Burkhard Spinnen

 3.5 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Belgische Riesen, Kalte Ente und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Burkhard Spinnen

Preisträger und Preisverleiher: Burkhard Spinnen wird 1956 in Mönchengladbach geboren und wächst dort auf. Er absolviert sein Abitur und den Wehrdienst und studiert ab 1976 in Münster Germanistik, Publizistik und Soziologie. Seinen Magisterabschluss macht er 1984, seine Promotion 1989.

Bis 1995 arbeitet er an der Philosophischen Fakultät seiner Alma Mater, der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, als wissenschaftlicher Assistent, später ist er als freier Schriftsteller tätig.

Seinen ersten Text, „Die Münstermacher“, veröffentlicht er 1986. Für sein literarisches Werk ist Spinnen mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis 1991, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 1999 oder dem Niederrheinischen Literaturpreis 2004.

Neben seinen Erfolgen als Schriftsteller ist Burkhard Spinnen Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und seit 2000 Jurymitglied des Ingeborg-Bachmann-Preises, von 2008 bis 2014 war er Vorsitzender der Jury. Zudem schreibt Spinnen für Rundfunk und Printmedien.

Burkhard Spinnen ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit seiner Familie lebt er in Münster.

Neue Bücher

Fipp, Vanessa und die Koofmichs

Erscheint am 18.08.2020 als Hardcover bei Schöffling.

Alle Bücher von Burkhard Spinnen

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Buchformat:
Cover des Buches Belgische Riesen9783570215296

Belgische Riesen

 (18)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Der schwarze Grat9783895619878

Der schwarze Grat

 (6)
Erschienen am 03.12.2012
Cover des Buches Kalte Ente9783442730452

Kalte Ente

 (7)
Erschienen am 01.12.2002
Cover des Buches Der Reservetorwart9783895616761

Der Reservetorwart

 (5)
Erschienen am 12.03.2013
Cover des Buches Müller hoch Drei9783442740635

Müller hoch Drei

 (4)
Erschienen am 08.12.2010
Cover des Buches Dicker Mann im Meer9783895610332

Dicker Mann im Meer

 (4)
Erschienen am 01.01.1997
Cover des Buches Nevena9783895619922

Nevena

 (4)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Mehrkampf9783442738076

Mehrkampf

 (3)
Erschienen am 10.07.2009

Neue Rezensionen zu Burkhard Spinnen

Neu

Rezension zu "Rückwind" von Burkhard Spinnen

Anspruchsvoll, ungewöhnlich
Buchraettinvor 8 Monaten

Dieses Buch fordert mich als Leser. Ich musste es immer wieder beiseite legen, weil ich irgendwie Schwierigkeiten hatte in der Geschichte anzukommen. Es wurde besser, nachdem ich mich eingelesen hatte in diese Geschichte um einen Mann namens „Trössner“, aber leider konnte mich der Stil nicht wirklich überzeugen.
„Trössner“ wird er genannt, besitzt eine Firma, die Windräder herstellt. Nach einem Suizidversuch war er in einer geschlossen Abteilung der Psychiatrie. Der 9. April ist sein Schicksalsdatum. An diesem Tag ändert sich das Leben des erfolgreichen Geschäftsmannes. Das erfährt man in kleinen Lesehappen zwischen den Zeilen, mit Andeutungen, Rückblenden.
An spürt beim Lesen die Anspannung, aber auch dass ihn wie eine Art Glocke etwas umgibt. Er ist wieder zurück im Leben, nach dem Krankenhausaufenthalt. Aber nicht er erzählt seine Geschichte, sondern jemand, der auf mich wie ein unsichtbarer beobachtender Begleiter wirkt. Jemand, der alles kommentiert, immer an seiner Seite ist, alles weiß.
Ich habe mich gefragt, wer ist es? Eine Stimme in seinem Kopf? Der Autor? Jemand, der bei ihm ist, während er seine Erinnerungen beschreibt? Das war schon ein sehr ungewöhnlicher Stil.
Es ist ein Buch, das Aufmerksamkeit fordert. Mit kurzen Sätzen. Dann wieder auch Dialogen, die eine gewisse Lebendigkeit in die Geschichte bringen. Aber irgendwie begleitet den Leser die melancholische Stimmung. Es muss etwas Schlimmes passiert sein im Leben von „Trössner“. Mit den kleinen Details kann der Leser sich ein Bild konstruieren.
Ist diese kommentierende beobachtende Stimme vielleicht ein Teil von „Trössner“ – sein früheres Ich, das das dahinreibende Leben des jetzigen kommentiert?
Ich fand es schon schwierig diese Geschichte. Vielleicht muss dieses Buch zweimal gelesen werden, um ein wenig mehr Einblick in die Figur zu haben und dann auf Feinheiten mehr achten zu können.
Anspruchsvoll, ungewöhnlich, auch immer wieder gut zu lesen, aber insgesamt konnte mich diese Geschichte leider nicht überzeugen.

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Rezension zu "Die letzte Fassade" von Burkhard Spinnen

Die Demenz trifft die ganze Familie
TanteGhostvor 2 Jahren

Ein Sohn in der Zwickmühle. Wenn die Mutter nicht mehr funktioniert wie gewohnt...

Inhalt:
Burkhard Spinnen ist Autor und sieht sein Beruf- und Familienleben durch die Demenz seiner Mutter gefährdet. Er will keinen Ratgeber schreiben, was dieses Buch auch auf keinen Fall ist. Vielmehr berichtet er über den immer wiederkehrenden Kampf mit seiner Mutter. Ihr Leben muss sich ändern, wenn es lebenswert bleiben soll. Aber mit Veränderungen kommt sie nicht mehr klar.
Er beschreibt, wie er sich selber im Weg steht, da das Verhältnis zu den Eltern nie ein besonders enges war. Und wie er trotz schlechtem Gewissens versucht, den richtigen Weg zu finden.

Der erste Satz:
„Liebe Mama, ich schreibe ein Buch über dich, besser gesagt, über uns; aber du weißt nichts davon.“

Der letzte Satz:
„Das habe ich hiermit versucht.“

Fazit:
Wie erlebt es ein Sohn, wenn seine Mutter an Demenz erkrankt? - Das sollte mir dieses Buch sagen. Aber schon das Vorwort hat mich ziemlich ernüchtert. Denn es ist kein Leie, der diese Zeilen aus lauter Nostalgie aufgeschrieben hat. Der Mann ist Autor und hat schon so einige Bücher auf den Markt geworfen. - War es am Ende nur das Geld, was er verdienen wollte? Ich unterstelle ihm das zumindest mal. Denn er jammert auffällig oft, wie sein Leben anders werden würde. Das geht bis zur Aufgabe von eigener Familie und Beruf.
Was mir auch negativ aufgefallen ist, sind die vielen Fachbegriffe. Und wenn ihm die nicht reichen, streut er Englisch ein. - Keine Ahnung, was er damit erreichen wollte. Das hat die Story nicht verändert und den Text auch nicht dramatisiert. Demenz eines Angehörigen ist ein großer Einschnitt in das Leben des Betroffenen und seiner Familie. Und noch so dramatische Worte verändert das Schicksal nicht.
Stellenweise habe ich die Zeilen nur gelesen, um sie gelesen zu haben. Gerade, wenn er sich in ellenlangen Erklärungen ergangen ist. Es hat mich am Ende nicht wirklich interessiert, ob und wie er seine Kindheit gestalten durfte oder konnte. Das hat rein gar nichts mit der Demenz zu tun gehabt.
Auf der anderen Seite gab es aber auch Passagen, die richtig gut waren und ich voll mitgenommen wurde. - Aber es hatte eben keine Konstante und das war störend.
Auch das Ende kam sehr abrupt. Ich kann gut verstehen, dass er auf die genaue Kranken- und Familiengeschichte nicht näher eingehen wollte. Aber warum schreibe ich dann ein Buch mit diesem Thema? Sorry, aber das macht für mich keinen Sinn.

Das Lesen dieses Buches loht sich nicht. Emotional haben mich die Schilderungen so gar nicht mitgenommen. Ich habe mich stellenweise sogar gefragt, was der Autor mit diesen Zeilen bezwecken wollt.
die ganze Familie stand in keinem sehr rühmlichen Licht da.
Schade um das Thema. Ich vermute mal, dass dem Mann einfach nur neuer Stoff gefehlt hat. So musste eben seine Mutter mit ihrem Schicksal herhalten.

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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P

Rezension zu "Das Buch" von Burkhard Spinnen

Bücher...
Polyhymniavor 2 Jahren

Bücher können mit ihren Buchdeckeln und Seiten eine Bibliothek erschaffen. Bücher verführen (fast) alle Menschen. Was nicht alle Gegenstände schaffen. Und begeistern Jung und Alt. Das alles und viel mehr muss das E-Book noch meistern. Und doch hoffe ich, dass das Buch den E-Book überdauert.

Schöne Kapiteln und man kann sie immer wieder lesen. Das Format des Büchleins ist gelungen, sehr handlich. Eignet sich auch als Geschenk für Buchliebhaber/in. 

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Zusätzliche Informationen

Burkhard Spinnen wurde am 28. Dezember 1956 in Mönchengladbach (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 96 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

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