Burkhard Scheller Der Jetset-Skipper

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Inhaltsangabe zu „Der Jetset-Skipper“ von Burkhard Scheller

Er sieht aus wie eine gelungene Mischung aus Weihnachtsmann und Harry Rowohlt. Hat einen verschmitzten Humor und ein Leben voller Abenteuer hinter sich. Hat für den deutschen Jetset die Yachten geskippert und war so nah an Ihnen dran, wie sonst heutzutage Bodyguards. Die es in den 70er- bis 90er-Jahren übrigens nicht gab. Zumindest nicht, wenn man unter sich blieb, sprich: auf den Superyachten und in den damals noch recht jungfräulichen Revieren des Mittelmeeres. Saint-Tropez war noch ein Fischerdorf, man traf Brigitte Bardot beim Einkaufen oder hing mit seinen Arbeitgebern abends in der Kneipe ab.Die Anzahl der Großyachten war überschaubar – Daniel Hechter, Modezar, war einer der Nachbarlieger und erwies sich schnell als Spaßvogel: Eines Abends lud er alle in eine unscheinbare Bar ein, ein echter Geheimtipp, ohne Schild draußen, aber schick anziehen solle man sich. Man schmiss sich also in Schale, bürstete den Wildlederanzug aus Ibiza – und fand sich kurz darauf auf einer wilden Party wieder, deren Motto „Weinmachen“ hieß. Was bedeutete, dass die Gäste die Trauben in den bereitstehenden Weinfässern mit den Füßen zertraten, eine Riesensauerei. Hechter selbst kam übrigens in Ölzeug …
Anekdoten aus dem Leben an Bord, mitten unter der Upperclass, denen Scheller auch heute noch verbunden ist und wo er gern zu Hilfe gerufen wird, wenn es um Schiffbau geht. Das Buch zeichnet eine Welt voller Exotik und Normalität. Eine Welt, in der gute Manieren noch alles waren, Gentlemen wie Schellers Arbeitgeber, der Krupp-Erbe Arndt von Bohlen und Halbach, den Damen nach einem vergnüglichen Abend noch Blumen schickten – sodass Scheller in den Genuss kam, Romy Schneider mit einem Bukett den Morgen zu versüßen – und Angestellte Menschen waren, mit denen man gern gemeinsam feierte. Eine großartige Lebensgeschichte voll Humor, Weisheit und Abenteuerlust!

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    Der Jetset-Skipper

    R_Manthey

    20. August 2017 um 18:25

    Was Burkhard Scheller zu erzählen hat, spielt in einer Zeit als der Jetset noch nichts mit einer Massenbewegung zu tun hatte. Scheller liefert dem Leser auch nicht etwa seine Lebensgeschichte, wie auf dem Cover behauptet wird, sondern nur den Teil, den er als Maschinist im Wesentlichen nur in den Diensten zweier Eigner stand: Arndt von Bohlen und Halbach und nach dessen Pleite Joachim Fürst zu Fürstenberg. Mit den verschiedenen Jachten dieser Herren, die heute kaum noch auffallen würden, schipperte er durchs Mittelmeer, um dann in den unterschiedlichsten Häfen Partys zu feiern oder Handlangerdienste zu erbringen.Was er dabei erlebte, reißt inzwischen wahrscheinlich auch niemanden mehr vom Hocker. Aber das Buch liest sich schnell und gut bis zum Ende durch und unterhält dabei ganz nett, ohne dabei allerdings irgendwelche Geheimnisse zu verraten oder sonst irgendwie aus dem Rahmen zu fallen. Durch die inzwischen eingetretene Inflation von Jachten, Reichen und Schönen und der Überdimensionierung ihrer Schiffe mag es vielleicht ganz interessant sein, wenn man etwas über die Zeit liest, in der der ganze Zirkus noch Seltenheitswert besaß. Ansonsten aber bringt das Buch keine wirklich neuen Erkenntnisse.Nicht schlecht und ein Zusatzstern für den Typen Burkhard Scheller.

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