Burkhard Fiebig Ab durch die Mitte

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Inhaltsangabe zu „Ab durch die Mitte“ von Burkhard Fiebig

„Nur wo Du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen." Dieses Goethe zugeschriebene Zitat war für Burkhard Fiebig Ansporn und Motto zugleich. Er schnürte seine Stiefel, schwang seinen Pilgerstab, machte sich mit Leib und Seele auf den Weg. Der führte ihn 1300 Kilometer lang mitten durch das Herz Deutschlands – und zu sich selbst. Aus dem Todesstreifen der DDR-Grenztruppen wurde ein grünes Band. Auf dem Weg, der zugleich das Ziel war, kamen Erinnerungen und Erlebnisse aus Kindheit und Jugend, an die bedrückende, mit unbestimmten und realen Ängsten verbundene Atmosphäre der Grenzübertritte in den Arbeiter- und Bauernstaat hoch. Seinen Weg kreuzten Menschen, die gegen Mauer und Zonengrenze, gegen die Teilung ihrer Heimat und das totalitäre System rebellierten. Menschen, welche die Grenze passierten oder mit ihr lebten. Burkhard Fiebig traf Menschen, die den Traum von Freiheit, Einheit, Frieden, Freundschaft und Nächstenliebe in ihrem Innern bewahrten, hegten und pflegten. Die ihren kostbaren Schatz an Erlebnissen, Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen mit ihm teilten. Die in Gesprächen das Schicksal der Opfer dem Vergessen entreißen. Diese Begegnungen, aber auch tagelanges Wandern, allein Sein, Ängste bewältigen und Natur erleben, waren mit Glück erfahren verbunden. Burkhard Fiebig nimmt seine Leser mit auf eine ebenso spannende, schmerzhafte wie befreiende Spurensuche durch Deutschlands grenzenlos schöne Mitte! Christine Fauerbach, freie Journalistin, Bad Vilbel

Die Trennung Deutschlands aus typisch westdeutscher Perspektive.

— Ormeniel

Ein toller Reisebericht über Deutschland

— Diana182

Sehr informativ, aber für mich leider manchmal etwas zäh...

— mamamal3

Lesenswerte Wanderung entlang der deutsch-deutschen Grenze. Der Autor trifft auf viele Zeitzeugen, die heute noch im "Grenzgebiet" leben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Leserunde zu "Ab durch die Mitte" von Burkhard Fiebig

    Ab durch die Mitte

    Fiebig

    Meine Familie war durch die Zweiteilung Deutschlands getrennt. Mit meiner Wanderung habe ich ein Stück weit meine DDR Erlebnisse und Erfahrungen aufgearbeitet. Außerdem wollte ich nachforschen, inwieweit 23 Jahre nach der Grenzöffnung Deutschland wieder zusammengewachsen ist. Als sogenannter "Couch-Potato" habe ich die Herausforderung angenommen, 1300 Kilometer am Stück zu wandern. Ob ich angekommen bin, wie ich angekommen bin und ob meine Spurensuche erfolgreich war, habe ich in meinem Buch "Ab durch die Mitte" hoffentlich humorvoll beschrieben. Es wäre wunderbar, wenn ich durch Sie als kritischen Leser ein Feedback erhalten könnte. Ich biete 6 Exemplare an, bei Mehrbeteiligung entscheide ich durch Los.

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    • 78
  • Sehr informativ, aber für mich leider manchmal etwas zäh...

    Ab durch die Mitte

    mamamal3

    Die Reise des Autors ist sehr spannend- entlang der ehemals innerdeutschen Grenze, auf dem "Kolonnenweg", neben dem sog. Todesstreifen. Er beginnt im Süden und "erwandert" sich den Weg bis an die Ostsee. Seine Tagesetappen beschreibt er sehr detailliert, das Erlebte und die dort angetroffenen Menschen werden sehr schön beschrieben. Der Leser kann durch die Fülle an Informationen selbst auch kleinere Etappen planen- wobei ich mir dafür eine Art Liste mit mehr Daten (Ort, Entfernung) noch dazu wünschen würde. :-) Auch kleinere persönliche Geschichten aus seiner Vergangenheit, Besuche zu Grenzzeiten in seiner Schulzeit usw. erzählt der Autor in spannender Weise. Allerdings fiel mir das Lesen nicht immer leicht- zeitweise kam es etwas zäh daher, schien mir dann doch zu weit weg vom tatsächlich Erlebten- oder war zu eintönig!? Evtl. störte mich auch ein wenig der eng gesetzte Text, obwohl es ja auch viele Fotos zu entdecken gibt. Hmmmm- schwierig zu beschreiben, denn Reiseerlebnisse vom Jakobsweg (z. B.) liebe ich. Vielleicht fehlte mir auch einfach nur das "Exotische"/Fremdartige oder die Sinnsuche, auf der die Pilger ja so oft nach Spanien reisen? Der Autor des Buches war ja eher auf der Suche nach Geschichten, die sich an dieser Grenze zugetragen haben- da hatte ich vermutlich etwas anderes erwartet. Dennoch würde ich es mir mitnehmen, wenn ich in einem beschriebenen Abschnitt unterwegs wäre, denn als Leserin erfährt man doch viele interessante Kleinigkeiten! :-)

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    • 5
  • Ab durch die Mitte

    Ab durch die Mitte

    Ormeniel

    10. February 2016 um 10:36

    Ein Buch über eine Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze fand ich aus zweierlei Sicht sehr spannend. Zum einen habe ich die Wende mit 14 Jahren schon sehr bewusst erlebt und zum anderen ist es immer wieder interessant, wenn sich jemand einer Pilgerreise gleich "auf dem Weg" macht. Beim Lesen hat das Buch trotz einer flüssigen Sprache und versehen mit vielen Geschichten, Erinnerungen und persönlichen Erlebnissen mich dann doch enttäuscht. Ich habe vergeblich nach der inneren Motivation gesucht, diesen langen Fußmarsch anzutreten. Politische Bekundungen sind mir da nicht genug. Und auch diese wage Andeutung findet sich erst nach einigem Blättern fast am Ende des Buches. Das andere große Manko, was mir das Lesen schwer gemacht hat, war die für meine Begriffe sehr einseitige Sicht eines Westdeutschen. So wird die Ankunft eines Zuges mit Ostdeutschen in einem westdeutschen Bahnhof wie folgt beschrieben: "Mit den Rentnern stieg der Duft der DDR aus dem Zug. Ein eigentümlicher, muffiger Geruch, der ein Stück weit auch den Zustand  des Landes wiederspiegelte. Irgendwie roch es nach Mottenpulver, Zwei-Takt-Benzingemisch und nach Angst, Beklemmung und Wiedersehenstränen. Eigenartigerweise nahmen nur Wessis diesen besonderen Geruch wahr, die Ostdeutschen rochen nur Freiheit und 4711 Kölnisch Wasser." Ich kann dazu nur sagen, dass ich meine Kindheit keinesfalls in eine Atmosphäre aus Angst und Beklemmung verbracht habe, genau in demselben Dresden, in dem der Autor als Jugendlicher seine Westdeutschen Verwandten besuchte und sehr vom Prozedere der Einreise beeindruckt war. Es fehlt mir die Reflektion des Erwachsenen. Befremdlich war für mich auch, dass während der Wanderung so viele "Betreten verboten"-Schilder, Weidezäune und Ruhetage ignoriert wurden. Wenn ich mich als Pilger auf den Weg mache, sollte ich auch akzeptieren, wenn Gott nicht alle Türen für mich geöffnet hat. Es las sich für mich fast, als wäre der Autor auf einer höheren Mission, die alle Mittel rechtfertigt. Nur, dass nie klar wurde, welche das sein soll. Bei einer solchen Wanderung sollte es aus meiner Sicht darum gehen, das Verbindende zu suchen und nicht das Trennende. Das Trennende zudem noch hochzuhalten und zu konservieren macht eine Verbindung eher unmöglich als dass es hilfreich wäre. Die Natur tut das einzig richtige. Sie lässt im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache wachsen.

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  • Auf Schusters Rappen

    Ab durch die Mitte

    Arun

    Ab durch die Mitte von Burkhard Fiebig Inhalt.Der Autor Burkhard Fiebig, Jahrgang 1956 hat seine Idee die ehemalige innerdeutsche Grenze von Hof in Bayern bis zu Priwall an der Ostsee zu erwandern, in die Tat umgesetzt und in diesem Buch niedergeschrieben. Wir dürfen ihn über einen Zeitraum von 57 Tagen und einer Strecke von 1244 Kilometern auf dem sogenannten „Grünen Band“ einem Wanderweg, welcher an den ehemaligen Kolonnenweg der DDR-Grenzanlage angelehnt ist, begleiten. Dabei lernen wir einiges vom jetzigen Zustand aber auch in Rückblicken von den ehemaligen Lebensverhältnissen an der innerdeutschen Grenze kennen. Entlang des alten Grenzverlaufs sind noch einige Zeugnisse der Trennung zum Teil bewahrt und erhalten oder in Museen zusammengetragen zu sehen. Neben den historischen Zeichen der Trennung Deutschlands erfahren wir aber auch viel von den landschaftlichen Schönheiten und von der Geisteshaltung der Menschen, welche entlang der ehemaligen Trennungslinie leben. Meine Meinung. Ein lesenswertes Buch, das uns die Geschichte der vormals getrennten zwei deutschen Staaten näherbringt. Durch viele Rückblicke zum Teil vom Autor selbst erlebt bei Verwandtenbesuchen in der DDR ergibt sich ein aufschlussreiches Bild vom Leben in Ostdeutschland vor der Wende. Bei seiner Wanderung trifft er auf Menschen die als Zeitzeugen einiges zum besseren Verständnis des Lebens an der ehemaligen Grenze erzählen und beitragen. Auch der jetzt Zustand wird beschrieben und beleuchtet. Die Beschreibung der Wanderung ob alleine oder auf einigen Etappen mit Begleitung aus dem Familien- und Freundeskreis ist mit lockerer Feder, informativ und gut lesbar geschrieben. Abgerundet wird das Buch durch viele Fotos, welche während der Tour entstanden sind. Informativ auch die Zeichnung, welche und den Aufbau der Grenzanlage und den Befestigungen erläutert. Gut gefallen haben mir auch die persönlichen Anmerkungen des Autors zu den Verköstigungen in Bäckereien, Cafés, Eisdielen und sonstigen Raststätten. Auch die Nennung von Musiktiteln zum jedem Tagesabschluss fanden mein Gefallen. Fazit. Ein auf hochwertigem Papier hinterlegtes Zeitzeugnis zu dem Thema deutsche Teilung und Grenzverlauf in Vergangenheit und Gegenwart. Die Beschreibungen machen Lust bei Gelegenheit die eine oder andere Etappe zu besuchen und anzuschauen.

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    • 10

    Igelmanu66

    31. January 2016 um 13:32
  • Ein toller Reisebericht über Deutschland

    Ab durch die Mitte

    Diana182

    25. January 2016 um 14:28

    Das Buch besitzt  einen passender Titel, der Programm ist: Ein Wanderbericht, der den Leser einmal durch die Mitte Deutschlands führt. Das Cover ist mit selbst aufgenommenen Fotos gestaltet, was dem Buch ebenfalls etwas sehr persönliches verleiht. Der Leser ist hautnah mit dabei, wie sich der Autor auf die spannende  Wanderreise begibt. Er durchschreitet in 2 Monaten gute 1.300 Kilometer und wandert einmal durch die Mitte Deutschlands und macht hier und da viele „Grenzerfahrungen“. Als 1986 geborene habe ich von der damaligen DDR leider nicht mehr viel mitbekommen. Sie ist mir nur noch von Erinnerungen aus der Familie und den Arbeitskollegen bekannt. Daher war ich auf dieses Buch besonders neugierig und  wollte wissen, was der Autor auf seiner Reise erleben würde…. Nun zu meiner Meinung: Der Autor hat einen bildhaften, mitreißenden Schreibstil. Man hat das Gefühl, man würde gemeinsam mit ihm auf Wanderschaft gehen und die spannenden Erlebnisse gemeinsam mit ihm durchleben. Auf seiner Reise erfährt der Leser viele interessanten Informationen, und bekommt einen zusätzlichen geschichtlichen Hintergrund geschildert. Persönliche Bilder runden das Buch zusätzlich ab und untermauern die Schilderungen. Aber auch Karten helfen Ortsunkundigen die Orientierung zu behalten. Auf seiner Reise lernt der Wandersmann viele interessante Leute kennen, die ihn offen ihre Erfahrungen aus den „Grenzzeiten“ schildern. Damit lassen sie auch uns an ihren Erinnerungen teilhaben. Ein zusätzlicher Hinweis, an alle Wanderwütigen, die das Fernweh gepackt hat: Das Buch ist eine tolle begleitende Lektüre, jedoch auch sehr schwer. Daher sollte man es im Vorfeld lesen und sich seine Informationen daraus entnehmen. Denn hierbei handelt es sich um keine Broschüre für das leichte Handgepäck, sondern um ein richtig kleines, dickes Buch. Mein Fazit: Ein tolles Wanderbuch, mit vielen interessanten Erinnerungen. Es zeigt aber auch, dass Deutschland viele nette Einwohner hat und vor allem eine Reise wert ist!

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  • Ab durch die Mitte

    Ab durch die Mitte

    Siko71

    15. January 2016 um 13:40

    Burkhard Fiebig begibt sich geradewegs von Hof nach Priwall, zu Fuß, entlang der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze, dem sogenannten Grünen Band oder Kolonnenweg. Auf seiner Wanderung begegnet er vielen Zeitgenossen die Einiges zu berichten haben. Er wagt es auch ohne Schußanlagen und Minen einfach so einen Schritt in den Westen und wieder zurück in den Osten zu machen. Das Buch ist es einfach wert zu lesen. Obwohl ich als OSSI-Kind die Wende mitbekommen habe und auch die Zeit von 1971 an im Osten erlebt habe, war für mich vieles neu und interessant es zu lesen. Mir ist dieses Reisedokumet in Tagebuchform einfach 5 Sterne und ein ABSOLUT LESENSWERT wert.

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