Burkhard Spinnen

 3.4 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Belgische Riesen, Kalte Ente und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Und alles ohne Liebe

Erscheint am 05.02.2019 als Hardcover bei Schöffling.

Alle Bücher von Burkhard Spinnen

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Buchformat:
Belgische Riesen

Belgische Riesen

 (17)
Erschienen am 01.12.2004
Der schwarze Grat

Der schwarze Grat

 (6)
Erschienen am 01.02.2005
Kalte Ente

Kalte Ente

 (7)
Erschienen am 01.12.2002
Der Reservetorwart

Der Reservetorwart

 (5)
Erschienen am 06.03.2006
Müller hoch Drei

Müller hoch Drei

 (4)
Erschienen am 08.12.2010
Dicker Mann im Meer

Dicker Mann im Meer

 (4)
Erschienen am 01.01.1997
Nevena

Nevena

 (4)
Erschienen am 01.08.2012
Mehrkampf

Mehrkampf

 (3)
Erschienen am 10.07.2009

Neue Rezensionen zu Burkhard Spinnen

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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Die letzte Fassade" von Burkhard Spinnen

Die Demenz trifft die ganze Familie
TanteGhostvor 2 Monaten

Ein Sohn in der Zwickmühle. Wenn die Mutter nicht mehr funktioniert wie gewohnt...

Inhalt:
Burkhard Spinnen ist Autor und sieht sein Beruf- und Familienleben durch die Demenz seiner Mutter gefährdet. Er will keinen Ratgeber schreiben, was dieses Buch auch auf keinen Fall ist. Vielmehr berichtet er über den immer wiederkehrenden Kampf mit seiner Mutter. Ihr Leben muss sich ändern, wenn es lebenswert bleiben soll. Aber mit Veränderungen kommt sie nicht mehr klar.
Er beschreibt, wie er sich selber im Weg steht, da das Verhältnis zu den Eltern nie ein besonders enges war. Und wie er trotz schlechtem Gewissens versucht, den richtigen Weg zu finden.

Der erste Satz:
„Liebe Mama, ich schreibe ein Buch über dich, besser gesagt, über uns; aber du weißt nichts davon.“

Der letzte Satz:
„Das habe ich hiermit versucht.“

Fazit:
Wie erlebt es ein Sohn, wenn seine Mutter an Demenz erkrankt? - Das sollte mir dieses Buch sagen. Aber schon das Vorwort hat mich ziemlich ernüchtert. Denn es ist kein Leie, der diese Zeilen aus lauter Nostalgie aufgeschrieben hat. Der Mann ist Autor und hat schon so einige Bücher auf den Markt geworfen. - War es am Ende nur das Geld, was er verdienen wollte? Ich unterstelle ihm das zumindest mal. Denn er jammert auffällig oft, wie sein Leben anders werden würde. Das geht bis zur Aufgabe von eigener Familie und Beruf.
Was mir auch negativ aufgefallen ist, sind die vielen Fachbegriffe. Und wenn ihm die nicht reichen, streut er Englisch ein. - Keine Ahnung, was er damit erreichen wollte. Das hat die Story nicht verändert und den Text auch nicht dramatisiert. Demenz eines Angehörigen ist ein großer Einschnitt in das Leben des Betroffenen und seiner Familie. Und noch so dramatische Worte verändert das Schicksal nicht.
Stellenweise habe ich die Zeilen nur gelesen, um sie gelesen zu haben. Gerade, wenn er sich in ellenlangen Erklärungen ergangen ist. Es hat mich am Ende nicht wirklich interessiert, ob und wie er seine Kindheit gestalten durfte oder konnte. Das hat rein gar nichts mit der Demenz zu tun gehabt.
Auf der anderen Seite gab es aber auch Passagen, die richtig gut waren und ich voll mitgenommen wurde. - Aber es hatte eben keine Konstante und das war störend.
Auch das Ende kam sehr abrupt. Ich kann gut verstehen, dass er auf die genaue Kranken- und Familiengeschichte nicht näher eingehen wollte. Aber warum schreibe ich dann ein Buch mit diesem Thema? Sorry, aber das macht für mich keinen Sinn.

Das Lesen dieses Buches loht sich nicht. Emotional haben mich die Schilderungen so gar nicht mitgenommen. Ich habe mich stellenweise sogar gefragt, was der Autor mit diesen Zeilen bezwecken wollt.
die ganze Familie stand in keinem sehr rühmlichen Licht da.
Schade um das Thema. Ich vermute mal, dass dem Mann einfach nur neuer Stoff gefehlt hat. So musste eben seine Mutter mit ihrem Schicksal herhalten.

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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P

Rezension zu "Das Buch" von Burkhard Spinnen

Bücher...
Polyhymniavor 10 Monaten

Bücher können mit ihren Buchdeckeln und Seiten eine Bibliothek erschaffen. Bücher verführen (fast) alle Menschen. Was nicht alle Gegenstände schaffen. Und begeistern Jung und Alt. Das alles und viel mehr muss das E-Book noch meistern. Und doch hoffe ich, dass das Buch den E-Book überdauert.

Schöne Kapiteln und man kann sie immer wieder lesen. Das Format des Büchleins ist gelungen, sehr handlich. Eignet sich auch als Geschenk für Buchliebhaber/in. 

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Duffys avatar

Rezension zu "Mehrkampf" von Burkhard Spinnen

Eine ganz besondere Midlife-Crisis
Duffyvor 3 Jahren

Roland Farwick hält nach 20 Jahren noch das drittbeste Punkteergebnis auf der "ewigen" Rangliste im Zehnkampf. 1984 bei Olympia war seine Karriere zu Ende, weil er beim Weitsprung patzte. Mit dem Verlust der Karriere ging auch seine Lebenslust verloren.
20 Jahre nach dem denkwürdigen Ausstieg wird auf ihn geschossen und er kann nur mit viel Glück dem Tod entrinnen. Der ermittelnde Kommissar ist Grambach, der damals diesen tragischen Zehnkampfmoment miterlebt hat. Auch in seinem Leben lief nicht alles nach Wunsch. Als Wunderkind gehandelt, brach er mit der Juristerei und wurde Polizist. Irgendwie ist das Schicksal der beiden miteinander verwoben und eigentlich wäre es eine Chance für eine Freundschaft. Doch stattdessen entwickelt sich ein Konkurrenzkampf, der nicht nur aus Missverständnissen besteht.
Spinnen hat ein Szenario entwickelt, in dem das "kritische" Männeralter zwischen 40 und 50 beleuchtet wird. Das, was gemeinhin als Midlife-crisis bekannt ist. Er versucht in seinem Roman, der vielleicht im Ansatz mal Krimi sein sollte, diesen Aspekt anhand von vielen Retrospektiven und Gegenüberstellungen aufzuarbeiten. Das gelingt ihm nur bedingt, denn auf der einen Seite packt er ihn zu voll mit Nebenwegen und Verknüpfungen, andererseits verliert das Buch dadurch manchmal sehr viel an Dynamik. Der Leser muss sich konzentrieren, um die überraschenden Rückblicke richtig einzuordnen und es gibt natürlich auch dadurch manchmal Schwierigkeiten mit den Zuordnungen der agierenden Personen. Den einen oder anderen Aspekt hätte der Autor ein wenig ausdünnen können. Immerhin gelingt ihm ein überraschendes Ende, das aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass trotz des gewohnt versierten Schreibstils das Ganze manchmal ein wenig zerrissen daherkommt und unter dem Strich etwas zu lang geraten ist.

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