Burkhard P Bierschenck Wenige sind mir mehr

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Inhaltsangabe zu „Wenige sind mir mehr“ von Burkhard P Bierschenck

Der Lyriker Burkhard P. Bierschenck vereint in diesem Gedichtband zwei Themen, die ihn in den letzten Jahren beschäftigt haben - den Tod seiner Tochter und die Wut und Verzweiflung über Krieg und Folter und biedermännische Dummheit. In jeder Zeile wird der jugendliche Zorn des mittlerweile 65jährigen Dichters spürbar. Dass er subtil Stimmungen einfangen kann, hat er bereits in seinen früheren Gedichtbänden bewiesen. Wer nun stille Altersmilde erwartet hat, der wird jedoch angenehm enttäuscht werden, denn er kann immer noch frech und aggressiv formulieren.

Kurz gefasste Zeilen, plausible und prägnante Sachverhalte geben einen bemerkenswerten Eindruck.

— baronessa
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    Wenige sind mir mehr
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    05. August 2015 um 09:31

    Der Journalist, Schriftsteller und Verleger Burkhard P. Bierschenck legt mit dem Buch „Wenige sind mir mehr“ seinen neusten Gedichtband vor. Nun ist Lyrik nicht so mein Steckenpferd, doch je nach Stimmungslage und persönlichen Lebenssituationen, greife ich dann doch mal zu dieser Art von Büchern und vertiefe mich in die Gedanken anderer.   Die Thematik in diesem Buch spiegelt vor allem zwei wichtige Themen bzw. Ereignisse im Leben des Autors wider. Zum einen versucht der Autor den Verlust seiner Tochter mit Hilfe von Gedichten zu verarbeiten, zum anderen bietet er seiner Wut und Verzweiflung über Kriege, Folter und biedermännischer Dummheit mancher Menschen mit Hilfe seiner Gedichte eine besondere Art des Ausdrucks.   Zwar handelt es sich bei dem Buch nur um ein kleines, broschiertes Taschenbuch mit 71 Gedichten, inhaltlich steckt jedoch viel mehr darin. Gerade die Gedichte, die sich mit Schmerz, Tod und Trauer beschäftigen, sind sehr persönlich und gehen mir selbst sehr nahe. Ich kann den Autor hier sehr gut verstehen, da ich selbst einen geliebten Menschen verloren habe und bis heute mit der Verarbeitung kämpfe.   Aber auch die anderen Gedichte gehen einem Nahe, wobei diese mich eher zum Nachdenken anregten und gewiss den ein oder anderen Leser auch aufrütteln sollen.   Die Gedichtsammlung umfasst einen Zeitraum von 1990 bis 2015, wobei recht viele aus dem Jahr 2004 stammen. Manche Gedichte sind sehr kurz, nur wenige Zeilen lang. Andere dagegen gehen über zwei Seiten. Mit Ganimed 2  (S. 75), das er 2007 geschrieben hat, erlebt das ursprüngliche Gedicht Ganimed (S. 74) von 1990 eine Wiederbelebung und Aktualisierung. Wobei man auch erkennen kann, dass trotz der langen Zeit, die zwischen den beiden Gedichten liegt, die Thematik sich nicht allzu sehr verändert hat und die ursprüngliche Fassung immer noch Bestand hat.   Fazit: Mit sehr persönlichen, aber auch aktuellen Gedichten, konnte mich der Autor für sich gewinnen. Seine Gedanken weiß er ebenso auszudrücken, wie Kritik auf eine sehr überzeugende Art kurz und knapp zu üben. Ein Buch, das man selbst gerne im Bücherschrank stehen hat oder als Geschenk an liebe Menschen weiterreichen mag.

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  • Lyrik

    Wenige sind mir mehr
    baronessa

    baronessa

    23. June 2015 um 18:20

    Wer in diesem Band Liebesgedichte erwartet, liegt falsch. Hier hat der Autor Materien verarbeitet, die sich mit dem Konflikt, Zorn, Mutlosigkeit und Verlust beschäftigen. Angriffslustig argumentiert der Autor in ein paar Zeilen die Torheit der Menschen. Die Gedichte sind aktuell und gegenwärtig.   Am meisten haben mich jedoch diese Zeilen berührt:   „ Ohne zu warten Schwindet der Augenblick Des namenlosen Grauens.   Dein Herz steht still Am Ende der Nacht Und Deine Hände kann Ich nicht mehr wärmen.   Du entgleitest Mir Und allen die Dich Lieben.“   Jeder Verlust schmerzt, bessere Worte kann man dafür nicht finden.

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