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Fiebig

vor 2 Jahren

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Meine Familie war durch die Zweiteilung Deutschlands getrennt.
Mit meiner Wanderung habe ich ein Stück weit meine DDR Erlebnisse und Erfahrungen aufgearbeitet.
Außerdem wollte ich nachforschen, inwieweit 23 Jahre nach der Grenzöffnung Deutschland wieder zusammengewachsen ist.
Als sogenannter "Couch-Potato" habe ich die Herausforderung angenommen, 1300 Kilometer am Stück zu wandern.
Ob ich angekommen bin, wie ich angekommen bin und ob meine Spurensuche erfolgreich war, habe ich in meinem Buch "Ab durch die Mitte" hoffentlich humorvoll beschrieben.
Es wäre wunderbar, wenn ich durch Sie als kritischen Leser ein Feedback erhalten könnte.
Ich biete 6 Exemplare an, bei Mehrbeteiligung entscheide ich durch Los.

Autor: Burkhard Fiebig
Buch: Ab durch die Mitte
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Arun

vor 2 Jahren

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Das klingt nach einem Buch für mich. Habe schon einige Bücher in dieser Richtung gelesen, in meiner Bibliothek zu ersehen.
Fühle mich auch durch den Wortlaut "kritischer Leser" ermuntert, normalerweise sind diese in Leserunden nicht so gerne gesehen.
Würde mich freuen das Buch lesen zu dürfen.
Bewerbe mich hiermit um ein Exemplar und einen Platz in der Leserunde.

angel1843

vor 2 Jahren

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Das klingt doch aufregend. Ich würde auch gern so etwas machen. Das lässt aber mein Studium nicht zu. Daher würde ich mich freuen diese Reise mit Hilfe des Buches zu machen.

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Fiebig

vor 2 Jahren

@Arun

Mache ich gerne, wenn alle Beiträge geschrieben sind.

Ormeniel

vor 2 Jahren

Recherchen und Informationen

Informationen finden sich viele. Als genaue Anhaltspunkte für den eigenen Weg sind sie vermutlich nicht unbedingt zu verwenden. Das Buch macht einen gut recherchierten Eindruck. Mit der Grenzssicherung an sich wie sie in Akten beschrieben ist, kennt sich der Autor augenscheinlich gut aus. Was die subjektive Seite der Schilderung der DDR angeht bin ich als Dresdnerin, die zur Zeit der Wende immerhin 14 Jahre alt war, komplett anderer Meinung. Mehr dazu unter "Schreibstil".

Ormeniel

vor 2 Jahren

Schreibstil

Ein Buch über eine solche Wanderung im Tagebuchstil zu schreiben ist sehr schön. So kann man den Weg mitvollziehen, wenn man möchte. Mein erstes Problem war allerdings, dass ich am Anfang erwartet hatte etwas dazu zu finden wieso sich der Autor auf den Weg gemacht hat. Ich las und las und verstand nichts. Nach einigem Blättern fand ich dann ganz hinten ein paar dürre Worte, die für mich etwas zu politisch und wenig persönlich sind. Auch scheinen Erinnerungen aus Jugendtagen übermächtig und der "Erwachsene von heute", der alles mit etwas Abstand sieht, fehlt. Ich mag die Beschreibungen der Begegnungen am Wegesrand. Das ist es was das Leben ausmacht. Und dieses Leben macht es mit der Grenze genau richtig, wie ich finde. Es lässt im wahrsten Sinne des Wortes Gras darüber wachsen.

Als Dresdnerin (allerdings gebürtig aus Übigau und nun nach einigen Jahren "auswärts" wieder in Mickten wohnhaft) habe ich ein riesiges Problem mit der Beschreibung der DDR. Da ist stets und ständig von Angst und Beklemmung die Rede. Staatliche Willkür kann nicht oft genug zitiert werden und angeblich habe jeder nur nach der einzig wahren Freiheit im Westen gestrebt. Der Autor muss seine Tante in einem anderen Dresden besucht haben, als dem in dem ich wohne. Selbst mein Mann, der wirklich unter der Stasi zu leiden hatte, konnte sich eines breiten Lächelns nicht erwehren, als ich ihm einige Stellen vorlas.

Ormeniel

vor 2 Jahren

Motivation zum Nachwandern

Motiviert bin ich nach der Lektüre dieses Buches nicht unbedingt. Wozu all das Trennende betonen, wenn doch das Leben das Verbinden wünscht? Allerdings eine Strecke in einem schönen Naturschutzgebiet zu wandern ... das wäre eine gute Idee.

Ormeniel

vor 2 Jahren

Zeitdokument

Wenn hiermit gemeint ist, ob das Buch als Zeitzeuge für die Zeit der Trennung der beiden deutschen Staaten tauglich ist, dann spreche ich ein eindeutiges NEIN aus. Es ist für mich zu sehr die Sicht eines westdeutschen Jugendlichen, der von den Grenzkontrollen und dem Prozedere bei Verwandtenbesuchen eine sehr einseitige Vorstellung von der DDR gewonnen hat. Ich will damit nicht sagen, dass die Erinnerungen an die Kontrollen falsch wären. Es fehlt mir nur jede Reflektion dazu aus heutiger Sicht. Staatliche Willkür habe ich im "freien" Westen in viel stärkerer Form erlebt als damals in der DDR. Es gab damals auch keine "politisch korrekte" Ausdrucksweise, die für mich heute eine sehr starke Form von Zensur darstellt. Dass ein ehemaliger Grenzer im Zeitalter von Big Brother und Hetzkampagnen in sozialen Netzwerken geheimhalten möchte wundert mich im Gegensatz zum Autor kein Stück.

Ormeniel

vor 2 Jahren

Fazit und Rezensionen

Vielen Dank, dass ich das Buch lesen durfte, auch wenn ich eine etwas andere Perspektive habe.

Meine Rezension gibt es hier:

http://www.lovelybooks.de/autor/Burkhard-Fiebig/Ab-durch-die-Mitte-1190673246-w/rezension/1222278046/

Fiebig

vor 2 Jahren

Nun haben wir es also geschafft. - ich das Buch zu schreiben, Sie das Buch zu lesen.
Sicherlich konnte ich nicht alle (spirituellen) Erwartungen erfüllen und sicherlich gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen auf die ehemalige DDR.
Das ist auch gut so!
Wichtig für mich war, mich ünberhaupt erst einmal auf den Weg zu machen und an zweiter Stelle, auch anzukommen. In dieser Zeit des Laufens hätte ich schon so manches Mal gerne die Wanderstiefel an die Wand geknallt und ein Transportmittel bestiegen.
Ähnlich ging es mir mit dem Schreiben. Auch hier musste ich mich des öfteren disziplinieren und motivieren. Da ist so manches Blatt im Papierkorb gelandet und mancher Stift zerbrochen.
Als ich dann aber durchgehalten und meine Ziele erreicht hatte, war ich schon sehr stolz und auch berührt. Wenn man etwas wirklich will.....
Meine derzeitige Anstrengung gilt der Bekanntmachung des Buches.
Auch das gestaltet sich schwierig - kaum einer hat auf mein Buch gewartet und der Weg auf die "Spiegel Bestsellerliste" ist mehr als steinig :-)
Zu Ihrer Information, wir haben bisher 500 Bücher gedruckt, davon sind ca. 400 Exemplare verkauft worden und den Rest haben der Verleger und ich aus unterschiedlichen Gründen verschenkt.
Nun möchte ich mich aber zum Schluss ganz herzlich bei Ihnen allen für Ihre Begleitung in Wort und Bild bedanken. Über Ihre konstruktiven Kommentare und Rezensionen habe ich mich sehr gefreut und, wenn Sie nun noch mein Buch weiter empfehlen, wäre ich zufrieden und glücklich.
Sollte jemand von Ihnen mal in den Raum Darmstadt kommen würde ich mich über einen Besuch in meiner kleinen DDR-Ausstellung freuen.
Die habe ich parallel zum Buch aufgebaut.
In diesem Sinne
Ihr
Burkhard Fiebig
www.sammellust-grenzerfahrung.de

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