vielleicht fehlte mir auch einfach nur das "Exotische"/Fremdartige oder die Sinnsuche, auf der die Pilger ja so oft nach Spanien reisen? Der Autor des Buches war ja eher auf der Suche nach Geschichten, die sich an dieser Grenze zugetragen haben- da hatte ich vermutlich etwas anderes erwartet. Dennoch würde ich es mir mitnehmen, wenn ich in einem beschriebenen Abschnitt unterwegs wäre, denn als Leserin erfährt man doch viele interessante Kleinigkeiten! :-)

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Gespräche aus der Community

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Fiebigs avatar
Meine Familie war durch die Zweiteilung Deutschlands getrennt.
Mit meiner Wanderung habe ich ein Stück weit meine DDR Erlebnisse und Erfahrungen aufgearbeitet.
Außerdem wollte ich nachforschen, inwieweit 23 Jahre nach der Grenzöffnung Deutschland wieder zusammengewachsen ist.
Als sogenannter "Couch-Potato" habe ich die Herausforderung angenommen, 1300 Kilometer am Stück zu wandern.
Ob ich angekommen bin, wie ich angekommen bin und ob meine Spurensuche erfolgreich war, habe ich in meinem Buch "Ab durch die Mitte" hoffentlich humorvoll beschrieben.
Es wäre wunderbar, wenn ich durch Sie als kritischen Leser ein Feedback erhalten könnte.
Ich biete 6 Exemplare an, bei Mehrbeteiligung entscheide ich durch Los.
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Letzter Beitrag von  Fiebigvor 3 Jahren
Nun haben wir es also geschafft. - ich das Buch zu schreiben, Sie das Buch zu lesen. Sicherlich konnte ich nicht alle (spirituellen) Erwartungen erfüllen und sicherlich gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen auf die ehemalige DDR. Das ist auch gut so! Wichtig für mich war, mich ünberhaupt erst einmal auf den Weg zu machen und an zweiter Stelle, auch anzukommen. In dieser Zeit des Laufens hätte ich schon so manches Mal gerne die Wanderstiefel an die Wand geknallt und ein Transportmittel bestiegen. Ähnlich ging es mir mit dem Schreiben. Auch hier musste ich mich des öfteren disziplinieren und motivieren. Da ist so manches Blatt im Papierkorb gelandet und mancher Stift zerbrochen. Als ich dann aber durchgehalten und meine Ziele erreicht hatte, war ich schon sehr stolz und auch berührt. Wenn man etwas wirklich will..... Meine derzeitige Anstrengung gilt der Bekanntmachung des Buches. Auch das gestaltet sich schwierig - kaum einer hat auf mein Buch gewartet und der Weg auf die "Spiegel Bestsellerliste" ist mehr als steinig :-) Zu Ihrer Information, wir haben bisher 500 Bücher gedruckt, davon sind ca. 400 Exemplare verkauft worden und den Rest haben der Verleger und ich aus unterschiedlichen Gründen verschenkt. Nun möchte ich mich aber zum Schluss ganz herzlich bei Ihnen allen für Ihre Begleitung in Wort und Bild bedanken. Über Ihre konstruktiven Kommentare und Rezensionen habe ich mich sehr gefreut und, wenn Sie nun noch mein Buch weiter empfehlen, wäre ich zufrieden und glücklich. Sollte jemand von Ihnen mal in den Raum Darmstadt kommen würde ich mich über einen Besuch in meiner kleinen DDR-Ausstellung freuen. Die habe ich parallel zum Buch aufgebaut. In diesem Sinne Ihr Burkhard Fiebig www.sammellust-grenzerfahrung.de
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