Burkhard Hose Aufstehen für ein neues Wir!

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(1)
(0)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Aufstehen für ein neues Wir!“ von Burkhard Hose

Der rechte politische Flügel lärmt immer lauter und fordert, alle Neuankömmlinge rigoros zurückzuschicken - dorthin, woher sie gekommen sind. Hass und Gewalt sind leider an der Tagesordnung. Es ist Zeit, dagegen aufzustehen. Seit 30 Jahren prägen Burkhard Hose immer wieder Begegnungen mit Menschen, die auf der Flucht sind. Am Wochenende stellt er sein eigenes Zuhause als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung. Er weiß um die Probleme, aber auch die Chancen der Integration und worauf es ankommt, wenn es gelingen soll, ein neues Miteinander zu finden. In seinem Buch fordert er einen "Aufstand der Anständigen". Dabei ist er sich sicher: Wir haben die Chance, Frieden und Nächstenliebe zu leben. Unsere Antwort auf Terror und Gewalt darf nicht Abschottung und gegenseitige Verdächtigung sein. Um uns gegenseitig zu verstehen, müssen wir aufeinander zugehen. Das hat für ihn ganz praktische Konsequenzen - auch davon berichtet sein Buch.

Die Antwort, wie aus dem "Ich" und "Du" ein "Wir" wird, bleibt der Autor schuldig.

— camilla1303
camilla1303

Es wäre schön, wenn sich die Ideale des Autors realisieren ließen. Auf jeden Fall nachdenkenswert!

— gst
gst

Stöbern in Sachbuch

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

Was das Herz begehrt

Hier erfahren wir detailgenau und in für Laien verständlicher Sprache, wie unser Herz "tickt"! Richtig gut!

Edelstella

Freundinnen

Eröffnet neue Sichtweisen zu Freundschaften, die für jeden wertvoll sind/nützlich sein können. Eine interessante Lektüre!

Tankrastra

Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

Ein lesenswertes Sachbuch über die Entwicklung des eigenen Wesens- Nicht nur für Eltern Lesenswert!

Diana182

Glück besteht aus Buchstaben

Letztlich eher enttäuschend. Die Autobiographie nahm mehr Raum ein als die Bücher. Außerdem ein paar Taktlosigkeiten.

rumble-bee

Gemüseliebe

Kochbuchliebe!

kruemelmonster798

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wer ist schon fremd?

    Aufstehen für ein neues Wir!
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    14. March 2017 um 16:13

    Es ist eine schwierige Zeit, in der dieses Buch entstanden ist, das kann man nicht bestreiten. Die vielen Flüchtlinge, die nach Europa und auch nach Deutschland gekommen sind, stellen in vielerlei Hinsicht eine gewaltige Herausforderung dar. Doch ist das ein Grund, sie grundsätzlich nicht willkommen zu heißen? Der Autor Burkhard Hose spricht von einer Humanitätskrise, in die wir geraten sind. Wichtige humanitäre Werte scheinen in den Hintergrund zu rücken, wenn Vorurteile und pauschale Verurteilung sich breitmachen. Auf dieses kleine Büchlein habe ich mich sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Der Autor schreibt klar und offen über seine Sichtweise der „Flüchtlingskrise“, wie sie überall genannt wird. Aus persönlichen Erfahrungen weiß er, dass nicht alle Flüchtlinge unverschämt und undankbar sind. Viele sind gebildete Menschen und wollen sich hier möglichst schnell integrieren. Dabei prallen natürlich unterschiedliche Ansichten aufeinander. Umso wichtiger ist es, sich auszutauschen, den anderen wirklich kennenzulernen. Sehr verbreitet ist die Angst, die Flüchtlinge würden den hier Lebenden etwas „wegnehmen“. Oder ihre Denkweise sei einfach zu fremd, um sie hier integrieren zu können. Es sind solche Vorurteile und Pauschalisierungen, die eine Integration tatsächlich schwierig machen. Das macht der Autor in dem Buch sehr deutlich. Dabei ist es ihm aber auch wichtig, zu betonen, dass es auf keiner Seite solche pauschalen Urteile geben sollte. Etwas, das mir besonders gefallen hat an dem Buch: Burkhard Hose beleuchtet dieses Thema sehr ehrlich und auch kritisch. Es gelingt ihm, viele Aspekte des Themas auf den Punkt zu bringen. Es geht um Fremdsein allgemein. Um Ich und Wir, um unterschiedliche Glaubensüberzeugungen. Und um so vieles mehr. Eines ist jedenfalls klar: Die geforderte Obergrenze sollte es nicht geben, wenn es um Nächstenliebe geht. Aber eben jene scheint uns abhanden gekommen zu sein, so wie andere christliche Werte auch. Dennoch müssen wir versuchen, zu einem Wir mit den Neuankömmlingen zu gelangen. Ich glaube, in diesem Buch werden sehr viele wertvolle Ratschläge gegeben, wie das funktionieren kann. Dazu liest es sich auch sehr flüssig. Der Autor kann seine Meinung mit vielen selbst erlebten Beispielen aber auch anderen gut nachvollziehbaren Überlegungen gut begründen. Dabei sind es auch teilweise provokante Meinungen, die er vertritt, wenn er beispielsweise die Logik des IS, also des Terrors, als Vergleich für die ablehnende Mentalität gegenüber Andersartigen heranzieht. Nichtsdestotrotz kann ich mich ihm auch hierin nur anschließen. Fazit: Für mich ist das Buch ein absoluter Gewinn. Der Autor vertritt eine vernünftige, aber sehr sympathische Sichtweise. Er beleuchtet eine bedenkliche Entwicklung, die ihn in ihren Ausprägungen manchmal sprachlos, manchmal traurig oder auch nachdenklich werden lässt. Genauso erging es mir beim Lesen. Ich war teilweise fassungslos oder einfach nur traurig. Manchmal habe ich mich auch geschämt. Dennoch finde ich, dass dies ein Buch ist, das gelesen werden sollte! Ich jedenfalls kann es nur empfehlen!

    Mehr
  • Der "Humanitätskrise" entkommen

    Aufstehen für ein neues Wir!
    camilla1303

    camilla1303

    07. December 2016 um 11:41

    Aufstehen für ein neues Wir!“ von Burkhard Hose ist 2016 erschienen und befasst sich mit der Flüchtlingsbewegung, mit dem Umgang mit Geflüchteten und wie wir aus der neuen „Humanitätskrise“ entkommen könnten. „Es braucht mehr Menschen, die mitten im Dunkel ein Licht in der Hand halten, anstatt Schwarzmaler, die die Dunkelheit suchen.“, liest man schon auf dem Einband des Buches. Der Autor appelliert an die Menschlichkeit, denn die Flüchtlingskrise ist längst zu einer Humanitätskrise geworden und das Wegschauen hat sich bis in die höchsten Gesellschaftsschichten etabliert, denn wir sehen meist nur die breite Masse der „Flüchtlinge“ anstatt hinter den Geflüchteten, die einzelnen Menschen mit ihren ganz persönlichen Schicksalen zu sehen.  Burkhard Hose versucht in seinem Buch einen Weg zu beschreiben, wie Integration möglich werden könnte. Wie vom „Du“ und „ich“ ein „Wir“ entstehen könnte. Natürlich bezieht er sich als katholischer Pfarrer auch immer wieder auf die Religion und appelliert auch an die christliche Nächstenliebe, die uns abhandengekommen zu sein scheint. „Das neue Wir entsteht in Begegnung, in der Neugier und dem echten Interesse am anderen Menschen und hin und wieder auch mit der für manche überraschende Einsicht, dass Muslime nicht unbedingt Terroristen sein müssen, Juden nett sind und es in Damaskus mitunter mehr Schnee gibt als in Würzburg.“ "Wir schaffen das - "und mit diesem "Wir" meinte sie tatsächlich alle." Würden wir alle zusammenhalten, würden wir es auch schaffen. Aber, wie es im Buch so schön heißt: "Keine der beiden Seiten schien sich zu bewegen oder gar überzeugen zu lassen" von der Bürgerversammlung in der Kleinstadt, gibt es das "Wir" leider schon lange nicht mehr. Es gibt keinen Graubereich in der Schwarz und Weiß Diskussion, nur links und rechts. Das Buch liest sich flüssig und der persönliche Bezug des Autors zur Thematik, immerhin begegnet er selbst schon seit 30 Jahren immer wieder Geflüchteten, hat mich nicht kalt gelassen. Die Antwort wie das neue Wir entstehen kann, bleibt der Autor dem Leser aber schuldig.

    Mehr
  • Leserunde zu "Aufstehen für ein neues Wir!" von Burkhard Hose

    Aufstehen für ein neues Wir!
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der adeo-Verlag stellt drei Exemplare des Buches "Aufstehen für ein neues Wir" von Burkhard Hose zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "»Ihr seid hier nicht willkommen, wir haben keinen Platz für euch!«, lärmt es Geflüchteten entgegen. Vorurteile, Hass und Gewalt sind an der Tagesordnung. Die sogenannte »Flüchtlingskrise« ist längst zur Humanitätskrise geworden. Und es scheint sich eine Unkultur des Wegschauens zu etablieren. Höchste Zeit für einen Aufstand der Anständigen: Seit 30 Jahren prägen Burkhard Hose immer wieder Begegnungen mit geflüchteten Menschen. Er weiß um die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Integration und worauf es ankommt, wenn es gelingen soll, ein neues Miteinander zu finden. Dabei ist er sich sicher: Ein neues Wir kann es nur geben, wenn wir in einen intensiven Dialog eintreten - über alles, was uns heilig ist. " Hier ist der Link zur Leseprobe. Bitte bewerbt euch bis zum 11. November hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch das Buch interessiert. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Eure Rezensionen könnt ihr sehr gerne auch auf anderen Internetseiten veröffentlichen.

    Mehr
    • 32
  • Was zählt, ist jeder einzelne Mensch

    Aufstehen für ein neues Wir!
    gst

    gst

    06. December 2016 um 13:48

    Überall wird von Flüchtlingskrise gesprochen, doch laut Burkhard Hose geht es eher um eine Humanitätskrise oder Wertekrise. Er plädiert dafür, Geflüchtete als einzelne Menschen mit Namen, Gesichtern und individuellen Geschichten wahrzunehmen und spricht dabei jedem aus dem Herzen, der Flüchtlingen hilft, das Ankommen in der Fremde zu erleichtern. Der Autor bemüht sich, diverse Vorurteile und Fehlinformationen über die Herkunftsländer auszuräumen und erzählt viel über seine persönlichen Erfahrungen bei Demonstrationen und im Zusammensein mit Menschen, die ihre Heimat verlassen haben. Leider schießt er in seinem Idealismus an manchen Stellen etwas über das Ziel hinaus und arbeitet so den Gegnern des Fremdenzuzugs in die Hand. Was ihm aber gut gelingt: den Leser darauf aufmerksam zu machen, dass ein Straftäter nicht alle seine Landsleute ebenfalls zu Straftätern macht. Denn: Alle über einen Kamm scheren ist ungerecht.Als Studentenpfarrer der katholischen Hochschulgemeinde setzt er sich natürlich auch mit dem Glauben auseinander. Er gesteht, dass ihn die Begegnung mit Muslimen herausfordert, sich mit seinem eigenen Glauben zu beschäftigen. „Das ist für mich letztlich auch unter einer missionarischen Kirche zu verstehen: Nicht der Anspruch, vermeintlich die einzig wahre Religion zu sein, wird universalisiert, sondern die Liebe. Sie wird über die Grenzen der eigenen Religion und erst recht der eigenen Nation hinaus universal gelebt.“ (Seite 111)Der Autor erhofft sich ein neues Wirgefühl, das für ihn unabhängig von Volkszugehörigkeit, Nationalität und Religion ist. Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit geflüchteten Menschen glaubt er daran, dass dieses neue Wir Wirklichkeit werden kann. „Es ist ein Wir aus in Deutschland geborenen und aus Geflüchteten und Zuwanderern.“ (Seite 126) 

    Mehr
    • 3
  • Plädoyer für Menschlichkeit

    Aufstehen für ein neues Wir!
    frenx1

    frenx1

    03. December 2016 um 10:56

    Burkhard Hoses Buch „Aufstehen für ein neues Wir“ ist ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Anlass für sein Buch ist die Arbeit mit Flüchtlingen. Begegnungen, die ihn berührt haben, schildert der katholische Würzburger Studentenpfarrer immer wieder. Und Hose beschreibt anschaulich und ehrlich, wie er dadurch auch sich selbst verändert hat. Genauso ehrlich beschreibt er auch, wie schwer es ihm fiel, mit dem Hass und der Wut, die ihm an manchen Stellen entgegenschlug, umzugehen. Jeder, der in der Flüchtlingsarbeit ist, wird sich in den Schilderungen Hoses wiederfinden. Die Verständigung trotz sprachlicher Schwierigkeiten schildert Hose ebenso wie die gutgemeinten Ratschläge, die an den Flüchtlingen vorbeigehen und die Irrtümer über Syrien und Afghanistan, die aufgelöst werden – ja, die meisten Flüchtlinge haben auch früher schon Schnee gesehen und in Syrien gibt es auch Duschen…Die Hoffnung Hoses, dass wir durch das Gespräch mit den Flüchtlingen auch uns selbst besser kennenlernen, weil uns dann erst auffällt, was den Flüchtlingen sofort auffällt, ich teile sie mit Hose. Auch, dass das auch den Umgang mit der eigenen Religion betreffen könnte, dass wir wieder lernen, über unseren eigenen Glauben zu reden. Blauäugig und streckenweise sogar naiv erscheint mir Hose aber, wenn es um die Politik geht. Für Hose, so scheint es, ist das ein rotes Tuch. Zugespitzt gesagt: Während die Flüchtlingshelfer sich um die Menschen sorgen, unterstellt Hose den Politikern, dass sie gefühlskalte „Realisten“ sind. Für Hose ist Realist zu sein ein Unding, er fordert Visionäre und eine „andere Logik“, die Logik der Barmherzigkeit, die schlichtweg nur sagt: „Dann gehe und handle“. Wie sehr er wirklich davon überzeugt ist, dass damit Politik gemacht werden kann, zeigt Hoses Wunsch, der Bundeskanzlerin anzurufen: „Guten Morgen, Frau Bundeskanzlerin. Ich weiß, es ist 2 Uhr in der Nacht, aber ich muss Ihnen etwas Wichtiges sagen: Wir haben keine Garantie dafür, dass wir es schaffen, aber ich weiß, dass es Sinn macht, Menschen auf der Flucht zu helfen. Und wenn wir das tun, was voller Sinn ist, dann haben wir auch die Kraft, es zu schaffen. Ich will Ihnen sagen, dass viele Menschen in diesem Land dazu bereit sind.“ Ich glaube, die Bundeskanzlerin braucht solche Anrufe nicht. Und ich brauche solche Ausführungen nicht. In einem Land voller Visionäre wie Hose würde ich zumindest nicht leben wollen. Realisten sind kein Fehler, wenn es um die praktischen Dinge geht. Und davon ist in Hoses Buch für meinen Geschmack viel zu wenig die Rede. Was ist dieses neue Wir, das Hose will? Ein Land, das die Willkommenskultur zum Dauerzustand macht, ja. Aber was heißt das? Wie geht das? Wie soll sich Deutschland denn verändern? Wie wird sich Deutschland vielleicht ganz von selbst verändern? Hier fehlen mir Hoses Visionen.

    Mehr